GOLDFISCH – Der freche kleine Manga-Midas aus Deutschland

In einer postapokalyptischen, von Wasser bedeckten Welt voller monströser Mutanten und anderer Gefahren lebt Morrey gemeinsam mit seinem… evolutionär erweitertem Otterfreund, der auf den naheliegenden Namen „Otta“ hört. Was viele von uns zunächst für einen wahren Segen halten würden, ist für Morrey allerdings buchstäblich ein Fluch, denn alles was er mit seinen Händen berührt, wird augenblicklich zu purem, massivem Gold…

Das fröhlich-charmante Manga-Abenteuer aus der Feder der deutschen Künstlerin Nana Yaa versprüht genau jene kindliche Freude, die für viele Leser und Zuschauer einen großen Teil der Faszination an den frühen Dragonball-Abenteuer mit dem kleinen Son-Goku ausgemacht hat. Ohne auch nur entfernt inhaltliche Ähnlichkeit mit der legendären Manga-Reise aufzuweisen (von der liebevollen Bulma-Verbeugung in Form von Shelly einmal abgesehen), sind es die wirklich glaubwürdig ausgestaltete Welt von „Goldfisch“ und Morreys herrlich drollige Naivität, die trotz der reichlich vorhandenen Action und durchaus enthaltenen dramatischen Momente für ein konstantes Wohlfühl-Lächeln bei der Lektüre der bei Tokyopop Deutschland erschienenen Eigenproduktion sorgen. Zwei der insgesamt drei Bände sind bereits erschienen, auf das furiose Finale müssen interessierte Leser also noch ein wenig warten.

Nana Yaa: Goldfisch. Tokyopop, Hamburg 2016. Taschenbuch, bislang 2 Bände, je 192 Seiten, je 6,50 Euro.