die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 16. April 2018 mit Schwerpunkten zu den Comic-Festivals Comiciade in Aachen und Fumetto in Luzern.

Den etwa einmal die Woche erscheinenden regulären „die neunte“-Newsletter gibt es weiterhin als „Best of“-Version – ergänzt um die wöchentlichen Ranglisten, Veranstaltungstipps und vieles mehr. Zu finden ist er unter: http://www.die-neunte.com/
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TV • RADIO

12.04.2018 • Radio SRF 2 Kultur – Kultur Nachrichten:
„DER SCHWEIZER COMIC BRAUCHT EINEN STÄRKEREN AUFTRITT“ • ‚Das Plattform soll dazu beitragen, dass Comic als eigene Kunstform zwischen Literatur und bildender Kunst breiter bekannt wird – national, aber auch über die Grenzen hinaus‘, sagt Anette Gehrig vom Cartoonmuseum Basel. Sie ist eine Mitinitiantin des ‚Comic Netzwerk Schweiz’ (…) Einzigartig findet Anette Gehrig, dass sich Institutionen aus der Deutschschweiz und der Romandie beteiligen (…) Das Comic-Netzwerk wird am Wochenende am Fumetto in Luzern vorgestellt. Der offizielle Startschuss ist dann im September am Comicfestival BDphil in Lausanne • https://bit.ly/2H7DxQc

12.04.2018 • Radio SRF 1 – Regionaljournal Zentralschweiz:
RUNDGANG DURCH DIE FUMETTO-AUSSTELLUNG IM BUNKER • ‚Shelter – von Krisen gezeichnet‘ zeigt Comics, die im Kontext von Krieg, Bedrohung und Krisensituationen stehen. In thematisch und stilistisch verschiedenen Arbeiten zeigen die internationalen Künstlerinnen und Künstler ihre Sicht des politischen, wirtschaftlichen und militärischen Machtgefüges auf der Welt. Einige der Künstler haben selber Erfahrungen mit Bedrohung gemacht, etwa Hamid Sulaiman aus Syrien oder ein Künstlerkollektiv aus Irak. Ausstellungsort ist die Zivilschutzanlage im Sonnenbergtunnel. Diese hätte während des Kalten Krieges 20’000 Menschen aufnehmen können • https://bit.ly/2HsCtpb

13.04.2018 • WDR Fernsehen – Lokalzeit Aachen:
COMICIADE STARTET • von Arndt Lorenz • Einen Tag vor der Eröffnung der Comiciade zeigte ein kurzer Bericht der Regionalnachrichten, wie Zeichner im Kunstunterricht der Schule, die Kinder für Comics begeistern können und auch für das spielerische Erfahren von eigenen Fähigkeiten • https://bit.ly/2HGAuuY (online bis 20.04.2019)

13.04.2018 • DLF – Corso:
KAMPF DEM KAPITALISMUS • Andrea Heinze über „Der Dschungel“ (Carlsen) von Kristina Gehrmann nach dem Roman von Upton Sinclair: “(…) Bis zum Schluss hält Kristina Gehrmann den naiven Zeichenstil vom Anfang elegant durch – und illustriert so sehr eindringlich die Naivität ihrer Helden. Die die Passagen, in denen der Hauptheld in Sinclairs Vorlage deprimiert durch die Stadt irrt, lässt sie weg und verdichtet so die Geschichte geschickt auf Abstieg und Elend der wohnungslos gewordenen Familie, ohne Sinclairs Roman zu verfremden (…)“ • https://bit.ly/2Ho9qDc (Audio-Version online bis 20.10.2018)

15.04.2018 • SWR2 Radio – Matinee:
KATZEN IM COMIC • von Frank Kaspar • Ein Tier, das uns so nah steht wie die Katze und dennoch so eigene Wege geht, weckt ganz von alleine Neugier darauf, welche Abenteuer es wohl auf seinen Streifzügen erlebt. Vielleicht waren Katzen deshalb schon immer beliebte Comic-Figuren: als Begleiter des Menschen oder als Menschen in Katzengestalt, mal klug und verschlagen, mal sanft, verschmust und sehr bequem. Frank Kaspar ist ihren Wegen gefolgt und auch mit dem F.A.Z.-Redakteur Andreas Platthaus gesprochen • https://bit.ly/2JS0EM3

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PRESSESCHAU

14.04.2018 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
VIVAT VALERIAN! • von Andreas Platthaus • „(…) Auf dem diesjährigen Comicsalon von Erlangen wird der französische Zeichner Jean-Claude Mézières mit dem Max-und-Moritz-Preis für sein Lebenswerk geehrt. Diese wichtigste deutsche Comicauszeichnung würdigt vor allem Mézières‘ berühmte Serie, ‚Valérian‘, die auf Deutsch als ‚Valerian und Veronique‘ publiziert wird (…) Der am 23. September 1938 geborene Zeichner und sein Szenarist Pierre Christin begannen diese Serie im Jahr 1967, so dass die Preisverleihung zwischen dem fünfzigsten Geburtstag der Comicreihe und dem achtzigsten des Künstlers selbst erfolgt (…)“ • https://bit.ly/2qEByHE (kostenpflichtig)

14.04.2018 • Stuttgarter Zeitung:
SORGE UM DIE COMIC-LEGENDE STAN LEE • von Thomas Klingenmaier • „(…) Nach etlichen Insiderinformationen soll sich der 95-jährige Lee in großer Bedrängnis befinden, tyrannisiert unter anderem von einer angeblich auf aggressive Weise verschwendungssüchtigen Tochter und von zwielichtigen Beratern und Helfern mit Vorstrafen und rauen Manieren. Lee, zitiert [der ‚Hollywood Reporter‘] einen Freund des mittlerweile fast Blinden, brauche nun dringend einen realen Superhelden, der ihn rette (…)“ • https://bit.ly/2EQXzs0 (kostenpflichtig)

14.04.2018 • Luzerner Zeitung:
LUZERN ERHÄLT EINE FREILUFT-GALERIE • von Robert Knobel • „(…) Am Samstag eröffnet die 27. Ausgabe von ‚Fumetto’ – und diesmal wird es über die Festivaldauer hinaus Spuren in der Stadt Luzern hinterlassen. Bereits seit Donnerstag arbeitet der Winterthurer Künstler Balthasar Bosshard an einem 15 Quadratmeter grossen Wandbild am Bahndamm bei der Reussinsel. Nächste Woche soll das Werk fertig sein, danach soll es dauerhaft den Bahndamm zieren. Das Wandbild entlang der Dammstrasse wird also noch lange an die Fumetto-Ausgabe 2018 erinnern. Damit betritt das Comic-Festival Neuland – und eine Fortsetzung ist denkbar (…)“ • https://bit.ly/2H270XC

14.04.2018 • Südwest Presse, Ulm:
EINE WOCHE VOR PUBLIKUM ARBEITEN • von Claudia Reicherter • „(…) Statt wie sonst in der Stille ihres Ateliers mit dem Cutter und der Feder Illustrationen als Auftragsarbeiten zu erschaffen und eigene Bücher vorzubereiten, packte [Anna Sommer] gestern ihre Materialien zusammen, um für eine Woche von Zürich nach Luzern zu ziehen. Beim dort heute beginnenden Fumetto-Comic-Festival ist sie dieses Jahr ‚Artist in Residence‘. Das umfasst nicht nur eine Ausstellung, sondern auch die Arbeit in einem öffentlichen temporären Atelier, das für sie im Empfangsbereich des Hotels ‚Schweizerhof‘ eingerichtet wird (…)“ • https://bit.ly/2HsCo4Y

14.04.2018 • Tages-Anzeiger, Zürich:
RICHARD MCGUIRES WINDOWS-KUNST • von Alexandra Kedves • „(…) das Festival hat sich – unterdessen, im Laufe des vergangenen Jahrs – neu erfunden und ist sich doch treu geblieben. Vom Onlineauftritt bis zum ‚x‘ in ‚Comix‘ etwa, das einst für Gegenkultur und Interdisziplinäres stand, hat man sich generalüberholt. Der Aspekt der Grenzüberschreitung – zu Videokunst, bildender Kunst, Performance – versteht sich mittlerweile von selbst. Und das neuntägige Fest der subversiven Zeichner, 1992 ins Leben gerufen, zieht inzwischen jährlich rund 50’000 Besucher an und zählt zu den grössten Anlässen der Kulturstadt Luzern. Es hat sich ausge-x-t (…)“ • https://bit.ly/2EQKDT8

14.04.2018 • sda-Meldung, u. a. in der Aargauer Zeitung:
FUMETTO-COMIC-WETTBEWERB: SEHNSÜCHTIGE WACHMASCHINE ÜBERZEUGT JURY • „(…) Die 35-Jährige gewinnt den Wettbewerb in der Kategorie für über 18-jährige Künstlerinnen und Künstler mit ihrem ‚poetisch-humorvollen Comic‘, wie die Festivalleitung in einer Mitteilung vom Samstag schreibt. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs war ‚Genug - Wir besitzen viele Dinge‘ (…) Insgesamt waren 990 Arbeiten eingereicht worden - davon gut zwei Drittel von Mädchen und Frauen (…)“ • https://bit.ly/2ERh4Rh

15.04.2018 • Zentralschweiz am Sonntag:
FUMETTO 2018: GANZ SCHÖN DÜSTER • von Julia Stephan • „(…) Eines vorweg: Buntes und Wildes ist dieses Jahr zwar vorhanden, aber nur in kleinen Dosen. Vor allem in der mit dem Schweizer Comicmagazin ‚Strapazin‘ erarbeiteten Ausstellung ‚Magma‘ an der Rössligasse 12, für die zehn Künstler aus Brasilien und der Schweiz übers Internet ihre Bildarchive eingeschmolzen haben – für eine fröhliche Apokalypse (…) Historische Rückblicke gibt’s im Kunstmuseum Luzern. Comic-Pionier Gustave Doré (1832–1883) hat mit seinen fantasie­vollen und schelmischen Illus­trationen die Sprache von Filmklassikern wie ‚King Kong‘ entscheidend beeinflusst (…)“ • https://bit.ly/2HERphw

16.04.2018 • Aachener Nachrichten:
CHARLIE BROWN UND SNOOPY ZUM ZEICHNEN NAH • von Eva Onkels • „(…) Vor sechs Jahren startete die Comiciade im Ludwig Forum und begeisterte schon damals Comicfans in und um Aachen. Seitdem findet sie alle zwei Jahre statt. In diesem Jahr ist man zum ersten Mal in der Halle 60 im Alten Schlachthof. Ein tolles Ambiente für das Event. Doch was ist das Besondere an der Aachener Comic-Convention, wie man es im Fachjargon vielleicht nennen würde? Weshalb stehen die Menschen in Aachen gerne Schlange? Es ist das Kleine, Überschaubare und Familiäre. Die Botschaft ist: Entschleunigung, weg von der Eile der großen Conventions. Einfach mal warten und schauen, schlendern und sich treiben lassen und nicht stundenlang anstehen für einen kleinen Sketch (…)“ • https://bit.ly/Uv2S9h (kostenpflichtig)

16.04.2018 • Aachener Zeitung:
LINIE FÜR LINIE ZUM EIGENEN COMICHELDEN • von Svenja Pesch • „(…) Aber nicht nur der Ortswechsel war neu, erstmals wurde auch der ‚Comiciade-Preis‘ verliehen, den Heiner Lünstedt erhielt. Der Journalist und Comicautor ist seit 2011 einer der beiden Leiter des Comicfestivals München. Mit Bildgeschichten beschäftigt er sich seit seiner frühen Jugend und er vertritt eine ganz klare Meinung. ‚Das Comiclesen ist eine Fähigkeit, die man sich erarbeiten muss, viele Erwachsene lernen das nicht mehr, wenn sie das nicht geübt haben‘, so Lünstedt. Damit diese Fähigkeit noch über viele Generationen hinweg erhalten bleibt, luden in der großen Halle viele Aussteller zum Kaufen ein. Sei es ein Asterix-Flohmarkt, eine riesen Auswahl an allen erdenklichen Comics oder die vielen Comiczeichner selbst - überall bildeten sich über kurz oder lang Warteschlangen (…)“ • https://bit.ly/2IZB3zz (kostenpflichtig)
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NETZSCHAU

13.04.2018 • Tagesspiegel Online:
ZWISCHEN WILLKÜR UND WIDERSTAND • Lars von Törne über „Die Unsichtbaren und die Zornigen“ (Diaphanes-Verlag) von Viktoria Lomasko: „(…) Den besten Überblick über ihre Arbeit gibt der Sammelband ‚Die Unsichtbaren und die Zornigen‘, der ein gutes Dutzend ihrer Arbeiten versammelt jetzt auf Deutsch erschienen ist. Zwei Gruppen von Menschen ziehen Lomasko an: Die Unsichtbaren und die Zornigen – so lauten auch die Zwischentitel, die das Buch zweiteilen. Lomasko porträtiert alleinstehende Frauen, die von der russischen Gesellschaft als Verliererinnen dargestellt werden (…)“ • https://bit.ly/2qE89yj

16.04.2018 • faz.net – Comic-Blog:
AUF DEM GIPFEL – THEMATISCH UND ÄSTHETISCH • Andreas Platthaus über „Die Windpferde“ (Salleck Publications) von Jean-Claude Fournier: „(…) das eigentliche Ereignis sind die Bilder von Fournier (…) Seine Bergwelt ist ein fest für die Augen, und die Aquarellfarben, die er benutzt, beschwören das ausgebleichte Hochgebirgslicht grandios herauf, in dem aber immer wieder winzige Zeugnisse menschlicher Anwesenheit kräftige Farbtupfer setzen. Bis dann das Kloster erreicht wird, und eine Orgie in Rot die Seiten füllt. Es ist oft in der Analyse von Bildern von Farbdramaturgie die Rede, aber selten sieht man sie so anschaulich vorgeführt wie in ‚Die Windpferde‘ (…)“ • https://bit.ly/2EQaD0X
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COMIC-TIPP DES TAGES

GEHEIMNISVOLLES MEER 3 • von Daniela Schreiter • https://bit.ly/2vk12zV
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CARTOON-TIPP DES TAGES

DARF ICH NOCH EINEN? • von Harm Bengen • https://bit.ly/2JS5wAP