Offener Brief von „Manifest Destiny“-Autor Chris Dingess

Der ruppige Kolonialhorror „Manifest Destiny“ thematisiert, wenn auch in einem fantastischem, überzogenem Setting immer wieder das ausbeuterische und rücksichtslose Verhalten weißer Siedler auf dem noch unberührtem, amerikanischem Kontinent. Nun wendet sich Comic-Autor Chris Dingess via Twitter durch einen offenen Brief an seine Leser. Im wesentlichen thematisiert er dort, dass die Unterdrückung und Verdrängung der Ureinwohner auch im Jahr 2017 noch kein Relikt der Vergangenheit ist.

Ende des letzten Jahres berichteten die Medien weltweit über die Proteste der Sioux am Standing Rock. Der in North Dakota ansässige Stamm will verhindern, dass eine gewaltige Öl-Pipeline durch den örtlichen Lake Tahoe verlegt wird, die ansonsten bereits fertiggestellt ist. Die Menschen dort fürchten, dass bei einer Bau- oder Wartungspanne der für ihre Trinkwasserversorgung elementare See irreversibel verschmutzt werden könnte.

Der jüngst angetretene US-Präsident Donald Trump hatte diese Woche bekanntgegeben, den auf die Proteste folgenden Baustop aufzuheben und an den Plänen festzuhalten. Bevor er seine Geschäfte treuhändisch an seine Kinder übergab, hatte der Unternehmer in diverse Firmen investiert, die in das Projekt involviert sind.