Die Splitter-Neuheiten im Juni 2017

die_zeitmaschine_kleinH.G. Wells – Band 1: Die Zeitmaschine (1/X)

H.G. Wells ist, neben Jules Verne, nicht nur ein, sondern der Ahnherr und Klassiker der modernen Science-Fiction-Literatur. Einige seiner Bücher sind Schlüsselwerke des utopischen Zukunftsromans, »Der Krieg der Welten« etwa, »Die Insel des Dr. Moreau« und natürlich »Die Zeitmaschine«. Im Laufe der Jahrzehnte sind sie unzählige Male adaptiert, interpretiert, kopiert, zitiert und auch persifliert worden. Allein »Der Krieg der Welten« ist ein äußerst beliebter Stoff, auch und gerade im Comic, und dürfte so oft im Stil der jeweiligen Zeit verarbeitet worden sein – von Orson Welles‘ legendärer Hörspielfassung, die 1938 in den USA angeblich für Massenpanik sorgte, bis hin zu Roland Emmerichs »Independence Day« 1 & 2 (Tim Burtons »Mars Attacks!« nicht zu vergessen) –, dass der eigentliche Urheber dahinter gerne vergessen wird.
Szenarist Dobbs hat sich deshalb nun daran begeben, zusammen mit einigen ausgewählten Zeichnern eine zeitgemäße Interpretation der Hauptwerke von H.G. Wells im klassischen Geist vorzulegen – neben den eingangs genannten Titeln zudem noch »Der Unsichtbare«, ein weiteres Beispiel dafür, dass die Erzählungen von Wells stets spannend sind, unterhaltsam, auch amüsant und vor allem eins: zeitlos aktuell!

H.G. Wells, Dobbs, Mathieu Moreau: H.G. Wells Bd. 1: Die Zeitmaschine. Splitter, Bielefeld 2017. 56 Seiten. 15,80 Euro

 

james_bond_03_lp_normal_coverJames Bond – Band 3: Hammerhead (3/X) (reguläre Ausgabe)

James Bond ist zurück – und erstmals nach zwanzig Jahren ist der berühmteste Agent ihrer britischen Majestät auch wieder im Comic zu sehen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein weiteres Kino-Abenteuer. Star-Autor Warren Ellis (»Transmetropolitan« etc.) hat sich für seine Neuinterpretation in »James Bond: VARGR« stattdessen auf den Ur-Bond seines Schöpfers Ian Fleming berufen, versetzt ihn allerdings in die Gegenwart. Das heißt, 007 ist eher kaltschnäuzig als cool, mehr Chauvi als Charmeur, und die alte Playboy-Camouflage blättert sowieso schon seit längerem ab. Aber er hat nach wie vor die Lizenz zum Töten, und er ist entschlossen, sie zu nutzen. Nicht nur, weil er es gelegentlich muss. Sondern wohl auch, weil er es will. Denn der Bond von Fleming und Ellis ist sich über seinen Elite-Status im Klaren, weiß aber nur zu gut, was das eigentlich heißt: Dass er mit Aufgaben betraut wird, denen sich sonst kaum ein anderer stellt.

Nach »VARGR« und »Eidolon« ist »Hammerhead« bereits der dritte Comic des besten Agenten des MI6. Autor Andy Diggle (»The Losers«, »Daredevil« etc.) und Zeichner Luca Casalanguida übernehmen für Ellis und Masters – der kompromisslosen Action von 007 tut das aber keinen Abbruch.

Andy Diggle, Luca Casalanguida: James Bond Bd. 3. Splitter, Bielefeld 2017. 144 Seiten. 19,80 Euro

 

james_bond_03_lp_limitiert_coverJames Bond – Band 3: Hammerhead (3/X) (limitierte Ausgabe)

James Bond ist zurück – und erstmals nach zwanzig Jahren ist der berühmteste Agent ihrer britischen Majestät auch wieder im Comic zu sehen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein weiteres Kino-Abenteuer. Star-Autor Warren Ellis (»Transmetropolitan« etc.) hat sich für seine Neuinterpretation in »James Bond: VARGR« stattdessen auf den Ur-Bond seines Schöpfers Ian Fleming berufen, versetzt ihn allerdings in die Gegenwart. Das heißt, 007 ist eher kaltschnäuzig als cool, mehr Chauvi als Charmeur, und die alte Playboy-Camouflage blättert sowieso schon seit längerem ab. Aber er hat nach wie vor die Lizenz zum Töten, und er ist entschlossen, sie zu nutzen. Nicht nur, weil er es gelegentlich muss. Sondern wohl auch, weil er es will. Denn der Bond von Fleming und Ellis ist sich über seinen Elite-Status im Klaren, weiß aber nur zu gut, was das eigentlich heißt: Dass er mit Aufgaben betraut wird, denen sich sonst kaum ein anderer stellt.

Nach »VARGR« und »Eidolon« ist »Hammerhead« bereits der dritte Comic des besten Agenten des MI6. Autor Andy Diggle (»The Losers«, »Daredevil« etc.) und Zeichner Luca Casalanguida übernehmen für Ellis und Masters – der kompromisslosen Action von 007 tut das aber keinen Abbruch.

Limitiert auf 1007 Exemplare!

Andy Diggle, Luca Casalanguida: James Bond Bd. 3. Splitter, Bielefeld 2017. 144 Seiten. 19,80 Euro

 

assassins_creed_conspirations_01_lp_coverAssassin’s Creed Conspirations – Band 1: Die Glocke (1/3)

Neuer Zyklus der Assassin’s Creed Albenserie!

Eddie Gorm erwartet nicht mehr viel von seinem Leben. Er ist im Unfrieden aus der britischen Navy ausgeschieden und schlägt sich im Londoner Dockland als Schieber und Schmuggler durch, wenn es sein muss, auch buchstäblich. Doch die Zeiten sind nicht so, dass sich ein Mann einfach wegducken kann – man schreibt das Jahr 1940, es herrscht Krieg. Und ohne dass er es ahnt, haben mächtige Organisationen bereits ein Auge auf Eddie geworfen. Bald wird er eine Schlu?sselfigur sein in einem mehr als undurchsichtigen Spiel um Spionage und Doppelagenten und die dahinter verborgenen Absichten.

In »Assassin‘s Creed Conspirations« ist nichts so, wie es auf den ersten oder auch zweiten Blick scheint. Der Verschwörungsklassiker kommt diesmal aus der Feder von Guillaume Dorison und »Clockwerx«-Zeichner J.-B. Hostache.

Guillaume Dorison, Jean-Baptiste Hostache: Assassin’s Creed Conspirations Bd. 1. Splitter, Bielefeld 2017. 48 Seiten. 14,80 Euro

 

ruhm_meines_vaters_01_lp_coverMarcel Pagnol – Band 1: Der Ruhm meines Vaters (1/2)

Marcel Pagnol ist ein Inbegriff für »la douce France«, das liebliche Frankreich, und das nicht nur dort, sondern auch weit darüber hinaus. Gemeint ist damit vor allem der idyllische Charme des Landlebens in der südfranzösischen Provinz Anfang des 20. Jahrhunderts. Vor allem seine autobiografische Trilogie »Eine Kindheit in der Provence« hat mit ihrer warmherzigen, humorvollen Schilderung von Land und Leuten das Frankreich-Bild so nachhaltig beeinflusst, dass der Schauplatz seiner Erzählungen, das bergige Hinterland zwischen Marseille und der Côte d‘Azur, auch als die »Hügel Pagnols« bezeichnet wird.

Nach der erfolgreichen Verfilmung der ersten beiden Bände seiner Kindheitserinnerungen folgt nun auch deren Comic-Adaption – zum Schmökern, Schmunzeln und Schwelgen.

Serge Scotto, Èric Stoffel, Morgann Tanco: Marcel Pagnol – Der Ruhm meines Vaters Bd. 1. Splitter, Bielefeld 2017. 96 Seiten. 19,80 Euro

 

sangre_01_lp_coverSangre – Band 1: Sangre, die Überlebende (1/8)

Das Blut der jungen Charlotte de la Cruz birgt ein Geheimnis in sich, denn einer ihrer Vorfahren lebte zu der Zeit, als die Hexenprozesse von Salem stattfanden: Tom Stoddard, ein Assassine, der dunkle Machenschaften bezeugen kann, deren Auswirkungen sich bis auf den heutigen Tag erstrecken. Für die Bruderschaft der Assassinen wird Charlotte damit eine wertvolle Verbündete, denn mit der geraubten Animus-Technologie sind sie in der Lage, auf die Erinnerungen ihrer Vorfahren zuzugreifen und die Geschichte umzuschreiben. Doch die Templer, die Erzfeinde der Assassinen, wollen das um jeden Preis verhindern.

Nach sechs Videogames und diversen Ablegern mit männlichem Protagonisten setzen die beiden Autoren Anthony Del Col und Conor McCreery (»Kill Shakespeare«, »Sherlock Holmes vs. Harry Houdini«) erstmals allein auf eine weibliche Protagonistin. Für die künstlerische Umsetzung des bildgewaltigen Ubisoft-Dauerbrenners, der seit 2006 fast jährlich mit einem neuen Spiel glänzt, sorgt der Marvel- und DC-Comics-Zeichner Neil Edwards (»Doctor Who«, »Fantastic Four«, »Superman«, »Justice League United«, »Dark Avengers«).

Christophe Arleston, Adrien Floch: Sangre Bd. 1. Splitter, Bielefeld 2017. 56 Seiten. 14,80 Euro

 

murena_04_klein_900x1200Murena – Band 4: Kapitel 7-8, 2. Zyklus (4/X)

Lucius Domitius Ahenobarbus, der nachmalige Nero, gilt als einer der berüchtigtsten in der an zweifelhaften Gestalten nicht gerade armen Ansammlung römischer Kaiser. Der Nachwelt in Erinnerung geblieben ist er vor allem als derjenige, der die Stadt Rom angezündet haben soll. Dabei hat er sich selbst eher als Künstler gesehen, doch seine skrupellose, machthungrige Mutter setzte alles daran, dass ihr einziger Sohn eines Tages den Thron besteigen würde. Und so trat er, kaum siebzehnjährig, nach dem ebenso plötzlichen wie fragwürdigen Ableben seines Stief- und Adoptivvaters, des Kaisers Claudius, dessen Nachfolge an.

Jean Dufaux (»Giacomo C.«, »Kreuzzug«, »Conquistador« etc.) und Philippe Delaby (»Die Ritter des verlorenen Landes«) haben exakt dieses düster schillernde Kapitel der römischen Kaiserzeit gewählt, um mit »Murena« ein packendes historisches Drama zu inszenieren, das geschickt geschichtliche Fakten und Fiktion miteinander verwebt. Im Mittelpunkt steht neben Nero vor allem der gleichaltrige Lucius Murena, mit ersterem anfangs durchaus befreundet. Er gerät jedoch schon früh in die tödlichen Intrigen bei Hofe und wird so zum erbitterten Gegner Neros, der mehr und mehr dem Cäsarenwahn verfällt. Das alles präsentieren Dufaux und Delaby vor einem detaillierten Panorama der antiken Lebenswelt, penibel recherchiert und akribisch umgesetzt. Und nebenbei geben sie auch noch eine Antwort darauf, wer nun Rom wirklich angezündet hat. Und warum. Schon heute ein Klassiker des History-Comics.

Jean Dufaux, Philippe Delaby: Murena Bd. 4. Splitter, Bielefeld 2017. 128 Seiten. 24,80 Euro

 

lazarus_05_lp_coverLazarus – Band 5: Familienkrieg (5/X)

Nach einer Studie der internationalen Hilfsorganisation Oxfam besitzen bereits heute nur 85 Menschen so viel Vermögen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Da erscheint es nicht abwegig, dass in einer nahen Zukunft lediglich sechzehn Familien die ganze Welt unter sich aufgeteilt haben. Und den Rest der Menschheit in »Knechte« und »Abfall«. Zur Absicherung von Reichtum und Macht hält sich jede dieser Familien einen genetisch modifizierten »Lazarus«, der nahezu unbesiegbar und praktisch unsterblich ist. Greg Rucka (»Whiteout«, »Gotham Central«) hat ein packendes Endzeitdrama geschrieben, Michael Lark (»Gotham Central«, »Terminal City«) dafür kühle, schonungslos klare Bilder geschaffen. Nicht umsonst wurde »Lazarus« 2014 für den Eisner-Award als »beste neue Serie« nominiert.

Greg Rucka, Michael Lark: Lazarus Bd. 5. Splitter, Bielefeld 2017. 144 Seiten. 22,80 Euro

 

alix_senator_05_lp_coverAlix Senator – Band 5: Das Klagen der Kybele (5/X)

Einst, vor langer Zeit und weit entfernt, war Galkiddek ein glücklicher Landstrich, wo man in Ruhe und Frieden seinem Tagwerk nachging. Doch das war vor dem Krieg, der die Gräfin von Galkiddek das Leben kostete, und seither versinkt ihr Gemahl Graf Galohan in Verzweiflung und Bitterkeit. Bis er eines Tages auf eine Statue stößt, die das genaue Ebenbild seiner geliebten Gemahlin darstellt. Mithilfe von Alcantor, einem Magier mit dunklen Absichten, fasst er den unerhörten, gotteslästerlichen Plan, seine Geliebte aus dem Reich der Schatten zurückzuholen…

Eine Trilogie aus einem fantastischen Mittelalter, angesiedelt zwischen »Game of Thrones« und Shakespeare, die auf Gewaltexzesse ebenso setzt wie auf abgründige Verzweiflung. Und auf eine fabelhafte Grafik, die im Gestus der Verletzlichkeit beides perfekt zur Geltung bringt.

Valérie Mangin, Thierry Démarez: Alix Senator Bd. 5. Splitter, Bielefeld 2017. 48 Seiten. 14,80 Euro

 

samurai_gs_02_lp_coverSamurai – Gesamtausgabe Band 2 (Bd. 4-6) (2/X)

Im Japan zu Zeiten der Samurai bahnt sich ein folgenschweres Drama an: General Akuma, eine der einflussreichsten Persönlichkeiten im Reich, scheint fest entschlossen, den Kaiser zu verraten und selbst an dessen Stelle zu treten, obwohl beide ein düsteres Geheimnis eint: der dreizehnte Prophet. Derweil zieht der schweigsame Takeo, ein Ronin (ein Samurai ohne Herr) durch das Land, auf der Suche nach seiner Herkunft und begleitet lediglich von einem Schüler. Als sie jedoch einer Gruppe Reisender zu Hilfe kommen, die gerade von Räubern überfallen wird, ändert das ihr Schicksal grundlegend.

Ein packendes Epos, das dramatische Action, eine fremde Kultur und exotische Landschaften perfekt zu einem einzigartigen magischen Abenteuer verschmilzt.

Jean-François Di Giorgio, Frédéric Genêt: Samurai Gesamtausgabe Bd. 1. Splitter, Bielefeld 2017. 160 Seiten. 34,80 Euro

 

roma_04_lp_coverRoma – Band 4: Blut von meinem Blut (4/13)

Rom, die »ewige Stadt« – doch auch die wurde natürlich irgendwann einmal gegründet. Die bekannteste Legende dazu ist sicher die der Zwillinge Romulus und Remus, aufgezogen von einer Wölfin. Aber es gibt noch eine weitere, kaum weniger spektakuläre Sage, nach der Rom eine Gründung trojanischer Flüchtlinge um Aeneas gewesen sein soll. Der brachte bei dieser Gelegenheit angeblich das Palladium mit, eine mysteriöse Skulptur und je nach Standpunkt Segen oder Fluch für die Stadt, die sie beherbergt. Für die Familien Leo und Aquila, Nachkommen trojanischer Kriegshelden, ist das keine Frage, denn sie sind die ausersehenen Hüter der Statue und auf Gedeih und Verderb, für immer und ewig mit ihr verbunden – vom Anbeginn Roms durch die Jahrhunderte und Jahrtausende bis in die Zukunft. So weit erstreckt sich nämlich der Zyklus »Roma«, noch von Gilles Chaillet (»Vasco«, »Vinci«) konzipiert, der aber leider 2011 verstarb, bevor er dieses Projekt umsetzen konnte. Darum wird nun in insgesamt 13 Bänden ein ganzes Autorenteam um Didier Convard & Co. mit wechselnden Zeichnern den Spuren des göttlichen Fluchs und der beiden Familien nachgehen und so ein faszinierendes Porträt der ewigen Stadt auf den sieben Hügeln entwerfen. Jeder einzelne Band beschäftigt sich mit einem herausragenden Ereignis, einer prägenden Person oder Phase der langen römischen Geschichte und kann für sich allein gelesen werden – ob es sich nun um die Antike mit Gestalten wie Cäsar oder Caligula handelt, das Mittelalter der Päpste, die Faschisten der Neuzeit oder sogar das, was womöglich eines Tages noch kommen mag. Ergänzt wird jede Erzählung zudem um einen ausführlichen historischen Anhang. Aber die großen Zusammenhänge erschließen sich natürlich erst, zieht man den Zyklus als Ganzes in Betracht.

Eric Adam, Pierre Boisserie, Didier Convard, Christian Gine: Roma Bd. 4. Splitter, Bielefeld 2017. 64 Seiten. 15,80 Euro

 

alice_matheson_05_lp_coverAlice Matheson – Band 5: Die Obsession des Sam Gibbs (5/6)

Im Jahr 2297 hat die Menschheit den größten Teil ihrer Galaxie kolonisiert und beutet ihre Bodenschätze und sonstigen Reichtümer bedenkenlos aus. Auch sonst hat es den Anschein, als hätten die Menschen nicht wesentlich dazugelernt. Denn als ein Trupp Minenarbeiter irgendwo am Rande der Milchstraße einen mysteriösen Gegenstand entdeckt, geschehen bald darauf beunruhigende Dinge. Gleichwohl bricht eine Expedition von Wissenschaftlern und Soldaten auf, um nach dem Rechten zu sehen – und trotz der Katastrophe, die sie vorfinden, nehmen sie das fremdartige Objekt an Bord, um es auf der Erde gründlich zu untersuchen. Eine fatale Entscheidung? So oder so wird sie den Beginn einer neuen Ära markieren. Ob mit oder ohne Menschheit, steht allerdings (noch) in den Sternen…

Christophe Bec (u. a. »Prometheus«, »Siberia 56«) und Zeichner Jaouen haben sich ganz bewusst entschieden, ein beliebtes, geradezu klassisches Motiv des SF-Kinos der 70er-/80er-Jahre wiederaufzugreifen, von »2001« bis »Alien«: die unerwartete Konfrontation mit einer extraterrestrischen Existenz, letztlich eine Begegnung der unverstandenen Art. Jaouen verwendet dafür denn auch in Blau, Grün und Dunkelheit getauchte Bilder von nüchterner Schönheit, die beides verkörpern, Faszination wie Erschrecken angesichts der unfassbaren Dimensionen im All. Aber deshalb innehalten, aufgeben oder gar zurückweichen? Niemals…

Stéphane Betbeder, Lucio Leoni, Emanuela Negrin: Alice Matheson Bd. 5. Splitter, Bielefeld 2017. 56 Seiten. 14,80 Euro

 

ferne_welten_04_lp_coverFerne Welten – Episode 4 (4/5)

Der Weltraum, undendliche Weiten und die unbändige Lust, aufregend neue, völlig andersartige Welten zu entdecken, erkunden und letztlich zu besiedeln: Das ist das Leitmotiv von Leo, wie er es in seinem Hauptwerk, den exotischen Welten von »Aldebaran« bis »Antares«, oder jüngst mit »Centaurus« entfaltet. Und wie der Titel schon verspricht, macht auch »Ferne Welten« da keine Ausnahme. Dennoch verschiebt Leo ein wenig den Fokus und zeigt nun einen entlegenen Planeten, Altair 3, auf dem die Menschheit bereits seit einigen Jahrzehnten Fuß gefasst hat. Und genau dort macht sich der junge Neuankömmling Paul auf die abenteuerliche Suche nach seinem Vater… Eine Entdeckungsreise durch eine Gesellschaft im Werden, die bis an deren Ränder führt und darüber hinaus und vor allem dort immer wieder zum Staunen einlädt, angesichts einer fremdartigen, fantastischen Fauna und Flora. Faszinierend!

Leo, Icar: Ferne Welten Bd. 4. Splitter, Bielefeld 2017. 48 Seiten. 14,80 Euro

 

opalwaelder_ga_02_lp_coverDie Opalwälder – Gesamtausgabe (Bd. 4-6) (2/X)

Die Welt von Opal ist vollkommen bedeckt mit mächtigen Wäldern jeglicher Spielart, vom Dschungel bis zur Taiga. Ihre unterschiedlichen Bewohner haben sich ihrer jeweiligen Umgebung perfekt angepasst, aber sie alle eint, dass sie der finsteren Tyrannei der Priesterschaft des – ausgerechnet! – Lichts unterworfen sind. Ihnen bleibt nur die Hoffnung auf eine Prophezeiung, wonach eines Tages ein Abkömmling von Cohars dem Ketzer für die Rückkehr der Titanen sorgen wird, um die Tyrannen zu beseitigen. Und als Darko, Sohn eines Brillenmachers, durchschaut, dass diese Weissagung auf ihn hinausläuft, bricht er mit einer Handvoll Getreuer auf, um sich seinem Schicksal zu stellen. Klar, dass dies den Hohepriestern ganz und gar nicht gefällt – und somit ein opulentes Fantasy-Spektakel seinen unwiderstehlichen Lauf nimmt!

Christophe Arleston, Philippe Pellet: Die Opalwälder Gesamtausgabe Bd. 2. Splitter, Bielefeld 2017. 168 Seiten. 34,80 Euro

 

rothaar_03_lp_coverStorm: Die Chronken von Rothaar – Band 3: Die Arche Noorach (3/X)

In der Spin-Off-Serie des Storm-Universums „Die Chroniken von Rothaar“ wird die Vergangenheit von Storms Freundin Rothaar beleuchtet. Chronologisch setzt dieses Spin-Off vor dem ersten Storm-Album ein. Für das Szenario setzte man auf geballte Prominenz und konnte mit Roy Thomas einen der produktivsten Autoren der Marvel-Superhelden verpflichten. Für die visuelle Umsetzung zeichnet erneut Romano Molenaar verantwortlich, der bereits mit den neuesten Storm-Abenteuern sein Talent unter Beweis gestellt hat.

Rob van Bavel, Roman Molenaar: Storm – Rothaar Bd. 3. Splitter, Bielefeld 2017. 64 Seiten. 15,80 Euro

 

agent327_19_coverAgent 327 – Band 19: Ein Brief aus der Vergangenheit (19/X)

O. O. Eisenbrot ist der Mann für alle Fälle des niederländischen Geheimdienstes. Und angesichts der Überschaubarkeit seines Heimatlandes wenn nicht der einzige, so doch auf jeden Fall der beste. Egal, ob es darum geht, illegale Machenschaften zu stoppen, einen fiesen Diktator zu ärgern oder wahnsinnige Verschwörer aus dem Verkehr zu ziehen – Eisenbrot alias Agent 327 ist stets zur Stelle und sorgt dafür, dass das kleine Königreich hinterm Deich wie auch der Rest der Welt ruhig schlafen können. Es sei denn, Olga Lawina kommt ihm in die Quere, (Ex-)Kollegin aus der Schweiz, multitalentiert, um nicht zu sagen, in vielerlei Hinsicht überragend. Martin Lodewijks irrwitzige Agenten-Parodie rettet die Welt – und hat dabei sogar den Fall des Eisernen Vorhangs unbeschadet überstanden.

Martin Lodewijk: Agent 327 Bd. 19. Tooonfish, Bielefeld 2017. 48 Seiten. 13,95 Euro