die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 21. August 2018 mit besonders vielen Presse-Links, die in den letzten Tagen aufgelaufen sind.


TV • RADIO

16.08.2018 • DLF – Corso:
SIMPSONS TREFFEN AUF GAME OF THRONES • Julian Ignatowitsch über Matt Groenings neue Zeichentrickserie „Disenchantment“ (Netflix): „(…) Leider bietet die Serie dabei wenig Neues. Das Stilmittel der Überzeichnung nutzt sich schnell ab, wirklich witzig und grotesk wird es meist dann, wenn sich der Mittelalter-Sarkasmus mit aktuellen Bezügen vermischt, zum Beispiel wenn plötzlich eine feministische Räuberbande die Protagonisten überfällt. Zumindest in den ersten sieben Episoden sind solche Momente aber zu selten. Die Serie leidet dabei auch an zu viel Handlung, die der Komik im Weg steht (…)“ • http://t1p.de/wuxt (Audio-Version online bis 22.02.2019)

17.08.2018 • 3sat – Kulturzeit:
DIE KULTURZEIT-COMICBUCHTIPPS IM AUGUST 2018: Taten aus Liebe(swahn) • Besprechungen von Nicolette Feiler-Thull zu:
• „Eine Schwester“ (Reprodukt) von Bastien Vivès: „(…) Ein Urlaub mit den Eltern und dem kleinen Bruder Titi – für den 13-Jährigen Antoine noch völlig normal. Da taucht die 16-jährige Hélène am Urlaubsort auf. Sie ist hübsch und geheimnisvoll (…) eine sinnliche Annäherung an die Entdeckung der Liebe. Ein berührender Comic im minimalistischen Stil (…)“
• „Die Spinne von Maschhad“ (Edition Moderne) von Mana Neyestani: „(…) Der tiefgläubige Familienvater, genannt „die Spinne“ tötete vor 18 Jahren in der Pilgerstadt Maschhad, dem religiösen Heiligtum der Schiiten, mindestens 16 Prostitutierte (…) ‚Die Spinne von Maschhad‘ liefert einen erschreckenden Einblick in religiösen Fundamentalismus und was er aus ganz normalen Menschen machen kann: Monster (…)“
http://t1p.de/kwte

20.08.2018 • DLF Kultur – Kompressor:
KÜNSTLERISCHE HOMMAGE AN HORROR-COMICS • Thomas Groh über „Am liebsten mag ich Monster“ (Panini) von Emil Ferris: „(…) Horror? – Ja! Aber trashig ist ‚Am liebsten mag ich Monster‘ nicht geworden. Es geht nicht darum, Referenzen und Anspielungen für kundige Nerds unterzubringen. Ferris erzählt vielmehr eine dichte, anspruchsvolle Geschichte über Ausgegrenzt-Sein und Empathie, über das Erwachsenwerden in einer Welt, in der man vorn vorneherein der Ausgegrenzte ist: Karen entspringt einer halbmexikanischen Familie und entdeckt gerade ihre lesbische Neigung (…)“ • http://t1p.de/qa9w (Audio-Version online bis 26.02.2019)


PRESSESCHAU

16.08.2018 • dpa-Meldung, u. a. bei kn-online:
GERICHT LEHNT EILANTRAG GEGEN RENNEN AB – „Werner“ in Hartenholm • „(…) Die Anwohner hatten sich auf eine Verletzung der Beteiligungsrechte sowie auf eine Beeinträchtigung des Straßenverkehrs, des Umwelt- und des Brandschutzes gestützt. Eine Beeinträchtigung individueller Rechte sei jedoch nicht ersichtlich, entschied das Gericht nun aber. Wegen des Brandschutzrisikos sei eine Vielzahl an Feuerwehren einsatzbereit sowie mehrere Einsatzkräfte rund um die Uhr in drei Schichten vor Ort. Es steht aber noch die Entscheidung über einen weiteren Eilantrag bezüglich des Lärmschutzes aus (…)“ • http://t1p.de/dlg8

17.08.2018 • Frankfurter Rundschau:
STREIT MIT CARICATURA-CHEF ESKALIERT – Stadt lud Achim Frenz vor • von Claus-Jürgen Göpfert • „(…) Die FR hatte darüber berichtet, dass Frenz sich für die Selbstständigkeit des Museums einsetzt, das offiziell eine Abteilung des Historischen Museums ist. Auch hatte die FR geschrieben, dass der Etat der Caricatura seit ihrer Gründung 2008 um insgesamt 100.000 Euro abgeschmolzen worden sei. Dies führe dazu, dass das Museum kaum noch zu programmatischer Arbeit in der Lage sei. Der Direktor des Historischen Museums, Jan Gerchow, hatte diesen Vorwürfen stets widersprochen und sie als ‚absurd‘ bezeichnet. Tatsächlich sei die Caricatura in hohem Maße subventioniert worden. Bei der dienstrechtlichen Anhörung soll Gerchow Frenz vorgeworfen haben, dass er die Frankfurter Rundschau informiert und damit Dienstgeheimnisse preisgegeben habe (…)“ • http://t1p.de/21ol

17.08.2018 • Frankfurter Rundschau:
KEIN MAULKORB FÜR DEN CARICATURA-CHEF • Kommentar von Claus-Jürgen Göpfert • „(…) Nein, man muss das Plädoyer von Frenz für eine Selbstständigkeit der Caricatura nicht teilen – obwohl vieles dafür spricht. Man kann über die Einschätzung des Caricatura-Chefs streiten, sein Haus sei finanziell zugunsten des Historischen Museums geschwächt worden. Aber man kann diese Auseinandersetzung nicht dienstrechtlich regeln, wie Jan Gerchow, der Direktor des Historischen Museums, es jetzt versucht hat. Die Stadt sollte keinen Maulkorb austeilen und kein Sprechverbot verhängen (…)“ • http://t1p.de/9sqr

17.08.2018 • Süddeutsche Zeitung – Kinder- und Jugendmedien:
AMERICAN DREAM • Siggi Seuss über die Graphic Novel „Der Dschungel“ (Carlsen) von Kristina Gehrmann nach dem Roman von Upton Sinclairs: „(…) Kristina Gehrmann hält sich in ihrer Graphic Novel an die Chronologie der tragischen Ereignisse. Nur den Tod Onas blendet sie am Ende aus. Wie schon bei ‚Im Eisland‘ mögen sich die von farbigen Comics geprägten Leser wundern, wie schnell sie die digital bearbeiteten Schwarzweißbilder, denen man ihre Nähe zur Illustrationskunst der Mangas ansieht, ins Geschehen ziehen: ausdrucksstarke Gesichtszüge, trotz schlicht wirkender, aber präzis gesetzter Strichführung von großen Augen, Nase und Mund (…)“ • http://t1p.de/cozu

17.08.2018 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
DURCHBLICK IM NEBELMEER DER DEUTSCHEN GESCHICHTE • Andreas Platthaus über den Band „Heimat – Ein deutsches Familienalbum“ (Penguin) von Nora Krug: „(…) Die Arbeit daran hat sie sechs Jahre lang beschäftigt: zwei für die Recherche, zwei für die Geschichte, zwei für die Gestaltung. Sie selbst nennt das Buch mit einem in Amerika gängigen Begriff ‚graphic memoir‘, also gezeichnete Erinnerungen. Sie will nicht die Erwartung wecken, es handelte sich um eine Graphic Novel, einen Comic, denn das ist ‚Heimat‘ nicht: Vielmehr ist es ein ‚deutsches Familienalbum‘, wie der Untertitel lautet. Das fast dreihundert Seiten starke Buch erzählt in Text und Bild – und zwar weitaus mehr Text, als ein Comic haben würde – von Nora Krugs Familie im zwanzigsten Jahrhundert. Mit einem klaren Schwerpunkt auf der NS-Zeit (…)“ • http://t1p.de/31o8

17.08.2018 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
WITZEFLOHMARKT IM ENTZAUBERWALD • Axel Weidemann über Matt Groenings neue Zeichentrickserie „Disenchantment“ (Netflix): „(…) Bart Simpson aber ist jeder Serie in der einen oder andern Form erhalten geblieben: als chaotisch-diabolisches und dennoch stets liebenswertes Element; als das ewige Kind, das im Tun eines jeden Erwachsenen Quelle und Lösung aller Probleme ist und von einer Neugier angetrieben wird, die weder Tod noch Teufel scheut, wenn es denn dem eigenen Erkenntnisdrang dient – nun also als neunzehnjährige Prinzessin Bean (…)“ • http://t1p.de/z9af

17.08.2018 • Süddeutsche Zeitung:
BESTE BOHNE • Wolfgang Luef über Matt Groenings neue Zeichentrickserie „Disenchantment“ (Netflix): „(…) Dass dem Zuschauer der Atem wegbleibt, ist gewollt: Man wird überrollt von popkulturellen Referenzen, Anspielungen auf Filme, Serien, Computerspiele, man kann die abgefeuerten genretypischen Klischees kaum zählen. In einem Moment ist Disenchantment ein Coming-of-Age-Drama, dann plötzlich ein ziemlich brutaler Western, im nächsten Augenblick eine dämliche Romantic Comedy. Die besten Gags erwischen einen unvorbereitet, sie übernehmen den Plot aus dem Hintergrund (…)“ • http://t1p.de/tb4q

17.08.2018 • Der Tagesspiegel:
PLÖTZLICH PRINZESSIN • Till Frommann über Matt Groenings neue Zeichentrickserie „Disenchantment“ (Netflix): „(…) Den ersten Folgen sieht man die Freude der Macher an, dass Netflix ihnen einen größeren Spielraum gegeben hat: Hier Messer, die in die Augen eines Riesen gespießt werden, da eine Sexorgie mit, nun ja, Walrössern (…) Eine weitere Freiheit: Die Episoden von ‚Disenchantment‘ müssen nicht genau 22 Minuten lang sein wie bei ihrer gelben Gegenwartsfamilie. Die Pilotfolge streckt sich dann auch gleich auf 35 Minuten, die weiteren Folgen sind bis zu 30 Minuten lang. Kürzer wäre besser gewesen (…)“ • http://t1p.de/v6x0

17.08.2018 • Die Welt:
GAMMELN AUF THRONEN • Holger Kreitling über Matt Groenings neue Zeichentrickserie „Disenchantment“ (Netflix): „(…) Der satirische Anteil der Fantasyhandlung fällt durch seine leicht angestrengte Absicht auf, jedenfalls in den ersten Folgen. Soll der tumbe König in seiner unbedarften Sprunghaftigkeit an den US-Präsidenten erinnern? Bei den ‚Simpsons‘ gibt es immer wieder Proteste gegen Inhalte und die Behandlung einzelner Gruppen, zuletzt musste sich Matt Groening wortreich erklären, weil der Supermarktbesitzer Apu zu sehr Klischees über Inder zementiert und deshalb Rassismus befördert. Das ist bei ‚Disenchantment‘ eher nicht zu befürchten, es sei denn, eine Wegelagerergewerkschaft und die Rechte-der-Ammen-Vertretung bilden sich ruckzuck (…)“ • http://t1p.de/naqf

17.08.2018 • Berliner Zeitung – Netzwerk:
WAS FÜR RUBY ROSE SPRICHT • von Marcus Posimski • „(…) Nicht erst seit ihrer Rolle der Stella, sondern bereits in ihrer vorhergehenden Karriere hat sich Ruby Rose als lautstarke Verfechterin von LGBT-Rechten einen Namen gemacht und in diversen Serien und Filmen Ihr Action-Potenzial unter Beweis gestellt. Also eigentlich die perfekte Besetzung für eine moderne Batwoman (…)“ • http://t1p.de/aa59 (kostenpflichtig)

18.08.2018 • Die Welt – Die literarische Welt:
BIOGRAFIE IN BÜCHERN: KAT MENSCHIK, ILLUSTRATORIN • von rik • „(…) Aufgewachsen bin ich in Ost-Berlin. In meiner Kindheit habe ich im wahrsten Sinne meterweise Märchen gelesen. Märchen sind so etwas wie ein Grundstoff fürs Leben. Sie vermitteln uns kulturelle und moralische Werte, die ein Leben lang tragen. Es gab eine Reihe sehr schön illustrierter Märchenbücher aus aller Welt. Ich habe sie alle gelesen: australische Märchen, chinesische Märchen, indische Märchen, afrikanische Märchen, russische Märchen, skandinavische Märchen und natürlich auch die grimmschen Märchen. Für die Auswahl auf dieser Seite habe ich mich exemplarisch für ‚Das Feuerzeug‘ von Hans Christian Andersen entschieden (…)“ • http://t1p.de/gopu

18.08.2018 • Saarbrücker Zeitung:
WENN EIN DEUTSCHER AUF EINE FRANZÖSIN TRIFFT … • Barbara Scherer interviewt den Comic-Zeichner Bernd Kissel anlässlich der Ausstellungseröffnung von „Rendez-vous à Berlin“ • „(…) Es gehört zum Auftrag des Goethe-Instituts, die deutsche Sprache im Ausland zu bewerben und anzubieten. Diese Ausstellung sollte Teil dieses Konzepts sein, um Leute dafür zu interessieren, die man anders nicht anspricht. Gerade weil man sich getraut hat, so was eher Ungewöhnliches zu machen, hat es mich gefreut, dass es so lange unterwegs ist und dass man die Ausstellung immer noch bekommen kann – und dass sie so hochwertig gestaltet hat. Es macht schon Spaß, seine eigenen Sachen so schön aufbereitet an der Wand hängen zu sehen (…)“ • http://t1p.de/pv1z

18.08.2018 • Wiener Zeitung:
GELB WAR GESTERN • Bernhard Baumgartner über Matt Groenings neue Zeichentrickserie „Disenchantment“ (Netflix): „(…) ’Disenchantment‘ hat einen Erzählstrang, die Folgen bauen aufeinander auf. Die Figuren erhalten dadurch mehr Tiefe und Charakter, man taucht ein in eine erzählte Welt, die eine gewisse Weitläufigkeit erahnen lässt. Tatsächlich haben Groening und seine Zeichner das Artwork in eine neue Dimension gehoben. ‚Disenchantment‘ ist nicht zweidimensional. Kaum eine Szene, die nicht dreidimensionale Eindrücke eingebaut hat (…)“ • http://t1p.de/vd9m

18.08.2018 • tat.die tageszeitung – Kontext:Wochenzeitung:
ZEICHNEN MIT DEM MEISTER • siehe weiter unten in der Rubrik „Netzschau“ unter 15.08.2018

19.08.2018 • Welt am Sonntag – Regionalausgabe Hamburg:
„UM HOLGI IST ES RUHIG, DAS IST VERDÄCHTIG“ • Frihtjof Bublitz interviewt den Comic-Zeichner Rötger „Brösel“ Feldmann • „(…) Ich bin mehr gestresst, wenn ich Comics zeichne und ganz still an meinem Computer oder am Zeichentisch sitze. Wenn man keine Bewegung hat und gehirnmäßig arbeiten muss, hat man viel mehr Stress. Ich freue mich, dass ich mit meinem Buch fertig bin. Die Kalendervorschau für 2020 ist auch fertig. Die muss immer schon so früh fertig sein. Deswegen bin ich ab und an auch ein bisschen tüttelig, wenn ich ein Datum aufschreibe (…)“ • http://t1p.de/w080 (kostenpflichtig)

19.08.2018 • Der Tagesspiegel:
BERLIN ALS BÜHNE • von Lars von Törne • „(…) Seit März 2017 zeichnet Naomi Fearn nun ihren Strip ‚Die R2G-WG‘, der jeden Sonnabend im Tagesspiegel erscheint. Auf ironische Weise schaut Fearn darin hinter die Kulissen der Berliner Landespolitik, die in der WG der drei Hauptfiguren Michi, Klausi und Poppi zu unterhaltsamen Verwicklungen führt. Dieses Projekt soll jetzt ausgeweitet werden: Von diesem Montag an veröffentlicht Naomi Fearn zusätzlich zu ‚Die R2G-WG‘ täglich einen Berlin-Comic im Tagesspiegel-Newsletter ‚Checkpoint‘. Der Titel lautet „Berliner Schnuppen“, darin soll es neben politischen Themen auch viel um die Stadt und ihre Bewohner gehen, archetypische Charaktere repräsentieren die vielen Facetten des Berliner Alltags (…)“ • http://t1p.de/eb48 (die erste Comic-Folge ist weiter unten als „Comic-Tipp des Tages“ verlinkt)

19.08.2018 • Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung:
DAGOBERTS FANTASTILLIARDEN – Das liebe Geld. Folge 8 • von Christoph Schäfer • „(…) Sein erster Kunde (…) bezahlt ihn jedoch mit einer ausländischen Münze, dem legendären ‚Zehner‘ (…) als Dagobert [Duck] den Betrug bemerkt, schwört er sich: ‚Das soll mir eine Lehre sein! Das Leben ist hart und voller Menschen, die dich betrügen wollen. Aber ich werde härter sein als die Härtesten und schlauer als die Schlauesten, und ich werde es bis ganz nach oben schaffen.‘ Wer Dagobert verstehen will, muss eigentlich nur diese drei Sätze kennen (…)“ • http://t1p.de/jrd1 (kostenpflichtig)

20.08.2018 • Der Tagesspiegel:
COMIC-HELD DER WOCHE: WELTRETTER MIT SELBSTZWEIFELN • Erik Wenk über die beiden bei Reprodukt erschienenen Bände von Lewis Trondheim „Die neuen Abenteuer von Herrn Hase 1: Eine etwas bessere Welt“ und „Die erstaunlichen Abenteuer ohne Herrn Hase 1: Die Abenteuer des Universums“ : „(…) Obwohl in Frankreich bereits 1997 veröffentlicht, liest sich ‚Die Abenteuer des Universums‘ (…) fast wie Hintergrundmaterial zum neuen Herr-Hase-Band. In anekdotischen Alltags- und Selbstbeobachtungen verarbeitet Trondheim Selbstzweifel, Ängste, Pessimismus, Weltekel und andere Schwächen. Dies gelingt ihm in ‚Eine etwas bessere Welt‘ allerdings besser, wo die Themen. die ihn beschäftigen, so kunstvoll wie kurzweilig in die Handlung rund um Herrn Hase verpackt werden, die im Vorbeigehen hochphilosophische Fragen erörtert (…)“ • https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

20.08.2018 • Frankfurter Neue Presse:
MANGAS ALS TÜR ZU DEN TRÄUMEN – Die Offenbacherin Christina Plaka ist eine der bekanntesten Zeichnerinnen japanischer Comics • Porträt von Pia Rolfs • „(…) Weil sie vom Manga-Zeichnen allein nicht leben konnte, versuchte sie es zwischendurch mit Bürojobs – fand aber darin keine Erfüllung. ‚Zum schwersten Zeitpunkt meines Lebens bin ich schließlich das größte Risiko eingegangen‘, berichtet sie. Sie gründete im Sommer 2016 ihre eigene Manga-Schule. Inzwischen hat sie so viele Schüler und Workshops, dass sie fast gar nicht mehr zum Zeichnen kommt. ‚Ich schließe nicht aus, dass ich irgendwann nachts mal ein Buch zeichne‘, lacht die quirlige Künstlerin, ‚aber das Unterrichten gefällt mir.‘ Ihr Traum wäre eine Schule so groß wie eine Fachhochschule (…)“ • http://t1p.de/ncry

20.08.2018 • Luzerner Zeitung, St. Galler Tagblatt sowie Kopfblätter:
PORTRÄT EINES AUSGEBUFFTEN • Irene Genhart über den Film „Don’t Worry, weglaufen geht nicht“ von Regisseur Gus Van Sant: „(…) Der 1951 in Portland geborene, 2010 verstorbene Amerikaner sass wegen eines Unfalls ab seinem 21. Lebensjahr im Rollstuhl. Was ihn nicht hinderte, haufenweise makabre Cartoons über Menschen mit körperlichen Unzulänglichkeiten anzufertigen. Eines seiner harmloseren Werke zeigt drei Sheriffs zu Pferd, die in einer Wüste neben einem leeren Rollstuhl stehen. Der dazugehörige Kommentar lautet: ‚Don’t worry, he won’t get far on foot.‘ (‚Keine Angst, er kommt zu Fuss nicht weit.‘) Unter ebendiesem Titel hat Callahan in den 1980ern eine Autobiografie geschrieben, auf der basierend Gus Van Sant nun ein Biopic über ihn gefertigt hat (…)“ • http://t1p.de/yfzr

20.08.2018 • Süddeutsche Zeitung:
TROCKENE ERLÖSUNG • Juliane Liebert über den Film „Don’t Worry, weglaufen geht nicht“ von Regisseur Gus Van Sant: „(…) Dabei erzeugt der Film eine seltsame (unfreiwillige?) Komik dadurch, dass Joaquin Phoenix eine Entwicklung spielt, die in der Autobiografie viele Jahre einnimmt, wenn nicht Jahrzehnte. Zu Beginn des Films müsste er eigentlich Anfang zwanzig sein. Er sieht aber aus wie eine Mischung aus Wayne’s World und Student im 56. Semester. Schon da arbeitet Gus Van Sant damit, dass er die Cartoons animiert. Hätte er das im gesamten Film eingesetzt, wäre es furchtbar, doch er nutzt die Einschübe so sparsam, dass sie doch nicht peinlich werden (…)“ • http://t1p.de/4ow9 (kostenpflichtig)

21.08.2018 • Saarbrücker Zeitung:
GRENZENLOSER COMIC-SPASS IN ÜBERHERRN • Rolf Ruppenthal über die Eröffnung der Ausstellung „Rendez-vous à Berlin“ (Rathaus Überherrn) • „(…) Heimspiel für den erfolgreichen saarländischen Comic-Zeichner Bernd Kissel aus Berus: Zusammen mit Flix alias Felix Görmann hat er im Auftrag des Goethe-Instituts Nancy den 23-teiligen Comicstrip ‚Rendez-vous à Berlin‘ kreiert, der jetzt im Überherrner Rathaus ausgestellt ist (…) In unterhaltsamen Small-Talk schilderten Bernd Kissel und Peter Schott, der ehemalige Bildungskoordinator des Goethe-Institutes Nancy, im voll besetzten Sitzungssaal des Überherrner Rathauses die Entstehungsgeschichte und die Hintergründe dieses so erfolgreichen deutsch-französischen Comicstrips (…)“ • http://t1p.de/i0w8

21.08.2018 • RND-Beitrag, u. a. Hannoversche Allgemeine Zeitung:
WENN DER PROLL POLITISCH WIRD • von Julius Heinrichs • „(…) ’Politisch aktiv war ich immer‘, sagt Feldmann dazu, ‚aber eben nich in den Werner-Comics.‘ Seine Frau brachte ihn auf die Idee, Petra Feldmann. ‚Wenn du so viele Leute erreichst, nutz das‘, sagte sie. Und ihr Mann nutzte es. Er klingt aufrichtig, wenn er über die Umweltverschmutzung klagt. Nur beim Auto ist Schluss. Die Lkw der Versandriesen seien ein Problem, Privatwagen weniger. ‚Der Verbrennungsmotor ist das geilste Fortbewegungsmittel, das es überhaupt gibt (…)“ • http://t1p.de/zjhc


NETZSCHAU

15.08.2018 • Kontext:Wochenzeitung:
ZEICHNEN MIT DEM MEISTER • Oliver Stenzel über die 12. Sommerakademie für Komische Kunst der Caricatura Galerie Kassel mit Workshop-Leiter Gerhard Seyfried • „(…) Eine Woche lang wurde in einem allenfalls rudimentär klimatisierten Seminarraum der Kasseler Uni von morgens bis spätnachts gezeichnet, zu Themen wie ‚Hitze‘, ‚Heimat‘, ‚Drohnen‘ oder ‚verfremdete Wahlplakate‘. Dazu gab’s Tipps zu Komposition, Details, Perspektiven oder Schattierungen vom überaus geduldigen, gänzlich unprätentiösen Meister Seyfried. Der verbat sich schon zu Beginn des Seminars das Siezen und bekannte am Ende, er habe sich vor dem Workshop überlegt, ob er als Feldwebel oder Weichei auftreten solle – und sich für das Weichei entschieden (…)“ • http://t1p.de/yhsu

18.08.2018 • welt.de:
DER BESTE SUPERHELDEN-COMIC WIRD ZUR FERNSEHSERIE • von Christian Meier • „(…) Zunächst hatte HBO nur eine Pilotfolge angekündigt, jetzt hat der Sender beschlossen, gleich eine ganze Serie in Auftrag zu geben. Die Fans des originalen DC-Comics von Alan Moore, einem der Meister der Graphic Novel, sind darum schon jetzt begeistert. Die ‚Watchmen‘ in Szene setzen soll Damon Lindelof, der an Serien wie ‚Lost‘ und ‚The Leftovers‘ beteiligt war. Lindelof hatte sich bereits im vergangenen Mai mit einem Brief an die Fans erklärt und seine persönliche Beziehung zum Comic beschrieben (…)“ • http://t1p.de/rfcg

20.08.2018 • faz.net – Comic-Blog:
IN TECHNOCOLOR UND MULTIKULTURELL • Andreas Platthaus über „Bug“ (Carlsen) von Enki Bilal: „(…) Was an ‚Bug‘ aber zusätzlich interessant ist, ist der deutsche Verlag. Bilal ist nämlich zu Carlsen zurückgekehrt, wo er seine ersten deutschen Publikationen in achtziger und neunziger Jahre hatte, ehe er zur Ehapa Comic Collection wechselte, die damals zu großen Konkurrenzkampf auf dem anspruchsvollen Sektor blies. Der abermalige Wechsel nach nun mehr als anderthalb Jahrzehnten zeigt zweierlei: den Nimbus, den Bilal, der sich in Deutschland ganz im Gegensatz zu seinem Heimatland Frankreich nie glänzend verkauft hat, nach wie vor genießt, und die aufgegebenen Ambitionen von Ehapa (heute Egmont) (…)“ • http://t1p.de/1ttq


COMIC-TIPP DES TAGES

BERLINER SCHNUPPEN: Folge 01 (Tagesspiegel Checkpoint) • von Naomi Fearn • http://t1p.de/3mmm

Wer die „Berliner Schnuppen“-Strips regelmäßig lesen will, kann den Checkpoint-Newsletter hier kostenlos abonnieren: https://checkpoint.tagesspiegel.de/


CARTOON-TIPP DES TAGES

LOTTOGEWINN FÜR DIE SPD? • von Heiko Sakurai • http://t1p.de/yhru