PETER PARKER: SPIDER-MAN von Paul Jenkins, Mark Buckingham und Charlie Adlard

Jeder hat so seine Lieblings-Runs, wenn es um den persönlichen Favoriten unter den amerikanischen Superhelden geht. Das hat manchmal mit der Qualität der Geschichten von damals zu tun, und manchmal schlicht mit der Zeit, da man diese Geschichten gelesen hat. Tja, und in manchen Fällen kommt beides zusammen – wie in jenen Storys, die der britische Autor Paul Jenkins (Fairy Quest) und sein zeichnender Landsmann Mark Buckingham (Fables) ab 2000 für die US-Serie „Peter Parker: Spider-Man“ realisiert haben.

Jenkins und Buckingham – anfangs unterstützt vom brasilianischen Zeichner Joe Bennett – lieferten wundervolle kleine Geschichten voller Wärme, Humor und Introspektive, und dennoch kamen die üblichen Superhelden-Dramen in mehreren Akten keineswegs zu kurz, obwohl Buckinghams Artwork den andersartigen Ansatz bloß noch unterstrich. Ein weiteres Highlight im Repertoire der mit „Hellblazer“ auf dem US-Markt bekanntgewordenen Engländer sind die Szenen und Storys, die auf den jungen Peter und seinen gutmütigen Onkel Ben zurückblicken.

Panini legt die Spider-Man-Saga von Jenkins, Buckingham und Co. aktuell als Paperback bzw. Hardcover auf Deutsch neu auf– im Sommer erschien der erste Sammelband, der zweite kommt jetzt im September. Hier gibt es eine Leseprobe.

Zu Beginn von Jenkins’ Saga trauert Peter Parker, da seine Ehefrau Mary Jane bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sein soll. Und obwohl Peter spürt, dass das nicht die ganze Wahrheit ist, wollen ihm alle einreden, dass er endlich loslassen und nach vorn schauen muss. Das trifft ihn genauso schwer wie sein alter Gegner Sandman, die Entführung durch Aliens oder die heftigen Psychospielchen seines Erzfeinds Norman Osborn, besser bekannt als der Grüne Kobold.

Der zweite Band startet mit einer typischen, rührenden Jenkins-Buckingham-Geschichte, in welcher der Wandkrabbler zunächst einem alten Widersacher helfen soll, der zu weit in die digitale Welt vorgestoßen ist. Außerdem debütiert der skrupellose neue Bösewicht Fusion, der anscheinend die Kräfte aller möglichen Helden und Schurken besitzt. Und als wäre das nicht genug, findet Pete auch noch heraus, dass er mit seinem Gefühl bezüglich MJs Tod womöglich doch gar nicht so falsch gelegen hat. Um die vollständige Geschichte des Schicksals der rothaarigen Schönheit zu erzählen, enthält der zweite Sammelband noch Geschichten von Howard Mackie (Ghost Rider), Lee Weeks (Im Netz von Spider-Man) und Charlie Adlard, dem Stammzeichner von Robert Kirkmans Zombie-Hit „The Walking Dead“.

Übrigens feierte der Mexikaner Humberto Ramos, der mit Jenkins zuletzt „Fairy Quest“ und „Offenbarungen“ umsetzte, im Original als Titelbildzeichner dieser Serie sein Spidey-Debüt – im vierten Band wartet dann die erste von vielen Netzschwinger-Storylines, die er visualisiert hat.

Paul Jenkins, Mark Buckingham, Joe Bennett: Peter Parker: Spider-Man Band 1. Panini, Stuttgart 2015. 188 Seiten, € 19,99

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Paul Jenkins, Howard Mackie, Mark Buckingham, Charlie Adlar, Lee Weeks: Peter Parker: Spider-Man Band 2. Panini, Stuttgart 2015. 260 Seiten, € 24,99