STEVE DILLON (1962 – 2016)

Die Nachricht ist wie ein Schlag mit dem Knüppel: Heute gab Glyn Dillon, Steve Dillons jüngerer Bruder und selbst Comiczeichner, via Twitter bekannt, dass sein Bruder in New York gestorben ist.

Der 1962 geborene Steve Dillon hatte bereits mit 16 seinen ersten Job als Zeichner, als er für Marvel UKs Hulk Weekly die Hauptgeschichte anfertigte. In den 1980ern tauchten seine Arbeiten regelmässig in den britischen Magazinen WarriorDoctor Who Magazine und natürlich 2000 AD auf. Gemeinsam mit Brett Ewins rief er 1988 das Comic-Magazin Deadline ins Leben, das sieben Jahre lang lief. Dann zog es ihn in die USA, wo er zunächst an der Miniserie „Skreemer“ (1989, mit Autor Peter Milligan) und an „Animal Man“ (1990-92, mit Tom Veitch) arbeitete, bevor er an der Seite von Garth Ennis als Autor seine größten Serien und Erfolge feierte: Hellblazer (1992-94), Preacher (1995-2000) und Punisher (2000-2003). Zum Punisher zog es ihn immer wieder zurück. So entstanden  weitere Geschichten mit Jason Aaron und jüngst Becky Cloonan als Texter.

Dillon zeichnete sich durch einen einzigartig klaren und reduzierten Strich aus, der unverwechselbar der seine war. Wenige Linien genügten ihm, um alles zu transportieren, was die Figuren seiner Geschichten zu Sagen hatten.

Er wurde nur 54 Jahre alt. Eigentlich müsste man jetzt in den Pub ziehen und ein Glas auf ihn heben.