KAMO – Pakt mit der Geisterwelt

Das Herz des jungen Kamo ist krank. Sehr krank. Allmählich beginnt sogar die Hoffnung seiner Eltern zu schwinden, dass der Teenager irgendwann ein normales Leben führen könnte. Ganz zu schweigen davon, wie viel Lebenszeit ihm noch bleibt. In seiner dunkelsten Stunde erhält Kamo jedoch Besuch vom verschlagenen Geist „Crimson“, der ihm ein ausgesprochen interessantes Angebot unterbreitet: Wenn er dem unheilvollen Besucher dabei hilft, die Seelen von nicht weniger als zwölf weiteren Geistern einzufangen, soll der Junge als Lohn dafür ein neues Herz erhalten…

Das bei Tokyopop erschienene „Kamo – Pakt mit der Geisterwelt“ wirkt wie ein waschechter, japanischer Shonen-Manga und braucht sich keinesfalls vor den großen Vorlagen aus der Heimat der von rechts nach links zu lesenden Schwarzweiß-Comics zu verstecken. Glaubwürdige, sorgsam ausgearbeitete Charaktere und so stilsichere wie dynamische Actionsequenzen lassen die knapp 200 Seiten des ersten von drei Bänden wie im Flug vergehen. Nicht nur Crimson selbst, sondern auch die bösen Geister der Reihe gäben hervorragende Gussformen für jede Menge bunten Plastik-Merchandise ab. Bis wir uns also Resin-Statuen der „Kamo“-Figuren ins Bücherregal stellen dürfen, helfen in der Erstauflage enthaltene Sammelkarten dabei, wenigstens ein bisschen Pokémon-esques Sammelfieber mit den Schöpfungen der Schweizer Künstlerin Ban Zarbo aufkommen zu lassen.

Bis Mitte November ist der erste Band noch zum Einführungspreis von 4,95 € erhältlich.

Ban Zarbo: Kamo – Pakt mit der Geisterwelt. Tokyopop, Hamburg 2017. Taschenbuch, 200 Seiten, 6,95 Euro.

Auch eine Eigenproduktion von Tokyopop Deutschland: „Goldfisch“ von Nana Yaa