die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 27. Juli 2018, u. a. mit ersten Beiträgen zu Flix‘ „Spirou in Berlin“, der gerade in den Läden aufschlägt.


TV • RADIO

27.07.2018 • ZDF:
BARES FÜR RARES • u. a. wurde ein Simpsons-Konvolut versteigert. Das Autogramm von Matt Groening auf dem Geldschein stammt aufgrund der schriftlichen Anmerkungen von der „Comic Con International“ in San Diego. Die Bill Morrison-Unterschrift befindet sich auf der deutschen Ausgabe eines Simpsons-Hefts vom 15. Januar 1998 • http://t1p.de/2wli (Simpsons-Abschnitt ca. ab der 40. min.)

28.07.2018 • KiKA – Timster:
145. ALLES WIRD BUCH • Unter dem Motto „Alles wird Buch“ stellt Tim ganz besonderen Lesestoff vor. Etwa aus Buch wird Comic: Das bekannteste Krimi-Trio der Welt „Die drei ???“ gibt es jetzt auch gezeichnet. Dazu äußert sich der Zeichner Christopher Tauber  • http://t1p.de/2xqy


PRESSESCHAU

27.07.2018 • Saarbrücker Zeitung:
GALLISCHER KLASSIKER AUS DEUTSCHER FEDER • Tobias Kessler über „Spirou in Berlin“ (Carlsen) von Flix: „(…) hier war nun Hoheitswissen gefragt, denn die ‚Spirou‘-Welt ‚ist ein Universum mit viel Vergangenheit und festen Charakteren‘, die man nicht einfach so verändern könne. ‚Aber das Ganze ist nicht so hermetisch, dass man nichts Neues erfinden könnte’ – etwa die Figuren in Berlin, die Friedensgruppe im Visier der Stasi, sozusagen die deutsche Seite der Geschichte. Die hat Flix für Kenner mit kleinen Verweisen auf deutsche Comicfiguren angereichert (ohne damit von der Geschichte abzulenken): im Berliner Westen Didi & Stulle und der ‚kleene Punker‘, im Osten Ritter Runkel und die Abrafaxe (…)“ • http://t1p.de/vruo

27.07.2018 • Der Tagesspiegel:
SIE VERLASSEN JETZT DEN FRANKOBELGISCHEN SEKTOR • Lars von Törne über das Entstehen des Albums „Spirou in Berlin“ (Carlsen) von Flix • „(…) Wie Flix es schafft, Sequenzen zur wirtschaftlich-politischen Krise der DDR und brutale Szenen aus einem Stasi-Gefängnis, in dem Fantasio vorübergehend landet, mit Slapstick, Humor und spektakulären Action-Sequenzen zu einem großen Ganzen zu verknüpfen, das ist höchste Comic-Kunst. Zudem ist Flix’ Stil erzählerisch wie zeichnerisch hier noch dichter als sonst, sodass man viele Details erst beim zweiten oder dritten Lesen entdeckt (…)“ • https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

27.07.2018 • Der Tagesspiegel:
AUS DEM LEBEN GEGRIFFEN • Lars von Törne über das Albums „Spirou und Fantasio Spezial (25): Sein Name war Ptirou“ (Carlsen) von Yves Sente & Laurent Verron: „(…) Ihre Erzählung besticht durch dynamische, teils skizzenhafte Zeichnungen und einen dramatischen Plot mit Herz und bemerkenswert viel Sozialrealismus“ • https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

27.07.2018 • Der Tagesspiegel:
DRUCKFRISCH • Kurzbesprechungen von Neuerscheinungen:
• Moritz Honert über „Die Spinne von Maschhad“ (Edition Moderne) von Mana Neyestani: „(…) fiktionalisiert der im Exil lebende Autor immer wieder in schroff schraffierten Bildern Szenen, etwa aus dem Leben der drogensüchtigen Opfer, was Einblicke in selten gezeigte Bereiche der extrem widersprüchlichen iranischen Gesellschaft gewährt (…)“
• Silke Merten über „Erinnerung an die ewige Gegenwart“ (Schreiber & Leser) von Benoît Peeters & François Schuiten: „(…) neue Folge ihrer Serie ‚Die geheimnisvollen Städte‘, eine Dystopie in Pastelltönen und großformatigen Tableaus. So schön sah das Ende der Welt noch nie aus.“
• Kai Müller über „One Two Three Four – Ramones“ (Knesebeck) von Xavier Bétaucourt, Bruno Cadène & Eric Cartier: „(…) Es ist nicht der erste Comic über die Punkrock-Pioniere aus New York, aber der erste, der sie nicht als Witzfiguren darstellt, als übellaunige Anti-Beatles mit Lederjacken und aufgerissenen Jeans (…)“
• Sabine Scholz über die Manga-Serie „Das Liberi-Projekt“ (Carlsen) von Kim Liersch alias Tamasaburo: „(…) Die im ersten Teil des fantastischen Abenteuer-Mangas (…) angedeuteten Geheimnisse lüftet die deutsche Zeichnerin (…) im zweiten von drei dynamischen Bänden nicht. Reizvoll, aber der letzte Teil muss Antworten liefern (…)“
• Ute Friederich über „In meiner Erinnerung war mehr Streichorchester“ (Edition Büchergilde) von Julia Hoße: „(…) ein grafischer Essay in sechs Kapiteln. Neben Kindheitserinnerungen verarbeitet sie darin auch Geschichten ihrer Mutter und Großmutter. Für jede Episode findet sie einen eigenen Stil, der reflektiert, dass manche Erinnerungen von anderen überliefert oder die eigenen Erinnerungen womöglich verklärt sind (…)“
https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

27.07.2018 • Allgemeine Zeitung, Mainz:
LOCKRUF DER ENTE • Michael Jacobs interviewte den Kurator Eduard Sebald zum Abschluss der Ausstellung „Mickey, Donald & Friends“ (Landesmuseum, Mainz, bis 29.07.2018) • „(…) Grundsätzlich hat das Landesmuseum einen sehr schönen und wertvollen, Anfang der 1990er erworbenen Bestand an Carl-Barks-Zeichnungen. Insgesamt 43 Blatt, von denen nur ein ganz kleiner Teil gezeigt wurde. Meine Intention ist es, unsere grafische Sammlung weiter auch in Richtung Comics auszubauen. Es wird gewiss künftig auch wieder eine Ausstellung mit Bildergeschichten, Cartoons, Karikaturen oder Comics geben. Ob das jetzt Wilhelm Busch ist oder ein anderer Künstler. Wir bleiben an dem Thema dran (…)“ • http://t1p.de/r8yo

28.07.2018 • Die Welt – Die Literarische Welt:
UND: ACTION • Ein Besuch im Atelier von Flix von Wieland Freund • „(…) Aber natürlich ist ‚Spirou‘ vor allem harte Arbeit gewesen – „sieben Monate wie auf einem anderen Planeten‘, sagt Flix und holt aus der winzigen Küche eine Mülltüte voller zerknüllter Entwürfe. ‚Bei Franquin hat jede Geste, jeder Schritt eine unglaubliche Dynamik‘, sagt er. ‚Als ob die Körper aus Gummi wären. Ich habe lange versucht, das nachzumachen – bis mir klar geworden ist, dass das bei Franquin aus dem Pinselstrich kommt. Was ich mit Finelinern versucht habe, macht er mit dem Pinsel.‘ Pinsel liegen in Flix‘ Studio nicht. Er sei, sagt er, ‚gnadenlos daran gescheitert’ (…)“ • http://t1p.de/qutf (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Welt.de)

28.07.2018 • taz.die tageszeitung:
„ICH WOLLTE KEINE OSTALGIE“ • Christoph Haas im Gespräch mit Flix über „Spirou in Berlin“ • „(…) Ich wollte keinen witzig-ostalgischen Retrostaat zeigen. Ich wollte die Ambivalenz zwischen dem deutlich machen, was die DDR sein wollte, und dem, was sie wirklich war. Da sollte es für Spirou und Fantasio auch wirklich bedrohlich werden. Man sollte beim Lesen die Sorge haben: Kommen die da wieder heil heraus? Denn das war in Bezug auf die DDR ja ein großes Thema: das Hinein- und das Hinauskommen. Beim Schreiben und Zeichnen habe ich gedacht: James Bond trifft ‚Das Leben der Anderen’ – das ist die Mischung, die ich bei diesem Comic schaffen will (…)“ • http://t1p.de/dm4j

28.07.2018 • Süddeutsche Zeitung – Großformat:
ELFENWERKSTATT – Nach den „Simpsons“ und „Futurama“ hat Matt Groening eine neue Serie geschaffen, die „Disenchantment“ heißt • von Karoline Meta Beisel • „(…) Die neue, dritte Animationsserie von ‚Simpsons‘-Erfinder Matt Groening spielt zwar in einer recht klassischen Fantasywelt, die von machthungrigen Königen, Orks und anderen Fabelwesen bevölkert wird. Aber die Hauptfigur, eine Prinzessin namens Bean, hat partout keine Lust, den für sie auserkorenen Prinzen zu heiraten, trinkt zu viel Alkohol und verhält sich auch sonst wenig prinzessinnenhaft. Lieber bringt sie sich und ihre Freunde in Schwierigkeiten. Ihre Freunde, das sind ihr persönlicher Dämon Luci und die Figur, die Groening für dieses Großformat ausgesucht hat: Elfo, der Elf (…)“ • http://t1p.de/wu54 (online allerdings ohne die Illustrationen)


NETZSCHAU

22.07.2018 • Comic Report Online:
FRISCH GELESEN FOLGE 83: Ein Liebesbrief an New York • Matthias Hofmann über die bei Rowohlt erschienene Graphic Novel von Roz Chast: „(…) sie schafft es mit fitzeliger Beobachtungsgabe und feinstem Gespür – sowohl für Kurioses als auch Wahrhaftiges – ein Bild von New York zu zeichnen, welches die tief verwurzelte Begeisterung für diesen Punkt auf der Weltkarte nachvollziehbar macht (…) Ihr kritzeliger Markenzeichen-Stil dürfte auf den ersten Blick für einige Augen gewöhnungsbedürftig sein, aber er wird mit jeder Seite vertrauter und sympathischer. Und erscheint passender als man anfangs dachte (…)“ • http://t1p.de/b2yf

24.07.2018 • Comicleser:
LEICHTE BEUTE • Bernd Weigand über die bei Carlsen erschienene Graphic Novel von Miguelanxo Prado: „(…) In seiner neuen Graphic Novel beschäftigt sich Miguelanxo Prado mit der spanischen Finanzkrise und deren Auswirkungen auf den ‚kleinen Mann‘. Zumindest indirekt. Im Vordergrund steht die eingangs geschilderte Krimi-Geschichte. Die ist zweigeteilt. Zuerst passieren die Morde, bzw. die seltsamen Todesfälle, und Tabares und Sotillo versuchen erst ein Schema, dann eine Verbindung zwischen den Taten zu finden. Dann beginnt im zweiten Part die Ermittlungs- und Aufklärungs-Arbeit, die nach einigen Sackgassen recht schnell zu Ergebnissen führt, welche anfangs hinsichtlich der Täterschaft (…) überraschen, sich danach aber auf die Motive und die Rekonstruktionen der Tathergänge konzentriert. Das nimmt der eigentlichen Krimi-Handlung etwas Wind aus den Segeln (…)“ • http://t1p.de/v2zg

25.07.2018 • Titel Kulturmagazin:
„… TAGARBEITER, KEIN NACHTARBEITER“ • Christian Neubert interviewte Flix zu seinem Album „Spirou in Berlin“ (Carlsen) • „(…) In letzter Zeit hatte ich eine umfangreiche Arbeitsphase, was in diesem Fall natürlich am Spirou-Band gelegen hat, den ich machen darf. Je mehr ich mich in so einer Phase reinhänge, desto rhythmischer und durchgetakteter werden meine Tage. Ich halte da durchaus starre Arbeitszeiten ein, wie man sie in einem geregelten Angestelltenverhältnis hat. Dazu kommt: Ich bin Tagarbeiter, kein Nachtarbeiter. Dass ich mich nach dem Abendessen noch mal zum Zeichnen hinsetze, kommt ganz selten vor, da muss dann schon hoher Druck herrschen (…)“ • http://t1p.de/3ov9

25.07.2018 • LiteraTopia:
BATMAN – DER DUNKLE PRINZ Bd. 2 • Markus Drevermann über den bei Panini erschienenen Band von Enrico Marini: „(…) Enrico Marini verlässt sich zu einem guten Teil auf die Kraft seiner Bilder, und dies kann er getrost tun. Sie sind kraftvoll, dynamisch und kreativ in Perspektive und Bildausschnitt. Dazu noch von einer Qualität, die so sonst nicht bei Superhelden zu finden ist. Seine Zeichnungen sind nach wie vor phänomenal und seine Interpretation des Jokers ist eine der Besten seit längerer Zeit. Dazu legt er viel Wert auf Details bei der Gestaltung der Figuren und so ist jedes Bild durchkomponiert und stimmig, damit es die Geschichte perfekt unterstützen kann (…)“ • http://t1p.de/pemg

26.07.2018 • Comicgate:
CHIISAKOBEE – DIE KLEINE NACHBARSCHAFT 1 und 2 • Christian Muschweck über die bei Carlsen erscheinende Manga-Serie von Minetaro Mochizuki: „(…) Aus der Rahmenerzählung – introvertierter Bücherwurm wird mit dem wahren Leben konfrontiert – hätte sich ohne Weiteres auch eine Feel-good-Komödie erzählen lassen. Chiisakobee dagegen bietet ein persönliches Drama der leisen Töne. In jeder Szene schwingt die innere Unruhe der Figuren mit, bereits kleine Gefühlsäußerungen und Gesten transportieren Gewicht und Spannung (…)“ • http://t1p.de/uj21

27.07.2018 • Sträter Bender Streberg:
STRÄTER BENDER STREBERG – DER PODCAST: Folge 49 • Video-Podcast aus dem Bochumer „Little Nemo“-Comicladen mit Torsten Sträter, Hennes Bender und Gerry Streberg • Besprochen werden unter anderem die neuesten Comic-Con-Trailers, die heißesten Sommer-Action-Blockbuster wie Mission: „Impossible Fallout“ und „Antman and the Wasp“ aber auch die unschöne Neuigkeiten wie den Guardians-Rauswurf von James Gunn • http://t1p.de/s1za

28.07.2018 • Start & Select:
FOLGE 010: SPIROU IN BERLIN – DER COMIC-PODCAST • Die Moderatoren Gronkh und Onkel Jo im Gespräch mit Flix und Marvin Clifford anlässlich des Erscheinens von „Spirou in Berlin“ • „(…) Ach ja, der Podcast, da war ja noch etwas. Er dreht sich wie gesagt um den neuen Spirou-Band. Spirou und Fantasio ist eine frankobelgische Comic-Serie, die einst der Zeichner André Franquin (Gaston) bekannt gemacht hat. Dort tauchte auch erstmals das Marsupilami auf, jenes Tier mit dem wohl beeindruckendsten Schwanz der Comicwelt. Da kann jede Schwanzparade einpacken (…)“ • http://t1p.de/0tda

28.07.2018 • Splashcomics:
EIN HERZ FÜR EVE • Christel Scheja über den bei Tokyopop erschienenen Manga-Band von Atsuko Yakushjii: „(…) Natürlich ist die Handlung nicht so tiefschürfend, das wirkliche Probleme behandelt werden, sondern wirkt eher wie ein großer Spaß, der vor allem sehr jungen Leserinnen gefallen dürfte, die nichts gegen ein wenig Magie in ihren Liebesgeschichten haben, wenn es dadurch nur ein Happy End gibt. Ein Herz für Eve ist so niedlich wie der Titel verrät und bietet eine warmherzige kleine Romanze mit sehr viel Humor und ein paar netten Gedanken zum Erwachsenwerden, die vermutlich vor allem die Leserinnen berühren, die im gleichen Alter wie die Heldin sind“ • http://t1p.de/105n


COMIC-TIPP DES TAGES

IS LIEB?: EIN JAHR LANG SPASS • von Eylou • http://t1p.de/7w9c


CARTOON-TIPP DES TAGES

REGENANBETER • von Heiko Sakurei • http://t1p.de/03gq