die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 28. September 2018.


IM FOKUS: DIE UNGLAUBLICHEN 2

Am Donnerstag startete der Pixar-Zeichentrickfilm „Die Unglaublichen 2“ von Autor und Regisseur Brad Bird …

09.2018 • Filmdienst:
DIE UNGLAUBLICHEN 2 • Michael Ranze über den Zeichentrickfilm (Kinostart: 27.09.2018) von Autor und Regisseur Brad Bird: „(…) Brad Bird treibt die Handlung angenehm fließend und virtuos animiert voran. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, das Art Design ist perfekt und phantasievoll. Egal, ob Bob erschöpft von der Hausarbeit auf dem Sofa liegt oder Baby Jack-Jack mit seinen Laserstrahlen alles niederbrennt – stets hat man es mit lebendigen, überzeugenden Charakteren zu tun. Nicht zu vergessen ist dabei die Action, bei der immer alles in Bewegung ist und die unglaublichsten Dinge passieren (…)“ • http://t1p.de/p4qa

21.09.2018 • Filmdienst:
KRITIK ZU DIE UNGLAUBLICHEN 2 • Tim Lindemann über den Zeichentrickfilm (Kinostart: 27.09.2018) von Autor und Regisseur Brad Bird: „(…) Im Gegensatz zu vielen aktuellen amerikanischen Animationsfilmen sind die popkulturellen Zitate und filmischen Anspielungen in ‚Die Unglaublichen 2‘ nicht reiner Selbstzweck, sondern konstruieren ein detailverliebtes, eigenständiges Universum; damit steht die Filmreihe eher in der Tradition gelungener Cartoon-Serien der Neunziger Jahre, allen voran Disneys Kulthit ‚Darkwing Duck‘. Außerdem erinnert Brad Birds liebevolle Zeichnung seiner Superheldenfamilie an seine Prä-Pixar-Zeit bei den ‚Simpsons’ – Fans der gelben Familie aus Springfield können hier auch durchaus einige Parallelen erkennen, die sich aber organisch in den Film einfügen (…)“ • http://t1p.de/s0ui

27.09.2018 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
GELOCKERTE FAMILIENBANDE – Eine Superhelden-Liebeserklärung • Andreas Platthaus über den Zeichentrickfilm: „(…) Die Fortsetzung passt perfekt in die Zeit, denn ‚Die Unglaublichen‘ sind eine Superhelden-Parodie, nein: Superhelden-Liebeserklärung, und Superhelden stehen anders als noch vor vierzehn Jahren mittlerweile auch an der Spitze der Realverfilmungen. Das Genre ist an den Kinokassen so dominant und vernebelt die Hirne der Hollywood-Produzenten derart, dass man sich fragen könnte, ob am subtilen Humor, den der Regisseur und Drehbuchautor Brad Bird seinen ‚Unglaublichen‘ angedeihen ließ, überhaupt noch Bedarf besteht (…)“ • http://t1p.de/g7bq

27.09.2018 • RND-Beitrag, u. a. Hannoversche Allgemeine Zeitung:
FAMILIE KANN SO SUPER SEIN! • Matthias Halbig über den Zeichentrickfilm: „(…) Der Rahmen ist Komödie, gefasst ist darin eine Collage aus Familiendrama und Actionstück. Design und Musik erinnern an die frühen Bondfilme mit Sean Connery. ‚Die Unglaublichen 2‘, erfolgreichster Film der Company in den USA, ist wieder ein Film für (allerdings nicht allzu kleine) Kinder und Eltern, erläutert er doch allen, warum Familienbande so aufreibend sein müssen (…)“ • http://t1p.de/w5d7

27.09.2018 • Frankfurter Rundschau:
HELDEN IM HAUSHALT • Daniel Kothenschulte über den Zeichentrickfilm: „(…) Ebenso wichtig (…) ist für Bird die Erinnerung an eine Zeit, als der Trickfilm dezidiert auch Erwachsenenunterhaltung war. ‚Ich habe in meiner ganzen bisherigen Karriere versucht, verlorene Zuschauerschichten zu erreichen‘, sagte er uns seinerzeit im FR-Gespräch. ‚Als wir die Simpsons machten, sagten alle: Wer sieht sich denn so was an? Eine lustige Trickfilmserie für Erwachsene. Ich sagte: Ich würde das gerne sehen, ist denn da sonst niemand? Ich wollte immer, dass Trickfilm als Bühne für die Gesamtheit des Kinos gesehen wird, nicht nur als Kinderunterhaltung’ (…)“ • http://t1p.de/zld0

27.09.2018 • Der Tagesspiegel:
DAS BISSCHEN HAUSHALT • Jörg Wunder über den Zeichentrickfilm: „(…) Die Stärken des Originals – Tempo, Stringenz, vielschichtiger Humor, tolle Optik, präzise Charaktere, Film- und Comiczitate für die Nerds – werden nochmals zugespitzt. Und wer sich wundert, dass ‚Die Unglaublichen 2‘ trotz permanent wachsender Rechnerleistungen mit 200 Millionen Dollar doppelt so viel gekostet hat wie das Original (mit 1,2 Milliarden Dollar hat der allerdings auch doppelt so viel eingespielt), sollte sich in den Detailreichtum eines utopischen Mid-Century-Amerikas versenken, in dem Menschen vor Schaufenstern TV-Sendungen verfolgen, ferngesteuerte Autos und schwebende Züge aber zum Alltag gehören (…)“ • http://t1p.de/hh8y

27.09.2018 • die zukunft:
NUR BEDINGT UNGLAUBLICH • Michael Meyns über den Zeichentrickfilm „Die Unglaublichen 2“ (Kinostart: 27.09.2018) von Autor und Regisseur Brad Bird: „(…) Allzu berechnend wirkt ‚Die Unglaublichen 2‘, allzu sehr nach Schema F geschrieben und damit weitestgehend frei von der Originalität, die den ersten Teil so besonders machte. Das liegt zum einen an der schieren Masse der Superheldenfilme, aus denen ‚Die Unglaublichen 2‘ keineswegs herausragt, sondern nur ein weiterer, austauschbarer Teil ist, zum anderen am Bemühen von Brad Bird, sich dem Zeitgeist anzupassen und allerlei relevante Themen zu verhandeln. Neben der schon in DCs ‚Batman v Superman‘ oder Marvels ‚The First Avenger: Civil War‘ gestellten Frage nach dem Preis der von Superhelden verursachten Zerstörung, ist das vor allem der Versuch, Geschlechterrollen zu thematisieren (…)“ • http://t1p.de/zsdl


TV • RADIO

24.09.2018 • Radio SRF 2 – Kultur kompakt:
DIE KOMPLETTE GESCHICHTE CHINAS ALS COMIC – FUNKTIONIERT DAS? • Simon Leuthold über die Manhua-Serie „Chinas Geschichte im Comic – China durch seine Geschichte verstehen“ (Chinabooks) von Jing Liu: „(…) Die Bücher aus der Serie ‚Chinas Geschichte im Comic‘ liefern einen vertieften Einblick in die Zusammenhänge und Zyklen der chinesischen Geschichte. Einen Einblick, auf den man sich aber einlassen muss. Die Bilder, die Jing Liu verwendet, sind leicht zugänglich, zuweilen beinahe naiv. Doch die schiere Menge an Information, die in den Bildern und im sehr ausführlichen Text steckt, kann ein allzu unbedarftes Publikum auch etwas abschrecken (…)“ • http://t1p.de/scct

25.09.2018 • DLF – Corso:
DER NAGEL IN ASSADS MATRATZE – Cartoons über Syrien • Tobias Wenzel über die Ausstellung „Cartooning Syria“ (Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, bis 09.11.2018): „(…) Eigentlich wollte Ronald Bos einen Film über Karikaturisten aus Syrien drehen. Aber entstanden ist stattdessen eine Ausstellung mit dem Titel ‚Cartooning Syria‘ (…) Rund 40 Karikaturisten, die meisten Syrer, sind mit jeweils nur einem Werk in der Ausstellung vertreten. Einerseits ist das schade, weil man oft so fasziniert von einer Zeichnung ist, dass man gerne mehr von der Arbeit des jeweiligen Künstlers sehen würde. Andererseits wird so eine weltweit einmalige Vielfalt der politischen Karikatur zu Syrien präsentiert (…)“ • http://t1p.de/l6jy (Audio-Version online bis 03.04.2019)

25.09.2018 • DLF Kultur – Kompressor:
„ICH ARBEITE SEHR VIEL MIT SCHWARZEM HUMOR“ – Syrischer Karikaturist Garabet • im Gespräch mit Max Oppel • „(…) Als der Krieg in Syrien ausgebrochen sei, habe sich für ihn die Gefahr erhöht. Irgendwann habe er sich entscheiden müssen. ‚Da habe ich dann beschlossen, das Land zu verlassen, weil es gab eine echte Gefahr, dass eines Tages die Geheimpolizei vor der Tür steht und mich ins Gefängnis wirft.‘ Das Risiko habe er dann nicht eingehen wollen (…)“ • http://t1p.de/hdnv (Audio-Version online bis 03.04.2019)

26.09.2018 • SWR2 Radio – MusikGlobal:
FRÜHE WELTMUSIK – Die Schellackplatten des Comic-Zeichners Robert Crumb • von Christoph Wagner • Was die wenigsten wissen, ist, dass der Erfinder von „Fritz The Cat“ und „Mr Natural“ ein genauso leidenschaftlicher Sammler von Schellackplatten ist. Dabei hat Crumb über die Jahre eine riesige Sammlung an früher Weltmusik zusammengetragen. Christoph Wagner hat den Comic-Zeichner und Plattensammler getroffen, dessen Schellack-Kollektion einen Einblick in die Welt der traditionellen Musik vor hundert Jahren gibt • http://t1p.de/7w0q

26.09.2018 • WDR 5 Radio – Scala:
„ME, MY SHELF AND I“: ULLI LUST • von Christian Möller • „(…) Bretter, die die Welt bedeuten. In diesem Fall: Regalbretter. Für die Reihe ‚Me, my shelf and I‘ guckt WDR-5-Reporter Christian Möller Kulturmenschen ins Bücherregal. Diesmal bei der Comic-Autorin Ulli Lust in Berlin (…)“ • http://t1p.de/2okn

26.09.2018 • SWR2 Radio – Journal am Mittag:
EIN BEST-OF DER DEUTSCHEN COMIC-SZENE • über die Ausstellung „Graphic Novels. Aktuelle deutsche Comic-Romane“ (Galerie Stihl Waiblingen, 29.09.2018–06.01.2019) • Dass Graphic Novels oft kleine Kunstwerke sind, zeigt die Ausstellung in der Galerie Stihl in Waiblingen. Zu sehen ist dort eine Auswahl ganz unterschiedlicher Comic-Künstler aus dem deutschsprachigen Raum • http://t1p.de/gzv3 (online bis 26.09.2019)

26.09.2018 • rbb kulturradio – Comic des Monats:
GRAPHIC NOVEL: „DER BÜCHERDIEB“ VON ALESSANDRO TOTA • Andrea Heinze über die Graphic Novel „Der Bücherdieb“ (Reprodukt) von Alessandro Tota & Pierre Van Hove • Spätestens seit Thomas Mann ‚Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull‘ veröffentlicht hat, sind kultivierte Hasardeure Teil der Hochkultur. Im Comic ‚Der Bücherdieb‘ versetzt Alessandro Tota einen Hochstapler in die Pariser Intellektuellenszene um Jean-Paul Sartre. Andrea Heinze stellt unseren kulturradio ‚Comic des Monats‘ vor • http://t1p.de/1ztw (online bis 04.10.2018) • Bonusmaterial (u. a. von Flix): http://t1p.de/6hpf

26.09.2018 • ARTE – Journal:
COMIC: „AM LIEBSTEN MAG ICH MONSTER“ • von Bertrand Loutte • Noch vor einem Jahr war die amerikanische Comic-Autorin Emil Ferris nahezu unbekannt. Jetzt erregt sie mit ihrem Debüt-Band „Am liebsten mag ich Monster“ internationale Aufmerksamkeit • http://t1p.de/vfiy (online bis 28.09.2038)

28.09.2018 • ARTE – Tracks:
DAVE MCKEAN: GEZEICHNETE ALBTRÄUME • Dave McKean verwendet in seinen Arbeiten unterschiedliche Techniken, wie Zeichnen, Malen, Fotografie und Collage. Ende der 1980er Jahre revolutioniert er das Comic-Genre mit „Batman: Arkham Asylum“, einem der dunkelsten Abenteuer des Fledermaushelden • http://t1p.de/yn3p (online bis 29.09.2021)


PRESSESCHAU

20.09.2018 • Jungle World – dschungel:
DIE TRAUM-FRAU • von Georg Seeßlen • „In den sechziger Jahren schuf der italienische Zeichner Guido Crepax eine Comic-Heldin, wie es sie zuvor noch nicht gegeben hatte. Valentina, die dem Stummfilmstar Louise Brooks äußerlich nachempfunden war, wurde zu einer Ikone der italienischen Popkultur und zum Lieblings­objekt der semiotischen Theorie. Im Avant-Verlag erscheint nun die Gesamtausgabe des in Schwarzweiß gehaltenen Comic-Klassikers, der in Deutschland kaum beachtet wurde (…)“ • http://t1p.de/uvo6

20.09.2018 • Jungle World – dschungel:
LAKONIE UND SELBSTZENSUR • von Sabine Küper-Büsch • „(…) Alle drei Monate erhält der türkische Karikaturist Sefer Selvi Post von der Staatsanwaltschaft in Istanbul. Er wird informiert, welche seiner Zeichnungen Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens sind. Der Zeichner wird regelmäßig verdächtigt, den Präsidenten oder staatliche Institutionen beleidigt zu haben, die religiösen Gefühle der Mitbürger zu verletzen oder generell für Inhalte verantwortlich zu sein, die der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) subversiv erscheinen. Gegenwärtig steht Selvi wegen Beleidigung des ehemaligen Ministerpräsidenten Binali Yıldırım vor Gericht (…)“ • http://t1p.de/9ufq

24.09.2018 • Münchner Merkur:
FLIX – UND FERTIG • Michael Schleicher über „Spirou in Berlin“ (Carlsen) von Flix: „(…) Es ist eindrucksvoll, wie es Flix gelingt, die Menschenverachtung des Regimes aus- und bloßzustellen, ohne zu verharmlosen. Beklemmend gelingen ihm etwa die Szenen, als Fantasio im Stasi-Knast verhört und gefoltert wird. Andererseits achtet Flix, der etwa für die ‚FAZ‘ den wöchentlichen Strip ‚Glückskind‘ zeichnet, die dramaturgischen Regeln der Serie. Zeithistorisch Interessierte werden zudem verbürgte Zitate in neuem Kontext entdecken. Zeichnerisch bleibt Flix der klaren, gut zuordenbaren Farbgebung und Seitenstruktur der Reihe treu, spielt aber mit Größe und Zuschnitt der Panels (…)“ • http://t1p.de/lgmi (kostenpflichtig)

26.09.2018 • Stuttgarter Zeitung & Stuttgarter Nachrichten:
FLIX – UND FERTIG! • von Björn Springorum • „(…) Deswegen war die größte Herausforderung auch nicht handwerklicher Natur, wie er betont. ‚Natürlich habe ich mir große Mühe gegeben, viel recherchiert und weitaus mehr Hintergründe gezeichnet als sonst üblich. Viel schwieriger war es jedoch, über diesen langen Zeitraum von insgesamt drei Jahren die Spannung aufrecht zu erhalten und mit der Ungewissheit klarzukommen. Ich wusste ja lange nicht, wie es aufgenommen und ob es überhaupt jemals veröffentlicht werden würde.‘ Seit einigen Wochen steht fest: ‚Spirou in Berlin’ (…) wird in Deutschland überwiegend euphorisch goutiert (…)“ • http://t1p.de/idr5

26.09.2018 • Saarbrücker Zeitung:
WO EIN WASSERGEIST STADTGESCHICHTE ERKLÄRT – Das städtische Museum in Saarlouis • von Barbara Scherer • „(…) Neben Büsten von Vauban und Co. sind auch Aufsteller im Museum verteilt, die die Stadtväter als bunte Comic-Figuren zeigen. Diese stammen aus der Feder des Überherrner Comic-Zeichners Bernd Kissel, der zusammen mit Loew einen besonderen Weg konzipiert hat, um die Geschichte von Saarlouis begreif- und erlebbar zu machen: mithilfe eines neugierigen Wassergeistes namens Fluxus (…) Ein Flussgott ist Fluxus nicht, und in der Ausstellung des städtischen Museums ist er, abgesehen von seinem Aufsteller, auch nicht, sagt Loew. Aber die Comics finden sich auf der Internetseite des Museums, einige sind zudem als Buch erhältlich (…)“ • http://t1p.de/wcqz

26.09.2018 • Darmstädter Echo:
ARCHÄOLOGIE RUND UM ENTENHAUSEN • Reinhard Jörs über die Ausstellung „Entike – Archäologie rund um Entenhausen“ (Museum Schloss Fechenbach, Dieburg, bis 25.11.2018): „(…) In vielen Comicbildern von Donald Duck und seinen Freunden zieren im Hintergrund Gemälde die Wände des Entenhausener Universums. Ihre stilistische Nachbarschaft zu Werken in der wirklichen Welt der Kunstgeschichte ist offensichtlich. Als Beiwerk gedacht, führten sie ein Schattendasein. Ziel und Gegenstand der Ausstellung ist es, die kunsthistorische Bedeutung der Bilder einer breiten Öffentlichkeit deutlich zu machen (…)“ • http://t1p.de/5q0c

27.09.2018 • Der Tagesspiegel:
GRENZENLOS • Barbara Buchholz stellt das Werk der kanadischen Comic-Künstlerin Jillian Tamaki vor • „(…) Unter Jilian Tamakis Büchern dürfte ‚Grenzenlos‘ das am wenigsten zugängliche sein, es zeigt aber eine spannende Auseinandersetzung mit Inhalten und Formen – und das Werk einer vielseitigen Illustratorin, die unter anderem für ‚The New Yorker‘ und ‚The New York Times‘ arbeitet (…)“ • https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

27.09.2018 • Der Tagesspiegel:
UNGESCHMINKT UND UNRASIERT • Marie Schröer über „Girlsplaining“ (Reprodukt) von Katja Klengel: „(…) Behaarung, Menstruation, Reproduktionspflicht, weiblicher Orgasmus, gegendertes Spielzeug: Wer jetzt denkt, dazu sei alles gesagt, dem sei die Lektüre dringend ans Herz gelegt. Klengel kann für die Lesenden leisten, was dem ‚Geist der verrosteten Rasierklingen‘ im Comic gelingt. Sie schärft den Blick für Schieflagen (…)“ • https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

27.09.2018 • Der Tagesspiegel:
ANACHRONISMUS MIT AKTUALITÄT • Bela Sobottke über „Anibal 5“ (Schreiber & Leser) von Alejandro Jodorowsky und Georges Bess: „(…) Die Geschichte basiert auf Jodorowskys erstem Comic von 1966 und wurde diesmal in Zusammenarbeit mit seinem bewährten Mitstreiter Georges Bess neu interpretiert (…) Es gibt eine Menge, was man an ‚Anibal 5‘ kritisieren kann, zum Beispiel das Konzept von Sex als Fortsetzung des gewaltsamen Konflikts. Aber bei genauerer Betrachtung offenbart sich eine satirische Ebene, die unsere heutige Zeit fast noch passender kommentiert als die 90er Jahre (…)“ • https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

27.09.2018 • Der Tagesspiegel:
DRUCKFRISCH • Kurzbesprechungen von Neuerscheinungen:
• Christian Endres über den Manga „Jäger“ (Schreiber & Leser) von Jirō Taniguchi: „(…) der Krimi über Taku Ryumon, der entführte Jagd- und Blindenhunde aufspürt, ist seltsame bis grelle Genre-Kost (…)“
• Matthias Penkert-Hennig über die Graphic Novel „Nieder mit Hitler! Oder: Warum Karl kein Radfahrer sein wollte“ (avant) von Jochen Voit & Hamed Eshrat : „(…) die reale Geschichte Karl Metzners, macht deutlich, wie menschliches Handeln dem Hass Einhalt gebieten kann. Erst im Nationalsozialismus, dann in der DDR (…)“
• Ralph Trommer über „Stups und Steppke“ (Carlsen) von Hergé: „(…) Die neue Ausgabe enthält leider nur die später überarbeiteten Farbfassungen. Damit fehlen einige der stärksten Strips aus den Anfangsjahren, die satirische politische Anspielungen etwa gegen den aufkommenden Faschismus in Europa enthielten (…)“
https://epaper.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig, eventuell später kostenlos auch auf Tagesspiegel Online)

27.09.2018 • Berliner Zeitung:
DER ALLTAG MIT MONSTERN • Olaf Kieser über die Graphic Novel „Am liebsten mag ich Monster“ (Panini) von Emil Ferris: „(…) Inhaltlich wie ästhetisch ist ‚Am liebsten mag ich Monster‘ eine Herausforderung. Ferris, die einen Master of Fine Arts besitzt und über jahrelange Erfahrungen als Illustratorin verfügt, passt ihren Zeichenstil ständig dem Ton der Geschichte an. Sie kopiert Gemälde, Cover von Comic- und Pulp-Heften sowie verschiedene Kunststile. Detaillierte Bleistiftzeichnungen und bunte Kugelschreiberbilder gehen ineinander über. Ferris Stil liegt irgendwo zwischen Robert Crumb, van Gogh und Georg Grosz (…)“ • http://t1p.de/namw (kostenpflichtig)

27.09.2018 • Berliner Zeitung:
DEUTSCHLANDALBUM • Sabine Rohlf über die Graphic Novel „Heimat – Ein deutsches Familienalbum“ (Penguin) von Nora Krug: „(…) Krug relativiert nichts, lässt aber Raum für gemischte Gefühle, stellt Bilder, Motive, Zitate, eigene Gedanken nebeneinander. Und sie schildert das Unbehagen, das Herzklopfen, die Panik oder Erleichterung, die sie während ihrer Spurensuche empfand. Ihr ‚Familienalbum‘ ist zugänglich und komplex zugleich: Bilder über Bilder, sorgfältig komponiert, anspielungsreich, auf konkrete und sinnbildliche Zusammenhänge weisend. Dazu persönliche, sehr direkte Texte, sie stellen Nähe her und zeigen exemplarisch, wie es möglich ist, über die eigene Familie, über Deutschland nachzudenken und sich zugehörig zu fühlen, ohne etwas abzuspalten oder zu verklären (…)“ • http://t1p.de/tn99

27.09.2018 • Stuttgarter Zeitung & Stuttgarter Nachrichten – Regionalausgaben:
COMIC-ROMANE MIT TIEFGANG • Annette Clauß über die Ausstellung „Graphic Novels. Aktuelle deutsche Comic-Romane“ (Galerie Stihl Waiblingen, 29.09.2018–06.01.2019): „(…) Das Hauptaugenmerk liegt dabei freilich weniger auf den fertig gedruckten Comic-Bänden im Regal als auf den knapp 300 Exponaten, die an den Wänden ringsum hängen: Originalzeichnungen, Skizzen, Storyboards und Drucke von 17 zeitgenössischen Comiczeichnerinnen und -zeichnern aus dem deutschsprachigen Raum. Sie alle demonstrieren, welche Bandbreite an Themen in den Graphic Novels – Comics mit literarischem Anspruch – behandelt wird (…)“ • http://t1p.de/2lbm

27.09.2018 • Südwest Presse, Ulm:
„FREUE MICH ÜBER GUTEN RIECHER“ • von Claudia Reicherter • „Ganz schön mutig, in Zeiten zunehmenden Leserschwunds einen eigenen Verlag zu gründen. ‚Mutig wie bescheuert‘, meint Annette Köhn lapidar. Vor sieben Jahren hat sie den Jaja-Verlag aus der Taufe gehoben, der zuletzt durch Dominik Wendlands Comic ‚Tüti‘ Aufsehen erregte. Der gezeichnete Thriller mit dem wohl subversivsten derzeit möglichen Helden war im Mai für den renommierten Max-und-Moritz-Preis nominiert und hat jüngst den Bayerischen Kunstförderpreis gewonnen, der am 6. November in der Hochschule für Fernsehen und Film in München übergeben wird (…)“ • http://t1p.de/xjx3

27.09.2018 • epd-Beitrag:
PARTY IN DER SCHEUNE – Oma Duck wird 75 • von Andreas Rehnolt • „(…) Oma Duck wird 75. Am 27. September im Jahr 1943 tauchte sie erstmals als Figur in einem Comic-Strip ihres Erfinders auf, des Disney-Zeichners Al Taliaferro. Trotz Oma-üblicher grauer Haare sieht man Dorette Duck ihr Alter nicht an. Sie wirkt frisch und unternehmungslustig. Nun weiß man, dass Comicfiguren so gut wie nie altern. Das gute Aussehen und ihre Fitness haben bei Oma Duck aber wohl vorrangig mit ihrer meist ruhigen Lebensart und ihrer extrem gesunden Ernährung zu tun. Einige betrachten die alte Dame denn auch als eine Art Öko-Traditionalistin am Rand der Comicmetropole (…)“ • http://t1p.de/i59w

28.09.2018 • Passauer Neue Presse & Kopfblätter:
ALLE WOLLEN SPIDER-MAN • Katarina Cavar über das Konsolenspiel „Marvel’s Spider-Man“ (Sony Interactive) von Bryan Intihar & Ryan Smith: „(…) Was ‚Marvel’s Spider-Man‘ aber so überragend macht, ist das Gameplay. Nach nur wenigen Minuten vergisst der Spieler fast schon, dass er einen Controller in der Hand hat, so intuitiv fühlen sich die Bewegungen an, die Spider-Man im Spiel auf Knopfdruck ausübt. Egal ob man gerade eine Gruppe von Bankräubern vermöbelt oder mit Spinnweben durch New Yorks Hochhausschluchten schwingt – beides hinterlässt beim Spieler ein Gefühl der Euphorie, das bis zum Schluss anhält (…)“ • http://t1p.de/nrha (Registrierung nötig)


NETZSCHAU

21.09.2018 • taz.de – [‚kɒmik_blɔg]:
EIN KANNIBALISCHES SYSTEM • Mario Zehe über „Illustrated (Hi)stories – Kolonialsoldaten im Ersten Weltkrieg“ (Bundeszentrale für politische Bildung) von Elisabeth Desta (Hrsg.): „(…) Der Veröffentlichung des Buches ging vor vier Jahren eine Ausstellung der Geschichtsagentur Zeitläufer voraus, die 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges ein kaum bekanntes Kapitel europäischer Kolonial- und Weltkriegsgeschichte beleuchten wollte. Elf europäische Comicmacher*innen haben sich im Rahmen des Ausstellungsprojekts mit Geschichte, Historisierung und Mythisierung der so genannten Askaris – afrikanische Soldaten im Dienste der europäischen Kolonialtruppen – auseinandergesetzt und ihre Reflexionen in kurze grafische Erzählungen überführt. Neun dieser damals entstandenen Exponate haben es schließlich in den vorliegenden Band geschafft (…)“ • http://t1p.de/idwz

25.09.2018 • Titel Kulturmagazin:
FRAGMENTE DER ABWESENHEIT • Birte Förster über „Lichtung“ (Reprodukt) von Antonia Kühn: „(…) In ihrer Umsetzung der größtenteils aus Pauls Perspektive erzählten Familiengeschichte schafft Zeichnerin Kühn eine beeindruckende Vielschichtigkeit und kommt dabei fast ohne Worte aus. In ihren schwarz-weißen Zeichnungen entsteht eine kraftvolle Symbolsprache, die Gedanken, Emotionen und Eindrücke widerspiegelt und diese in freien Assoziationen verwebt (…)“ • http://t1p.de/664k

25.09.2018 • Dein Antiheld:
DAREDEVIL: SO FINSTER DIE NACHT • Matthias Penkert-Hennig über die bei Panini erschienenen Band von Charles Soule, Goran Sudžuka u. a.: „(…) Vieles scheint sich getan zu haben in der Welt des Teufels aus ‚Hells Kitchen‘. Das liegt unter anderem daran, dass Panini sich nach zwei Jahren dazu entschieden hat doch wieder Daredevil-Comics in Deutschland zu veröffentlichen. Wir steigen hier also in die Kapitel 8 bis 14 der laufenden Reihe ein. Aber auch in den amerikanischen Veröffentlichungen ist den Lesern nicht bekannt, wie es zu den vielen Veränderungen im Setting kam. Dies wird wohl in folgenden Veröffentlichungen erklärt (…)“ • http://t1p.de/8rnr

25.09.2018 • Comic Report Online:
RUNDE 4 FÜR HAUPTMANN VEIT – Interview mit Nofi • von Falk Straub • „(…) Anfang des Jahres machte eine befreundete Agentur in Hamburg mir den Vorschlag einer Verfilmung, beginnend mit einem Drehbuch, das über Crowdfunding eingeworben werden soll. War ich zunächst auch skeptisch, so fand ich den Ansatz, das Projekt quasi ‚von unten‘ zu versuchen, sehr gut. Die Erfahrung mit dem erwähnten Trailer und den damit verbundenen Auseinandersetzungen mit Sendern war seinerzeit sehr ernüchternd. Uns drohte damals, die Kontrolle über Inhalt und Form des Stoffes zu verlieren. Sender haben eigene Wünsche und Forderungen, die sind oft dem Stoff mehr als abträglich (…)“ • http://t1p.de/3a3o

25.09.2018 • Splashcomics:
COMIC-BESPRECHUNG – ZETARI INTEGRAL • Jons Marek Schiemann über das bei Erko erschienene Album von Martin Lodewijk & John M. Burns: „(…) In dem Integral sind beide Bände der Fantasy-Serie ‚Zetari‘ enthalten und offenbaren sich als eine typische Heroic Fantasy. Ein Krieger, in diesem Fall sogar eine weibliche Kriegerin deren Namen sie auch für den Titel der Reihe hergibt, versiert mit dem Schwert und nur an das Gold denkend, nimmt Aufträge an bei denen es dann Kampf um Kampf gibt und allerlei Abenteuer und Gegner bezwungen werden müssen. Man muss zwangsläufig an den Archetyp dieses Subgenres, ‚Conan der Barbar‘, denken. Nur eben mit einer weiblichen Figur, also einer Art ‚Red Sonja’ (…)“ • http://t1p.de/pqcf

26.09.2018 • Tagesspiegel Online:
DRECKIG, SCHNELL UND UNSTERBLICH • Kai Müller über „One Two Three Four – Ramones“ (Knesebeck) von Xavier Bétaucourt, Bruno Cadène & Eric Cartier: „Es ist nicht der erste Comic über die Punkrock-Pioniere aus New York, aber das erste, das sie nichts als Witzfiguren darstellt, als übellaunige Anti-Beatles mit Lederjacken und aufgerissenen Jeans. ‚One, Two, Three, Four‘ ist eine Punkrock-Erzählung in Schwarzweiß, ein Albtraum aus Drogen, Kaputtheit und lange versagtem Erfolg. Geschildert wird sie aus der Perspektive von Dee Dee, dem Bassisten, der 2002 an einer Überdosis starb (…)“ • http://t1p.de/27nq (Erweiterte Fassung der Kurzbesprechung in der Rubrik „Druckfrisch“ der Print-Ausgabe vom 27.07.2018)

26.09.2018 • SR.de:
EINE PASSION WIRD ZUM BERUF – Exklusivinterview mit Eckart Schott von Salleck Publications • von Gerd Heger • „(…) Die Auflagen schwanken zwischen knapp über 1.000 bis 4.000 Exemplare. Das mit dem Rentieren hängt auch am Verkaufspreis. Und die Bestseller wie Yakari tragen auch die schwachen Titel. Die ersten Yakari-Alben sind inzwischen fünfstellig (…) Die Zeichner, die am häufigsten auf Tour mit mir waren, sind Eddy Paape und Albert Weinberg – beide leider schon verstorben – und Hermann, den ich zwar nicht verlege, aber der immer wieder gerne kommt (…)“ • http://t1p.de/fby4

26.09.2018 • Comicleser:
SPIROU UND FANTASIO GESAMTAUSGABE, Band 9 • Bernd Weigand über das bei Carlsen erschienene Album von Jean-Claude Fournier: „(…) Fournier bringt hier etliche Slapstick-Elemente, wodurch die Handlung in dem alten Gemäuer immer wieder in Klamauk abdriftet. Während ‚Die Goldmacher‘ noch von Franquin geprägt war, bleibt ‚Zucker im Tank‘ mit dem fernöstlichen Touch das Highlight dieses Bandes der Gesamtausgabe. Fournier gibt also gleich zu Beginn seiner ‚Spirou-Periode‘ eine gute Figur ab und erweist sich als würdiger Nachfolger Franquins. Der wird in der abschließenden Kurzgeschichte ‚Überraschung, Papa!‘ von seinen Figuren, die er für Spirou erdachte, überrascht und geehrt (…)“ • http://t1p.de/3qhb

27.09.2018 • Bizzaro World:
BATMAN ZEICHNER NORM BREYFOGLE IM ALTER VON 58 JAHREN VERSTORBEN • von Emanuel Brauer • „Wie nun bekannt wurde, ist der Comiczeichner Norm Breyfogle am vergangenen Wochenende im jungen Alter von 58 Jahren verstorben. Details über seinen Tod wurden jedoch seitens der Familie nicht bekannt gegeben. Comicfans brachten den talentierten Zeichner vor allem mit seinen Arbeiten an diversen Batman Titeln für DC Comics in Verbindung. Seit 1987 arbeitete Breyfogle in regelmäßigen Abständen für den Verlag und zeichnete u.a. auch an ‚Detective Comics’ (…)“ • http://t1p.de/f4v4


COMIC-TIPP DES TAGES

BRIEFKASTEN DES GRAUENS • von Daniela Schreiter • http://t1p.de/b5fl


CARTOON-TIPP DES TAGES

PRESSEKONFERENZ • von Harm Bengen • http://t1p.de/mvgu