LIFE ZERO – Mit der Kälte kamen sie…

lifezeromitderkc4ltekamensie_softcover_734„Ich möchte Resident Evil zeichnen“, meinte Marco Checchetto, bezog sich dabei aber nicht auf eine Adaption der erfolgreichen Game- und Filmserie. Vielmehr wollte er zusammen mit dem Autor Stefano Vietti etwas erschaffen, das in die Richtung von „Resident Evil“ gehen sollte, das kühn und mutig eine Geschichte vom Ende der Welt erzählt, bei der nicht alles so ist, wie man das erwartet.

Bei der in Italien entstandenen Geschichte „Life Zero“ fängt alles damit an, dass eine geheimnisvolle Wolke die Menschen tötet. Aber sie erweckt sie als Zombies wieder zum Leben, weswegen die Welt vollends vor die Hunde geht. Das Team des Elitesoldaten Shako holt diesen aus dem Gefängnis heraus. Weil sie ihm helfen wollen, seine Tochter zu finden, aber auch, weil er eine Mission zu erfüllen hat, von der das Überleben der Menschheit abhängt.

In drei Teilen untergliedert, präsentiert Vietti eine spannende, actionreiche und enorm dramatische Geschichte, bei der er weder den Leser noch seine Figuren schont. Ein Happy End im klassischen Sinne sollte man also weniger erwarten, eher schon ein nihilistisches Ende ganz im Stil von Filmen wie John Carpenters „The Thing“. Bar jeder Hoffnung, ein Ende, das einem Schlag in die Magengrube gleichkommt, das aber auch die Möglichkeit offenlässt, in die Welt von „Life Zero“ zurückzukehren.

Abgerundet wird der Band mit ein paar Bonusseiten, die Einblick in die Entstehung geben und Skizzen sowie Charakterentwürfe enthalten.

Stefano Vietti, Marco Checchetto: Life Zero. Panini, Stuttgart 2016. 144 Seiten, € 19,99