die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 11. Juli 2018.

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PRESSESCHAU

10.07.2018 • dpa-Meldung, u. a. Bonner General-Anzeiger:
COMIC-LEGENDE STAN LEE ZIEHT KLAGE ZURÜCK • „(…) Comicbuch-Legende Stan Lee (95) hat eine Milliarden-Klage gegen seine frühere Produktionsfirma zurückgezogen (…) Das Unternehmen POW! Entertainment, das Lee 2001 mitgründete, wurde im vergangenen Jahr von einer chinesischen Investmentgruppe erworben. Seine damaligen Geschäftspartner hätten dabei versucht, die Rechte an seinem Namen gegen seinen Willen zu verkaufen, hieß es im Mai in entsprechenden Gerichtsdokumenten (…)“ • http://t1p.de/m4br

11.07.2018 • Mitteldeutsche Zeitung, Halle (Saale):
DER GEZEICHNETE GÉRARD • Kai Agthe über „Gérard – Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ (Reprodukt) von Mathieu Sapin: „(…) So ruft Depardieu den Zeichner nur ‚Tim‘ (nach ‚Tim und Struppi‘), weil er der Meinung ist, sich den Namen Mathieu nicht merken zu können. Regelmäßig kommt Sapin ins Schwitzen, weil Depardieu ihn in peinliche Situationen manövriert oder der Zeichner sich für Gérard, der derb und unflätig sein kann, fremdschämt (…) Nach 160 Seiten ist klar: Mathieu Sapin kommt Depardieu mit dem Zeichenstift viel näher, als es eine Kamera je könnte“ • http://t1p.de/jkwx

11.07.2018 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
„ICH DENKE AN MEIN SPIEL, NICHT AN NEYMAR“ • Interview von Christoph Becker mit dem Zeichner Philip Waechter, dessen Fußball-Comic für Kinder „Toni. Und alles nur wegen Renato Flash“ im August bei Beltz erscheint • „(…) Wenn ich zeichne, dann denke ich an mein Spiel. An Fußball, wie ich ihn erlebt habe. Nicht an Neymar oder Thomas Müller. Das speist sich aus der Vergangenheit. Wenn ich einen einzelnen Fußballer zeichne, empfinde ich das kaum als Arbeit. Ich schaue mir eine Spielszene an, vielleicht, und zeichne drauflos. Und der Erste wird nichts, und der Zweite wird nichts, aber beim Fünften denke ich: Der ist jetzt so, wie ich ihn gerne habe (…)“ • http://t1p.de/xzoh (kostenpflichtig)

11.07.2018 • Fränkischer Tag, Bamberg:
KÖRNER MALT COMIC-GESCHICHTE • von Sarah Stieranka • „(…) Asterix, Lucky Luke, Garfield – jeder Comic-Fan kennt ihre Geschichten. Von 1975 bis 2000 erschienen sie im Comic-Magazin ‚Yps‘. Doch keine Serie war so langlebig wie ‚Yinni und Yan‘. In insgesamt 1235 Episoden und auf 8584 Seiten brachte Heinz Körner, ein Lichtenfelser Künstler, die Geschichte eines vierköpfigen Reporterteams aufs Blatt. ‚Es fing an, als ich zwei Jahre alt war. Ich habe daheim die Zimmertapeten bemalt“, erinnert sich der 78-Jährige. Fasziniert von den Geschichten Supermans begann Körner mit elf Jahren, erste Comics nachzuzeichnen – damals die Figur Mickey Maus. Doch ein Hobby sollte es nicht bleiben. Heinz Körner wandte sich nach seiner Ausbildung zum Werbekaufmann professionell den Comics zu. Anfang der 1960er-Jahre war dies aber noch ein verpönter Beruf (…)“ • http://t1p.de/6jn2

11.07.2018 • Nordbayerischen Kurier, Bayreuth:
SPEZIALAUFTRAG IN DER COMIC-WELT • von Thomas Scharnagl • „(…) Der Spirou-Park im Süden Frankreichs ist für die Kunstfelsenbauer von Kago & Hammerschmidt aus Wunsiedel-Schönbrunn eine echte Herausforderung. Hier soll nämlich nichts natürlich aussehen (…) Denn egal ob es sich um die kunterbunten Fassaden einer ganzen Ladenzeile, um einen geheimnisvollen Bücherladen oder um ein trutziges Gefängnis handelte – für all die Gebäude gab es Vorlagen, die Millionen von Menschen kennen. Und zwar aus den Comics mit Spirou als Helden (…) Für jedes Gebäude habe es vier, fünf Vorlagen aus den Comics gegeben, erzählt von Stuckrad (…)“ • http://t1p.de/v730

11.07.2018 • Frankenpost – Ausgabe Hof:
„PANZERKNACKER“ LASSEN TIEF BLICKEN • „(…) Kriminalpsychologin Lydia Benecke arbeitet mit Mördern, Vergewaltigern und Psychopathen. In Schwarzenbach analysiert sie die Persönlichkeit der Comic-Ganoven (…) Eine Persönlichkeitsanalyse der Panzerknacker hatte sie ohnehin in Arbeit – für den deutschen Donaldisten-Kongress. In Schwarzenbach [im Erika-Fuchs-Haus] bekam die Ergebnisse nun zum ersten Mal ein nicht-donaldistisches Publikum zu hören. Dabei arbeitet sich die Psychologin anhand der gängigen Klassifikationssysteme für medizinische Diagnosen durch verschiedene Comic-Ausschnitte, die die dissoziale Persönlichkeitsstörung der ‚Panzerknacker‘ deutlich zutage treten lassen (…)“ • http://t1p.de/o4l7 (kostenpflichtig)

11.07.2018 • Luzerner Zeitung:
ERLEBNISTOURISMUS ENTLANG DER FLÜCHTLINGSROUTE • von Julia Stephan „(…) Das seit 2010 in kleiner Auflage erscheinende Luzerner Comicmagazin Ampel findet auf die Auswüchse unserer Zeit seine eigene Antwort. Um keine beissende Satire verlegen, macht es in Ausgabe 17 aus den Migrationsbewegungen nach Europa eine bitterböse Reality-Show à la Dschungelcamp. Unter einem mehr auf Lifestyle-Themen als auf Weltpolitik abonnierten, in seiner Coolness zum emotionalen Eisblock erstarrten Moderatoren frönen die Kandidaten in ‚Borderline. Die ultimative Flüchtlingsshow‘ dem Erlebnistourismus entlang der Flüchtlingsrouten (…)“ • http://t1p.de/3tcn


NETZSCHAU

10.07.2018 • Titel Kulturmagazin:
SUPERMANS ARME VÄTER • Andreas Alt über „Joe Shuster – Vater der Superhelden“ (Carlsen) von Julian Voloj & Thomas Campi: „(…) Einerseits ist die zurückhaltende Darstellungsform angenehm. Die Grafik mit den dominierenden warmen Brauntönen in Aquarelltechnik lässt die Welt Mitte des 20. Jahrhunderts ziemlich authentisch erscheinen. Andererseits wirkt das Werk beinahe wie eine Pflichtübung. Da wird eine Geschichte erzählt, die nicht mehr unbekannt ist. Sie ist auch schon ausgedeutet: Seit der Zeit von ‚Superman – Der Film‘ besteht in der comicinteressierten Öffentlichkeit Einigkeit darüber, dass Siegel und Shuster von DC übel über den Tisch gezogen wurden (…)“ • http://t1p.de/x99y

11.07.2018 • Comic.de:
„DER WANDEL WIRD VON DEN FRAUEN AUSGEHEN“ • von der Edition Moderne bereitgestelltes Presse-Interview mit Mana Neyestani („Die Spinne von Maschhad“) • „(…) ich zeichne politische Karikaturen für Magazine und Websiten aus dem iranisch-oppositionellen Umfeld, die ihre Redaktionen in den verschiedensten Ländern haben. Hin und wieder arbeite ich auch für nicht-iranische Medien. Und einen Teil meiner Arbeitstage opfere ich auch dem Comic – ich habe in Frankreich inzwischen mehrere Graphic Novels veröffentlicht. Meistens arbeite ich parallel an einzelnen politischen Cartoons und langwierigen Comic-Projekten (…)“ • http://t1p.de/s7ki

11.07.2018 • die zukunft:
AM LIEBSTEN MAG ICH MONSTER – Das außergewöhnliche Comic-Debüt von Emil Ferris • Christian Endres über „Am liebsten mag ich Monster“ (Panini) von Emil Ferris: „(…) Ferris, die durch das West-Nil-Fieber zeitweise gelähmt war und noch immer unter den Folgen der Krankheit zu leiden hat, legt mit ‚My Favorite Thing is Monster’ – so der Original-Titel – einen wahrhaftigen Comic-Roman vor. Ihre dichten Seiten voller Schraffuren, Details, Text und Überraschungen sind anders als alles, was der Comic-Markt derzeit sonst so zu bieten hat, und sowohl eine Herausforderung als auch ein Erlebnis (…)“ • http://t1p.de/4jme

11.07.2018 • Comicleser:
BUG, Band 1 • Bernd Weigand über das bei Carlsen erschienene Album von Enki Bilal: „(…) All diese Zukunftsvisionen, die der Leser für sich bewerten kann, muss oder soll (Bilal beschränkt sich auf das Zeigen und Präsentieren, vieles davon schon fast im Reportage-Stil) sind als ein typisches Bilal-Werk verpackt (…) Die optische Präsentation erfolgt auch ganz Bilal-typisch in breiten, großen Panels und dunklen, grauen Farben, geprägt von den charakteristischen Gesichtern mit den hohen Wangenknochen. Wobei die Story, bei der diverse Episoden offenbar in Sackgassen münden, immer etwas statisch erzählt wird, mit Personen, die eine seltsame stoische Ruhe ausstrahlen. Somit gilt auch beim neuen Bilal wieder: nicht einfach, leicht verstörend, aber stets faszinierend“ • http://t1p.de/89zm

11.07.2018 • Splashcomics:
AZRAYEN‘ • Bernd Hinrichs über den bei comicplus+ erschienenen Band von Frank Giroud & Lax: „(…) Giroud unterstreicht mit ‚Azrayen“ wieder einmal seinen Ruf als exzellenter Szenarist. Er entwirft einen Plot, der für so komplizierte Hintergründe, wie den Algerien-Krieg, keine einfachen Antworten liefert. Giroud stellt sich in seiner Erzählung auf keine Seite. Seine Sympathien gehören weder den Kolonialherren, noch den Nationalisten. Genau das zeichnet die Geschichte von Giroud aus. Er versucht keine Wertung abzugeben. Wenn überhaupt, so liegen seine Sympathien bei den einfachen Menschen Algeriens, bei der Landbevölkerung, die sowohl unter dem Freiheitskampf des eigenen Volkes, als auch unter der unerbittlichen Hand der Kolonialisten leiden (…)“ • http://t1p.de/ggl0


COMIC-TIPP DES TAGES

GLÜCKSKIND: Eine Überlebenstechnik • von Flix • http://t1p.de/agos


CARTOON-TIPP DES TAGES

URTEIL IM NSU-PROZESS • von Harm Bengen • http://t1p.de/l1dt