die neunte • Comic-Presseschau

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 29. Oktober 2018.


TV • RADIO

29.10.2018 • ORF 2 Fernsehen – Guten Morgen Österreich:
TALK MIT COMIC-ZEICHNER CHRIS SCHEURER • Chris Scheurer zeichnet, seit er denken kann alles, was ihm unterkommt – am liebsten das, was ihn gar nicht interessiert, weil er dadurch am meisten lernen kann. Und lachen kann man darüber auch, wie seine Comics beweisen • http://t1p.de/2ll7 (online bis 04.11.2018)

29.10.2018 • rbb Kulturradio:
MIKAEL ROSS: „DER UMFALL“ – der erste Comic, der mit Hilfe des neuen Berliner Comicstipendiums veröffentlicht wurde • Moderator Peter Claus im Gespräch mit der Comic-Expertin Andrea Heinze • Als Anfang des Jahres das erste Berliner Comicstipendium vergeben wurde, ging es an Mikael Ross, der über einen jungen Mann mit geistiger Behinderung recherchieren wollte – und wie der in einer Einrichtung für behinderte und nicht behinderte Menschen heimisch wird. Inzwischen ist der Comic zu dieser Recherche erschienen. „Der Umfall“ heißt er, Mittwochabend wird das Buch in der Bibliothek am Luisenbad in Berlin Wedding vorgestellt • http://t1p.de/adif (online bis 06.11.2018)


PRESSESCHAU

27.10.2018 • Weser-Kurier, Bremen:
DIE BEATLES UND IHR U-BOOT SIND ZURÜCK • AKN über die Graphic Novel „The Beatles – Yellow Submarine“ (Panini) von Bill Morrison: „(…) Verantwortet wurde das Projekt von Simpsons-Zeichner und ‚Mad‘-Chefredakteur Bill Morrison, der sich außerdem den auch von den Simpsons-Comics bekannten Zeichner Nathan Kane mit ins Boot holte. Natürlich finden sich in der komprimierten Story auch der liebenswerte ‚Nowhere Man‘ und die vier Beatles, die aus Liverpool herbeieilen, um Pepperland zu retten (…)“ • http://t1p.de/emmb (kostenpflichtiges E-Paper)

28.10.2018 • Der Tagesspiegel – Spielzeit:
HEIMSPIEL EINES UNBERECHENBAREN SPÄT-PUNKS – Comiczeichner und Comedian Fil Tägert verortet sich hoch oben: „The Fil on the Hill“ • von eNTe • „(…) Nach dem Gruselcomedy-Standup ‚Der blanke Horror‘ (noch einmal am 25.11. im Mehringhoftheater) folgt nun ‚The Fil on the Hill‘. Schön, dass der bekennende Spät-Punk mit diesem Titel auch den Beatles ein Denkmal setzt. Seinen köstlich abstrusen Humor packte er überdies in zwei Romane. Im aktuellen, ‚Mitarbeiter des Monats‘ (Rowohlt), glänzt der formidable Fil mit fundierten Kenntnissen der 80er-Jahre-Szene (…)“ • http://t1p.de/eiqz (kostenpflichtig)

28.10.2018 • Kurier, Wien:
DER GANZ GANZ KLEINE NICK • Peter Pisa über „Der kleine Nick – Wie alles begann“ (Diogenes) von René Goscinny & Sempé: „(…) Bevor ‚Petit Nicolas‘ berühmt wurde, bevor die Geschichten von René Goscinny (später Autor von Asterix und Lucky Luke) und dem Zeichner Sempé berühmt wurden, gab es ihn – als farbigen Comic-Strip. Veröffentlicht nur von September 1955 bis Mai 1956 in dem belgischen Magazin Le Moustique. Danach kam die Verwandlung: Mehr Text von Goscinny und jeweils drei, vier Schwarz-Weiß-Illustrationen von Jean-Jacques Sempé (…) Die 28 Comic-Strips wurden vergessen, sogar von Sempé, wie der Franzose erzählt; und so sind sie zu einem Schatz geworden, den man jetzt gehoben hat (…)“ • http://t1p.de/r3l8

29.10.2018 • Süddeutsche Zeitung:
NEUE HEXEN BRAUCHT DAS LAND • Alexandra Belopolsky über die Netflix-TV-Serie „Chilling Adventures of Sabrina“ von Roberto Aguirre-Sacasa nach der gleichnamigen Comic-Serie von Archie Comics: „(…) Die Neuauflage der 90er-Jahre-Sitcom ‚Sabrina –Total Verhext!‘, das wird schnell klar, hat jede kindliche Unschuld hinter sich gelassen. Dunkler, feministischer und politischer denn je, ist die neue Sabrina der Inbegriff der Evolution amerikanischer Teenieserien in den vergangenen drei Jahrzehnten. Die Geschichte der halbsterblichen jugendlichen Hexe, die zwischen der Hexenwelt und der Welt der Sterblichen die Balance sucht, erinnert eher an ‚American Horror Story’ (…)“ • http://t1p.de/ve81

29.10.2018 • Der Tagesspiegel:
COMIC-HELD DER WOCHE: MEISTER DER SELBSTTÄUSCHUNG • Ute Friederich über die Graphic Novel „Der Bücherdieb“ (Reprodukt) führen Alessandro Tota & Pierre Van Hove: „(…) Im Paris der 1950er-Jahre studiert er Jura, seine eigentliche Leidenschaft ist jedoch das Schreiben und er träumt vom großen Ruhm als Schriftsteller. Er treibt sich außerdem häufig in Buchhandlungen herum und lässt das eine oder andere Exemplar in seiner Tasche verschwinden, was ihm den Spitznamen ‚Bücherdieb‘ einbringt. In ihrem gleichnamigen Comic nehmen Alessandro Tota und Pierre van Hove den Leser in klaren schwarz-weißen Panels und einer mehr oder weniger regelmäßigen Seitenarchitektur mit ins Paris der 1950er-Jahre, in die Cafés von Saint-Germain-des-Prés, in denen die Literaturszene sich trifft und der Geist des Existentialismus in der Luft liegt (…)“ • http://t1p.de/yf0r

29.10.2018 • Leipziger Volkszeitung:
SELBSTIRONISCHES FEMINISTISCHES MANIFEST • Lena Baumann über die Graphic Novel „Girlsplaining“ von Katja Klengel: „(…) Der jüngst erschienene Comic ‚Girlsplaining‘ ist ein Zusammenschnitt der gleichnamigen Web-Comic-Kolumne der Berliner Autorin auf Broadly, dem Frauenkanal von Vice, in der sie ein Jahr lang selbstironisch die Ängste und Zwänge des Frau-Seins karikierte. Klengel – heute mit ihrem Werk zu Gast in der Moritzbastei – schwenkt die feministische Keule, ohne Nervensäge zu sein. Dafür sind ihre Zeichnungen viel zu überspitzt. Obwohl sie die Comic-Anti-Heldin, zum Beispiel in ihrem idiotischen Rasierzwang, auf die Schippe nimmt, bleibt deren Würde stets gewahrt (…)“ • http://t1p.de/fwt9 (kostenpflichtig)

29.10.2018 • Die Welt:
FRAUEN, DIE MÄDCHEN DIE WELT ERKLÄREN • Marlen Hobrack u. a. über die Graphic Novel „Girlsplaining“ von Katja Klengel: „(…) Mit ‚Girlsplaining‘ von Katja Klengel und ‚How To Be A Girl‘ von Julia Korbik liegen mir gleich zwei Buchneuerscheinungen vor, die sich den Sorgen heranwachsender Mädchen widmen (…) Jedenfalls wollen die Comics gerade junge Frauen ‚empowern‘; sie sind aber auch eine Botschaft der Autorin an ihr jüngeres Ich. Dabei sind sie bisweilen, vielleicht ist es der Comicform geschuldet, oberflächlich in der Problemanalyse. Im Kapitel zur Vulva heißt es, ‚für Freud war die Vagina nur ein kastrierter Penis‘, das ist natürlich Unsinn und letztlich die vereinfachte Version der ohnehin vereinfachten feministischen Kritik an Freud (…)“ • http://t1p.de/f6jr (kostenpflichtig)


NETZSCHAU

27.10.2018 • die zukunft:
GEZEICHNETER GAIMAN-GRUSEL • Christian Endres über „Neil Gaiman’s Likely Stories“ (Dark Horse) von Neil Gaiman & Mark Buckingham: „(…) Wer die Storys (Foreign Parts, Feeders and Eaters, Looking for the Girl, Closing Time) im Prosa-Original nicht kennt und unbedingt eine visuelle Adaption braucht, dem könnte jetzt über den Comic-Umweg geholfen werden. Denn der preisgekrönte britische Künstler Mark Buckingham (‚Fables‘, ‚Peter Parker: Spider-Man‘), der mit Gaiman einst ‚Miracleman‘ und ‚Sandman: Death‘ umsetzte, adaptierte die ‚Likely Stories‘ seines berühmten Trauzeugen nun noch einmal in Panel-Form. In einem Hardcover-Band beim US-Verlag Dark Horse sind alle Comic-Versionen der düsteren Gaiman-Garne gesammelt (…)“ • http://t1p.de/ectn

27.10.2018 • Splashcomics:
COMIC-BESPRECHUNG – GANTZ – PERFECT EDITION 1 • Bernd Hinrichs über den bei Cross Cult erschienenen Manga von Hiroya Oku: „(…) Ich las die ersten Seiten und dachte nur: ‚Wow, was für ein furioser Start‘. Denn die Konfusion für die Leser hat nach den ersten Seiten noch längst kein Ende und hält im ersten Band komplett an. Über 800 Seiten lang spielt Hiroya Oku mit dem Leser. Handelt es sich bei allem um eine neue perverse Fernsehshow, in der es darum geht, auf der Erde gelandete Aliens auszuschalten? Oder sind Kei und Masaru einfach tatsächlich tot? Und falls ja, ist dies dann das Paradies oder die Hölle? Geschickt spielt Oku mit den Erwartungen der Leser, lässt ihre Vermutungen ins Leere laufen und sorgt für absolute Verwirrung (…)“ • http://t1p.de/uam7
Weitere aktuelle Rezension auf Splashcomics:
• Christel Scheja über „After the Rain“ 1 (altraverse) von Jun Mayuzuki
• Bernd Hinrichs über „Unschlagbar“ 1 (Carlsen) von Pascal Jousselin
• Christel Scheja über „Gamers!“ 1 (altraverse) von Sekina Ayo & Tsubasa Takahashi
• Bernd Hinrichs über „Alwilda“ 1 (All-Verlag) von Jean-Yves Mitton
http://www.splashcomics.de/php/rezensionen

29.10.2018 • faz.net – Comic-Blog:
GESPENSTISCH GUT • Andreas Platthaus über „Journal d’Italie 2: Hong Kong, Osaka“ (Delcourt) von David B.: „(…) Doch Moment: Wie kann das sein? Zwei asiatische Länder in einem Comic mit dem Titel ‚Italienisches Tagebuch‘? Ja, denn David B. hat den alten Titel stehengelassen und statt der Stationen ‚Triest, Venedig‘, die den Gegenstand des ersten Teils bildeten, diesmal ‚Hong Kong, Osaka‘ als Untertitel daruntergesetzt. Mag sein, dass er ursprünglich eigentlich weitere Begebenheiten aus Italien hatte erzählen wollen, aber die lange Pause von acht Jahren spricht nicht dafür, dass dieser Wunsch ausgesprochen dringlich gewesen wäre. Wobei David B. sich gerne Zeit lässt. Kamen die italienischen Tagebucheinträge schon mit fünfjährigem Abstand nach den realen Begegnungen, sind es diesmal sogar dreizehn Jahre, die seit den Reisen des Zeichners nach Fernost vergangen sind (…)“ • http://t1p.de/kmaa

29.10.2018 • Comicleser:
ZEITENWENDE – NACH DEM KRIEG, Band 2 • Bernd Weigand über das bei Panini erschienene Album von Éric Warnauts & Guy Raives: „(…) Mit diesem Band endet vorerst die Geschichte von Thomas, der Chronik seiner Familie und seiner Freunde (von 1938 bis 1949). Immer eng verwoben mit dem historischen Kontext, was auch hier wieder eine Zeittafel am Ende des Albums deutlich macht. Doch Warnauts und Raives widmen sich weiter dem Thema und ihren Figuren. Der in Frankreich bzw. Belgien bereits erschienene Zweiteiler ‚Les Jours Heureux‘ (‚Glückliche Tage‘) setzt zehn Jahre später ein und behandelt Bernadette, Thomas‘ Tochter, als zentrale Figur. Hoffentlich auch bald bei Panini (…)“ • http://t1p.de/fnf8


COMIC-TIPP DES TAGES

TOTES MEER #636 • von 18 Metzger • http://t1p.de/7pge


CARTOON-TIPP DES TAGES

MERZOWEEN • von Heiko Sakurai • http://t1p.de/9sgt