die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

ab sofort gibt es an dieser Stelle regelmäßig einen (fast) täglichen Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 23. Februar 2018.

Ebenfalls heute herausgekommen ist der wöchentliche reguläre „die neunte“-Newsletter, der auch wieder die wöchentlichen Bestsellerlisten, Veranstaltungstipps und vieles mehr enthält. Zu finden ist er unter: http://www.die-neunte.com/
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TV • RADIO • KINO

21.02.2018 • kulturradio/rbb:
„DON’T WORRY, HE WON’T GET FAR ON FOOT“ • Anke Sterneborg über den auf den Memoiren des Cartoonisten John Callahan basierenden Film von Gus van Sant, der auf der Berlinale gezeigt wurde: „(…) Das Abgehackte, Ungezügelte, Sprühende und Sprunghafte des Cartoonisten wird über Schnitt und Ton, über den Erzählrhythmus und die verspielt hüpfende Musik von Danny Elfman zur DNA des Films. Immer wieder sind die charakteristischen Krakel-Cartoons eingestreut. Der lakonische Filmtitel ‚Keine Sorge, zu Fuß kommt der nicht weit‘ ist einer der Strichzeichnungen entlehnt und verdeutlicht, dass Callahan seinen bösen, oft völlig politisch unkorrekten Humor auch gegen sich selbst gerichtet hat (…)“ •  http://bit.ly/2EPrm52
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PRESSESCHAU

23.02.2018 • Der Tagesspiegel:
ABSURDER ALLTAG • Lars von Törne porträtiert den Comic-Zeichner Hannes Richert, dessen Comic-Episoden aus dem Berliner Stadtmagazin „zitty“ jetzt als „Comics für den gehobenen Pöbel“ in der Edition Moderne als Buch vorliegen • „(…) Richert findet Pointen in Situationen, die vielen nur banal scheinen. Seine Ideen setzt er mit Figuren um, deren Aussehen schon ohne Worte ziemlich komisch ist: halslose Menschen mit Fusselhaar und ovalen Köpfen, bei denen Augen und Ohren merkwürdig hoch sitzen. ‚Eigentlich gefällt mir mein Stil gar nicht, aber er war früher noch beschissener‘, sagt Richert (…)“ • https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später auch kostenlos auf „Tagesspiegel Online“)

23.02.2018 • taz.die tageszeitung:
UNBEHELLIGT VON DER SKLAVEREI • von Christian Werthschulte • „(…) Künstler wie die R&B-Sängerin Janelle Monáe, die sich als Androidin stilisiert, der Sample-Collageur Flying Lotus, der Ambient-Musiker King Britt und die elektronische Blues-Produzentin Moor Mother benutzen Technologie, afrikanische Mythologie und Science-Fiction-Motive, um auszuhandeln, was es heute bedeutet, schwarz zu sein. Und gerade bei diesen Künstlern sind die Erwartungen an ‚Black Panther‘ hoch. ‚Der Black-Panther-Film löst Glücksgefühle bei einer großen Masse an Zuschauern aus, die ansonsten einer konstanten Unterdrückung durch den Staat ausgesetzt sind,‘ sagt Ingrid LaFleur, afrofuturistische Künstlerin aus Detroit. ‚Die Debatte darf aber nicht mit dem Hype um den Film enden. Ich will sichergehen, dass wir Zukunftsentwürfe haben, in denen schwarze Körper sicher sind und Schwarze ihr eigenes Schicksal in die Hand nehmen können‘ (…)“ • http://bit.ly/2EMyZgF

23.02.2018 • dpa-Meldung (für Kinder-Seiten), u.a. in der „Braunschweiger Zeitung“:
GESCHICHTEN MIT BILDERN ERZÄHLEN • von Fabian Wegener • „(…) Simon [Schwartz] ist von Beruf Comic-Zeichner. Mit seinen gezeichneten Bildern und den dazugehörigen Texten erzählt er Geschichten. „Ich habe schon als Kind sehr gerne gezeichnet“, erzählt Simon. Was damals mit kleinen Skizzen und Kritzeleien im Schulheft anfing, füllt heute ganze Bücher. ‚Meine Comics können bis zu 200 Seiten lang werden‘, erklärt der Zeichner. Doch Simon muss für seine Arbeit nicht nur gut zeichnen können. ‚Als Comic-Zeichner muss man natürlich auch Ideen für spannende Geschichten haben‘, sagt er (…)“ • http://bit.ly/2GFhrj0 (kostenpflichtig)
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NETZSCHAU

21.02.2018 • Stadtbibliothek Stuttgart:
IN DER REIHE: GRAPHIC NOVELS! | NESTOR BURMA VON EMMANUEL MOYNOT • Podcast-Mitschnitt des Gesprächs des französischen Zeichners von „Nestor Burma“ mit dem Moderator Stefan Dinter • U.a. geht es darum, wie es Emmanuel Moynot gelang, Jacques Tardis Nachfolger bei der Krimi-Serie „Nestor Burma“ zu werden, die wiederum auf der Romanvorlage von Léo Malet basiert • http://bit.ly/2GEz4j4

22.02.2018 • Splashcomics:
JANUARY JONES – INTEGRAL 2 • Bernd Hinrichs über den bei Kult Comics erschienenen Band von Martin Lodewijk & Eric Heuvel: „(…) Die Gesamtausgaben von Kult Comics werden auf guten Papier und mit stabiler Bindung gedruckt. Mit dem umfangreichen redaktionellen Zusatzmaterial – insgesamt 39 Seiten (!) – kann der Leser gleich eine Einordnung vornehmen und wird auf interessante Details hingewiesen. Dafür ist jedem Band eine eigene Einführung vorangestellt, bei der es sich im Wesentlichen um Ausführungen von Lodewijk und Heuvel zu dem jeweiligen Album selber handelt (…)“ • http://bit.ly/2HImReA

22.02.2018 • Splashcomics:
SCHATTEN DER SHINOBI • Christel Scheja über den bei Splitter erschienenen Band von Sylvain Runberg & Xu Zhifeng: „(…) Das ganze wirkt anfangs etwas chaotisch und hat zunächst scheinbar nichts mit dem Klappentext zu tun, da erst einmal das Setting und die Figuren vorgestellt werden, dann ziehen aber mit der Zeit die Geschehnisse an, die offenen Fäden werden geschickt miteinander verknüpft (…)“ • http://bit.ly/2CevRZh

22.02.2018 • Comicleser:
DER II. WELTKRIEG IN BILDERN, BAND 3 • Holger Bachmann über den bei Kult Comics erschienenen Band von Pierre Dupuis: „(…) Auch die Beschreibung der Brillanz der deutschen Generäle und des zähen Kampfeswillens der deutschen Einheiten hinterlässt bisweilen einen eher zweifelhaften Beigeschmack – stärker als in allen bisherigen Kapiteln wandert Dupuis auf einem ganz schmalen Grat, den er durch den Fokus auf private, ‚kleine‘ Schicksale bislang erfolgreich meisterte. Auffällig auch, dass diverse Seiten, die wir schon aus anderen Kapiteln kennen, identisch auch hier eingebaut sind – z.B. die letzte Konfrontation zwischen Hans und seinem alten russischen Widersacher, der ihn in den Ruinen von Berlin laufen lässt und feststellt, es sei doch absurd, sich jetzt noch zu töten (…)“ • http://bit.ly/2FqW71r

23.02.2018 • Comic.de:
„WIR HABEN DAS BILD DES WEISSEN MANNES UNTERGRABEN“ • Jonas Engelmann im Gespräch mit Anton Kannemeyer vom südafrikanischen Magazin „Bitterkomix“ • „(…) Mein erster Comic – eine Kollaboration mit Conrad Botes – handelte vom Wehrdienst, und sofort identifizierten sich viele junge Leute damit. Von Anfang an forderte ‚Bitter­ko­mix‘ jede Form von Autorität heraus, seien es die Eltern, die Kirche, die Schule oder die Armee. Wir benutzten eine sehr ordinäre Sprache, wie sie zur damaligen Zeit selten irgendwo zu lesen war (…)“ • http://bit.ly/2FslLTw

23.02.2018 • Splashcomics:
SPIDER-WOMAN 3: KÜRBISBOMBEN ZUM ABSCHIED • Jons Marek Schiemann über den bei Panini erschienenen Band von Dennis Hopeless & Veronica Fish: „(…) Trotz aller Action, die hier durchaus länger ausgefallen ist als in den Vorgängerbänden, ist es kein typisches Superheldenabenteuer in dem ein Masterplan verhindert werden muss und ein Kampf den nächsten jagt. Stattdessen wird Jessica mit ihren, offenbar, verdrängten Emotionen konfrontiert und das sie nicht alles als gegeben hinnehmen darf. Sie kann sich selber und ihr Inneres nicht mehr hinter der Maske oder ihren Rollen, sowohl als Mutter als auch als Heldin, verstecken, was zu einem wunderbaren und bewegenden Finale führt (…)“ • http://bit.ly/2EPbLa1

23.02.2018 • Comicleser:
VALERIAN & VERONIQUE SPEZIAL, BAND 2 • Bernd Weigand über den bei Carlsen erschienenen Band von Wilfrid Lupano & Mathieu Lauffray: „(…) Wieder sind zwei bekannte und beliebte Comic-Schaffende am Werk, die die berühmte SF-Serie in ihrem eigenen Stil interpretieren: Wilfrid Lupano, von dem bei Splitter nicht nur ‚Die alten Knacker‘ erscheinen und Mathieu Lauffray, der u.a. durch ‚Prophet‘ (auch bei Splitter) bekannt ist und der zuletzt mit dem Vierteiler „Long John Silver“, der gerade in einer beeindruckenden Gesamtausgabe bei Carlsen erschienen ist, beeindruckte. Obwohl Lauffray seine Zeichnungen auch hier im realistischen Stil anlegt (mit einer bezaubernden Veronique), durchweht ein Hauch von Funny das ganze Album. Das liegt einmal an den Shinguz, die immer drollig aussehen, egal in welchem Zeichenstil sie dargestellt werden und zum anderen – und das ist die Hauptsache – an dem wunderbaren Humor, den Autor Wilfrid Lupano in die Story einbringt (…)“ • http://bit.ly/2CEiEoC
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COMIC-TIPP DES TAGES

AM RANDE DER GESELLSCHAFT: 2009 war das noch ein Witz • von Hauck & Bauer • http://bit.ly/2EN1wCT
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CARTOON-TIPP DES TAGES

DEMNÄCHST: LEHRERAUSBILDUNG IN DEN USA • von Klaus Stuttmann • http://bit.ly/2sT3PPs