die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 26. April 2018 mit einen Schwerpunkt zum neuen „Avengers“-Film.

Den etwa einmal die Woche erscheinenden regulären „die neunte“-Newsletter gibt es weiterhin als „Best of“-Version – ergänzt um die wöchentlichen Ranglisten, Veranstaltungstipps und vieles mehr. Zu finden ist er unter: http://www.die-neunte.com/
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IM FOKUS: AVENGERS: INFINITY WAR

25.04.2018 • epd film:
KRITIK ZU AVENGERS: INFINITY WAR • von Tim Lindemann • „(…) Ansonsten bleibt hier alles beim Alten: die bunte Plastik-Ästhetik, die epischen Fantasy-Schlachten, die mal mehr, mal weniger lustigen Dialoge. Fans wird vermutlich das Herz aufgehen, wenn in kleinen Grüppchen neue Allianzen geschmiedet werden, etwa zwischen Peter Quill (Chris Pratt) und Iron Man (Robert Downey Jr.) oder den Bewohnern von Wakanda und Asgard. Weniger Eingeweihte sehnen sich ab einem gewissen Punkt endlich einen runden Abschluss des ausufernden Pop-Epos herbei (…)“ • https://bit.ly/2HzIM75

25.04.2018 • filmszene.de:
AVENGERS: INFINITY WAR • von Volker Robrahn • „(…) Was den Film (…) aber wirklich noch eine Stufe nach oben hievt ist das Finale, das in der Tat eines ist, wie es so etwas innerhalb dieser Franchise noch nicht gab. Den großen Ankündigungen wird es jedenfalls definitiv gerecht. Wobei ein endgültiges Urteil darüber genau genommen noch gar nicht gefällt werden kann, denn es folgt schließlich noch ein zweiter Teil und das fast zwangsläufig auch schon sehr bald im nächsten Jahr – denn es ist völlig klar, dass man mit den Einzelfilmen nun nicht einfach so weitermachen kann, ohne den ‚Infinity War‘ aufzulösen (der als Nächstes anstehende ‚Ant-Man & The Wasp‘ spielt vor den hier geschilderten Ereignissen und die darauf folgende ‚Captain Marvel‘ von vornherein weit vorher in den 90er Jahren) (…)“ • https://bit.ly/2vNDIeb

25.04.2018 • Spiegel Online:
DAS MARVEL-UNIVERSUM ZITTERT UND BEBT – ABER ES HÄLT • von Andreas Borcholte • „(…) Der dritte ‚Avengers‘-Film lässt das Marvel-Universum erzittern und erbeben, aber es hält auch dieses erneute Aufpumpen aus. So schnell die Geschichte des Films erzählt ist, umso mehr Spaß macht es, dabei zuzusehen, wie die Drehbuchautoren Christopher Markus und Stephen Feely ihre einzelnen Elemente unter der sicheren Regie von Anthony und Joe Russo (‚Captain America‘-Filme) in Position bringen und dann in eine letztlich zwingende und mitreißende Dynamik versetzen (…)“ • https://bit.ly/2qXZd6e

25.04.2018 • Stuttgarter Zeitung:
WIE SICH SHERLOCK ALS SUPERHELD SCHLÄGT • Patrick Heidmann interviewt den den britischen Schauspieler Benedict Cumberbatch • „(…) Wir erwarten viel zu sehr von Politikern und Führungspersonen, Antworten auf die Probleme unserer Welt zu finden. Dabei sind die wahren Helden die, die sich selbst ermächtigen und etwas bewegen. Zum Beispiel durch Hashtag-Bewegungen wie #metoo und ­#timesup. Oder denken Sie an die Schüler, die aktuell in den USA gegen die Waffenlobby auf die Straße gehen. Sie zeigen uns nicht nur, dass man gemeinsam stärker ist, sondern auch, dass alles möglich ist (…)“ • https://bit.ly/2HyDXzi

26.04.2018 • Der Tagesspiegel:
GALAKTISCHE SPASSGUERILLA • von Andreas Busche • „(…) ‚Avengers: Infinity War‘ wartet mit fast so vielen Superhelden wie Special-Effects-Künstlern auf, wahrscheinlich hat man seit der Blütezeit des Katastrophenfilms in den siebziger Jahren nicht mehr ein solches Star-Ensemble in einem Hollywood-Film gesehen. Die Russo-Brüder sind also für ein wahres Supersize-Superheldenspektakel verantwortlich, man merkt ihrem Film auch die Mühe an, jeder Figur gerecht zu werden – was in einem derart vollgestopften Franchise zwangsläufig auf Kosten der Dramaturgie geht (…)“ • https://bit.ly/2Hx3CEd

26.04.2018 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
UND JETZT WIRD’S RICHTIG FINSTER • von Dietmar Dath • „(…) Während man bei DC mit großer Geste das Publikum anweist, vor den gezeigten Übermenschen in die Knie zu gehen, machen die Russos dem Publikum die Knie mit Liebe weich, mit Familiendramen, Zärtlichkeit und Entsagung, und mit davon weichgemachten Knien geht man gern zu Boden und staunt – weniger über zusammenstürzende Monde als darüber, wie Scarlett Johansson zu Mark Ruffalo leise zweifelnd ‚Bruce‘ sagt, oder über den gleichzeitig kristallklaren und sehnsuchtsumwölkten Blick von Elizabeth Olsen als Wanda Maximoff, wenn sie sich nicht vom Liebsten losreißen kann, den sie opfern soll (…)“ • https://bit.ly/2HtUggL

26.04.2018 • DLF Kultur – Kompressor:
SUPERHELDEN IM DUTZEND • Shanli Anwar im Gespräch mit Markus Dichmann • „(…) Es ist ein offenes Geheimnis, dass Marvel Studios nur wegen Kevin Feige funktioniert, weil der Kerl ein Super-Geschäftsmann ist, immer den richtigen Riecher hat, aber auch ein krasser Nerd ist, der diese ganzen Comic-Helden liebt wie ein Teenager, und genau weiß, worauf es bei den Figuren ankommt (…)“ • https://bit.ly/2JvQlMW (Audio-Version online bis 02.11.2018)

26.04.2018 • Die Welt:
WO BLEIBEN DIE PROPÄDEUTIKA IN DEN MULTIPLEX-KINOS? • von Jan Küveler • „(…) es ist jedenfalls verrückt, sich ‚Infinity War‘, Teil eins, anzusehen, ohne vorher mindestens ‚The First Avenger: Civil War‘, ‚Thor 3: Tag der Entscheidung‘, ‚Guardians of the Galaxy Vol. 2‘, ‚Doctor Strange‘ und ‚Black Panther‘ gesehen zu haben, besser aber alle 18 (!) Filme aus dem zusammenhängenden, sich in immer neuen Möbiusschleifen verschlängelnden Marvel-Universum (…)“ • https://bit.ly/2r0MQaa

26.04.2018 • Berliner Zeitung:
MEHR IST WENIGER • von Thomas Klein • „(…) das Ergebnis fällt dann doch deutlich kleiner aus als die Summe der einzelnen Teile. Da alle Helden ihre Momente haben sollen, wechselt ‚Infinity War‘ permanent die Perspektive, den Spielort, den Tonfall (…) ein stetes Wechselbad der Gefühle, immer wieder unterbrochen von atemberaubenden, aber auch ermüdenden Effekt-Gelagen (…)“ • https://bit.ly/2HxPNFF (kostenpflichtig)

26.04.2018 • taz.die tageszeitung:
„AVENGERS: INFINITY WAR“ • von Barbara Schweizerhof • „(…) Für fast zwei Stunden gleicht ‚Infinity War‘ einer Art Klassentreffen, bei dem die Übervertrautheit zum Teil peinliche Züge annimmt – und das Erfolgsrezept der Kombination aus popkulturellen Anspielungen, fremden Planeten und Hokuspokus-Action zu ermüden beginnt. Dann aber gelingt ein Cliffhanger, der im Tonfall mit all den Witzeleien bricht (…) und das für unmöglich Gehaltene schafft: echte Spannung für ‚Infinity War. Teil 2‘ zu erzeugen“ • https://bit.ly/2r3yaXW
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TV • RADIO

23.04.2018 • MDR Fernsehen – Sachsenspiegel:
VERLAGSPREIS FÜR EXPERIMENTELLE IDEEN • von Roland Kühnke • Passend zum Welttag des Buches wurde in Leipzig erstmals der „Sächsische Verlags-Preis verliehen. „Spector Books“ heißt der Gewinner, der neue Wege geht, indem der Verlag reale Fotos und Comics [in dem Band „Lampedusa – Bildgeschichten vom Rande Europas“] miteinander vermischt • https://bit.ly/2Hw1TDr (online verfügbar bis 30.04.2018)

24.04.2018 • SWR2 – Kultur Info:
EIN COMIC VOLLER MELANCHOLIE – Berthold Leibinger Stiftung verleiht Comicbuchpreis 2018 in Stuttgart • von Silke Arning • „Noch sind es nur Momentaufnahmen: die Skyline des Hamburger Hafens, ein leeres Großraumbüro. Ein Mann telefoniert, streift sich dabei entschieden die Jacke über. Der Blick fällt auf einen Vertrag, der auf dem Tisch liegt. So beginnt ‚Blåvand‘ [von Thomas Pletzinger und Tim Dinter], der prämierte Comicentwurf, der schon beim ersten Blick auf das Storyboard durch klare, sehr realistische Szenen besticht (…)“ • https://bit.ly/2vQo5Cv

24.04.2018 • SWR Fernsehen – Landesschau Baden-Württemberg:
ULRICH PRÖFROCK – EIN AUSGEZEICHNETER COMICÜBERSETZER • von Viola Maury • Ulrich Pröfrock ist mehrfach ausgezeichneter Comic-Übersetzer. Seinen Comicladen in Freiburg möchte er jetzt schließen – den Comic-Übersetzungen zuliebe • https://bit.ly/2HyssYE

24.04.2018 • ARD – Brisant:
OTTO WAALKES ZEIGT SEINE KUNST • von Alex Jakubowski • Millionen Fans hat er mit seinen Filmen und Shows zum Lachen gebracht. Auch als Synchronsprecher ist Otto äußerst gefragt. Jetzt überzeugt er jedoch in anderer Rolle: Als bildender Künstler • https://bit.ly/2r1WEAT

25.04.2018 • ARD – Tagesschau:
KOMIKER ALS MALER: Otto Waalkes-Ausstellung in Frankfurt am Main • von Alex Jakubowski • Zu seinem 70. Geburtstags im Juli präsentiert das Frankfurter Caricatura Museum jetzt 200 seiner Arbeiten als bildender Künstler – natürlich mit jede Menge Ottifanten • https://bit.ly/2r24MS1

26.04.2018 • DLF Kultur – Kompressor:
GROSSE KUNST MIT OTTIFANT • Shanli Anwar im Gespräch mit dem „Titanic“-Mitbegründer Pit Knorr • Otto Waalkes ist als Komiker bekannt geworden. Die wenigsten wissen, dass er eigentlich als bildender Künstler angefangen hat. Als junger Mann studierte er an der Hamburger Akademie der Bildenden Künste und finanzierte sein Studium mit Auftritten in kleinen Clubs. Das war sein Einstieg in die Musik- und Comedy-Szene • https://bit.ly/2r253n6 (Audio-Version online bis 02.11.2018)

Jetzt auch mit Podcast (und dem richtigen Link) …

22.04.2018 • hr2 kultur – Kulturszene Hessen:
„DIE ZWEI SIEBTEN KREUZE“ • hr-Moderatorin Ruth Fühner im Rahmen der Aktion „Frankfurt liest ein Buch“ im Gespräch mit Thomas von Steinäcker und Andreas Platthaus • Sowohl der Roman „Das siebte Kreuz“ als auch die interessante Geschichte, wie daraus 1942 eine Graphic Novel wurde, sind Themen einer Diskussion zwischen dem Schriftsteller Thomas von Steinaecker, von dem das Nachwort der aktuellen Ausgabe des Romans stammt, und Andreas Platthaus, Literaturchef der F.A.Z. • https://bit.ly/2r3zYzx
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PRESSESCHAU

26.04.2018 • Der Tagesspiegel:
„GUTE COMICS SIND GUTE COMICS, DAS GENRE IST EGAL“ • Lars von Törne im Gespräch mit dem kanadischen Comic-Künstler Jeff Lemire • “(…) Ich habe immer noch ein paar DC- und Marvel-Projekte, die mir Spaß machen. Aber ich starte keine neuen mehr. Ich denke, dass jede neue Geschichte, die ich von jetzt an mache,´meine eigene Schöpfung sein wird. Und wenn ich mit anderen Künstlern zusammenarbeite, dann am liebsten mit welchen, die ich kenne (…)“ • https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

26.04.2018 • Der Tagesspiegel:
DRUCKFRISCH • Kurzvorstellungen:
• Marie Schröer über „Lichtung“ (Reprodukt) von Antonia Kühn: „(…) Die ungewöhnliche Perspektive, inhaltliche Mehrdeutigkeiten und vor allem die Formspiele sorgen dafür, dass der Comic einen bleibenden Eindruck hinterlässt“
• Matthias Penkert-Hennig über „Runaways“ (Panini) von Brian K. Vaughan, Adrian Alphona & Takeshi Miyazawa: „(…) Mit Popkultur- und Genre-Zitaten legte
Brian K. Vaughan (…) hier den Grundstein für seine preisgekrönte Reihe ‚Paper Girls‘. Herz,
Schmerz, authentische Charaktere (…)“
• Ralph Trommer über „Der Dschungel“ (Carlsen) von Kristina Gehrmann nach Upton Sinclair: „(…) der Manga-Ästhetik verhaftete Charaktere wirken jedoch zu schablonenhaft, ihre Darstellung Amerikas um 1900 zu wenig lebendig, um der Geschichte neues Leben einzuhauchen (…)“
• Andreas Hartung über „Lovecraft“ (avant) von Alberto Breccia: „(…) Gibt man dem Unaussprechlichen ein Gesicht, verliert es schnell einen großen Teil seines Schreckens. Alberto Breccia löste das Problem durch Abstraktion (…)“
https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig)

26.04.2018 • Berliner Zeitung:
IN DEN KLAUEN DER LEGENDE • Gerhard Midding über „Gérard – Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ (Reprodukt) von Mathieu Sapin: „(…) Depardieu betrachtet sich als ein Faszinosum, das eingehend erforscht werden muss. Sapins Album löst diese Verpflichtung mit verschmitzter Akribie ein. Die Panels stecken voller putziger Fußnoten. Dem Betrachter soll nicht das kleinste Detail entgehen. Dieser selbstironische Zug unterscheidet Sapin von der dokumentarischen Comic-Schule um Guy Delisle und Joe Sacco, der er oft zugerechnet wird (…)“ • https://bit.ly/2vNAibl

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29.03.2018 • Der Tagesspiegel:
LUST AM EKEL • Sabine Scholz über „Tokyo Ghoul“ (Kazé) von Sui Ishida: „(…) Die besondere Stärke von ‚Tokyo Ghoul‘ liegt in den Charakteren, deren Persönlichkeiten die Story würzen und voranbringen. Bei seinen Figuren kokettiert Sui Ishida mit aktuellen Mode- und Fetischtrends wie mit mannigfaltigen sexuellen Präferenzen und Grenzüberschreitungen. All diese Gründe für den reißenden Absatz der reißenden Bestien verlieren jedoch ihre Schlagkraft im Angesicht einer einfachen Vermutung: Möglicherweise ist es schlicht die Lust am Ekel und am puren Grauen, die blutige Titel wie ‚Tokyo Ghoul‘,’The Walking Dead‘ und Co. so erfolgreich macht“ • https://bit.ly/2I2BIRs
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NETZSCHAU

25.04.2018 • Comicleser:
TOMOE, Band 1 • Bernd Weigand über den bei Panini erschienenen Band von Jack Manini & TieKo: „(…) Diese (bisher) unglückliche Liebesgeschichte ist eingebettet in einen historisch-politischen Rahmen: Zwei mächtige Familien-Clans, der von Hosokawe und der von Yamana, buhlen um die Gunst des Shoguns und damit letztendlich auch um die Macht. Beide hassen sich aus ganzem Herzen. Und die Tatsache, dass Yamanas intrigante Schwester Sei Hosokawe heiratete, verkompliziert die Gemengelage zusehends (…)“ • https://bit.ly/2HRpH3T

26.04.2018 • Splashcomics:
DC BOMBSHELLS 2: Verbündete und Feinde • Jons Marek Schiemann über den bei Panini erschienenen Band von Marguerite Bennett, Mirka Andolfo u. a.: „(…) Die Reihe basiert auf einer Figurenreihe und das lässt erstmal arges vermuten, da Filme, Spiele und Comics die rein auf Actionfiguren basieren, doch deutlich an Substanz vermissen lassen. Aber bei ‚DC Bombshells‘ hat man es richtig gemacht und allein das Aussehen der Heroinen übernommen und darum herum eine Geschichte gestrickt (…)“ • https://bit.ly/2I004vf
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COMIC-TIPP DES TAGES

ZWARWALD: Plastisch • von Leo Leowald • https://bit.ly/2KimybQ
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CARTOON-TIPP DES TAGES

DAS PRIVILEG, VON TRUMP NICHT GEMOCHT ZU WERDEN • von Heiko Sakurai • https://bit.ly/2r27mYg