die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 2. September 2018. Und morgen kommt dann die große Nachberichterstattung des Werner-Rennens vom heutigen Sonntag.


IM FOKUS: 75. GEBURTSTAG VON ROBERT CRUMB

29.08.2018 • Rollingstone.de – Neunte Kunst:
ROBERT CRUMB: DIE SIEBEN LEBEN DES PERVERSLINGS • von Marc Vetter • „(…) Crumb wurde von den Hippies verehrt. Und als er dann doch seine Comics, die er zunächst im Eigenverlag herausbrachte (ZAP!), mit Gewinn verkaufte, krochen sogar die Blumenmädchen in sein Bett. Doch es ist nicht die einzige Befriedigung, die möglich wurde: Der flinke Zeichner durfte seine Lieblingsmusiker porträtieren, wie er sie sich vorstellte – und auch noch ihre Plattencover gestalten (immer noch berüchtigt: Janis Joplins ‚Cheap Thrills‘). Man muss sich diesen Perversling einfach als glücklichen Menschen vorstellen (…)“ • http://t1p.de/bh43

30.08.2018 • WDR Radio – ZeitZeichen:
ROBERT CRUMB, ZEICHNER (Geburtstag 30.08.1943) • Die Autoren Veronika Bock & Ulrich Biermann lassen u. a. den F.A.Z.-Redakteur Andreas Platthaus zu Wort kommen • Heute ist Robert Crumb einer der bekanntesten Comiczeichner weltweit und gilt als Pionier des Undergroundcomic. Erst mit Mitte 20 gelingt der Durchbruch mit einem eigenen Magazin. Sein altmeisterlicher Stil, gepaart mit absurdem und tabulosem Humor macht ihn weltweit erfolgreich, z. B. mit dem Strips über den sexsüchtigen Kater ‚Fritz the Cat‘ oder den schrägen Guru ‚Mr. Natural’ • http://t1p.de/vka3

30.08.2018 • DLF – Corso:
„DIE HEILE WELT VON DISNEY WURDE INS AKTUELLE GESELLSCHAFTLICHE LEBEN ÜBERTRAGEN“ – Comics von Robert Crumb • Moderatorin Juliane Reil im Corsogespräch mit F.A.Z.-Redakteur Andreas Platthaus • „(…) Die Vorbilder von Crumb seien die bekannten Zeichner von Walt Disney – insbersondere Carl Barks – gewesen, erklärte Andreas Platthaus. Die Unschuld von Disney-Figuren sei aber bei den Charakteren von Crumb verloren gegangen. Jenseits von Themen und Inhalten habe der Amerikaner nach Ansicht von Platthaus auch eine ganz andere Technik als Zeichner gehabt: ‚Wie Robert Crumb die Schraffur beherrscht, ist fast schon altmeisterlich – ähnlich wie Brueghel und andere Künstler’ (…)“ • http://t1p.de/yuwb (Audio-Version online bis 08.03.2019)

30.08.2018 • Zeit Online:
USA, LSD, DIY, ZAP – Robert Crumb • von Georg Seeßlen • „(…) Ein Wesenszug im Crumbschen Schaffen ist eine besondere Art von Sehnsucht nach den USA in der Zeit vor dem Krieg. Aus diesem Geist heraus wandelt er in den Siebzigerjahren die Comicgeschichten um in eine Form der biografischen Literatur. In seinen Geschichten beschreibt er immer wieder sich selbst, seine Reisen, seine Beziehungen, seine Erfahrungen, später dann auch Seelenverwandte, Philip K. Dick oder Franz Kafka. Oder Gott bei der Erschaffung der Welt, Genesis (Fans schüttelten den Kopf: Crumb? Die Bibel?) (…)“ • http://t1p.de/u1jk

30.08.2018 • Tagesspiegel Online:
DER MENSCHENLESER WIRD 75 – Comiczeichner Robert Crumb • von Thomas Hummitzsch • „(…) All jenen, die ihm Chauvinismus, Pornografie und Rassismus vorwarfen, entgegnete er: ‚All dieser Quatsch ist doch tief in unserer Kultur und unserem Kollektivgedächtnis verwurzelt, und nun muss man damit umgehen.‘ Den ‚feministischen Frauen‘ brüllte er in einem Cartoon entgegen: ‚Ich werde zeichnen, was ich verdammt noch mal zeichnen möchte, und wenn euch das nicht gefällt, dann fickt euch!‘ Heute würde Crumb mit solchen Aussagen wohl in einem #Aufschrei gnadenlos untergehen (…)“ • http://t1p.de/ftel


TV • RADIO

16.08.2018 • WDR 3 – Kultur am Mittag:
NORA KRUG: „HEIMAT – EIN DEUTSCHES FAMILIENALBUM“ • Moderatorin Franziska von Busse im Gespräch mit der Zeichnerin und Autorin Nora Krug über ihr bei Penguin erschienes Buch • Wie fühlt sich Heimat an? Wie der deutsche Wald, deutsche Produkte? Nora Krug lebt in New York und hat ihre deutsche Familiengeschichte in einer ‚visual memoir‘ aufgezeichnet und erzählt • http://t1p.de/gyiw

27.08.2018 • DLF Kultur – Lesart:
HEIMAT – EIN BEGRIFF IN STETER VERÄNDERUNG • Moderator Frank Meyer im Gespräch mit der Zeichnerin und Autorin Nora Krug über ihr Buch „Heimat – Ein deutsches Familienalbum“ (Penguin) • „(…) zwei Jahre lang habe ich mir überlegt, ob ich überhaupt eine Geschichte zum Krieg erzählen kann beziehungsweise darf. Es wurde ja schon so viel zu dem Thema erzählt, geschrieben, berichtet in Deutschland. In meiner Familie gab es auch weder große Kriegsverbrecher noch Widerstandskämpfer, noch Opfer unter dem Regime, weswegen ich mir dann überlegt habe: Wie kann man so eine Geschichte, praktisch die Geschichte der Mitläufer erzählen? Und dann ist mir bei der Arbeit an dem Buch immer mehr bewusst geworden, dass gerade das das ist, was mich interessiert, also die Mitläufer, diejenigen, die sich praktisch in der Grauzone des Krieges befinden, weil man deren Schuld beziehungsweise Unschuld viel schwieriger nur nachweisen kann (…)“ • http://t1p.de/2um4 (Audio-Version online bis 05.03.2019)

28.08.2018 • SWR Fernsehen RP – Aktuell:
REMAGEN IM „JAPAN-FIEBER“ • Petra Klepper über die Ausstellung „Im Japanfieber – Von Monet bis Manga“ (Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen, bis 20.01.2019) • Im Arp-Museum in Remagen greift das Japan-Fieber um sich. Eine Ausstellung zeigt den großen Einfluss der japanischen Kunst aus dem 19. Jahrhundert auf westliche Kultur und Lebensstil dieser Zeit • http://t1p.de/gk74


PRESSESCHAU

25.08.2018 • Neue Zürcher Zeitung am Sonntag – Bücher am Sonntag:
HEIMAT STECKT IM UHU-KLEBER • Tobias Sedlmaier über die Graphic Novel „Heimat – Ein deutsches Familienalbum“ (Penguin) von Nora Krug: „(…) Es beginnt mit einem Pflaster von Hansaplast. Das schützt zuverlässig Wunden und kann Narben überdecken. Es ist der erste Gegenstand des ‚Katalogs deutscher Dinge‘, eine wiederkehrende Rubrik in Nora Krugs ‚Heimat: Ein deutsches Familienalbum‘. In diesem, recht zutreffend als ‚Graphic Memoir‘ ausgewiesenen Band, erzählt und zeichnet die deutsch-amerikanische Illustratorin ihre Familiengeschichte und bettet sie in historische und politische Exkurse ein (…)“ • http://t1p.de/nfsn (kostenpflichtig)

29.08.2018 • dpa-Meldung, u. a. auf Tagesspiegel Online:
VOLLES ROOÄÄÄ IN HARTENHOLM – Werner ist zurück • von André Klohn • „(…) Auf die Frage, warum es denn nun klappen wird mit einem Rennsieg, sagt Brösel der Deutschen Presse-Agentur: ‚Aber ob ich den Porsche besiegt habe, weiß man doch erst, wenn ich ihn besiegt habe.‘ Sein Team habe bei der Vorbereitung Probleme mit den Zahnriemen. ‚Deshalb konnte ich nicht wie vorgesehen üben.‘ Holgis Team penne ja auch nicht. ‚Ich hoffe, mein Team kriegt es in den Griff, vier alte Motoren zum Laufen zu bringen‘, sagt der 68-Jährige. ‚Das ist wie vier alte Weiber, die alle fröhlich durcheinander schnattern’ (…)“ • http://t1p.de/bgwf

30.08.2018 • Der Tagesspiegel:
FAMILIENAUFSTELLUNG • Lars von Törne über über die Graphic Novel „Heimat – Ein deutsches Familienalbum“ (Penguin) von Nora Krug: „(…) Immer wieder findet die Künstlerin, die Professorin an der Parsons School of Design in New York ist, für die Vermittlung ihrer Erkenntnisse grafisch originelle Lösungen, die die Lektüre trotz des schweren Stoffs visuell ansprechend machen. Humorvolle Entlastung schaffen auch spielerische Elemente wie der ‚Katalog deutscher Dinge‘: Symbolisch aufgeladene Gebrauchsgegenstände von Hansaplast bis zum Uhu, der zwar als stärkster Kleber der Welt gepriesen werde, aber Bruchstellen nicht verdecken könne – eine gute Metapher für Krugs Thema (…)“ • https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

30.08.2018 • Der Tagesspiegel:
HELD OHNE HEIMAT • Ralph Trommer über über die Graphic Novel „Die Saga von Grimr“ (avant) von Jérémie Moreau: „(…) Dieses Jahr gewann er mit der von ihm selbst geschriebenen ‚Saga von Grimr‘ den Preis für das beste Album auf dem Comicfestival in Angoulême. In der Tat ist ihm eine faszinierende, den historischen Hintergrund mit vermittelnde Erzählung gelungen, die an nordische Sagen erinnert, sich aber jeder eindeutigen Genre-Zuordnung verweigert (…)“ • https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

30.08.2018 • Der Tagesspiegel:
MIT DEM MUT DER VERZWEIFLUNG • Doppelrezension von Christoph Haas über die bei Cross Cult erscheinenden Serien:
• „Oblivion Song“ von Robert Kirkman & Lorenco de Felici: „(…) Im Nachwort verspricht Kirkman (…) ‚eine große Geschichte, die im Lauf der Zeit immer noch größer werden wird‘. Das klingt vielversprechend, führt aber dazu, dass der Autor in den ersten Heften, die hier versammelt sind, sich im Wesentlichen darauf beschränkt, diverse Plotlines zu skizzieren (…)“
• „Seven to Eternity“ von Rick Remender, Jerome Opeña & James Harren: „(…) Umso stärker fallen die Schwächen des Szenarios auf, besonders eine gewisse Geschwätzigkeit, die dazu führt, dass die Figuren permanent Lebensweisheiten von sich geben. Unverständlich ist, warum Jerome Opeña, der reguläre Zeichner, vorübergehend von James Harren abgelöst wird (…)“
https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

30.08.2018 • Der Tagesspiegel:
DRUCKFRISCH • Kurzbesprechungen von Neuerscheinungen:
• Barbara Buchholz über „Der Magnet“ (Edition Moderne) von Lucas Harari: „(…) Grafisch ist der mystische Krimi sehr elegant geraten (…) Hararis Figuren allerdings bleiben blutleer (…)“
• Sabine Scholz über die Manga-Serie „Whispering Blue“ (Egmont) von Michel Decomain & Marika Herzog : „(…) rasante Liebesgeschichte zweier junger Männer in einer Seehundstation. Themen wie Homophobie und Bisexualität werden realistisch, wenn auch nicht kitschfrei eingebunden (…)“
• Moritz Honert über „Casino Royale“ (Splitter) von Van Jensen & Dennis Calero nach Ian Fleming: „(…) Flemings Prosa, die Autor Van Jensen in seinem Skript oftmals eins zu eins übernimmt, zeigt Bond als zynisch, zerstörerisch, berechnend (…)“
https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

30.08.2018 • Berliner Zeitung – Netzwerk:
PROBLEME, DIE DAS ÜBERLEBEN MIT SICH BRINGT • von Olaf Kieser über die Serie „Kill or be Killed“ (Splitter) von Ed Brubaker & Sean Phillips: „(…) Eines Nachts springt der von Liebeskummer Geplagte vom Dach eines Hause (…) Wie durch ein Wunder trägt Dylan nicht mehr als ein paar leichte Blessuren davon (…) Die Freude endet jäh, als in der Nacht nach dem Sprung ein Dämon in Dylans Zimmer auftaucht. Als Pacht für sein Leben soll Dylan nun jeden Monat einen Menschen töten (…) ein meisterhaft erzählter, hochspannender, faszinierender und düsterer Thriller. Dylans Rechtfertigungen sind eine intelligente Auseinandersetzung mit dem Thema Selbstjustiz (…)“ • http://t1p.de/xxtg (kostenpflichtig)

01.09.2018 • Die Welt – Die literarische Welt:
DENKER MIT DREI BUCHSTABEN • Marc Reichwein über die Graphic Novel „Fun“ (avant) von Paolo Bacilieri: „(…) Für eingefleischte Semiotiker, also Experten der Lehre von den Zeichen, kann es kein Zufall sein, dass just die ‚New York Worl‘ 1913 das Kreuzworträtsel erfand, schließlich hatte sie 1895 auch schon als erste Zeitung den ersten modernen Comic abgedruckt: ‚The Yellow Kid‘ von Richard F. Outcault. ‚Fun‘ erlaubt sich den Spaß, uns die bislang vielleicht eher verborgene Nähe von Bildergeschichten in rechteckigen, manchmal sogar quadratischen Panels und Kreuzwortgittern aufzudecken. Wir lernen Figuren kennen, deren Gestalt überhaupt nur fürs enge Comic-Karo geschaffen scheint (…)“ • http://t1p.de/uaq1 (kostenpflichtig)

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20.08.2018 • Der Tagesspiegel:
COMIC-HELD DER WOCHE: WELTRETTER MIT SELBSTZWEIFELN • Erik Wenk über die beiden bei Reprodukt erschienenen Bände von Lewis Trondheim „Die neuen Abenteuer von Herrn Hase 1: Eine etwas bessere Welt“ und „Die erstaunlichen Abenteuer ohne Herrn Hase 1: Die Abenteuer des Universums“ : „(…) Obwohl in Frankreich bereits 1997 veröffentlicht, liest sich ‚Die Abenteuer des Universums‘ (…) fast wie Hintergrundmaterial zum neuen Herr-Hase-Band. In anekdotischen Alltags- und Selbstbeobachtungen verarbeitet Trondheim Selbstzweifel, Ängste, Pessimismus, Weltekel und andere Schwächen. Dies gelingt ihm in ‚Eine etwas bessere Welt‘ allerdings besser, wo die Themen. die ihn beschäftigen, so kunstvoll wie kurzweilig in die Handlung rund um Herrn Hase verpackt werden, die im Vorbeigehen hochphilosophische Fragen erörtert (…)“ • http://t1p.de/fqe2


NETZSCHAU

28.08.2018 • Comic-Denkblase:
COMIC-HÖHEPUNKT DES JAHRES: I KILL GIANTS • Alex Jakubowski über die bei Splitter erschienene Graphic Novel von Joe Kelly & Ken Niimura: „Warum nur hat es so lange gedauert, bis ‚I kill Giants‘ auf deutsch erschienen ist? 2009 schon haben Joe Kelly und Ken Niimura ihr mehr als 200 Seiten starkes Werk veröffentlicht und eine Menge Preise dafür eingesammelt. Vor einem Jahr ist auf der Grundlage des Buches sogar ein Film erschienen. Jetzt endlich ist der Band bei Splitter herausgekommen und er ist mit seiner Mischung aus Manga-Stil, ernsthaftem Thema und so manchem Überraschungseffekt mein bisheriger Comic-Höhepunkt des Jahres (…)“ • http://t1p.de/fgdj

28.08.2018 • Titel Kulturmagazin:
DER ETWAS ANDERE SCHNÜFFLER • Christian Neubert über „Privatdetektiv Raffington Event“ (Schreiber & Leser) von Andreas: „(…) Insofern ist Raffington Event dann doch ein ganz normaler Held in Andreas´ Comic-Kosmos. Er ist in erster Linie jemand, der lediglich hinsieht, anstatt zu tun. Er ist mehr Beobachter als Handelnder. Jemand, den Andreas als bloßes Vehikel für seine Erzählungen benötigt. Für Storys, die sich irgendwo zwischen Fantasy, Science-Fiction und leisem Horror einpendeln, die aber im Grunde außerhalb solcher Kategorien stehen. So, wie eben auch Raffington Event nie wirklich ‚drin‘ ist, sondern neben seinen Fällen herläuft – und staunt, obgleich er sich nicht wundert (…)“ • http://t1p.de/j0al

28.08.2018 • Teilzeithelden:
DC BIG MONTHLY AUGUST 2018 – Gemeinsam gegen die Dunkelheit • Besprechungen zu bei Panini erschienenen Bänden von Leander Linnhoff:
• „Titans 3: Böses Omen“ von Dan Abnett & Kenneth Rocafort: „Wenn Dan Abnett die Schreibfeder in die Hand nimmt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dabei ein Comic mit atmosphärisch dichter und doch actionreicher Handlung herauskommt. Wenn es dann auch noch um die Titans geht, eine Reihe, die Abnett sehr liebt, ist das fast eine Qualitätsgarantie (…)“
• „Trinity 3: Finstere Pfade“ von Rob Williams & V Ken Marion: „(…) Die Geschichte, die Rob Williams in diesem Comic erzählt, ist gewaltig. Leider wirkt sie stellenweise erschlagend. Das Aufgebot an machtvollen Charakteren und finsteren Gegenspielern wirkt ein wenig zu gewaltig, die Action gelegentlich überladen. Dennoch ist hier ein unterhaltsamer Band entstanden (…)“
• „Justice League of America 3: Panik im Mikroversum“ von Steve Orlando & Ivan Reis: „(…) In ‚Justice League of America‘ 3 ist es Atom, der sich auf die Suche nach seinem Mentor macht. Dieser ist im Mikroversum verschollen. Gemeinsam mit Batman, Lobo und Frost macht sich Ryan Choi also auf zu einer Rettungsmission im kleinsten Raum, die aber kosmische Ausmaße annimmt. Den Leser erwartet ein unerwartet dicht erzählter Trip mit vielen interessanten Charakteren und stimmungsvollen Begegnungen (…)“
• „Shazam“ von Geoff Johns & Gary Frank: „(…) Der Band stammt aus der Ära der ‚New 52‘ und wird im Zuge der Verfilmung dem Leser noch einmal präsentiert. Der Trailer zum Film hat nicht nur den Appetit vieler Fans auf einen filmischen und humoristischen Leckerbissen aus dem Hause DC Entertainment geweckt. Er hat in den wenigen Bildern und Szenen, die er geboten hat, schon sehr deutlich gemacht, dass er den vorliegenden Comicband recht werksgetreu wiedergeben wird (…)“
http://t1p.de/5ijm

29.08.2018 • Comicleser:
RYUKO, Band 1 • Bernd Weigand über den bei Carlsen erschienenen Manga von Eldo Yoshimizu: „(…) Babes, Bikes und Knarren. Autor/Zeichner Eldo Yoshimizu ist ein gelernter Bildhauer und ‚Ryuko‘ ist sein erster Ausflug in den Manga. Heraus kam ein Action-Spektakel, bei dem man auch mal den Überblick verliert und man sich immer wieder schwer tut, der Handlung zu folgen. Die ist gerne sprunghaft, nicht nur von Szene zu Szene, sondern auch mit ihren diversen Rückblenden, die die Vergangenheit der Charaktere erläutern und ihre Beweggründe – Stichwort Rache – darlegen (…)“ • http://t1p.de/qjpo

29.08.2018 • Comickunst:
JAMES BOND CLASSICS: CASINO ROYALE • Peter Hetzler über den bei Splitter erschienenen Band von Van Jensen & Dennis Calero nach Ian Fleming: „(…) Im Grunde spielt unser staatlich lizenzierter Killer hier nur eine gepflegte Runde Baccara im Casino, und dann gibt es noch ein bisschen Action hintendran. Das klingt nach wenig, wird aber sehr überzeugend in Szene gesetzt, und die Spannung hält bis zur letzten Seite. Das Schöne daran ist, dass – bei aller Action – das detektivische Element im Vordergrund steht. Die Grafik wirkt bei flüchtigem Blättern etwas blutleer, gewinnt aber beim Lesen beträchtlich (…)“ • https://comickunst.wordpress.com/

30.08.2018 • die zukunft:
NEIL GAIMAN NOMINIERT – Die Shortlist für den „New Academy Prize in Literature“ • von Bernd Kronsbein • „(…) Als vor einigen Monaten die ziemlich peinlichen Querelen um den Nobelpreis für Literatur begannen – mit der Folge, dass man sich entschied, den Preis 2018 nicht zu verleihen –, fand sich die schwedische Journalistin Alexandra Pascalidou, um einen neuen Preis ins Leben zu rufen, der nur ein Mal verliehen werden soll (…) Schwedens Bibliothekare stellten eine Nominierungsliste mit 47 preiswürdigen Autorinnen und Autoren auf, die dann das weltweite Lesepublikum via Onlineabstimmung auf eine Shortlist mit vier Autoren reduzieren sollte (…) auf die Shortlist geschafft haben es Maryse Condé (Guadeloupe/Frankreich; ‚Insel der Vergangenheit‘, ‚Unter den Mangroven‘), Neil Gaiman (England; ‚Sandman‘, ‚American Gods‘) und Haruki Murakami (Japan; ‚Kafka am Strand‘, ‚Sputnik Sweetheart‘) (…)“ • http://t1p.de/3v0x

30.08.2018 • Dein Antiheld:
AM LIEBSTEN MAG ICH MONSTER • Matthias Penkert-Hennig über die bei Panini erschienene Graphic Novel von Emil Ferris: „(…) eine beeindruckende, intensive und extrem dichte Comic-Erzählung. Anders als das immer populärer werdende Genre der Coming-Of-Age-Graphic-Novels lässt sich die vielfältig talentierte Künstlerin Emil Ferris nicht auf einen einzigen Stil reduzieren. Angelegt als liniertes Skizzen- und Notizbuch der monströsen kleinen Heldin macht sich die Debüt-Arbeit von Ferris die einzigartigen Möglichkeiten des Mediums zu eigen und präsentiert sich dabei als wundervolles Artefakt mit echtem haptischem Mehrwert (…)“ • http://t1p.de/6ohx

30.08.2018 • Comic Report Online:
BANDS, BENZIN & BÖLKSTOFF – Das Werner-Rennen 2018 • von Falk Straub • „(…) Während der Pressekonferenz vor dem Großereignis gab sich Holgi indes gelassen. Sein Porsche sei in der Werkstatt. ‚Die Alltagsmaschine ist ausgetauscht und der Motor besteht dann aus einer Alu-Leichtmetalllegierung«, erklärte der Kneipier. »Ich bin aber relaxt, wir machen das schon. Man muss Ruhe bewahren.‘ Der Startschuss zur Revanche fällt am Sonntag, 2. September. Comedian Matze Knop moderiert. Und den Verlierer erwartet erneut die Verbannung auf den eigens für das Event gebauten Schmähturm (…)“ • http://t1p.de/i0i7

30.08.2018 • n-tv.de:
WERNER KESSELT, BRÖSEL RÖHRT – Neuer Comic und neues Rennen • von Markus Lippold • „(…) Die große Werner-Euphorie flachte allerdings bald ab, auch wenn die Figur nie ganz verschwand. Alle paar Jahre gab es einen neuen Film, bis zum Jahrtausendwechsel erschienen neue Comicbände. In den vergangenen Jahren wurde es allerdings ruhig um die Kultfigur aus dem Norden. In diesem Jahr aber will es Rötger Feldmann alias Brösel, der „Werner“-Schöpfer, noch einmal wissen. Der 13. Comicband „Wat Nu!?“ ist der erste seit mehr als zehn Jahren. Dabei handelt es sich weniger um einen Neustart der erfolgreichen Reihe, als vielmehr um Werbung für ein ganz reales Ereignis: das Werner-Rennen (…)“ • http://t1p.de/lttq

30.08.2018 • Comicgate:
DER FREIE VOGEL FLIEGT 1–3 • Christian Muschweck über die bei Chinabooks erscheinende Manhua-Serie von Jidi & Ageng: „(…) das vielschichtige Portrait einer Jugend, die stetig davon bedroht ist, unter Leistungsdruck und Pubertätswehen einzuknicken und trotzdem ihren Weg sucht. Jidi beschreibt ein Thema, das universal nachempfunden werden kann, in der chinesischen Leistungsgesellschaft aber noch einmal eine Zuspitzung erfährt. Nicht ohne Grund lautet der Originaltitel der Serie ‚Auf Zehenspitzen in die Ferne schauen’ (…)“ • http://t1p.de/yuwb

30.08.2018 • taz.de – [‚kɒmik_blɔg]:
MYTHO? LOGISCH! • Doppelrezension von Mario Zehe über:
• „Monomythos“ (Jaja-Verlag) von Lennart Leibold: „(…) Von zentraler Bedeutung ist in ‚Monomythos‘ die Figur des Helden (bei Leibold im generischen Maskulinum), dessen Motive, Verhaltensmuster und Etappen als narratologische Grundmuster von Leibold in surrealen Traumbildern vorgestellt werden. In starker Anlehnung an Christopher Voglers ‚Zyklus der Heldenreise‘ werden in zwölf, jeweils betitelten Bildern entsprechende Archetypen präsentiert (…)“
• „Nastrand. Eine Geschichte aus der Edda“ (Edition Moderne) von Søren Glosimodt Mosdal: „(…) das wirklich bemerkenswerte an dieser in düsteren Bildern gehaltenen grafischen Erzählung ist, dass Comicautor Mosdal eigentlich einen ganz anderen Fokus setzt und so den Heldenmythos absichtsvoll unterläuft. Nicht etwa weil Thorkels Bemühungen, Nastrand wieder zu verlassen, von Beginn an zum Scheitern verurteilt sind und sich auch keine wirkliche Gelegenheit ergibt, in der der ‚Held‘ irgendeine seiner Qualitäten gewinnbringend einsetzen könnte. Ein tragisch scheiternder Protagonist gehört ja immerhin auch zum mythologischen Repertoire (…)“
http://t1p.de/lnah

31.08.2018 • Tagesspiegel Online (mit KNA):
FEUCHTENBERGERS PASSIONSGESCHICHTE – Comic-Altar ‚Tracht und Bleiche‘ in Münster • „(…) Ein an Comics erinnernder Altar der Künstlerin Anke Feuchtenberger erzählt die Passionsgeschichte neu. Das Werk „Tracht und Bleiche“ wird an diesem Sonnabend (1.9.) im Auditorium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster präsentiert, wie dieser mitteilte. Im Mittelalter hätten Kirchenfenster und Altäre den nicht lesekundigen Menschen Geschichten aus der Bibel anhand aufeinanderfolgender Bilder erzählt, hieß es. Der Altar von Feuchtenberger funktioniere nach einem ähnlichen Muster (…)“ • http://t1p.de/w3om

02.09.2018 • Splashcomics:
PURGATORY SURVIVAL 1 • Christel Scheja über den bei Tokyopop erschienen Manga von Homura Kawamoto & Hideaki Yoshimura: „(…) Da niemand weiß, wie es nach dem Tod aussieht, können sich Autoren und Künstler immer sehr viele Gedanken machen und allerlei Geschichten erfinden, um genau das Thema in Szene zu setzen, was sie hier auch jetzt mit Genuss tun. Die Geschichte nutzt den Selbstmord eigentlich nur als Aufhänger für eine Geschichte, in der es ganz allein darum geht, sich in Todesspielen auszutricksen, und am Ende übrig zu bleiben, aber dennoch ein paar Regeln zu beachten, auch wenn die eher vernachlässigbar sind (…)“ • http://t1p.de/3ccv


COMIC-TIPP DES TAGES

ZWARWALD: Aus der Hüfte • von Leo Leowald • http://t1p.de/b483


CARTOON-TIPP DES TAGES

NA TOLL! • von Schilling & Blum • http://t1p.de/jb5v