die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 11. April 2018.

Den etwa einmal die Woche erscheinenden regulären „die neunte“-Newsletter gibt es weiterhin als „Best of“-Version – ergänzt um die wöchentlichen Ranglisten, Veranstaltungstipps und vieles mehr. Zu finden ist er unter: http://www.die-neunte.com/
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TV • RADIO

10.04.2018 • DLF Kultur – Kompressor:
EIN VERLAG ERFINDET DEN COMIC NEU – 10 Jahre Rotopol • von Jule Hoffmann • „(…) Bei Rotopol kommt vieles zusammen, das quer geht zu den gewohnten Kategorien von Vertrieb und Buchhandel. Der Verlag ist eine Schnittstelle zwischen Graphikdesign, Comic, Buchkunst und Illustration. Grafische Poesie nennt das Rita Fürstenau, die den Verlag vor zehn Jahren gegründet hat: ‚Also es muss nicht alles ein Buch werden, wir haben auch zum Beispiel Leporellos, die sich dann auf 2,60 Meter auffalten, einfach weil die Erzählstruktur das braucht oder auch teilweise Ideen, die dann eben Papierspiele werden’ (…)“ • https://bit.ly/2GSvM0g (Audio-Version online bis 17.10.2018)

10.04.2018 • DLF Kultur – kakadu:
PAPA MOLL UND DIE ENTFÜHRUNG DES FLIEGENDEN HUNDES • Anna Wollner über den Kinofilm von Regisseur Manuel Flurin Hendry nach den Comics von Edith Oppenheim-Jonas: „(…) Es ist ein Schweizer Film, denn aus der Schweiz kommt auch die Comic- und Buchvorlage. Alles ist sehr bunt und auch überzeichnet beziehungsweise übertrieben dargestellt – ein bisschen wie beim ‚Kleinen Nick‘, einem Comic eben (…) Aber leider sind die Abenteuer ein bisschen altbacken. Der Film wirkt wie aus der Zeit gefallen, wie ein Kinderfilm aus den 60er oder 70er Jahren, nur noch mal bunt angemalt (…)“ • https://bit.ly/2qrhokn

10.04.2018 • DLF Kultur – kakadu:
LIEBLINGSMEDIEN FRÜHER UND HEUTE: DISNEYS LUSTIGE TASCHENBÜCHER • Donald Duck: das ist die berühmteste Ente der Welt! Seinen ersten Auftritt hatte er vor über achtzig Jahren in Zeichentrickfilmen. Dort war Donald so beliebt, dass er bald seine eigene Comicserie bekam. Heute kennt ihn jedes Kind. Jan Müller, Musiker bei der Rockband Tocotronic, ist riesiger Donald-Fan. Maxim, Esther und Yunis haben sich mit ihm über Entenhausen, die „Micky Maus“ und den Unterschied zwischen Comics und Büchern unterhalten • https://bit.ly/2qrhokn
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PRESSESCHAU

11.04.2018 • Thüringer Allgemeine, Erfurt:
KUNSTPAUSE: COMICS AUS ERFURTER HAND • von Karsten Jauch • „(…) Wahnsinn – war auch der Herbst ’89. Simon Schwartz, der 1982 in Erfurt geboren wurde und 1984 mit seiner Familie in den Westen ging, hat den Mauerfall in einer autobiografischen Familiengeschichte verewigt. Der Band ‚drüben!‘ war offenbar derart beeindruckend, dass einige Zeichnungen in der Stasi-Gedenkstätte in der Erfurter Andreasstraße in einem vier mal sieben Meter großen Fries verewigt wurden (…) Das Erfurter Angermuseum hat damals die Originalzeichnung für den Fries erworben. In vier Wochen sollen sie dort ausgestellt werden. ‚Simon Schwartz: Geschichtsbilder‘ heißt die Schau, die ab 18. Mai zu sehen ist“ • https://bit.ly/2HsD2Nr

11.04.2018 • Frankfurter Neue Presse:
IN DEN WIRREN DER REVOLUTION • Thomas Scholz über „Ikon“ (avant) von Simon Schwartz: „(…) Das Wechselspiel der Zeiten wird immer wieder unterbrochen von Erläuterungen zur Kunst und Geschichte russisch-orthodoxer Ikonen, zu ihrer Bedeutung und Tradition, und zum Verständnis, das in der Verehrung der Ikone nicht das Bild, sondern die durch das Bild repräsentierte Wahrheit verehrt wird. Diese Erklärungen erfährt der junge Gleb in einem russischen Kloster, kurz nach seiner Flucht aus der Gewalt der Mörder der Zarenfamilie. Wie ein roter Faden ziehen sie sich durch den Comic, doch auch hierbei ist Simon Schwartz nur scheinbar vorrangig ein Vermittler historischer Fakten. Vielmehr liefert der Künstler den Schlüssel zur erzählten Geschichte: Der Gegenstand der Verehrung verweist auf die tiefere Wahrheit. Ob Prinzessin oder nicht, spielt keine Rolle. Der Glaube ist entscheidend“ • https://bit.ly/2Hut3r0

11.04.2018 • Saarbrücker Zeitung:
„ICH KONNTE NOCH EIN BISSCHEN DÖSEN“ • Tobias Keßler im Gespräch mit dem Schauspieler Stefan Kurt, u. a. über seine Rolle als Papa Moll in der Verfilmung des Comic-Klassikers • „(…) Der erste Tag war wirklich hart, da musste ich morgens um 4 Uhr in die Maske (…) Aber ich konnte noch ein bisschen dösen, das war wie eine Art Meditation. Es wurde nicht viel gesprochen, die Kollegen haben an mir gearbeitet, und ich habe mich in die Rolle und in den Tag hineingeträumt. Es war ein schöner Sommer und schon früh hell – das war für die Psyche gar nicht schlecht (…)“ • https://bit.ly/2ILSVhe
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NETZSCHAU

08.04.2018 • ntv.de:
OPA MICKY ERZÄHLT VON FRÜHER • Markus Lippold über „Die jungen Jahre von Micky“ (Egmont Comic Collection) von Tébo: „(…) Besonders bemerkenswert ist eine Geschichte, die im Ersten Weltkrieg spielt – Pilot Micky bekommt es hier abermals mit Karlo zu tun, der den Bösewicht mit Pickelhaube gibt. Es sind solche Freiheiten, die die Hommage-Bände zu einem besonderen Erlebnis machen. ‚Die jungen Jahre von Micky‘ mag stellenweise etwas albern sein, dafür eignet sich der Band hervorragend für Kinder und Erwachsene (…)“ • https://bit.ly/2EAAIks

09.04.2018 • Spiegel Online:
ALBTRAUM AUSWANDERN • Timur Vermes über „Der Dschungel“ (Carlsen) von Kristina Gehrmann nach Upton Sinclair: „(…) Sinclair konterkariert seinen Märchentonfall mit erbarmungsloser Präzision, was reale Verhältnisse angeht. Eben diese hässliche Realität mag aber Gehrmann nicht zeichnen. Sie zeigt wenig aus Sinclairs Fabrikhöllen, ihr Chicago hat kaum Schmutz, reichlich Platz, selbst die Straßen sind nicht voll – und das in einer Stadt, die von Arbeitskräften derart überlaufen ist, dass die Menschen für einen Job alles geben, inklusive Geld und Sex. Es ist kaum zu glauben, wie meilenweit Gehrmann ab hier das Ziel verfehlt. Die Menschen sind bei ihr ordentlich gekleidet, wenn Kinder auf der Straße lungern, legen sie sich saubere Tüchlein unter den Hintern – das ist Armut aus der Puppenstube (…)“ • https://bit.ly/2Hf4al9

10.04.2018 • Comicleser:
HERZ DER FINSTERNIS • Holger Bachmann über den bei Hinstorff erschienenen Band von David Zane Mairowitz & Catherine Anyango: „(…) In seiner Textadaption für diese Graphic Novel fokussiert sich David Zane Mairowitz vielleicht ein wenig zu stark auf den historischen Kontext: das Geschehen ist auch durch Zitate aus Conrads Reise-Tagebuch von 1890 klar verortet und deutet somit kaum über sich hinaus (…) Kongenial dagegen ist die optische Gestaltung durch Catherine Anyango, die die Geschehnisse alptraumhaft, teilweise wie Visionen inszeniert, in durchgängig düsterem Duktus, der oft wie Kohlezeichnungen oder Radierungen wirkt (…)“ • https://bit.ly/2v6M4gl

11.04.2018 • Splashcomics:
OUSAMA GAME ORIGIN 6 • Jons Marek Schiemann über den bei Carlsen erschienenen Manga-Band von Nobuaki Kanazawa & J-ta Yamada: „(…) Mit dem sechsten Taschenbuch liegt das Finale von Ousama Game Origin vor. Wie es sich für ein Prequel gehört, wird am Ende noch eine Brücke geschlagen zu der ersten Ousama Game Reihe und so wird ein Kreis sinnvoll und spannend geschlossen. Allerdings ist die Ausgabe als Finale doch recht enttäuschend (…) Der Held Kazunari bleibt da im Vergleich sehr blass. Was vor allem in der zweiten Hälfte auffällt, die deutlich gegenüber der ersten abfällt. Gerade dieser letzte Part macht das Finale so enttäuschend, denn die Szenen sind unnötig ausgeweitet und verschleppen alles (…)“ • https://bit.ly/2qm2HiC
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COMIC-TIPP DES TAGES

TOUCHÉ • von ©TOM • https://bit.ly/2GV5dU9
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CARTOON-TIPP DES TAGES

DER NEUE • von Harm Bengen • https://bit.ly/2qq50B7