die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 1. August 2018.


TV • RADIO

01.08.2018 • DLF Kultur – Kompressor:
DROGEN UND PROSTITUTION IN DER HEILIGSTEN STADT IRANS • Moderatorin Shanli Anwar im Gespräch mit Mana Neyestani, dem Zeichner von „Die Spinne von Mashhad“ (Editon Moderne) • „(…) Für Außenstehende sei das schwierig zu erklären, sagt Mana Neyestani. ‚Der Iran ist ein paradoxes Land, es ist auf der einen Seite sehr religiös, dann gibt es moderne Strömungen und diese Unterschiede prallen aufeinander in diesem Land.‘ Man müsse berücksichtigen, dass die Armut im Iran und die Ungerechtigkeit in der Gesellschaft groß seien. Aus dieser Armut resultierten Drogenkonsum und Prostitution. Drogen würden auch als Mittel benutzt, um die eigene Lebenslage zu vergessen (…)“ • http://t1p.de/tmgu (Audio-Version online bis 07.02.2019)


PRESSESCHAU

01.08.2018 • Süddeutsche Zeitung:
DUFT DER PARALLELWELT • Thomas von Steinaecker über die von Isabel Kreitz herausgebene Reihe „Die Unheimlichen“ (Carlsen): „(…) In puncto Originalität und Anspruch hebt sich also Lukas Jüligers ‚Berenice‘ deutlich von den Beiträgen von Isabel Kreitz‘ und Nicolas Mahlers ab. Es wäre aber ungerecht, deshalb von einem schlechten Start der Reihe zu sprechen. Sie entfaltet ihren vollen Reiz erst, wenn man sie in ihrer Gesamtheit betrachtet. Dann verwandelt sie sich in ein Panorama des Unheimlichen, vom Humorigen bis hin zum Grausigen, und in eine kleine Geisterbahnfahrt durch den zeitgenössischen deutschsprachigen Comic (…)“ • http://t1p.de/1mw7

01.08.2018 • Süddeutsche Zeitung – Regionalteile:
GUT BETÜTET • Ricarda Hillermann porträtiert Dominik Wendland anlässlich des Erscheinens von „Tüti“ (Jaja Verlag) • „(…) Plastik findet allerlei Verwendung, ob in Kosmetikprodukten, in Bekleidung oder eben als Verpackungsmaterial. Dass es mehr kann, als nur Produkt zu sein, zeigt Wendlands Protagonistin, die wie ein Gespenst über die Seiten, von einer Situation in die nächste fliegt. Die Tüte, mit klarem Strich ohne überflüssiges Beiwerk gezeichnet, ist ein charakterloser Charakter. „Sie ist ein Charakter, der nichts von sich selbst mitbringt, sondern von den Situationen und Personen um sich bespielt wird“, sagt Wendland (…)“ • http://t1p.de/c0c9

01.08.2018 • DuMont Hauptstadtredaktion, u. a. in der Frankfurter Rundschau:
DIE LETZTEN TAGE DER DDR-ZEIT • Christian Schlüter über „Spirou in Berlin“ (Carlsen) von Flix: „(…) Richtig in Fahrt kommt sie deswegen erst, als Flix zum genretypischen Irrwitz zurückfindet: einer supergeheimen Riesenmaschine zur Herstellung von – Diamanten. Richtig, man hatte es schon vergessen, um Diamanten ging es anfänglich ja. Endlich, nach gut 30 Seiten der etwas entbehrungsreich geratenen ideologiekritischen Pflicht herrscht wieder das Fantastische. Der entführte Graf muss befreit werden, dressierte Affen kämpfen Marsupilami-haft (‚A-huga haga-hu‘) gegen Mielkes Truppen, in der Kugel des Fernsehturms folgt eine wilde Schießerei. Solche Sachen halt, herrlich bescheuerte Lockerungsübungen (…)“ • http://t1p.de/t65g

01.08.2018 • Berliner Kurier:
ALLE MAL ÜBER DIE STASI LACHEN! • Christian Gehrke stellt Flix und sein „Spirou in Berlin“-Album vord • „(…) Görmann verrät, warum er ausgerechnet die Wendezeit verarbeitet hat: ‚Wenn andere Comics in Berlin spielen, dient die Hauptstadt nur als Kulisse. Man sieht mal das Brandenburger Tor oder den Fernsehturm – mehr nicht. Ich wollte mehr erzählen. Die Wendezeit in Ost-Berlin hat ganz Europa bewegt, das wissen auch die Leser in Belgien und Frankreich.‘ Der 41-Jährige, der sich auch ‚Flix‘ nennt, meint: ‚In der DDR war manches für die Menschen angenehm. Für andere war das Leben bedrückend. Das versuche ich zu erzählen.’ (…)“ • http://t1p.de/w2gf

01.08.2018 • Südwest Presse, Ulm, sowie Kopfblätter:
ABENTEUER IN TRABI-LAND • Claudia Reicherter über „Spirou in Berlin“ (Carlsen) von Flix: „(…) Die DDR erweist sich als ‚gar nicht so grau wie alle immer meinen‘, bietet aber von Stasi-Willkür über Mangelwirtschaft, Einheitsbrei und Trabis auch ‚reale Angst‘. Dazu Widerständler mit Anstand, Moral und dressierten Affen, die das ‚Wunder der deutschen Geschichte‘ voranbringen. Und einen seltenen Pilz in Hammer-und-Sichel-Form. Anspielungen auf klassische Folgen mischt Flix souverän mit seinem eigenen Stil, expressivem Lettering und experimentellem Seitenlayout (…)“ • http://t1p.de/ornw

01.08.2018 • Kölner Stadt-Anzeiger:
DIE ARBEIT DER FRAU • Martin Oehlen über „Spring“ 15 (mairisch) von diversen Künstlerinnen: „(…) und nun eben um die Arbeit im Allgemeinen und die der Frauen im Besonderen. Dreizehn Frauen haben sich an die Arbeit gemacht, darunter auch Katrin Stangl aus Köln. Die Bilder und Texte sind ein buntes, kritisches, witziges, bissiges und lehrreiches Kompendium (…)“ • http://t1p.de/n8fa (kostenpflichtig)

01.08.2018 • Rheinische Post, Düsseldorf:
ANDREAS „LUMPI“ LAMBERTZ WIRD ZUM MANGA-HELDEN • von mjo • „(…) Vor Jahren ist er für Fortuna im Comic ‚Lamberix und das goldene Tor‘ aufgetaucht. Jetzt nach seiner Rückkehr zu Fortuna wird Andreas ‚Lumpi‘ Lambertz für seine große fußballerische Liebe auch zum Manga-Helden. Im neuen Merchandising-Katalog überrascht der Fußball-Aufsteiger in die Bundesliga mit einem Comic im Stil der typisch japanischen Geschichten (…)“ • http://t1p.de/jqyg


NETZSCHAU

28.07.2018 • die zukunft:
RIESENTÖTERIN AUF DER FLUCHT • Christian Endres über die Graphic Novel „I Kill Giants“ (Splitter) von Joe Kelly & Ken Niimura sowie sie Verfilmung: „(…) Kelly macht Barbara auf wenigen Seiten zu einer schrulligen, liebenswerten Geek-Außenseiterin, die sich überraschenderweise nie duckt und sogar eine scharfe Zunge hat – Barbara denkt gar nicht an Vermeidung oder Anpassung. Durch die Sympathie, die man für sie empfindet, ist ‚I Kill Giants‘ in jedem Moment eine enorm mitreißende und rührende Geschichte. Überdies versteht es Kelly, mit dem der Möglichkeit des Comics zu spielen, wo sich Metaphern, Realität und Eskapismus auf der Seite problemlos überlagern (…)“ • http://t1p.de/mha2

30.07.2018 • faz.net – Comic-Blog:
SCHULMÄDCHENREPORT DER ANSPRUCHSVOLLEREN ART • Andreas Platthaus über die Graphic Novel „German Calendar No December“ (avant) von Sylvia Ofili & Birgit Weyhe: „(…) Wieder wird eine afrikanisch-deutsche Migrationsgeschichte geboten. Sie ist nur leider ungleich weniger brisant als die von ‚Mad Germanes‘. Zudem fragt man sich, was die ersten mehr als hundert Seiten (und damit mehr als die Hälfte des Buches) mit Olivias Internatsgeschichte sollen. Selbstverständlich ist es interessant, etwas über die bösartigen Machtspielchen unter Schülerinnen in einem nigerianischen Mädcheninternat zu lesen, aber bis Olivia dort ankommt, wird eine Spannung aufgebaut, die in einer Sequenz über das sorgsame Packen ihres Koffers mit der Schulausrüstung kulminiert (…)“ • http://t1p.de/hu5k

31.07.2018 • Tagesspiegel Online:
MIT VOLLGAS IN DIE VERGANGENHEIT • Christian Endres über „Werner 13: Wat Nu!?“ von Brösel: „(…) Die Comics waren schon früher nicht nur plattdeutsch, sondern auch humortechnisch ziemlich platt. Darüber hinaus erzählt der Titelheld rund 40 Jahre nach seinem Debüt den Kids der Generation Smartphone, wie in seiner Jugend gerast wurde, und macht ein neues Rennen mit Kneipier Holgi klar. Denn das ist der eigentliche Zweck dieses neuen Werner-Comics: Er liefert die fiktionalisierte Vorgeschichte zur Neuauflage des realen Rennens von 1988, als Brösel auf einem Flugplatz zwischen Hamburg und Kiel mit dem selbstgebauten Motorrad Red-Porsche-Killer gegen Holgi im 911S antrat (…)“ • http://t1p.de/ihlp

01.08.2018 • Comicleser:
SPIROU UND FANTASIO SPEZIAL, Band 25 • Bernd Weigand über das bei Carlsen erschienene Album von Yves Sente & Laurent Verron: „(…) Was hat diese Geschichte nun mit Spirou zu tun? Nichts und alles. Hier vermischen Autor Yves Sente (u. a. ‚Blake und Mortimer‘, ‚XIII‘) und Zeichner Laurent Verron, der als Erbe von Jean Roba den Klassiker ‚Boule & Bill‘ schreibt und zeichnet, geschickt Fiktion und reale Geschehnisse zu einer Art Spirou-Prequel mit Meta-Faktor. Denn der Steward, der die Schiffsjungen unter seinen Fittichen hat und der hier eine Nebenrolle spielt, heißt Robert Velter und sollte als Rob-Vel 1938, neun Jahre nach den hier geschilderten Ereignissen, eine der berühmtesten Figuren der franko-belgischen Comic-Historie erfinden: Spirou (…)“ • http://t1p.de/laqd

01.08.2018 • Splashcomics:
SPIROU UND FANTASIO SPEZIAL 25 • Bernd Hinrichs über das bei Carlsen erschienene Album von Yves Sente & Laurent Verron: „(…) Seine Protagonisten kommen überzeugend rüber. Dies ist auch wesentlich dafür verantwortlich, dass das ganze Szenario stimmig ist. Er charakterisiert sie bildlich und ehrlich. Wenn es einmal tatsächlich ein reales Vorbild für Spirou gegeben hat, so könnte dies niemand anderes sein, als Ptirou. Das Artwork von Verron tut sein Übriges dazu. Seine Bilder passen vor allem zur Handlungszeit. Sein Strick vor allem in größeren Totalen hat etwas von Kreidezeichnungen – aber sehr fein. Der Betrachter fühlt sich an Zeitungsdrucke aus den Frühtagen der Comics als Massenmedium erinnert (…)“ • http://t1p.de/w1d0


COMIC-TIPP DES TAGES

RICHERTS COMICS FÜR DEN GEHOBENEN PÖBEL: Sommer-Spezial • von Hannes Richert • http://t1p.de/bjb5


CARTOON-TIPP DES TAGES

HANDYVERBOT • von Klaus Stuttmann • http://t1p.de/ty5m