die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 10. Juli 2018. Unter anderem mit Beiträgen, die zeigen, dass das heutige WM-Duell zwischen Frankreich und Belgien auch auf dem Spielfeld der Comics ausgetragen wird.

Auch mit dem regulären „die neunte“-Newsletter geht es Ende der Woche weiter. Inzwischen sind Mails rausgegangen, über die wir die Bestätigungen für den weiteren Bezug des Newsletters einholen, um den Anforderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollständig zu genügen.


PRESSESCHAU

07.07.2018 • dpa-Foto, u. a. bei faz.net:
DAS GEHEIMNIS DER BELGIER • „Belgien ist das Land der Comics. Doch Asterix und Obelix sind immer noch Franzosen. Vor dem Duell der beiden Nachbarn im Halbfinale der Fußball-WM geben belgische Fußball-Fans ihre Erklärung für den Siegeszug von Lukaku und Co. Ein Fall für das Anti-Topf-Gesetz? (siehe Asterix bei den Olympischen Spielen)“ • http://t1p.de/jwoe

10.07.2018 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
NUR SO GEHT’S. KÜNSTLER, DIE FUNKTIONIEREN • von Christian Kamp • „(…) Angelegenheiten unter Nachbarn sind eben immer besondere, vor allem dann, wenn man Kultur und Sprache teilt, wie das zumindest in Schnittmengen zwischen Belgien und Frankreich der Fall ist. Wie groß der Respekt der Franzosen vor den fußballspielenden Belgiern ist, zeigt ‚L’Equipe‘ auch: mit einem Titelbild, das die Tim-und-Struppi-Abenteuer des belgischen Comic-Künstlers Hergé zitiert: Den französischen Raumfahrern Giroud, Deschamps und Le Graët (der Verbandschef) fährt der Schreck in die Glieder, als sie vor der Mondrakete, die sie besteigen wollen, drei grimmige Belgier erblicken: Courtois, de Bruyne, Lukaku (…)“ • http://t1p.de/kp6a

10.07.2018 • SID-Beitrag, u. a. in der Luzerner Zeitung:
WENN NACHBARN ZÜNDELN UND HOFFEN – „Reiseziel Mond“ für eines der Teams • von Jana Lange • „(…) Auch die Presse stimmt sich mit Herzblut auf das Duell ein. So druckte die französische ‚Le Journal de Dimanche‘ eine Zeichnung aus dem Comic ‚Asterix bei den Belgiern‘ auf ihr ­Titelblatt, in dem Gallier und Belgier streiten. Auch die ‚L’Equipe‘ titelte mit einer Hommage an den belgischen Comic-Autoren Hergé. Das Cover mit Deschamps auf dem Weg zu einer Rakete entstand in Anlehnung an Tim und Struppis Abenteuer ‚Reiseziel Mond‘. Nur heisst das Reiseziel in Wirklichkeit eben Moskau (…)“ • http://t1p.de/5mby

Abbildungen der angesprochenen Titelseiten gibt es hier: http://t1p.de/szdo

10.07.2018 • Badische Zeitung, Freiburg im Breisgau:
MIT 130 DOLLAR ABGESPEIST – Julian Voloj erzählt die Geschichte der „Väter“ von Superman • von Jürgen Schickinger • „(…) Auto Julian Voloj stellt Shuster in den Mittelpunkt seiner Biographie, weil er unerwartet auf Briefe von ihm stieß. Shuster, 1914 in Toronto geboren, und Siegel sind Söhne jüdischer Immigranten aus Osteuropa. Als Jugendliche lernen sie sich im US-amerikanischen Cleveland kennen. Es folgen frühe Rückschläge mit ‚Superman‘, Liebe, Intrigen, Erfolg und Nachahmungen: Im Sog von ‚Superman‘ entstehen zahlreiche Superhelden wie Batman. Leider lässt Voloj Namen und Nebenfiguren teils ohne Erklärung aufblitzen. Er übernimmt sich etwa dabei, auch unternehmerische, politische und gesellschaftliche Hintergründe zu schildern (…)“ • http://t1p.de/vwub

10.07.2018 • Dresdner Neueste Nachrichten:
DIE FRAU MIT DEN SCHMETTERLINGSFLÜGELN • Dimo Rieß über „German Calendar No December“ (avant) von Sylvia Ofili & Birgit Wehye: „(…) Weyhe arbeitet mit einer ganz eigenen, symbolkräftigen Bildsprache, immer wieder inspiriert von afrikanischen Motivwelten. Senior Elizabeth, die ihre Macht gegenüber den jungen Schülerinnen besonders skrupellos ausspielt, ringelt sich als riesige Schlange um Olivia. Maskenmotive, angelehnt an traditionelle Schnitzereien, verkörpern Stimmungen wie Wut. In Hamburg schließlich reduzieren die Kommilitonen Olivia auf die Rolle der Exotin – und Weyhe lässt ihr allegorisch Schmetterlingsflügel wachsen (…)“ • http://t1p.de/p3ca (kostenpflichtig)

Jetzt auch kostenlos im Netz verfügbar …

25.06.2018 • Der Tagesspiegel:
COMIC-HELD DER WOCHE: FLÜCHTIG WIE DER SOMMER • Barbara Buchholz über „Eine Schwester“ (Reprodukt) von Bastien Vivès: „(…) Bastien Vivès‘ erzählt diese Geschichte einer jugendlichen Entwicklung mit wunderbar leichter Hand und viel Liebe für seine Figuren, wie man es von ihm kennt. Leicht und elegant wirken auch die Zeichnungen, die sparsamen Striche sehen aus wie locker hingeworfen, sind mit zarten hellgrauen Flächen und weichen schwarzen Schatten unterlegt. Das wirkt insgesamt so flüchtig wie die intensive Sommerwoche, die Antoine mit Hélène durchlebt (…)“ • http://t1p.de/hxqk


NETZSCHAU

03.07.2018 • arthistoricum.net – Blog:
DER KÜNSTLER UND SEIN „KLEINER TEUFEL“ • Laura Glötter über die US-Serie „Chiaroscuro: The Private Lives of Leonardo da Vinci“ (DC/Vertigo): „(…) Die zehnteilige Comic-Miniseries (…) befasst sich ausführlich mit den Schattenseiten und Misserfolgen in Da Vincis Leben. Wie der Name schon verrät, zeigt das Comic einen privaten Da Vinci als zentralen Punkt der Geschichte, doch ist er nicht alleiniger Protagonist. Sein Lehrling Gian Giacomo Caprotti, von Leonardo liebevoll Salai (‚kleiner Teufel‘) genannt, nimmt nicht weniger Raum in dem Comic ein. Wie genau standen die beiden zueinander? Was geschah zwischen ihnen? Diese Fragen versucht das Comic ‚Chiaroscuro‘ mittels wiederkehrenden Leitmotiven zu beantworten (…)“ • http://t1p.de/ddfo

05.07.2018 • Comic Report Online:
BERICHT VON DER COMIC CON GERMANY 2018 • Thorsten Hanisch • „Die in Stuttgart veranstaltete Comic Con Germany hinterließ auch in der dritten Auflage zwiespältige Gefühle. Zwar wurde seit dem Start dazugelernt, und man darf im ‚Comic-Entwicklungsland‘ Deutschland weiterhin um jede Anlaufstelle froh sein, die Fans, Künstler und Verlage zusammenbringt, aber das Potenzial eines solchen Events wurde erneut bei weitem nicht ausgeschöpft, von einem nachhaltigen Synergie-Effekt für die Comicbranche ganz zu schweigen (…)“ • http://t1p.de/098k

06.07.2018 • Sumikai:
SPORT-MANGA: IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM EIN ZWEISCHNEIDIGES SCHWERT! • von Gina Dähmlow • „(…) Zwar besitzt Sport auch hierzulande eine große Bedeutung, Unterhaltungsmedien fokussierten jedoch den kommerzialisierten Sportmarkt wie Fußball, Formel 1 und Boxen. Allerdings gibt es im deutschsprachigen Raum ein verhältnismäßig kleines Manga- bzw. Comic-Lesepublikum, von dem sich eine kleine Gruppe für Sportthemen begeistert. Besser schneiden dagegen andere Genres wie Boys Love, Romance oder Action ab. Sich gezielt Lizenzen in diesen Bereichen anzueignen, erweist sich für die Manga-Verlage in den meisten Fällen nicht als verkehrte Entscheidung. Stattdessen bleibt bei einem Sport-Manga die Ungewissheit, ob die Kaufbereitschaft ausreicht, damit sich eine Lizenzierung im Endeffekt lohnt (…)“ • http://t1p.de/omt9

06.07.2018 • Spiegel Online:
SUPERHELD IM KULTURELLEN GRABENKAMPF – Neuer „Captain America“-Comic • Andreas Borcholte über US-„Captain America“ (Vol. IX) 1 (Marvel) von Ta-Nehisi Coates & Leinil Francis Yu: „(…) Coates ist nicht nur der erste afroamerikanische Autor, der sich am wohl weißesten und patriotischsten aller Superhelden versuchen darf, er übernimmt die symbolhafte, immer wieder umstrittene Figur zudem in politisch unsicheren Zeiten. Für Marvel ist das, mit Blick auf eine vorwiegend weiße und männliche Stammkundschaft, ein mutiger Schritt, denn Coates, Korrespondent beim Magazin ‚The Atlantic‘, ist eine der führenden Intellektuellen der linksliberalen Szene (…)“ • http://t1p.de/6ar3

07.07.2018 • Comicgate:
IKON • Gerrit Lungershausen über die bei avant erschienene Graphic Novel von Simon Schwartz: „(…) und wird prompt zur Adeligen: ‚Ich bin die Großfürstin Anastasia Nikolajewna Romanowa von Russland!‘ Sie erzählt, wie sie von Russland hierherkam, nur klaffen die Textboxen und bildlichen Darstellungen denkbar weit auseinander. Ihre ins Bild gesetzte Erinnerung und der Text, den sie anderen schildert, gehen soweit auseinander, dass wir rasch wissen: Hier stimmt etwas nicht. Grandios inszeniert Schwartz hier die Diskrepanz zwischen Wirklichkeit und Einbildung – oder Lüge, oder Selbsttäuschung. Es wird nicht klar, inwieweit die vermeintliche Anastasia glaubt, was sie erzählt – aber ist das überhaupt wichtig? (…)“ • http://t1p.de/hif1

07.07.2018 • Sumikai:
WER IST HIER FEMININER?! • Gina Dähmlow über den Manga „My Honey Boy“ 1 (Kazé) von Junko Ike: „(…) Junko Ikes ‚My Honey Boys‘ bietet ein erfrischendes Hauptpärchen bestehend aus einer burschikosen Protagonistin und einer männlichen Hauptfigur mit femininen Charakterzügen. Diese Kombination sorgt in der Handlung für reichlich Humor. Für ausreichend Knistermomente zwischen den beiden ist gleichermaßen gesorgt, wenngleich diese oftmals klischeehaft hervorgerufen werden. Auch entwickeln sich die Charaktere zumindest im Startband kaum und Junko Ike schenkte ihnen wenig Tiefe (…)“ • http://t1p.de/qxxo

09.07.2018 • Grober Unfug – Der Blog:
SKOTTIE YOUNG’S „I HATE FAIRYLAND“ MIT AKTUELLER #20 EINGESTELLT! • von Mike Hasse • „(…) Young schreibt von ‚einem neuen Projekt, das er schreiben und zeichnen wird‘, und von seiner Verpflichtung gegenüber Marvel (Disney), an deren ‚Deadpool‘ zu arbeiten, der jüngst angekündigten ‚Bully Wars‘ Serie, die bei Image Comics erscheinen wird und anderen (ungenannten) Projekten. Aus Zeitmangel könne er ‚I hate Fairyland‘ künftig nicht mehr forführen (…)“ • http://t1p.de/m8ba


COMIC-TIPP DES TAGES

Hier kann noch einmal nachgelesen werden, wie Belgien in das heutige Halbfinale gelangte …

SKETCH THE MATCH 2018: BRA 1 – 2 BEL • von Johannes „Beetlebum“ Kretzschmar • http://t1p.de/ycl4


CARTOON-TIPP DES TAGES

Aber leider geht es heute auch noch um ganz anderes …

„MASTERPLAN“ • von Klaus Stuttmann • http://t1p.de/3vbo