die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 5. Juli 2018. Mit dabei auch wieder die Netzschau, die gestern aus Platzgründen entfiel.

Auch mit dem regulären „die neunte“-Newsletter geht es in kürze weiter. Inzwischen sind Mails rausgegangen, über die wir die Bestätigungen für den weiteren Bezug des Newsletters einholen, um den Anforderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollständig zu genügen.


TV • RADIO

02.07.2018 • DLF – Corso:
THRILLER ZUR SPANISCHEN FINANZKRISE • Andrea Heinze über „Leichte Beute“ (Carlsen) von Miguelanxo Prado: „(…) Miguelanxo Prado überträgt die Bankenkrise auf individuelle Schicksale. Er schildert die Geschichte des Bankangestellten, der seinen Job verliert, weil er die Kunden über die Risiken solcher Anlagen informiert. Er erzählt von Rentnern, die ihre Ersparnisse verlieren. Und von Gewinnern, die viel Geld mit der Krise verdienen und die die Verantwortung den Anlegern zuschieben. Es sei doch schließlich normal, dass man in Verträgen das Kleingedruckte liest (…)“ • http://t1p.de/vjj1 (Audio-Version online bis 08.01.2019)

03.07.2018 • DLF Kultur – Lesart:
DEM KRIEG ENTRONNEN – DIE ARBEIT DES ZEICHNERS OLIVIER KUGLER • von Marten Hahn • Vorgestellt wird ein deutscher Künstler, der das Schicksal von Flüchtlingen auf eine ganz besondere und inzwischen sogar preisgekrönte Weise ästhetisch verarbeitet hat. Olivier Kugler ist ein Zeichner und Illustrator, der in Flüchtlingscamps recherchiert, mit vielen Menschen gesprochen und sie dann gezeichnet hat. Entstanden ist so die Comic-Reportage „Dem Krieg entronnen“ (Edition Moderne). Für die englische Ausgabe erhielt der Autor kürzlich den „European Design Award“ • http://t1p.de/6xwz (online bis 08.01.2019)

Die heutigen Radio-Links mal wieder mit Dank an Simulacrum aus dem Comicforum, da sie mir mit meinen Sucheinstellung durchgerutscht waren.


PRESSESCHAU

05.07.2018 • Hannoversche Allgemeine Zeitung:
SUPERHELDEN DES COMIC • Kristian Teetz über „Joe Shuster – Vater der Superhelden“ (Carlsen) von Julian Voloj & Thomas Campi: „(…) Sie halten sich dabei an die Fakten. ‚Jede Szene in dieser Graphic Novel basiert auf realen Tatsachen‘, schreibt Voloj im Nachwort. Dem gebürtigen Münsteraner, der heute in New York lebt, waren Briefe aus dem Nachlass Shusters in die Hände gefallen. Diese Briefe sind die Grundlage für das Buch, das auch von den Anfängen der US-Comicindustrie und dem sich wandelnden Zeitgeist zwischen den Dreißiger- und den Siebzigerjahren erzählt (…)“ • http://t1p.de/cm10 (kostenpflichtig)

05.07.2018 • Lübecker Nachrichten:
WERNER-RENNEN: ANWOHNER SIND ENTSPANNT • von Burkhard Fuchs • „(…) Hasenmoors Bürgermeister Klaus-Wilhelm Schümann hatte Recht behalten. Vielleicht seien noch 15 seiner 730 Mitbürger gegen das Werner-Rennen-Spektakel eingestellt, sagte er kurz vor Beginn der Veranstaltung. Seit sich der Gemeinderat bereits im Dezember 2016 einstimmig für die Austragung des Events ausgesprochen hatte, haben er und der Veranstalter in zahlreichen Gesprächen ihr Verkehrs- und Sicherheitskonzept erläutert und Bedenken ausgeräumt. ‚Ich bin überzeugt davon, dass es hier nicht wieder zu diesem Chaos kommt. Die Organisatoren haben die Sache im Griff.‘ Das habe er selbst erlebt, als er mit seinem Ordnungsamtsleiter das Wacken-Open-Air besuchte, dessen Macher Holger Hübner nun auch das Werner-Rennen veranstaltet (…)“ • http://t1p.de/rn2v

05.07.2018 • Luzerner Zeitung, St. Galler Tagblatt sowie Kopfblätter:
ABWEHREN ODER SICH EINLASSEN? • Hans Keller über die Ausstellung „Ulli Lust: Zu viel ist nicht genug“ (Cartoonmuseum Basel, bis 28.10.2018): „Das Basler Cartoonmuseum widmet der bedeutenden österreichischen Comicschöpferin Ulli Lust eine höchst sehenswerte Werkschau. In ihren biografischen Werken erzählt sie in aller Direktheit aus ihrem Sexleben (…) Nach einer Comic-Adaption des Romans ‚Flughunde‘ von Marcel Bayer kehrte Ulli Lust 2017 mit ‚Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein‘ zu jenem Genre zurück, das ihr wie keiner anderen Comicschöpferin liegt: zur spektakulären biografischen Dokumentation ihres aufregenden Lebens. ‚Ich war damals zweiundzwanzig und hatte mittlerweile explizite sexuelle Bedürfnisse, die ich unbedingt ausleben wollte‘ (…)“ • http://t1p.de/w0ds


NETZSCHAU

24.06.2018 • Comic-Denkblase:
MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER • Alex Jakubowski über den im Jaja-Verlag erschienenen Band von Valentin Krayl: „(…) In naivem, kindlichen Strich und zarten pastelligen Farben zeichnet Krayl dort das Bild des pubertierenden Karl. Ein schüchterner Junge, genervt von seiner Umwelt, unglücklich verliebt und auf der Suche. Er will Sprayer werden, um Respekt und Fame zu bekommen – und natürlich um die Mädels zu beeindrucken. Allen voran Anna, aber die will nur etwas von Michael – Hip-Hop-Michi, oder Metal-Michi, wer weiß das schon so genau (…)“ • http://t1p.de/eemc

27.06.2018 • Titel Kulturmagazin:
IM GRÜNEN BEREICH • Boris Kunz im Gespräch mit der Comic-Zeichnerin Frauke Berger • „(…) Allein schon, dass mein Planet aussieht wie ein angebissener Apfel – etwas was ja in Wirklichkeit so nicht existieren könnte – da steckt natürlich auch ein gewisser Symbolismus mit drin. Das war aber nicht von Anfang an so geplant. Es sollte eigentlich eine klassische Fantasy/Science-Fiction Geschichte werden. Als ich dann entdeckt habe, was da für aktuelle Themen drinstecken, habe ich versucht, sie nicht zu plakativ in den Vordergrund zu ziehen (…)“ • http://t1p.de/nxfg

28.06.2018 • Teilzeithelden:
DURCHGEBLÄTTERT 06/2018 (2/2) – UNSER GRAPHIC NOVEL-CHECK – Von Hingabe, Sex und Widerstand • Besprechungen von Ralf Rotheimer zu:
• „American Gods 2: Schatten“ (Splitter) von Neil Gaiman, P. Craig Russell & Scott Hampton: „(…) Nach Etablierung der Prämisse im ersten Band wird nun intensiv der Protagonist betrachtet, während sich der Konflikt sehr langsam anzubahnen scheint. Ist man sich dieser Tatsache bewusst, steht dem Lesevergnügen dieser sehr detailreichen Adaption von Neil Gaimans Romanvorlage auch nichts im Wege!“
• „The Discipline: Die Verführung“ (Panini) von Peter Milligan, Leandro Fernández & Cris Peter: „(…) Zwar lebt ‚The Discipline‘ auch stark von Andeutungen und dem Spiel mit der menschlichen Vorstellungskraft – dennoch gibt es vielfache Sexszenen und stellenweise auch Darstellungen aus dem BDSM-Bereich. Abgesehen von offenkundig mythologisch inspirierten Akteuren hat das kreative Team des Bandes dabei sehr viel Wert auf authentisch wirkende Körper gelegt. Die Charaktere sind definitiv gut in Form, allerdings nicht so übertrieben sexualisiert wie beispielsweise in Superheldencomics (…)“
• „Die Unheimlichen: Berenice“ (Carlsen) von Lukas Jüliger nach Edgar Allan Poe: „(…) Die besondere Leistung von ‚Berenice‘ ist definitiv die Originalvorlage samt ihrer verstörenden Atmosphäre in die moderne Welt zu übertragen. Dabei macht die grafische Novelle Gebrauch von vielen scheinbar alltäglichen Elementen, die aber in einer abgeänderten Form eine doppeldeutige Aussage haben. Denn auch dieser Band arbeitet, ähnlich wie das zuvor besprochene Werk ‚The Discipline‘, stark mit der menschlichen Vorstellungskraft und verschiedenen Andeutungen via Details (…)“
http://t1p.de/06ke

29.07.2018 • Tagesspiegel Online:
ARBEIT IST DAS GANZE LEBEN • Lara Keilbart über „Maertens“ (Jaja-Verlag) von Maximilian Hillerzeder: „(…) Die Hauptfigur selbst leidet an Fragen, die uns letztlich alle betrifft: Haben wir den Mut zum Traumjob? Können wir uns das überhaupt leisten? Oder hält uns die Realität der Notwendigkeiten davon ab. Letztere ist schließlich auch nur ein Konstrukt, dass sich ändern ließe. Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen etwa. Durch Maertens‘ Entscheidungen und Meinungen schwingt beim Lesen trotz des wiederkehrenden Humors eine leicht unangenehme Grundstimmung unterschwellig mit. Das spiegelt sich auch in der Koloration wider, die durchgehend in erdigen Braun-, Grün- und Ockertönen gehalten ist (…)“ • http://t1p.de/a7zf

29.06.2018 • Perry-Rhodan.net:
REBORN • Klaus N. Frick über den bei Panini erschienenen Band von Mark Millar & Greg Capullo: „(…) Die Idee klingt spannend, auch wenn man sie als Science-Fiction-Fan schon seit langen Jahren kennt: Nach ihrem Tod landen alle Menschen als »Wiedergeborene« in einer anderen Welt. Sie haben wieder ihre Körper, und wenn sie sich Mühe geben, finden sie auch viele ihrer früheren Freunde und Verwandten wieder (…) Man darf allerdings keine zwei Sekunden lang über den ‚Weltenbau‘ nachdenken. Warum bei Milliarden von Menschen, die irgendwann gestorben sind, die Familien ausgerechnet in einer so direkten Nähe wieder auferstehen, ist ebenso unlogisch wie die Verbindung aus Technik – wer baut die High-Tech-Geräte denn, wer wartet sie? – und mittelalterlichen Motiven (…)“ • http://t1p.de/347d

29.06.2018 • LiteraTopia:
DC UND DIE LOONEY TUNES • Markus Drevermann über den bei Panini erschienenen Band von Tom King, Sam Humphries, Tom Grummet u. a.: „(…) die DC-Helden treffen auf die Looney Tunes und das heißt auf Bugs Bunny, Road Runner und Co. Auf den ersten Blick erscheint die Idee ziemlich verrückt (…) Jedes Aufeinandertreffen, der verschiedenen Paarungen eines DC-Helden mit einem Looney Tune hat ein eigenes Heft bekommen, die allesamt so aufgebaut sind, dass zunächst eine Geschichte erzählt wird, die dem DC-Universum entspricht, in dem sie ernsthafter und relativ realistisch gezeichnet ist, bevor sie dann entweder weitergeführt oder aus Sichtweise der Looney Tunes erzählt wird, die vermutlich auch eher den Erwartungen erfüllt, in dem sie mehr den alten Cartoons entspricht. Beides hat seine Berechtigung und unterhält auf seine eigene Weise (…)“ • http://t1p.de/3fw5

02.07.2018 • faz.net – Comic-Blog:
TIM IN DEUTSCHLAND • Andreas Platthaus über die Albenserie „Benno Bonnet, Privatdetektiv“ (Eigenverlag) von Andreas Tolxdorf: „(…) erst einmal ist Tolxdorf nach fünf Alben in kompletter verlegerischer Eigenregie auf der Suche nach einem etablierten Haus, das die Serie übernimmt (…) Angesichts des sehr ansprechenden neuen Bandes dürfte Andreas Tolxdorf gute Argumente für einen größeren Verlag haben. Und mit ‚Keule und Beule‘, einem im Funny-Stil gehaltenen Abenteuercomic über Vater und Sohn in der Steinzeit hat er auch noch ein neues Projekt, das weiter in Eigenregie laufen könnte, wenn das Herz des Zeichners zu sehr an solchem Engagement hängen sollte. ‚Benno Bonnet‘ aber hat jetzt einen Weg eingeschlagen, der die Reihe zu größerem Publikum führen sollte (…)“ • http://t1p.de/mwto

02.07.2018 • die zukunft:
HORROR-HOMMAGE • Christian Endres über Richard Corbens Kurzgeschichtensammlung „Schatten auf dem Grab“ (All Verlag): „(…) In den pointierten, klassischen und auf gute Weise altmodischen Panel-Geschichten verbeugt sich der brillante Mr. Corben vor der Genre-Vergangenheit: Vor der ‚Twilight Zone‘, den ‚Geschichten aus der Gruft‘ und den berüchtigten Grusel-Comics der amerikanischen Verlage EC und Warren, wobei die Warren-Publikationen ‚Eerie‘ und ‚Creepy‘ Corbens eigene Karriere zementierten und prägten. Hin und wieder sind die größtenteils in Graustufen gehaltenen Storys über Grabräuber und Erbschleicher in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts inhaltlich etwas redundant, aber das macht nichts, denn der Altmeister zeigt sich nach wie vor in Höchstform, und so kommen Corben-Bewunderer voll auf ihre Kosten (…)“ • http://t1p.de/9k78

02.07.2018 • SR.de:
UNERSCHROCKENE FRAUEN IM COMICPORTRÄT • Gerd Heger porträtiert die in New York lebende Comicbloggerin Penelope Bagieu • „(…) Für ihr aktuelles Projekt hat sie sich über die Biographien von bekannten und unbekannten Frauen der Geschichte und der Gegenwart gebeugt. Zunehmend nutzt Bagieu so Comics für Aufklärung oder Reportage – in diesem Fall mit Porträts außergewöhnlicher Frauen wie der afghanischen Rapperin Sonita Alizadeh oder Muminerfinderin Tove Jansson. Von Josephine Baker bis Peggy Guggenheim sind 30 Frauen mit dabei. Wikipedia war gestern, in einfachen Bildern werden Frauen lebendig, die sich gegen den Strom stellen (…)“ • http://t1p.de/6kz0

04.07.2018 • Splashcomics:
REDDITION 68: DOSSIER OESTERHELD, PRATT, BRECCIA & CO. • Jons Marek Schiemann über das in der Edition Alfons erschienene Fachmagazin: „(…) Die aktuelle Ausgabe der ‚Reddition‘ beinhaltet ein Dossier über den argentinischen Comic. Wobei hier nicht eine aktuelle Bestandsaufnahme der dortigen Szene vorliegt, sondern der Schwerpunkt liegt auf dem Comicautor und zeitweiligen Verleger und Redakteur Hector German Oesterheld. Da dieser den südamerikanischen Comic maßgeblich prägte ist es nicht weiter verwunderlich. Allerdings war Oesterheld und sein Schaffen schon zweimal in der ‚Reddition‘ thematisiert worden und so dürfte langjährigen Stammlesern einiges bekannt vorkommen. Nur war das noch zu Zeiten als keine Schwerpunktthemen die Hefte bestimmten, sondern viele verschiedene Artikel ohne thematische Gewichtung das Konzept darstellten (…)“ • http://t1p.de/luvr

05.07.2018 • Massengeschmack-TV:
DER COMIC TALK ÜBER BARU • Kostenloser Youtube-Auszug aus der Sendung vom 07.03.2018 • Hella von Sinnen und Volker Robrahn diskutieren mit dem Kult-Rapper Eko Fresh sowie dem Comic-Autor Tobi Dahmen über „Hier und Dort“ (Edition 52) von Baru • http://t1p.de/9vdf

05.07.2018 • Sumikai:
SEX OHNE EMOTIONALE VERPFLICHTUNGEN!? • Gina Dähmlow über den Manga „Game – Lust ohne Liebe“ 1 (Altraverse) von Mai Nishikata: „(…) Im Wesentlichen bietet ‚Game – Lust ohne Liebe‘ eine angehende Liebesgeschichte, die durch die persönlichen Konflikte der beiden Hauptfiguren vorerst nicht komplett ins Rollen kommt, sich stattdessen erst mal auf eine reine Sexbeziehung stürzt. Das Konzept ist nichts Neues, aber insbesondere die weibliche Hauptfigur präsentiert sich von einer starken und selbstbewussten Seite, was die Handlung authentischer macht (…)“ • http://t1p.de/pf4v

05.07.2018 • Comicleser:
BATMAN: DER DUNKLE PRINZ, Band 1 • Holger Bachmann über den bei Panini erschienenen Band von Enrico Marini: „(…) Herausgekommen ist dabei eine zutiefst düstere Version eines Noir-Krimis, der die besten Elemente der frühen Batman-Stories (ein wirklich bedrohlich psychopathischer Joker), der Tim-Burton-Filme (dystopisch-gotisches Design von Gotham City), des 70er-Runs von Neal Adams (Batman als finsterer Mitternachtsdetektiv) und eine fesche Portion Gotham Sirens-Pin Up-Ästhetik (Selina Kyle und Harley Quinn zeigen so ziemlich alles vor, was Jungs Freude macht) zusammenfügt (…)“ • http://t1p.de/dle3


COMIC-TIPP DES TAGES

IN RUHE ARBEITEN • von Christoph Härringer • http://t1p.de/kdux


CARTOON-TIPP DES TAGES

AUFBRUCHSTIMMUNG! • von Klaus Stuttmann • http://t1p.de/ey9w