die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 3. Mai 2018.

Den etwa einmal die Woche erscheinenden regulären „die neunte“-Newsletter gibt es weiterhin als „Best of“-Version – ergänzt um die wöchentlichen Ranglisten, Veranstaltungstipps und vieles mehr. Zu finden ist er unter: http://www.die-neunte.com/
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TV • RADIO

27.04.2018 • SR Fernsehen – aktueller bericht:
INTERNATIONALE COMICZEICHNER IN DER HBK • von Dietmar Schellin • Zum achten Mal hat die Hochschule für Bildende Kunst in Saarbrücken Künstler aus dem deutschsprachigen Raum, aus Europa und sogar den USA zu einem Comic-Symposium eingeladen. Besonders spannend für die Kreativen ist die Nähe zu Frankreich, denn dort hat der Comic einen viel höheren Stellenwert als in Deutschland • https://bit.ly/2JMFoXk (online bis 27.04.2019)

29.04.2018 • rbb Fernsehen – Abendschau:
COMIC-MESSE IN DEN TEGELER SEETERRASSEN • Ein kurzer Beitrag von der Berliner Comic-Börse von der Rückkehr nach Alt-Tegel, wo sich die hauptstädtische Comic-Szene schon Ende des letzten Jahrtausends versammelte • https://bit.ly/2KAcVFs (online bis 06.05.2018)

01.05.2018 • Radio SRF 2 Kultur – Kultur kompakt:
EIN ANARCHIST LANGWEILT SICH IN DER SCHWEIZ • Philipp Auchter über „Mühsam. Anarchist in Anführungsstrichen“ (Edition Moderne) von Jan Bachmann: „(…) Mit dieser eigenwilligen Herangehensweise verstellt Bachmann nicht den Blick auf die historische Figur Erich Mühsams. Im Gegenteil: Er schafft damit die angemessene Bühne für jene selbstironische und unverfrorene Persönlichkeit, die in Mühsams Tagebüchern immer wieder zum Ausdruck kommt (…) Jan Bachmann zeichnet mit wildem Strich. Alles steht schief. Aus nervösen Linien ergeben sich skizzenhaft-groteske Figuren. Es sieht ein wenig nach dem Werk eines Besessenen aus. Doch der expressionistische Stil passt zu Mühsam und dessen Zeit (…)“ • https://bit.ly/2FGqm2O (Textversion) • https://bit.ly/2jpuKdS (Audio-Version)

Bei den voran stehenden Links geht unser Dank ausdrücklich an Simulacrum aus dem Comicforum, der im Thema „Informatives in TV und Radio“ ( https://bit.ly/2Kz8B9A ) seit mehreren Jahren viele interessante Beiträge verlinkt.

02.05.2018 • DLF – Corso:
COMICS UND KOHLE • Achim Hahn über die bis 09.09.2018 laufende Ausstellung „Glück auf! Comic und Cartoons von Kumpel Anton über Jamiri bis Walter Moers“ in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen: • “(…) Oder Ralf König, von dem kaum bekannt sein dürfte, ‚… dass der in ganz jungen Jahren, Mitte der 80er-Jahre für ein Sicherheitsmagazin im Bergbau gezeichnet hat und eine Doppelfigurengruppe Bodo und Heinz entwickelt hat, das ist übrigens tatsächlich für sein späteres Œuvre auch wichtig, wo es aber um Sicherheitsbestimmungen im Bergbau geht, wo er selber gesagt hat: Ich hatte von Tuten und Blasen überhaupt keine Ahnung. Ich wusste nichts. Die haben erst mal gesagt: Komm mal vorbei, wir fahren mit dir mal unter Tage, damit du mal siehst, worum es eigentlich geht’ (…)“ • https://bit.ly/2rhPB6s (Audio-Version online bis 08.11.2018)
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PRESSESCHAU

28.04.2018 • Freie Presse, Chemnitz:
KARL MARX‘ HAUPTWERK: JETZT AUCH MIT SPRECHBLASEN • Andreas Klinger über die bis 15.06.2018 laufende Ausstellung „Das Kapital als Comic“ in der Tietz. Volkshochschule in Chemnitz • „(…) Der aus Finnland stammende Künstler Jari Banas hat einen Comic mit dem Titel ‚Das Kapital in Farbe‘ erschaffen, das Anfang 2018 erschienen ist. Doch auch die Bildergeschichte mit Sprechblasen fällt dank ihrer 160 Seiten nicht gerade schmal aus. Um potenzielle Leser an den Comic heranzuführen, stellt die Vhs anlässlich des 200.Marx-Geburtstages bis 15. Juni einige Auszüge im Tietz vor (…)“ • https://bit.ly/2JOUlrK

02.05.2018 • Süddeutsche Zeitung:
WENIGER IST MEHR • Philipp Bovermann über „Avengers: Infinity War“ von den Regisseuren Anthony & Joe Russo: „(…) ’Infinity War‘ demonstriert das in jetsetmäßiger Beliebigkeit: Weil mit den vielen Figuren so viele erzählerische Bälle in der Luft sind, springt die Handlung hin und her zwischen Schauplätzen wie New York, Edinburgh und einer intergalaktischen, von Zwergen betriebenen Schmiede. Allenfalls Texteinblendungen verraten dem schwindlig gewordenen Zuschauer noch, wo er sich gerade befindet (…)“ • https://bit.ly/2HRF09j

02.05.2018 • Süddeutsche Zeitung:
OTTIFANTEN IM WANDEL DER KUNST • Christopher Schröder über die bis 02.09.2018 laufende Schau „Otto – Die Ausstellung“ im Caricatura Museum in Frankfurt am Main: • „(…) Auch Otto Waalkes (…) gehört, wenn auch indirekt, zu den Vertretern der Neuen Frankfurter Schule, denn sein großer Erfolg verdankt sich nicht zuletzt der Zusammenarbeit mit Robert Gernhardt, Pit Knorr und Bernd Eilert (…) Die Ausstellung, die das Caricatura-Museum nun zeigt, eröffnet allerdings, zumindest in den prominent platzierten Exponaten im Erdgeschoss, einen komplett anderen Blick auf Waalkes‘ Schaffen: Die Bilder, überwiegend in den letzten Jahren entstanden, imitieren oder parodieren auf technisch verblüffend virtuose Art und Weise Klassiker der bildenden Kunst (…)“ • https://bit.ly/2HSVCl9

02.05.2018 • Kurier, Wien:
ELFRIEDE JELINEKS 1. VAMPIR ALS COMICS • Peter Pisa über „Der Fremde“ (Carlsen) von Nicolas Mahler nach Elfriede Jelinek: „(…) der Auftakt einer Serie gruseliger Literaturcomics, die der Hamburger Carlsen Verlag zu je 12,40 Euro Montag auf den Markt brachte – ist (selbstverständlich) keine Nacherzählung. Der Zeichner hat umgestellt, den Humor verstärkt, auf die Gurkennase nicht verzichtet, der Bäckersfrau eine Brezelfrisur verpasst, die Sicht erweitert. Er gibt der eigenen Leseerfahrung die Bilder – ‚man könnte es auch verpanschen nennen’ (…)“ • https://bit.ly/2rr800X

04.05.2018 • Frankfurter Rundschau:
DIE DICHTERIN TRIFFT IHRE FIGUR • Monika Gemmer über „Die Judenbuche“ (Knesebeck) von Claudia Ahlering  & Julian Voloj nach Annette von Droste-Hülshoff: „(…) In ihrer Comic-Adaption (…) stoßen uns Illustratorin Claudia Ahlering und Autor Julian Voloj mitten hinein ins dramatische Geschehen – und weichen damit gezielt von der literarischen Vorlage ab (…) Ahlering und Voloj schildern die von Alkoholismus und häuslicher Gewalt geprägten Familienverhältnisse, in denen der Protagonist Friedrich Mergel aufwächst, konsequent aus der Perspektive des Kindes. Eindringlich setzen sie seine Alpträume ins Bild (…)“ • https://bit.ly/2FIZv6h

04.05.2018 • AFP-Meldung, u. a. bei Spiegel Online:
„TIM UND STRUPPI“-ZEICHNUNG FÜR MEHR ALS 600.000 EURO VERSTEIGERT • „(…) Die ‚Tim und Struppi‘-Zeichnung ist quadratisch, hat eine Seitenlänge von 20,7 Zentimetern und zeigt die beiden Comichelden. Das fast 80 Jahre alte Bild des belgischen Autors Georges Remi alias Hergé wurde nun in Paris versteigert – für 607.500 Euro, wie das Auktionshaus Christie’s auf seiner Website mitteilte. Hergés Zeichnung erschien am 22. Juni 1939 auf dem Titel der belgischen Zeitungsbeilage ‚Le Petit Vingtième’ (…)“ • https://bit.ly/2wcg0rV

04.05.2018 • Die Welt:
WIR SIND HIER DOCH NICHT IM SWINGERCLUB • von Holger Kreitling • “(…) Es mag bizarr klingen und von leicht geistloser Präferenz, aber ich hasse Crossovers. sie sind albern, überflüssig, böse. Sie verderben das populärkulturelle Erzählen und sind wider den guten Geschmack. Du sollst keine Crossovers machen, noch sie kaufen oder lesen. Um das ganze Ausmaß des Fürchterlichen auskosten zu können, all die elendige, miese, absichtsvolle und dabei vollkommen überflüssige Hinterfotzigkeit, muss ich vielleicht erklären, was Crossovers überhaupt sind. In „Avengers: Infinity War“, der mit allergrößter Hysterie gerade angelaufenen ist mit einem Zuschauerrekord am ersten Wochenende, reichen selbst 25 Superheldendarsteller nicht (…)“ • https://bit.ly/2jrDhgq (kostenpflichtig)

04.05.2018 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
NEU-OTTONISCHE KUNST • Stefan Trinks über die bis 02.09.2018 laufende Schau „Otto – Die Ausstellung“ im Caricatura Museum in Frankfurt am Main: • “(…) Schade nur, dass sein eigentliches Erkennungszeichen bei all den Hommagen an fast zweihundert sehr unterschiedliche Künstler seit Rembrandt – eine rätselhafte Tiefe nämlich, die er seinen Bildern verleiht – nur bei einer Handvoll Originalen in Öl auf Leinwand wirklich zu bestaunen ist. Der Rest der Ausstellung sind verflachte Reproduktionen, wie zur größtmöglichen Verbreitung auf Leinwand gedruckt. Vielleicht zeigen sie den Künstler Otto Waalkes aber doch am ehrlichsten als das, was er ist: ein massenkompatibler Pop-Art-Meister der Oberfläche (…)“ • https://bit.ly/2FInqTq

04.05.2018 • Allgemeine Zeitung, Mainz, sowie weitere VRM-Blätter:
POET IN BLAU • Michael Jacobs im Gespräch mit dem Comic-Zeichner Michael Apitz zu einem Ausstellungsprojekt in Fulda, bei dem Künstler Lieder von Bob Dylan auf die Leinwand bannen • „(…) Ich habe mir die 1962 auf ein Blatt Papier gekritzelten Verse von ‚Blowin in the Wind‘ besorgt. Die Original-Dylanschrift wurde auf die Leinwand gedruckt. Die Lyrics habe ich dann in Blau, der Farbe der Poesie, nach Vorlage eines Fotos aus den Sechzigern mit dem Portät übermalt. Es ist ein Acrylgemäde in den Maßen 1 Meter mal 1,20 Meter (…)“ • https://bit.ly/2KCNDXe
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NETZSCHAU

01.05.2018 • Allesfresser:
FAMILIENAUFSTELLUNG MIT ALIEN • Markus Binder über „Black Hammer“ 1 (Splitter) von Jeff Lemire & Dean Ormston: “(…) Nicht alle Ideen, die Lemire präsentiert, sind neu. Dennoch schafft er es, aus wohlbekannten Zutaten ein stimmiges, eigenständiges Werk zu entwickeln – und beim Leser Interesse für seine Figuren zu wecken, so dass man mit ihnen fühlt und mit ihnen leidet. Die kratzigen, atmosphärisch dichten Zeichnungen von Dean Ormston sind weit genug entfernt vom glatten Superhelden-Mainstream, um dem Comic eine eigene, rauere Optik zu geben und die Figuren präzise zu charakterisieren (…)“ • https://bit.ly/2jrMTrr

03.05.2018 • Comicgate:
OBLIVION SONG • Gerrit Lungershausen über den bei Cross Cult erschienenen Band von Robert Kirkman & Lorenzo de Felici: „(…) ein interessantes Szenario: einerseits die endzeitliche Oblivion-Welt, die zwar voller Gefahren ist, aber dennoch deren Bewohner magisch anzieht. Dort hat sich in den vergangenen zehn Jahren eine Survivor-Parallelgesellschaft etabliert, die wir aus ‚The Walking Dead‘ und ähnlichen Storys (…) kennen. Einen besonderen Reiz erhält die Geschichte aber durch den Kontrast zu der traumatisierten Bevölkerung in der normalen Welt. Dort kämpfen die Figuren mit ihrer eigenen Erinnerung, hadern mit ihrer Familiengeschichte und diskutieren über öffentliche Gedenkkultur (…)“ • https://bit.ly/2wcbYA2

03.05.2018 • Comicleser:
LANFEUST VON TROY, Band 1 • Bernd Weigand über den bei Splitter erschienenen Band von Christophe Arleston & Didier Tarquin: „(…) Ob der Serien-Ableger ‚Troll von Troy‘ (bisher 19 Bände bei Carlsen) auch bei Splitter einen Neustart erfährt? Wir sind gespannt. Einstweilen begnügen wir uns mit der Hauptserie, die hier übrigens mit einem Update daherkommt, sprich: mit einer Neukolorierung. Die ist moderner, wirkt plastischer, aber auch düsterer. Das mag vielleicht Puristen stören, stellt im Grunde aber keinen Faktor dar und fällt ohnehin nur ins Gewicht, wenn man alt mit neu direkt vergleicht (…)“ • https://bit.ly/2rldg6Z

04.05.2018 • Splashcomics:
HARLEY QUINN (REBIRTH) 5: Familienbande • Christel Scheja über den bei Panini erschienenen Band von Amanda Conner, Jimmy Palmiotti, John Timms u. a.: „(…) ‚Familienbande‘ erzählt von einer Harley, die für ihre Freunde alles tun würde, sogar in die Hände von Kannibalen begeben und trotz allem immer noch an ihren Eltern hängt. Das sorgt für viel Action, schräge Witze und so manche Überraschung, die Fäden aus den vorhergehenden Bänden zusammen führt (…)“ • https://bit.ly/2FKFoVb
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COMIC-TIPP DES TAGES

COMIC-SALON-REPORT Teil 4 • von von R. Perez & G. K. Berres • https://bit.ly/2FLeYmj
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CARTOON-TIPP DES TAGES

FALL WINTERKORN: Nur eine Fantasie • von Heiko Sakurai • https://bit.ly/2rkKweA