„Die rote Schildkröte“ – Jetzt im Kino

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Bevor Irritationen aufkommen: Keine Sorge, auf dieser Seite wird auch zukünftig Gedrucktes im Fokus stehen, aber die von der legendären japanischen Animationsfilmschmiede Ghibli co-finanzierte japanisch-belgisch-französische Produktion „Die rote Schildkröte“ hat unsere Herzen so zum Schmelzen gebracht, dass es anderseits auch wieder eine sträfliche Unterlassung wäre, nicht auf diesen Kinostart aufmerksam zu machen. Zumal das wirklich zauberhafte, komplett dialoglose Werk mit seinen fast ausschließlich handgemalten, extrem ausdrucksstarken Bildern und dem Verzicht auf eine konventionelle Spielfilm-Dramaturgie dem Comic durchaus sehr nahe liegt.

Erzählt wird die Geschichte eines Schiffbrüchigen, der auf einer einsamen Insel strandet, von da aber nicht fort kann, da ihn eine große rote Schildkröte am Verlassen hindert. Eines Tages kommt das Tier an Land, der Schiffbrüchige versucht es zu überwältigen, muss aber sein blaues Wunder erleben, denn die Schildkröte verwandelt sich in eine Frau und der Film wird vom klassischen Schiffbrüchigendrama zum Märchen.

Vielmehr soll auch gar nicht verraten werden, denn der Plot ist angenehm puristisch gehalten und wie in einem guten Märchen kann man – auch dank der symbollastigen Bildsprache – so einiges reindeuten, aber die „Die rote Schildkröte“ ebenso einfach als wunderschönen Animationsfilm genießen, der dank seiner stimmungsvollen Bildern und der dezenten, sehr gezielten Musikuntermalung eine regelrecht hypnotisierende Atmosphäre entwickelt.

„Die rote Schildkröte“ startet am 16. März 2017 im Kino und wurde von Michael Dudok de Wit inszeniert.