die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 22. März 2018.

Morgen gibt es wieder den etwa einmal die Woche erscheinenden regulären „die neunte“-Newsletter als „Best of“-Version – ergänzt um die wöchentlichen Ranglisten, Veranstaltungstipps und vieles mehr. Zu finden ist er unter: http://www.die-neunte.com/

Und hier sehen wir uns wieder am Samstag.
__________________________________________________________________________

TV • RADIO

21.03.2018 • hr2-kultur – Comictipp:
LIV STRÖMQUIST: DER URSPRUNG DER LIEBE • Tanja Küchle über den Band aus dem avant-Verlag: „(…) Ihr Buch steckt voller Theorie-Highlights, die Liv Strömquist in viele rasante, schwarz-weiße Bildergeschichten mit Fun-Comic-Ästhetik umgesetzt hat – teils witzig und bissig, teils berührend gefühlvoll in poetische Bilder gefasst. Unmissverständlich macht sie klar: in Sachen Liebe und Beziehungen ist eine ganze Reihe von unbewussten Annahmen, von Missverständnissen und sogar psychologischen Störungen im Spiel – gut beobachtet, scharfsinnig und überzeugend (…)“ • https://bit.ly/2G46g3u

22.03.2018 • DLF – Corso:
AUF DEN SPUREN VON ERINNERUNG UND IDENTITÄT • Andrea Heinze über „In meiner Erinnerung war mehr Streichorchester“ (Edition Büchergilde) von Julia Hoße: „(…) Tatsächlich hat Julia Hoße aus den einzelnen Erinnerungen eine streng durchkomponierte Graphic Novel gebaut, in der die sechs einzelnen Kapitel einen Aspekt des Erinnerns durchspielen. Wie sehr die Fluchtgeschichte der Großmutter zum Beispiel die eigene Identität bestimmt – obwohl die doch in immer den gleichen Bruchstücken erzählt wurde – fast schon, als wäre sie ein Stereotyp für Flüchtlingsschicksale, meint Julia Hoße (…)“ • https://bit.ly/2GbEPIB (Audio-Version online bis 28.09.2018)
________________________________________________________________

PRESSESCHAU

22.03.2018 • Der Tagesspiegel:
NACH STRICH UND ZAHLEN • von Andreas Hartmann • „(…) Ob er auch mal zur ersten Riege der Comiczeichner gehören wird? Mikael Ross hat vor kurzem das erste der seit diesem Jahr vergebenen Arbeitsstipendien der Berliner Landesregierung für Comickünstler bekommen. Acht Monate lang erhält er monatlich 2000 Euro. ‚In den letzten zehn Jahren habe ich am absoluten Existenzminimum gelebt‘, sagt Ross, der eine Zeit lang in Friedrichshain gewohnt hat und von der dortigen Punk- und Hausbesetzerszene fasziniert war. Diese Erfahrungen hat er in seinem vor fünf Jahren erschienenen Band ‚Lauter leben!‘ verarbeitet. Dank der Förderung seiner Kunst könne er ’nun zum ersten Mal ein wenig durchatmen’ (…)“ • http://bit.ly/2ub72Kv

22.03.2018 • Die Zeit:
KEIN PROBLEM? EIN PROBLEM! • Caspar Shaller über den Film „The Death of Stalin“ von Regisseur Armando Iannucci: „(…) Steve Buscemi verleiht seinem Chruschtschow einen quäkenden Akzent, während er seiner Frau noch betrunken diktiert, welche Pointen bei Saufgelagen mit Stalin gezündet haben und welche nicht (…) Der Theaterschauspieler Simon Russell Beale umhüllt seinen Geheimdienstchef Beria mit einer shakespearehaft bösen Aura – es ist dies der letzte Rest Bestialität aus der eher brutalen als witzigen gleichnamigen französischen Comic-Vorlage, aus der Iannucci eine zwar tiefschwarze, aber unverhohlen lustige Komödie gemacht (…)“ • http://bit.ly/2G2t7wi

22.03.2018 • Wiener Zeitung:
BÖSE POESIE DES UNSICHTBAREN • Martin Reiterer über „Strategien der Wirtsfindung“ (Matthes & Seitz) von Brigitta Falkner: „(…) Was ‚Strategien der Wirtsfindung‘ jedoch zu einem bibliophilen Gesamtkunstwerk aus Wissenschaft und Poesie macht, ist die durchgehende grafische Gestaltung bis ins kleinste Detail: Dabei kommen wesentliche Elemente einer Comic-Ästhetik zum Einsatz. Nicht allein, dass die zwölf Teile die Form von Comic-Heften haben, auch die comicgemäße Panelchoreografie ist eines der wiederkehrenden Muster der Seiten- bzw. Doppelseiteneinteilung, auch wenn Falkner sich kaum an eine klassische Form hält und etwa auch keine Sprechblasen einsetzt (…)“ • http://bit.ly/2FVlFY7

22.03.2018 • Stuttgarter Zeitung:
UNTERWEGS MIT DEM EINSAMEN URVIEH • Thomas Klingenmaier über „Gérard – Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ (Reprodukt) von Mathieu Sapin: „(…) Witzig und flott schildert Sapin sich selbst in der Tradition vieler Comic-Tagebuchschreiber als mickrigen Sonderling am Rand des Lebens, Depardieu als Urvieh mitten drin. Aber in diese Gaudi mischt sich das faszinierende Porträt eines seltsamen, einsamen Polterers, der seinen Wechsel nach Russland anders erlebt und angeht, als man ahnen wollte. ‚Gérard‘ ist eine brillante Erzählung für Comic-Liebhaber, aber auch eine Ausnahme-Biografie für Depardieu-Interessierte (…)“ • http://bit.ly/2DMRtZ0

22.03.2018 • Hannoversche Allgemeine Zeitung – Stadt-Anzeiger Süd:
COMICS AUS DEM LEBEN • von Laura Ebeling • „(…) Das Kulturbüro Südstadt zeigt Arbeiten des Zeichners und Autors Timo Stoffregen. Die Szene, die Timo Stoffregen in seinem Comic festgehalten hat, kommt einigen Betrachtern nur zu vertraut vor: Sein Protagonist steht in einer Bäckerei und verzweifelt an kryptischen Brötchennamen wie Schleckerschnitte, süßer Knirps und Salzspalte. Schließlich wird ihm das Nachfragen zu blöd – und er beschließt, sich statt Brötchen einfach irgendwo einen Döner zu holen (…) Die Comic-Ausstellung ist während der Bürozeiten des Kulturbüros Südstadt zu sehen: Montag und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr sowie Dienstag und Mittwoch von 10 bis 12 Uhr (…)“ • http://bit.ly/2GfQbeA (kostenpflichtig)
__________________________________________________________________________

NETZSCHAU

21.03.2018 • Perry-Rhodan.net:
FREDDY LOMBARD GESAMTAUSGABE • Klaus N. Frick über den bei Carlsen erschienenen Band von Yves Chaland: „(…) Bei Carlsen sind jetzt seine ‚Freddy Lombard‘-Geschichten in einer schönen Gesamtausgabe erschienen  – in einer einheitlichen Gestaltung und in einem handlichen Format. Ich finde die Mixtur aus Abenteuer und Funny immer noch richtig gut, und ich stelle fest, dass Yves Chalands Geschichten auch nach über dreißig Jahren nichts von ihrem Reiz verloren haben (…)“ • https://bit.ly/2ptxHO8

21.03.2018 • Spiegel Online:
AUF DER SCHLEIMSPUR BIS NACH AUTOKRATISTAN • Timur Vermes über „Gérard – Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ (Reprodukt) von Mathieu Sapin: „(…) Sinn ergibt all das sofort, wenn man davon ausgeht, dass der Autor alles, was Depardieu tut, für wichtig hält. Sapin liefert keine Berichterstattung, sondern Verehrung in Form der Speichelleckerei. Er reiht sich damit nahtlos ein unter die Depardieu-Lakaien, die dasselbe tun und unablässig mit der Formel vom ‚größten lebenden Schauspieler Frankreichs‘ dem Star und sich selbst lobhudeln (…)“ • https://bit.ly/2GcatWe

22.03.2018 • Comicleser:
CHIISAKOBEE, Band 1 • Bernd Weigand über den bei Carlsen erschienenen Manga-Band von Minetaro Mochizuki nach Shugoro Yamamoto: „(…) Ein ruhiger bedächtiger Manga aus dem Leben. Der Zeit braucht, um sich zu entwickeln und genau dies tut. Gefühle werden nur angedeutet – außer bei den Kindern, die gerade heraus sind. Die Hauptpersonen haben Verlust und/oder Schmerz erfahren und sind auf sich gestellt, bahnen sich mühevoll, aber unbeirrt einen steinigen Weg durch das Leben und sind womöglich doch aufeinander angewiesen. Minetaro Mochizuki inszeniert die Geschichte entsprechend, überrascht dann hin und wieder mit Vorausblicken, Rückblenden und kleinen Parallel-Montagen (…)“ • https://bit.ly/2uf8cF0

22.03.2018 • LiteraTopia:
ENDZEIT • Markus Drevermann über den bei Carlsen erschienenen Band von Olivia Vieweg: „(…) ‚Endzeit‘ ist bereits 2012 das erste Mal bei einem anderen Verlag erschienen. Damals war die Diplomarbeit von Olivia Vieweg jedoch längst nicht so umfangreich. Allein der Vergleich der Seitenzahlen macht deutlich, dass die Geschichte kräftig überarbeitet wurde und Olivia Vieweg nun vielmehr Raum hat, um die Geschichte ihrer Charaktere in aller Tiefe zu erzählen. Sie konzentriert sich in ‚Endzeit‘ nicht auf den Kampf mit den Zombies, wie man vermuten könnte, sondern ganz auf ihre Charaktere. Dabei ist ihr Personal sehr gering. Sie stellt allein zwei Frauen in den Mittelpunkt und erzählt ihre Geschichte (…)“ • https://bit.ly/2pwAaYa

22.03.2018 • Splashcomics:
FESSELN DER LIEBE 5 • Christel Scheja über den bei Tokyopop erschienenen Manga-Band von Yuki Shiraishi: „(…) ‚Fesseln der Liebe‘ erreicht seinen Höhepunkt und erfüllt damit die Erwartungen der Leserinnen, die sich ein romantisches Märchen ohne Hintergedanken und mit viel Liebe gewünscht haben, denn genau die damit verbundenen Dinge werden in dieser Ausgabe besonders intensiv zelebriert“ • https://bit.ly/2pwl3he
__________________________________________________________________________

COMIC-TIPP DES TAGES

DER BLOG KURT #279 • von Holger Bommer • https://bit.ly/2ucQrX0
__________________________________________________________________________

CARTOON-TIPP DES TAGES

JAHRESVERSAMMLUNG DER TAXIFAHRER • von Hauck & Bauer • https://bit.ly/2pCotPN