die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 11. Juni 2018 mit dem Beweis, dass es auch noch eine Comic-Welt jenseits des Internationalen Comic-Salons in Erlangen gibt. Unter anderem geht es in einem Schwerpunkt um die große „Fix und Foxi“-Ausstellung in Oberhausen.

Auch mit dem regulären „die neunte“-Newsletter soll es in kürze wieder weitergehen. In den nächsten Tagen werden wohl die Mails rausgehen, über die wir die Bestätigungen für den weiteren Bezug des Newsletters einholen, um den Anforderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollständig zu genügen.
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IM FOKUS: FIX & FOXI IM SCHLOSS OBERHAUSEN

Am letzten Wochenende wurde die Ausstellung „Fix & Foxi – Rolf Kauka, der deutsche Walt Disney, und seine Kultfüchse“ eröffnet, die noch bis zum 9. September 2018 in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen gezeigt wird …

07.06.2018 • dpa-Meldung, u. a. in den Westfälischen Nachrichten:
„FIX UND FOXI“ IN OBERHAUSEN: ROLF KAUKA UND SEINE COMICWELT • von Helge Toben • „(…) Von diesem Sonntag an zeigt das Ludwigmuseum Schloss Oberhausen die Comicwelt von Rolf Kauka (1917–2000). Im Mittelpunkt stehen seine bekanntesten Figuren ‚Fix und Foxi‘. Bis 1994 erschienen die Hefte regelmäßig und auch danach gingen die Geschichten weiter – bis in die Gegenwart in einem Fernsehsender. ‚Wie Walt Disney zeichnet Kauka die Figuren nicht selbst, sondern beschäftigt eine ganze Gruppe von Zeichnern‘, sagt Ludwiggalerie-Direktorin Christine Vogt. ‚Er sagt von sich selbst, dass er die Figuren entwerfe und deren Charakter konzipiere. Gleichzeitig dürfe der Leser nicht merken, wenn unterschiedliche Zeichner am Werk sind.’ (…)“ • http://t1p.de/tmzy

07.06.2018 • WDR Fernsehen – Lokalzeit Ruhr:
FIX UND FOXI IM MUSEUM • von Michael Beyer • Fix und Foxi sind zwei Urgesteine der deutschen Comickultur. Rolf Kaukas Figuren gehören zur Popkultur wie Micky Maus und Donald Duck. Die Galerie Ludwig in Oberhausen widmet dem Phänomen eine eigene Ausstellung und drei Fans dürfen bereits vor dem Start die Zeichnungen bewundern (und mit dabei ist auch mal wieder Jörg Hedtkamp vom Comic-Centrum Oberhausen) • http://t1p.de/af80 (online bis 07.06.2019)

08.06.2018 • Ruhr Nachrichten, Dortmund:
COMEBACK DER KULTFÜCHSE • von Tobias Wurzel • „(…) Die beiden Helden haben auf dem Schloss die ‚Herrschaft übernommen‘, so Direktorin Christine Vogt – über alle drei Etagen sind sie ausgestellt, und in jedem Raum erwartet die Besucher etwas Neues. Zwar ist die Ausstellung eher für Familien gedacht, kann jedoch auch älteren Comicfans ausführlich Hintergründe vermitteln – etwa wie Kauka mittels Lizenz-Kooperationen ‚Asterix und Obelix‘ in Deutschland bekannt machte. Die Schau zeigt die Entwicklung der Füchse seit der Nachkriegszeit, und die späte TV-Serie läuft im Filmraum (…)“ • http://t1p.de/ekdc

08.06.2018 • Ruhr Nachrichten, Dortmund:
„ICH BIN EIGENTLICH KEIN COMIC-SAMMLER“ – Medienunternehmer bringt Comic-Helden ins Schloss • Tobias Wurzel interviewt Stefan Piëch • „(…) Ich bin eigentlich kein Comic-Sammler, niemand, der sich enthusiastisch damit auseinandersetzt. Zu der Sammlung bin ich wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Eine Archivarin hat mir geholfen, den Nachlass zu katalogisieren. Mit ‚Fix und Foxi‘ bin ich aufgewachsen, die persönliche Affinität war da (…)“ • http://t1p.de/yob0

08.06.2018 • Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Essen:
FIX UND FOXI UND DER MANN DAHINTER • von Andreas Böhme • „(…) dann öffnet in der Ludwiggalerie die Ausstellung ‚Rolf Kauka, der deutsche Walt Disney, und seine Kultfüchse‘. Sie zeigt das Comic-Universum von ‚Onkel Rolf‘ in einem Umfang, wie er so noch nie zu sehen war. Möglich macht es Stefan Piëch. Der Urenkel des Käfer-Konstrukteurs Ferdinand Porsche, der unter anderem den Sender ‚Fix und Foxi Tv‘ betreibt, kaufte, sichtete und sortierte 2014 den Nachlass des 2000 in den USA verstorbenen Kauka. Daraus haben sich Christine Vogt, Direktorin des Museums, und Kuratorin Linda Schmitz die schönsten Stücke aussuchen dürfen (…)“ • http://t1p.de/qpwu

08.06.2018 • Rheinische Post, Düsseldorf:
DER DEUTSCHE WALT DISNEY • von Claus Clemens • „Vor zwei Jahren war die Familie Duck aus Entenhausen zu Gast auf Schloss Oberhausen. Vom kommenden Wochenende an werden Fix & Foxi dort Einzug halten. Das Schlossmuseum ‚Ludwiggalerie‘ widmet den beiden Kultfüchsen eine große Ausstellung mit dem Titel „Fix & Foxi – Rolf Kauka, der deutsche Walt Disney‘. Im Oktober 1953 trat das deutsche Pendant zu Micky Maus seinen Siegeszug an. In einer Heftreihe mit dem Titel ‚Till Eulenspiegel‘ erschienen die beiden Füchse zunächst als Nebenfiguren, wurden aber schnell zu Publikumslieblingen. Schon bald bekamen sie ein eigenes Magazin (…)“ • http://t1p.de/mpp2

08.06.2018 • Westfälischer Anzeiger, Hamm:
DIE LUDWIGGALERIE OBERHAUSEN FEIERT ROLF KAUKA UND „FIX UND FOXI“ • von Ralf Stiftel • „(…) In Oberhausen sieht man wunderbar, wie die Figuren sich über mehrere Zeichner-Generationen entwickeln von anfangs fast naturalistischen Tieren hin zu den abstrahierten roten Kinderhelden. Und man kann den Wandel des Zeitgeistes studieren, der sich in Kaukas Welt stets niederschlug. Um 1955 spielen Fix und Foxi Fußball in Kriegsruinen oder machen waghalsige Kunststücke auf dem Fahrrad, wobei sie immer gerade an der Katastrophe vorbeischliddern. Am Ende steht eine Moral. 1965 fahren sie lachend mit dem Bus nach Italien, das Wirtschaftswunder lässt grüßen (…)“ • http://t1p.de/0yjb

Eine interessante und durchaus kritische Betrachtung wirft Ralph Wilms in der Oberhausener Lokalausgabe der WAZ auf die Ausstellung …

09.06.2018 • Westdeutsche Allgemeine Zeitung – Ausgabe Oberhausen:
ROLF KAUKAS DEVISE: NIEDLICHKEIT FIRST! • von Ralph Wilms • „(…) Auf den ersten und zweiten Blick hat sich das Hauptgebäude der Ludwiggalerie in einen Hort der Niedlichkeit verwandelt – dank ‚Fix & Foxi‘, untertitelt ‚Rolf Kauka, der deutsche Walt Disney, und seine Kultfüchse‘. Auf den dritten Blick stellt die Ausstellung aus dem Besitz von Stefan Piëch jedem Comic-Enthusiasten einige kritische Fragen. Der schön gestaltete und ausführliche Katalog beantwortet sie gründlicher als die Ausstellung selbst (…)“ • http://t1p.de/8nhw (eventuell kostenpflichtig)

09.06.2018 • Westdeutsche Allgemeine Zeitung – Ausgabe Oberhausen:
IN DIE ZWICKMÜHLE • Kommentar zur Ausstellung von Ralph Wilms • „(…) Es dürfte nicht das Anliegen dieser Ausstellung gewesen sein – doch ‚Fix & Foxi‘ macht anschaulich deutlich, dass ein Museum in die Zwickmühle geraten kann, wenn es nur über Exponate aus einer Hand verfügt: Für eine wirklich fundierte kritische Würdigung fehlt die Gegenposition (…) Es ist beileibe kein exklusives Problem der Ludwiggalerie, dass sich kritische Aspekte der kuratorischen Arbeit nur noch in Katalog-Essays nachvollziehen lassen. Selbst die größten Häuser sehen sich bisweilen einem potenten Leihgeber ausgeliefert. Öffentlich machen sie solche Nöte nur sehr selten, man kann’s verstehen (…)“ • http://t1p.de/tl36 (eventuell kostenpflichtig)

13.06.2018 • ZDF – Volle Kanne:
FIX UND FOXI IM MUSEUM • von Marcus Schönhoff • Am Wochenende geht’s los: In der Ludwiggalerie startet eine Ausstellung rund um Fix und Foxi – nicht in Fuxholzen, sondern in Oberhausen! • http://t1p.de/rl16 (Beitrag war ursprünglich für letzten Freitag eingeplant)
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TV • RADIO

07.06.2018 • WDR 5 – Neugier genügt:
KÖLNS NEUE SUPERHELDIN • Moderator Ralph Erdenberger im Gespräch mit der Comic-Künstlerin Sarah Burrini, Redaktion: Regina Tanne • “(…) Mit einer kleinen Taube an ihrer Seite besteht die Superheldin ihre Kölner Abenteuer. Auf dem Cover des Comics schwingt sich Nerd-Girl im gelb-lila Outfit vor der Hohenzollernbrücke herab. Im Hintergrund der Dom! Die junge Frau, die sicher auch bald fliegen kann, versucht zu beeindrucken und Kölns ungefragte Retterin zu werden. „Sie versucht es, aber im Moment ist es noch so, dass nicht viele Dinge gelingen,“ sagt die WebComiczeichnerin Sarah Burrini über ihr Geschöpf (…)“ • http://t1p.de/wspu

08.06.2018 • DLF Kultur – Kompressor:
DAS LESEN DER ANDEREN: CLOSURE – KIELER E-JOURNAL FÜR COMICFORSCHUNG • Interview mit „Closure“-Redakteur Cord-Christian Casper • “(…) Erst einmal haben wir Selbstreflexivität immer dann, wenn sich Comics darüber Gedanken machen, dass sie Comics sind und die Grenzen und Möglichkeiten ausloten, was das bedeutet. Das kann ganz implizit sein – es gibt manche, die sagen, Comics sind immer schon selbstreflexiv. Aber es kann auch ganz explizit sein. Als Beispiel hat man vielleicht bei Chris Ware immer eine kleine, ganz kurze Bilderfolge, die er seinen ganz komplexen Comic-Kunstwerken voranstellt, in der er auf zwei Bildern erst einmal eine unscheinbare anthropomorphe Strichmännchen-artige Katze zu sehen ist und uns Chris Ware dann auffordert, uns Gedanken zu machen, was eigentlich die Beziehung zwischen diesen beiden Bildern ist. Dass wir also als Test, bevor wir in das Kunstwerk einsteigen können, erst einmal verstehen müssen, dass wir eine zeitliche oder eine räumlich oder irgendeine Art von Relation zwischen zwei sich wiederholenden Zeichen und in diesem Fall zwischen den zwei Katzen herstellen müssen (…)“ • http://t1p.de/88wb

11.06.2018 • DLF Nova – Grünstreifen:
GESCHLECHTERKLISCHEES IN COMICS – Hintern, Brüste, gebrochener Rücken • Moderator Markus Dichmann im Gespräch mit Jennifer Rieger • “(…) Aber nicht nur Comiczeichnerinnen fragen sich immer häufiger: Ist diese Pose anatomisch und perspektivisch überhaupt möglich? Auch Männer fragen sich, ob weibliche Comichelden wirklich immer sexy sein müssen. Ein einfacher Test demonstriert, wie absurd weibliche Comichelden oft gezeichnet sind. Zeichner haben angefangen, einfach die weiblichen durch männliche Comichelden zu ersetzen – zum Beispiel durch den männlichen Charakter Hawkeye aus dem Marvel-Comic-Universum. Der wird dann in die gleichen Kostüme und Posen gesteckt (…)“ • http://t1p.de/sdpw
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PRESSESCHAU

07.06.2018 • Frankenpost, Hof:
ENTENHAUSEN FÜR FINGERSPITZEN – Das Erika-Fuchs-Haus bietet Führungen für Blinde an • von Harald Werder • „(…) Lange Monate hat Monika Lang diese Führung vorbereitet. Lampenfieber. ‚Hoffentlich rutscht mir keine Phrase wie ‚zur Linken sehen wir‘ heraus.‘ Es ist Tag der Sehbehinderung. Als nur eines von 66 Museen in Deutschland meint das Haus mit ‚barrierefrei‘ nicht nur freie Bahn für Rollstuhlfahrer. ‚Ein taktiles Erlebnis‘ will Museumsleiterin Dr. Alexandra Hentschel bieten. Lang, Hentschel und Hilde Heilmann von der oberfränkischen Gruppe des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes haben daran gearbeitet, das Museum, das von quietschbunten Figuren, von überzogener Mimik der Figuren und ‚Ächz-Stöhn‘-Sprechblasen lebt, in die schwarze Welt eines Blinden einzupassen (…)“ • http://t1p.de/3mcs (kostenpflichtig)

07.06.2018 • Jüdische Allgemeine:
GEZEICHNETE ERLÖSER • von Ralf Balke • „Ob Superman, Captain America oder Batman – Juden prägten mit ihren Figuren das Genre wie kaum eine andere Gruppe (…) ’Juden haben die Comicindustrie von Anfang an geprägt‘, so Arie Kaplan, Autor von Masters of the Comic Book Universe Revealed! und Mitarbeiter des Satiremagazins MAD. Für ihn war das kein Zufall, insbesondere weil das ‚Goldene Zeitalter‘ der Comics, also die Jahre zwischen 1930 und 1950, in eine für Juden äußerst problematische Zeit fiel: den Aufstieg des nationalsozialistischen Deutschlands sowie die Weltwirtschaftskrise. ‚Zugleich spiegeln ihre Geschichten den sich verändernden Status von Juden in der amerikanischen Gesellschaft wider.’ (…)“ • http://t1p.de/xdyq

07.06.2018 • Jungle World – Dschungel:
RETROTOPIA IM COMIC • von Tobias Prüwer • „‚Gilgamesh‘, ‚Edda‘, ‚Odysseus‘: Junge Zeichner entdecken die Bildwelten der Mythologie. So gut das auch im Einzelnen gemacht ist, bestärken die Comics doch den Trend, sich an der Vergangenheit zu orientieren (…) Was aber macht die Mythologie für junge Comiczeichner so interessant? Das Comic-Universum kennt viele barbarisch-phantastische Erzählungen. Zumeist aber dienten sie der ­actionreichen Unterhaltung. Die Hinwendung zu den Urstoffen der Menschheit ist da von anderer Qualität. Hier kommt ein Trend zum ­Ausdruck, angesichts der Verunsicherungen in der Gegenwart auf Über­liefertes zu vertrauen (…)“ • http://t1p.de/h6xw

07.06.2018 • Le Monde diplomatique – Juni 2018:
RETTE SICH, WER KANN – Über Comic und Film im Kapitalismus • von Georg Seeßlen (Vorabdruck aus dem Vorwort von „Fußball, Marx und Tränen“, dem im September bei Reprodukt erscheinenden neuen Sammelband mit „Le Monde diplomatique“-Comics) • „(…) Comic und Film entstanden aus einer verrückten Mischung von anarchischer Infantilität, sozialem Realismus und militaristisch-politischer Propaganda. Von dieser Mischung haben sie sich nie ganz verabschiedet. Sie haben eine verwandte Art, mit Zeit und mit Raum umzugehen, aber auch mit Körpern. Was uns in Filmen von Leni Riefenstahl und in Skulpturen des faschistischen Bildhauers Arno Breker begegnet, finden wir auch in US-Comics wie ‚Flash Gordon‘ oder ‚Tarzan‘, nämlich Monumentalisierung des sowohl heroischen als auch politischen Körpers (…)“ • http://t1p.de/23uj (kostenpflichtig)

07.06.2018 • dpa-Meldung, u. a. auf welt.de:
HESSISCHER VERLAGSPREIS 2018 GEHT AN ROTOPOL • vom dpa-Landesdienst Hessen • „Der Kasseler Rotopol-Verlag für grafisches Erzählen erhält den neu geschaffenen hessischen Verlagspreis 2018. Dies teilte das Kulturministerium am Donnerstag in Wiesbaden mit. ‚Rotopol verbindet Verlegerisches, Künstlerisches und Marketing in gekonnter Weise‘, heißt es in der Jury-Begründung. Mit seiner Ausrichtung zwischen Comic und Illustration habe der Verlag eine außerordentlich klare Vorstellung vom eigenen Tun (…)“ • http://t1p.de/9ib5

09.06.2018 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
COMIC-ANERKENNUNG – Hessischer Verlagspreis an Rotopol • von Andreas Platthaus • „Eine hocherfreuliche Entwicklung in Zeiten schwierigen Buchabsatzes ist die Auslobung von Staatspreisen für unabhängige Verlage (…) nun hat auch das hessische Kulturministerium einen solchen Staatspreis ins Leben gerufen und ihn zum Debüt Rotopol aus Kassel zugesprochen. Diesen Verlag werden bislang nur diejenigen kennen, die sich für Comics und Bilderbücher interessieren, denn das von ehemaligen Designstudenten 2007 gegründete Unternehmen verschreibt sich ganz dem grafischen Erzählen (…)“ • http://t1p.de/gujs (kostenpflichtig)

09.06.2018 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
SCHWARZ UND WEISS – Serie „Cloak & Dagger“ fällt aus dem Rahmen • von Claudia Reinhard • „Manche Geschichten altern nicht gut und müssen neu aufgespielt werden. In der Welt der Comics ist das mitunter kein großes Problem. Helden zu modernisieren ist gängige Praxis (…) Auch die Serienmacher von ‚Marvel’s Cloak & Dagger‘ mussten sich mit der Frage auseinandersetzen, wie gut die hier auftretenden Figuren in die Zeit passen. Die ersten Folgen zeigen, dass dem Serienmacher Joe Pokowski die Neuauflage gelungen ist (…)“ • http://t1p.de/4fue (kostenpflichtig)

09.06.2018 • Süddeutsche Zeitung:
GERHARD SEYFRIED ÜBER REBELLION • der Comic-Künstler befragt von Joachim Käppner • „(…) Politische Korrektheit ist Schwachsinn. Sie verhindert nur, dass Leute miteinander sprechen statt übereinander herzuziehen. Ich mache mich gern darüber lustig. Korrekterweise müsste man heute ja sagen: ‚Schneewittchen und die sieben kleinwüchsigen Personen‘. Aber so wird man die Welt nicht besser machen“ • http://t1p.de/4r8w (kostenpflichtig)
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NETZSCHAU

08.06.2018 • Spiegel Online:
DAS GROSSE SCHLOTTERN • Jan-Paul Koopmann über die von Isabel Kreitz herausgegebene neue Reihe „Die Unheimlichen“ bei Carlsen: „(…) Nicht allen wird alles gefallen, klar. Und trotzdem sind ‚Die Unheimlichen‘ grundsätzlich jedem zu empfehlen. Da gehen insgesamt zehn sehr unterschiedliche Künstler mit offenen Augen und Spaß in ein Genre hinein, das den meisten von ihnen erstmal fremd ist. Dann erforschen sie es mit ihren je eigenen Mitteln aus Grafik und Erzählweisen in mal mehr, mal weniger respektvollem Umgang mit der Vorlage (…)“ • http://t1p.de/af2t

09.06.2018 • Dein Antiheld:
CSE18 – ENRICO MARINI IM INTERVIEW ÜBER SEINE BATMAN-INTERPRETATION • der Schweizer Comic-Künstler im Video-Interview mit Matthias Penkert-Hennig • „(…) Was den Amis gefallen hat, ist, dass ich das von Hand male, und das wirkt dann natürlich auch schon europäischer. Aber die Geschichte spielt trotzdem in Gotham. Es ist schon eine Geschichte: Batman in Gotham gegen den Joker. Nicht das man es falsch versteht – es ist nicht eine europäisches Abenteuer von Batman. Er tritt nicht in der Schweiz auf. Er fährt nicht in der Schweiz Ski oder ist Tourist in Paris (…) • http://t1p.de/9ish

10.05.2018 • Comicgate:
WHEN I AM KING • Gerrit Lungershausen über den bei Jaja erschienenen Band von demian 5 (Demian Vogler): „(…) Diese Buchausgabe des Webcomics aus dem Jahr 2000, als die Welt noch in Ordnung und fast noch schwarz-weiß war, versammelt die (Augenzwinker) historischen Dokumente des verschollen geglaubten 93-jährigen Demian II, der 1912 unvermutet wieder in Zürich auftauchte und allerlei verrücktes Zeug mitbrachte. Dieses Zeug hat der Jaja-Verlag nun als Old-School-Print-Buch herausgebracht, wie ein Tablet, aber ohne USB-Ausgang (…)“ • http://t1p.de/t92b

10.06.2018 • Splashcomics:
MARSHAL BASS 1: Black and White • Jons Marek Schiemann über den bei Splitter erschienenen Band von Darko Macan & Igor Kordey: „(…) Man muss sich ja bei jeder neuen Westernserie fragen, ob wirklich etwas Neues erzählt werden kann, oder ob die Themen in einem der ältesten populären Genres nicht wirklich auserzählt worden sind. Hier hat der Autor Darko Macan ein nahezu unbekanntes Kapitel des Wilden Westen aufgegriffen. Meist ist von der schwarzen Bevölkerung im Wilden Westen nur dann die Rede wenn es um die Sklaverei geht oder um die schwarzen Kontingente der Nordamerikanischen Armee im Bürgerkrieg. Aber das es sowohl unter den Outlaws als auch unter den Gesetzeshütern Farbige gegeben hat, ist nahezu unbekannt (…)“ • http://t1p.de/rl5c

11.06.2018 • faz.net – Comic-Blog:
MIT STAMPFEN FÄNGT MAN MUSCHELN • Andreas Platthaus über die neue Ausgabe des Magazins „Strapazin“: „(…) Die Nummer 131 dieser längst legendären (auch seiner Langlebigkeit wegen) Publikation widmet sich zur Gänze Comicreportagen, und wie es bei ‚Strapazin‘ üblich ist nicht in der Form theoretischer Abhandlungen darüber, sondern konkret mit Beispielen. Fünf Künstler sind vertreten, und vier davon dürften für die meisten Leser neu sein: Andrew Greenstone aus den vereinigten Staaten, Sharad Sharma aus Indien (obwohl er schon einmal in ‚Strapazin‘ vertreten war), Stefan Vercsey aus der Schweiz und Walter Steffek aus der Bretagne. Die fünfte Zeichnerin ist die einzige richtig berühmte: Ulli Lust (…)“ • http://t1p.de/8tm0
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COMIC-TIPP DES TAGES

ZWARWALD: Kuscheln • von Leo Leowald • http://t1p.de/okdf
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CARTOON-TIPP DES TAGES

MUTTI FINDET IHREN MEISTER • von Heiko Sakurai • http://t1p.de/oiqq