SCALPED wird eine TV-Serie

Scalped_cvrLeider sind sich Händler und Verlage hierzulande einig, dass die Vertigo-Serie „Scalped“ vom amerikanischen Autor Jason Aaron („Thor – Gott des Donners“) und dem serbischen Hauptzeichner R. M. Guéra auf dem deutschen Markt nicht viele Chancen hätte. Nichtsdestotrotz gehört der ungewöhnliche Noir-Krimi mit den Allüren eines Neo-Westerns zum Besten, was Vertigo in den letzten zehn Jahren hervorgebracht hat. Zwischen 2007 und 2012 erschienen 60 US-Hefte, die auf Englisch in 10 Tradepaperbacks und fünf Deluxe-Hardcovern gesammelt wurden. In ihnen erzählen Aaron, Guéra und Co. von einem heruntergekommenen zeitgenössischen Indianer-Reservat in South Dakota, in dem sich Mord und Drama vor allem auf die Familien des jungen Dashiell Bad Horse und des alten Casino-Chefs Lincoln Red Crow konzentrieren – eine epische Geschichte über Vergangenheit, Gegenwart, Loyalität, Rache und Wurzeln. Genialer Stoff.

Das sieht man beim amerikanischen TV-Sender WGNA wohl ähnlich und hat nach fast zwei Jahren Bedenk- und Entwicklungszeit endlich eine Pilot-Folge in Auftrag gegeben, anhand derer entschieden wird, ob eine Fernseh-Adaption von „Scalped“ in Serie gehen wird oder nicht. Das Drehbuch stammt von Doug Jung („Dark Blue“, „Star Trek: Beyond“). Nach dem exzellenten Südstaaten-Krimi „Southern Bastards“, der hierzulande ebenfalls noch eine Heimat sucht, ist das schon der zweite Comic aus Aarons Feder, der aktuell fürs florierende Serien-TV umgesetzt werden soll.

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