die neunte • Comic-Presseschau

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 21. Dezember 2018 mit einem starken Fokus auf die beiden gerade in den Kinos laufenden Superhelden-Filme „Spider-Man: A New Universe“ und „Aquaman“. Auch schon dabei ist am Ende des Presse-Bereichs ein erster Nachruf auf F.W. Bernstein.


TV • RADIO

12.12.2018 • DLF Kultur – Kompressor:
SANFT GESCHWUNGENE LANDSCHAFTEN UND GRAUSIGE DÄMONEN • 170 min • Katrin Doerksen über „Berichte aus Japan. Ein Zeichner auf Wanderschaft“ (avant) von Igort: „(…) Wo Igort also in seinem ersten Japan-Bericht den großen Manga-ka ein Denkmal setzt, dringt er nun im Nachfolgeband noch weiter vor zu den Ursprüngen der Kunst. Zu japanischen Literaten wie Basho oder Kawabata Yasunari, dem Literaturnobelpreisträger von 1968. Zu traditionellen japanischen Papierherstellern. Für Igort, den leidenschaftlichen Leser und Zeichner seit frühesten Kindheitstagen, ist das eine sehr persönliche Angelegenheit, sein Blick auf Japan immer auch nostalgisch. Gerade darin unterscheidet er sich von den Lost-In-Translation-Ansätzen, die in der Begegnung mit dem Land der aufgehenden Sonne mit Vorliebe den ‚culture clash‘, die Reizüberflutung hervorheben (…)“ • http://t1p.de/s477 (Audio-Version online bis 20.06.2019)

14.12.2018 • DLF Kultur – Im Gespräch:
DER MEISTER DES KREATIVEN STRICHS – Comiczeichner Flix • 34 min • Moderatorin Ulrike Timm im Gespräch mit dem Comic-Künstler • „(…) Er nennt die Geschichte ‚Spirou in Berlin‘ und lässt sie in der DDR – kurz vor dem Fall der Mauer – spielen. Schon nach einem Tag ist ‚Spirou in Berlin‘ vergriffen. Inzwischen gibt es die sechste Auflage, 40.000 Bücher sind verkauft. Und die Erfolgsgeschichte von Flix geht weiter. Zur Zeit zeichnet der 42-Jährige an einer ‚Asterix‘-Jubiläumsausgabe mit. Der Kult-Comic feiert im nächsten Jahr seinen 60. Geburtstag. Am Jubiläumsband sind 60 internationale Künstler beteiligt: ‚Ich darf eine Seite ‚Asterix‘ machen – total geil’ (…)“ • http://t1p.de/sy1t (Audio-Version online bis 22.06.2019)

15.12.2018 • DLF Kultur:
GENIALER WORTSCHÖPFER UND SONDERLING – Eine Lange Nacht über Wilhelm Busch • 170 min • von Maria Franziska Schüller • Er ist der in Deutschland meistgelesene Schriftsteller des 19. Jahrhunderts und gleichzeitig eine Art Eckensteher der deutschen Literaturgeschichte, der mit spitzer Feder sowohl aufspießte als auch liebevoll porträtiert, was er sahr. Der 1832 geborene Wilhelm Busch gilt manchen als einer der größten Wortschöpfer der deutschen Sprache, der weit mehr zu bieten hat als ‚Max und Moritz‘ und ‚Die fromme Helene‘. Bekannt ist er als Satiriker, als Meister der Bilderposse, aber kennen wir ihn wirklich – den Sonderling, Satiriker, den Großvater des Comic? War der ewige Junggeselle ein Frauenhasser oder gar Frauenrechtler, Kirchengegner, Sadist, Philosoph, Misanthrop oder Familienmensch? • http://t1p.de/9nul (online wohl nur bis 22.12.2018!)

16.12.2018 • hr Fernsehen – hessenschau:
ADVENTSKALENDER: 16. DEZEMBER • 3 min • von Manon Baehr • Der Adventskalender – heute mit Auszeichnung: Daniel Stieglitz hat den Golden Nosey gewonnen, den Oscar für Karikaturisten. Die hessenschau hat Steglitz in Kassel besucht • http://t1p.de/uhnm (online bis 23.12.2018)

18.12.2018 • rbb kulturradio – Comic des Monats:
„DAS WASSERGESPENST VON HARROWBY HALL“ • 5 min • Andrea Heinze über die bei Carlsen in der Reihe „Die Unheimlichen“ erschienene Graphic Novel von Barbara Yelin: „Alle Jahre wieder wird Schloss Harrowby Hall am Heiligabend von einem Wassergespenst heimgesucht, das schweren Schnupfen beschert – und mitunter sogar den Tod bringt. Die preisgekrönte Barbara Yelin hat die über 120 Jahre alte Schauergeschichte mit einer guten Portion Humor als Comic adaptiert (…)“ • http://t1p.de/7l17 (Audio-Version online bis 26.12.2018) • Bonus-Video mit Katja Klengel auf der Hauptseite: https://www.kulturradio.de/rezensionen/comic/

18.12.2018 • DLF Nova – Eine Stunde Film:
AQUAMAN IST GAR NICHT SCHEISSE • Sendung ins. 29 min • Moderation: Tom Westerholt • Im Schwerpunkt geht es um den Kinofilm „Aquaman“ (us, 2018) von Regisseur James Wan: „(…) Die Unterwasser-Action wurde von Regisseur James Wan toll umgesetzt und an die andersartige Beschaffenheit angepasst, inklusiv sich permanent wie unter Wasser wiegender CGI-Haare, da wurde nicht geschlampt. Am Ende ist dann aber doch nicht alles super bei Aquaman. Denn Anna Wollner hat den Aquaman-Darsteller getroffen – und Jason Momoa zeigte sich leider wenig heldenhaft im Interview für Eine Stunde Film (…)“ • U. a. geht es zudem noch um die Pläne von Apple mit den „Peanuts“ • http://t1p.de/84rw

18.12.2018 • BR Radio Bayern 2 – BuchFavorit:
MIKAEL ROSS: „DER UMFALL“ • 5 min • Niels Beintker über die bei avant erschienene Graphic Novel • In seiner Graphic Novel „Der Umfall“ porträtiert der Berliner Comic-Zeichner Mikael Ross ein inklusives Dorf in Niedersachsen. Dorf findet Joel, die Hauptfigur seiner Geschichte, ein neues Zuhause • http://t1p.de/7pzl

20.12.2018 • DLF Kultur – Lesart:
ZUM FILMSTART „SPIDER-MAN: A NEW UNIVERSE“. Sprung vom Comic in den TV-Mainstream • 9 min • Stefan Mesch über den Animationsfilm „Spider-Man: A New Universe“ (us, 2018) der Regisseure Bob Persichetti, Peter Ramsey & Rodney Rothman, aber auch über die derzeitige Situation des amerikanischen Comic-Markts und das Programm von Marvel Comics im Besonderen • http://t1p.de/vin3


PRESSESCHAU

12.12.2018 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
EINE SOZIALE BEWEGUNG QUER DURCH DIE GALAXIEN • 1017 Wörter • Elena Witzeck über den Animationsfilm „Spider-Man: A New Universe“ (us, 2018) der Regisseure Bob Persichetti, Peter Ramsey & Rodney Rothman: „(…) Mal abgesehen davon, dass diese Kombination aus schrägen Charakteren äußerst unterhaltsam ist, fügt sich die Idee der sich überlappenden Comicuniversen bestens in die Erwartungen der digitalen Popkultur. Jede der Welten funktioniert für sich und lässt dennoch Raum für Interpretationen. Wenn Peter Parkers Freundin Gwen Stacy Spider-Gwen ist und in ihrer Paralleldimension die einzige Figur mit Superkräften, was bedeutet das für die Beziehung zwischen Peter und ihr? Wie frei könnten sich die Helden zwischen den Universen bewegen, wenn es keine Zeitmaschine gäbe? Eine Weiterführung des Spider-Gwen-Stoffs ist bereits in Arbeit, es geht immer auch um die Erträge (…)“ • http://t1p.de/8b6o

12.12.2018 • Süddeutsche Zeitung:
PALAST AUS STEIN UND WILLENSKRAFT • 815 Wörter • Fritz Göttler über die Graphic Novel „Die Saga von Grimr“ (avant) von Jérémie Moreau: „(…) Die Schönheit Islands ist herzzerreißend in diesem Buch. ‚Deine Schönheit ist eine Zumutung‘, sagt einer, der eben Frau und Kind verloren hat, ‚und nun demütigst du mich auch noch, indem du mich dich nicht hassen lässt.‘ Jérémie Moreau, der für das Buch vor zwei Jahren beim Comic-Festival in Angoulême den Fauve d’Or bekam, hat sich natürlich an Halldór Laxness orientiert, der ‚Islandglocke‘. In einer Nachbemerkung enthüllt er das wirkliche Wesen seines Helden Grimr, der nicht durch Eroberung sich einen Namen machte, sondern als er eines Nachts eine gewaltige Steinbarrikade an einem Berghang errichtete, hinter der die Dorfbewohner dann bei einem Vulkanausbruch Schutz suchen konnten (…)“ • http://t1p.de/2cxa (buecher.de)

13.12.2018 • stern, Nr. 51/2018:
„WAS FÜR EINE BLÖDE IDEE“ • 1446 Wörter • Kester Schlenz im Gespräch mit dem Cartoonisten Tetsche • „(…) Letzte Nacht ist mir ein Wesen von einem anderen Stern erschienen und hat mich unter Androhung härtester Strafen wie Beschlagnahme meines Kreativitäts-Boards und Blitzverkalkung meines hochtalentierten Zeichenstifts sowie Zwangsräumung meines Dienst-Porsches aufgefordert, die allseits beliebte Tetsche-Seite im ’stern‘ einzustellen. Was für eine blöde Idee! Aber ich zeichne natürlich weiter. Nur nicht mehr jede Woche für euch (…)“ • http://t1p.de/ryma (kostenpflichtig, siehe auch „Netzschau“)

13.12.2018 • Hannoversche Allgemeine Zeitung:
EIN MEISTER DER VERDICHTUNG – Ralph Ruthe im Pavillon Hannover • 631 Wörter • von Ronald Meyer-Arlt • „(…) Man kann bei Ruthe einiges über Kreativität lernen. Einmal sagt er: ‚Ich habe mich hingesetzt und mir Witze einfallen lassen‘. Das klingt simpel, ist aber ein sehr guter Rat. Wer kreativ sein will, muss sich hinsetzen und sich etwas einfallen lassen. Er muss nicht loslaufen und sich Spezialstifte kaufen. Oder ein extrabreites Tablet. Oder neue Kopfhörer. Anfangen! Das ist das Wichtigste, wenn man kreativ tätig sein möchte. Manchmal können auch Begrenzungen bei der Einfallsfindung hilfreich sein. Ralph Ruthe hat es eine Zeit lang mit Tragik und Katastrophen versucht. Herausgekommen sind Cartoons, die unter dem Titel ‚Shit happens!‘ einige Bände füllen (…)“ • http://t1p.de/c8s6

13.12.2018 • Jungle World – dschungel:
„EIN ENDLOSER SCHWALL AN GOSSIP, GEJAMMER UND GEQUATSCHE“ • 743 Wörter • Julia Oellingrath im Gespräch mit dem niederländischen Comic-Künstler Typex über seinen Band „Andy – A Factual Fairytale. Leben und Werk von Andy Warhol (Carlsen): „(…) Comics, Popmusik, Filme, Literatur, Kunst und Nonkonformismus haben im Kopf des kleinen Typex einen ­unauslöschlichen Stempel hinterlassen. Und alles, was mich inspirierte, hat in Andy Warhols Ära seinen Anfang genommen. Nicht nur, dass seine Arbeiten die gleichen Einflüsse haben, er hat außerdem in all diesen Kategorien selbst eine große Rolle gespielt und darüber hinaus scheint sein Einfluss auf unsere Kultur dieser Tage noch immer weiter zu wachsen. Mein Ziel war es, nicht bloß Andy, also sein privates und künstlerisches Leben zu porträtieren, sondern auch dem Aufstieg der Popkultur im zwanzigsten Jahrhundert ein Denkmal zu setzen (…)“ • http://t1p.de/byqn

13.12.2018 • Stuttgarter Zeitung:
KNIRPS AUF DER FLUCHT • 284 Wörter • Thomas Klingenmaier über „Bastard“ (Reprodukt) von Max de Radiguès: „(…) Der Belgier (…) spricht diesen Reiz des Asozialen, des aus den Fugen Geratenen direkt an. Er wirft uns in seinem in klarem Schwarz-Weiß gehaltenen Comic ‚Bastard‘ mitten hinein in eine Flucht. Ein spektakulärer Raubzug, erfahren wir aus den Dialogen, hat da stattgefunden (…) Radiguès arbeitet mit einem harschen Kontrast zwischen grotesken, ulkigen Vereinfachungen der Figuren und der Brutalität der Handlung (…)“ • http://t1p.de/aoqs (kostenpflichtig)

13.12.2018 • Stuttgarter Zeitung:
MÄNNERHERRSCHAFT – COMICJAHRBUCH • 136 Wörter • Thomas Klingenmaier über das „Comic!-Jahrbuch 2019“ (ICOM) von Burkhard Ihme (Hrsg.): „Nicht nur in den Comics selbst gibt es alljährlich Zoff, sondern auch in der Comicszene. Ein solcher Streit eröffnet das ‚Comic!-Jahrbuch 2019‘, der wie immer interessante (…) Rückblick des Interessenverbands Comic (Icom). Im Sommer gab es am konkreten Beispiel des Kurt-Schalker-Komitees, das seit 2011 den Lebensfenster-Preis vergibt, erstmals Knatsch wegen der rein männlichen Vergabeherrschaft über viele Comicpreise. Die Debatte griff erstaunlich hart und unversöhnlich auf andere Preise über (…)“ • http://t1p.de/gig8 (kostenpflichtig)

13.12.2018 • u. a. Stuttgarter Zeitung:
HEROISCHER OVERKILL • 408 Wörter • Martin Schwickert über den Animationsfilm „Spider-Man: A New Universe“ (us, 2018) der Regisseure Bob Persichetti, Peter Ramsey & Rodney Rothman: „(…) Bei so viel illustrem Personal trifft es sich gut, dass man sich bei diesem heroischen Overkill für die Form des Animationsfilms entschieden hat. Wer hätte schon überzeugend einen kleinen Ferkel-Spider-Man aus der fernen Zukunft darstellen können? Das Regietrio Bob Persichetti, Peter Ramsey und Rodney Rothman bemüht sich redlich, die krude, einfallslose Story durch ein paar flotte Dialoge aufzupeppen und der Angelegenheit wenigstens ästhetisch einen neuen Bringwert abzugewinnen (…)“ • http://t1p.de/zx4e

14.12.2018 • taz.die tageszeitung:
BRUSTBEUTEL UND HAUSSCHUHE • 614 Wörter • Tilman Baumgärtel über den Animationsfilm „Spider-Man: A New Universe“ (us, 2018) der Regisseure Bob Persichetti, Peter Ramsey & Rodney Rothman: „(…) Visuell ist ‚Spider-Man: A New Universe‘ allerdings ein Triumph. Superclever. Mit allen Comicwassern gewaschen. In dieser grafischen Materialschlacht wird alles zitiert, was nicht rechtzeitig auf den Bäumen war: die verschwommenen Farben der Zeitungsbeilagen, die die ‚Spider-Man‘-Comics aus den 50er Jahren kennzeichneten; die ungelenke 60er-Jahre-Fernsehversion; die Comicbooks mit ihren Rastern und Schraffuren, durch die das holzhaltige Papier scheint; die digitalen 3-D-Räume der Gegenwart, vor denen unsere zweidimensionalen Helden herumturnen (…)“ • http://t1p.de/qt34

14.12.2018 • taz.die tageszeitung – Ausgabe Nord:
DIE STADT ALS WILLE UND VORSTELLUNG • 1123 Wörter • Benno Schirrmeister über „als ich mal plötzlich in der wüste gewesen bin, teil 01“ (Edition Kwimbi) von Maximilian Hillerzeder: „(…) Wohin Hillerzeder damit will? Klar, nach Bremen. Aber sonst? Keine Ahnung, zum Glück. Die anarchische Experimentierlust ist so wichtig, gerade weil grafisches Erzählen besonders stark auf Stereotypen angewiesen ist, die Induktion – den Prozess des Wiedererkennens, die Lesbarkeit abstrahierter Personen und Gestalten-Zeichnungen, ihre mentale Vervollständigung aus Bruchstücken – erleichtern, wenn nicht ermöglichen. Und die dieses Medium für Sexismus und Rassismus besonders anfällig machen. Das Spiel mit den Stereotypen, ihre experimentelle Subversion und Erweiterung hingegen schafft Raum für Figuren jenseits des Klischees (…)“ • http://t1p.de/1icx

15.12.2018 • Mitteldeutsche Zeitung, Halle (Saale):
EIN HELLES LICHT IN DUNKLER ZEIT • 463 Wörter • Steffen Könau über die Graphic Novel „Nieder mit Hitler – oder warum Karl kein Radfahrer sein wollte“ (avant) von Jochen Voit & Hamed Eshrat: „(…) im Dienst bei der Hitlerjugend, im Klassenzimmer und bei den Fähnleintreffen mit ihren brutalen Ritualen wird dem 15-Jährigen immer deutlicher, wie menschenverachtend und böse das System ist. Zusammen mit einer Handvoll Freunde beschließt Metze, Flugblätter anzufertigen, die Demokratie und Pressefreiheit fordern. Ein unerhörter Vorgang, den der Autor Jochen Voit und der Comiczeichner Hamed Eshrat in langen Gesprächen mit Karl Metzner ausgegraben und als beeindruckende Comic-Geschichte aufgezeichnet haben (…)“ • http://t1p.de/2wjp (kostenpflichtig)

16.12.2018 • Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung:
„ICH ZEICHNE LICHT UND SCHATTEN – UND ALLES DAZWISCHEN“ • 2909 Wörter • Bertram Eisenhauer im Gespräch mit der Comic-Künstlerin Barbara Yelin • „(…) Ich arbeite wenig karikaturhaft, ich neige generell nicht zur Übertreibung. In Gesichtern im Comic geht es viel ums Weglassen; wenn die Leute schweigen, lasse ich oft den Mund ganz weg oder reduziere ihn zum Punkt. Ich bin eher malerisch als grafisch. Ich bin der Gegenentwurf zur ‚ligne claire‘, dem klassischen Tim-und-Struppi-Stil mit den sauberen Tuschelinien für die Konturen und flächiger Kolorierung. Ich bin nicht ‚claire‘. Mir ist es wichtig, dass man den Zeichenprozess sieht, weil er ein Forschungsprozess ist, den man in seiner gewissen Unfertigkeit auch sehen darf (…)“ • http://t1p.de/94×8 (kostenpflichtig)

16.12.2018 • Die Presse, Wien:
WENN DER MYTHOS CHE IN DEN KITSCH KIPPT • 463 Wörter • Wolfgang Freitag u. a. über „El Che: Che Guevara – Die Comic-Biografie des berühmten Revolutionärs“ (Knesebeck) von Giuliano Ramella & Stefano Cattaneo: „(…) allerdings verfallen Stefano Cattaneo und Giuliano Ramella bei allem Bemühen um inhaltliche Vielschichtigkeit – und durch ein streng holzschnittartiges Schwarz- Weiß zusätzlich betont – immer wieder in jene Revolutionsplattitüden, die sich eher dem Kitsch als dem ernsthaften Bemühen um eine ebenso ernsthafte Auseinandersetzung zuordnen ließen (…)“ • http://t1p.de/tm5w (kostenpflichtig)

16.12.2018 • Die Presse, Wien:
MIETSCHULDEN, MALER UND EIN AKTMODELL • 1130 Wörter • Wolfgang Freitag u. a. über „Monet: Auf den Spuren des Lichts (Knesebeck) von EFA & Salva Rubio: „(…) Die Begegnung mit Eugène Boudin und also der Malerei in der freien Natur und die Ablehnung, auf die Monets Werk immer wieder stieß, Geldnöte und private Katastrophen, schließlich erst der schleichende Verlust der Sehkraft, dann die erfolgreiche Operation, die Monet das Augenlicht zurückgewann: Rubio und EFA, beide eigenem Bekunden nach leidenschaftliche Kunstliebhaber, entwickeln das komplexe Porträt einer nicht weniger komplexen Künstlerpersönlichkeit, das lang im Leser nachhallt (…)“ • http://t1p.de/e7ac (kostenpflichtig)

17.12.2018 • Der Tagesspiegel:
COMIC-HELDEN DER WOCHE: SNOOPY WIRD STREAMING-STAR • 254 Wörter • Lars von Törne mit AFP-Material • „(…) Der Technologiekonzern Apple produziert eine Zeichentrickserie mit den erfolgreichen Figuren Snoopy, Charlie Brown und Co. Wie die Nachrichtenagentur AFP meldete, einigte Apple sich mit der kanadischen Gruppe DHX Media, die zusammen mit Sony Music 80 Prozent der Rechte an den ‚Peanuts‘ hält. 20 Prozent hält die Familie des 2000 gestorbenen ‚Peanuts‘-Schöpfers Charles M. Schulz. Die Serie sei für den künftigen Streamingdienst von Apple bestimmt, der Berichten zufolge im kommenden Jahr starten soll (…)“ • http://t1p.de/kthf

17.12.2018 • Marbacher Zeitung:
MENSCHEN WERDEN ZU COMIC-HELDEN • 477 Wörter • Sabine Armbruster über die Ausstellung „Aus dem Rahmen gefallen“ mit Arbeiten von Jolanda Obleser (Rathaus Stadt Marbach, bis 22.02.2019): „(…) ’Aus dem Rahmen gefallen‘ ist der Titel der Ausstellung, in dem die junge Künstlerin in den Jahren von 2016 bis heute geschaffene Comics präsentiert, die sich unter anderem, wie der Rathauschef erklärte, in ihrer kräftigen Vollfarbigkeit an die in Japan entwickelte Risographie anlehnen. Doch beileibe nicht alles sticht farbig ins Auge. Und auch inhaltlich ist es nichts Spektakuläres im Stil von Superman, sondern eher die kleinen, banalen Alltagsbegebenheiten normaler Menschen, die Obleser grafisch und textlich aufgreift – ein Gespräch beim Warten auf einen Zug etwa, das die bahnbrechende Erkenntnis bringt, dass man Turnschuhe bei 30 Grad im Wollwaschgang wieder weiß bekommt (…)“ • http://t1p.de/snu5

18.12.2018 • Wiener Zeitung:
STRICHE DER APOKALYPSE • 881 Wörter • Martin Reiterer über „Welt der Söhne“ (avant) von Gipi: „(…) ’Die Welt der Söhne‘ stellt den bisher markantesten Bruch zu seinen vorausgehenden Comics dar. Neben der erwähnten stilistischen Schreibregel radikaler Zurückhaltung ist der neue Comic ohne autobiografischen Selbstbezug durchgehend fiktiv in eine unbestimmte Zukunft verlegt. Die Zeichenregel geht allerdings aus der apokalyptischen Szenerie selbst hervor, in die der Vater geraten ist, in der die Söhne jedoch leben, als hätte es ein Vorher nie gegeben. Für sie ist hinter den tausend Strichen keine andre Welt. Denn in Gipis Comic ‚Die Welt der Söhne‘ gibt es gewissermaßen nur Striche. Da zeichnet oder kritzelt Gipi Haare wie Gras, Schatten und Dunkelheit bestehen gleichfalls aus einer Anhäufung getuschter Striche (…)“ • http://t1p.de/um7u

20.12.2018 • Der Tagesspiegel:
AM LIEBSTEN MONSTER • 1042 Wörter • von Lars von Törne • „(…) Die Tagesspiegel-Jury hat gewählt – das sind die besten Comics des Jahres. Von der Anmutung eines mit Pulp-Motiven vollgekritzelten Ringbuchs, die dieses Werk auf den ersten Blick vermittelt, sollte man sich nicht auf die falsche Fährte führen lassen. Ja, das Buch ‚Am liebsten mag ich Monster‘ der 56-jährigen US-Zeichnerin Emil Ferris ist auch eine Hommage an die Horrorcomics und Trash-Filme der 1950er und 60er Jahre. Vor allem aber ist die als Tagebuch eines jungen Mädchens angelegte Erzählung ein so kunstvoller wie komplexer psychologischer Thriller, der seinesgleichen sucht. Und sie ist für die Tagesspiegel-Jury der beste Comic des Jahres 2018 (…)“ • http://t1p.de/rsya

20.12.2018 • taz.die tageszeitung:
FLIPPER IST JETZT EIN ACTIONSTAR • 1060 Wörter • Fabian Tietke über den Kinofilm „Aquaman“ (us, 2018) von Regisseur James Wan: „(…) James Wan inszeniert ‚Aquaman‘ auf der Basis des Drehbuchs von David Leslie Johnson-McGoldrick und Will Beall recht geradlinig als Actionfilm. Er etabliert die Ausgangssituation, zeigt den Konflikt, schickt den Protagonisten auf die Suche nach dem dreischneidigen Artefakt (und natürlich sich selbst) und kommt auf den Konflikt zurück. Wie zuletzt in ‚Wonder Woman‘ folgt DC für seine Filmsparte damit einem dezidiert anderen Konzept als Marvel. Während Marvel auf ein unentwirrbar verwobenes Netz von Charakteren und Plots setzt, Filme und Serien miteinander verschränkt und bisweilen ganze Filme lang nur Plotspuren für Folgeprojekte in den nächsten zehn Jahren anlegt, legt DC bislang eher konventionellere Filme vor (…)“ • http://t1p.de/nm7v

20.12.2018 • RND-Beitrag, u. a. in Hannoversche Allgemeine Zeitung:
IM GARTEN EINES KRAKEN • 453 Wörter • Matthias Halbig über den Kinofilm „Aquaman“ (us, 2018) von Regisseur James Wan: „(…) Dabei ist ‚Aquaman‘ zuvörderst ein Fest aus Licht und Design, eine Maschinerie des Staunens, die die Herzen aller Zehnjährigen und Zehn-Jahre-Gebliebenen geradezu in Sprechblasen anspricht. Dass es unter der Meeresoberfläche bunt zugeht, wusste man ja schon durch ‚Arielle‘, ‚Findet Nemo‘ und ‚Yellow Submarine‘. Hier nun aber kommt der ultimative psychedelische Farbrausch – und manche Bilder sind virtuoses Überwältigungskino – immer dann, wenn Quallen und Lava-Rinnsale als U-Beleuchtung dienen, in deren Gleißen und Glühen die Charaktere schweben wie in einem Traum (…)“ • http://t1p.de/tdxw

21.12.2018 • Frankfurter Neue Presse:
TRAUER UM DEN SATIRIKER F.W. BERNSTEIN • 180 Wörter • „(…) Der Zeichner, Dichter und Satiriker Fritz Weigle, alias F.W. Bernstein, ist am 20. Dezember 2018 nach langer Krankheit gestorben. Bekannt wurde F.W. Bernstein durch seine Arbeiten für die Satiremagazine ‚Pardon‘ und ‚Titanic‘. Auch begründeter er die Neuen Frankfurter Schule mit und arbeitete als Professor für Karikatur und Bildgeschichte in Berlin. F.W. Bernstein wurde als Fritz Weigle am 4. März 1938 in Göppingen geboren. Nach dem Abitur 1957 folgte das Studium an der Kunstakademie Stuttgart. Dort lernte er Robert Gernhardt kennen. Später wechselte er an die Hochschule der Künste Berlin. Er und Robert Gernhardt bauten Kontakte zum 1962 gegründeten Satiremagazin „Pardon“ auf und nach ihren Abschlussprüfungen 1964 wurden sie Teil der Redaktion, zu der bereits Chlodwig Poth, Hans Traxler und F.K. Waechter gehörten (…)“ • http://t1p.de/x7jb

Jetzt auch kostenlos im Netz verfügbar …

29.11.2018 • Der Tagesspiegel:
ÜBER DEN HORIZONT • ins. 620 Wörter • Carsten Werner über drei bei Correctiv erschienene Reportage-Comics:
• „Unter Krähen“ von David Schraven & Vincent Burmeister: „(…) Im Bundestags-Krimi (…) lässt [Schraven] jetzt die Dokumentation hinter sich, verbindet und vermengt kolportierte Aussagen, echte und echt erscheinende Zitate, erfundene oder vorstellbare Situationen. Damit springen er und Burmeister in dystopischen, monochrom-schwarzweißen Bildern wild und hektisch durch klar erkennbare Handlungsorte im realen Berlin und erzählen eine Geschichte, die nie stattgefunden hat, die aber Realität spiegelt und Autoren und Leser die Freiheit gibt, sie weiterzudenken (…)“
sowie über:
• „Chancen im Netz“ von Jonathan Sachse & Vincent Burmeister
• „Made in Germany: Ein Massaker im Kongo“ von Frederik Richter & El Marto
http://t1p.de/sst1

10.12.2018 • Der Tagesspiegel:
COMIC-HELD DER WOCHE: VERNETZTE UNIVERSEN • 324 Wörter • Leonard Hillmann über die Hintergründe des Animationsfilm „Spider-Man: A New Universe“ (us, 2018) der Regisseure Bob Persichetti, Peter Ramsey & Rodney Rothman: „(…) Während sich beispielsweise der klassische Spider-Man durch den Marvel-Hauptkosmos schwingt, der auch als Erde-616 bezeichnet wird, existieren noch weitere Inkarnationen des Superhelden in alternativen Comic-Welten – wie etwa der Peter Parker des ‚Ultimativen Universums‘. In diesem Marvel-Parallelkosmos konzipierten Autor Brian Michael Bendis und Zeichner Mark Bagley seit dem Jahr 2000 eine Vielzahl modernisierter Abenteuer für ihren ultimativen Spider-Man (…)“ • http://t1p.de/v0km


NETZSCHAU

11.12.2018 • epd film:
KRITIK ZU SPIDER-MAN: A NEW UNIVERSE • 414 Wörter • Manfred Riepe über den Animationsfilm „Spider-Man: A New Universe“ (us, 2018) der Regisseure Bob Persichetti, Peter Ramsey & Rodney Rothman: „(…) die aktuelle Sony-Produktion beschwört ausdrücklich den Geist des Originals. Ähnlich wie bei der amerikanisch-kanadischen TV-Serie aus dem Jahr 2003 wird auf den fotorealistischen Effekt verzichtet, der im Animationsfilm zum Standard geworden ist. Dank ‚cel shading‘ sehen die Bilder wieder so aus wie guter alter Zeichentrick – als hätten die Comic-Panels laufen gelernt. Überzeugender als in den Realfilmen mit Tobey Maguire kommt so auch die besondere Dynamik des Superhelden zur Geltung, etwa wenn Spider-Man vom Hochhaus hinabspringt, um sich am seidenen Faden wieder emporzuschwingen (…)“ • http://t1p.de/kfyr

13.12.2018 • filmdienst.de:
SPIDER-MAN: A NEW UNIVERSE • 753 Wörter • Felicitas Kleiner über den Animationsfilm „Spider-Man: A New Universe“ (us, 2018) der Regisseure Bob Persichetti, Peter Ramsey & Rodney Rothman: „(…) Was die Produzenten Phil Lord und Christopher Miller sowie die Regisseure Bob Persichetti, Peter Ramsey und Rodney Rothman hier anstellen, wirkt so, als wollten sie den Begriff ‚Comicverfilmung‘ auf ein neues Level heben und sich gleichzeitig aus dem gängigen Hollywood-Animationsfilm-Look, wie er sich seit ‚Toy Story‘ und ‚Shrek‘ durchgesetzt hat, freistrampeln (…) Auf 3D wird dabei aus gutem Grund verzichtet; stattdessen spielt die Inszenierung mit Texturen, die an die Pop-Art-Gemälde eines Roy Lichtenstein erinnern; Panels und Text-Inserts kommen zum Einsatz, ein irrwitziger Trip durch verschiedene Stilrichtungen der Marvel-Comics wird integriert und visuell wie akustisch mit Verbeugungen vor der Hip-Hop-Subkultur amalgamiert, ohne dass der Film dadurch an ästhetischer Stimmigkeit verlieren würde (…)“ • http://t1p.de/ka32

14.12.2018 • die zukunft:
HIP-HOP-SPIDER – „Spider-Man: A New Universe“: Westliche Animation der Spitzenklasse • 828 Wörter • Tomislav Subasic über den Animationsfilm „Spider-Man: A New Universe“ (us, 2018) der Regisseure Bob Persichetti, Peter Ramsey & Rodney Rothman: „(…) nicht weniger auszeichnend, ist der animierte Look, der wie eine Mischung aus Sara Pichellis Comicseiten, moderner westlicher Animation, Ed Piskors Retro-Kunst, japanischer Animes und einer ganzen Menge Graffitis, wirkt. Sony Pictures und Sony Imageworks gehen nun sogar soweit, dass bereits ein Patent für den ihrer Ansicht nach einzigartigen Schaffungsprozesses vorgelegt wurde, um Nachahmern das Leben zu erschweren. Denn laut Sony wurde der Prozess der Animation von Grund auf neu erfunden. Jedem Frame liegt ein computergeneriertes Bild zugrunde, über das dann ein von Hand gezeichnetes gelegt wird. So kam es auch zum besonders zeitintensiven Prozess, bei dem eine Arbeitswoche für jede einzelne Sekunde des Films benötigt wurde (…)“ • http://t1p.de/hc6p

15.12.2018 • stern.de:
TETSCHE – DER MEISTER DES GEHOBENEN BLÖDSINNS VERABSCHIEDET SICH VOM STERN • 1061 Wörter • von Kester Schlenz • „(…) Legendär ist bis heute auch das ungeheure Echo auf ein ganz besonderes Puzzle, das sich Tetsche einst ausdachte. Man musste fünf kleine Gutscheine aus fünf Heften ausschneiden und an den Künstler schicken. Dann bekam man per Post in einer kleinen Plastiktüte ein zerdeppertes Ei – also natürlich nur die Schale – und dazu eine Urkunde, dass es sich hier um ein Original-Tetsche-Eierkopf-Puzzle handele. Tetsche und Madeleine mussten dann Tausende von Tüten und Urkunden verschicken. Die Eierschalen hat dann irgendwann die Gruner+Jahr-Kantine geliefert. Es gab zu der Zeit dort wochenlang fast nur Eierspeisen. Manche Leser haben die kaputten Eier sogar tatsächlich wieder zusammengesetzt und den beiden dann Fotos des fertigen Puzzles geschickt (…)“ • http://t1p.de/gc5n (siehe auch „Presseschau“)

17.12.2018 • epd film:
KRITIK ZU AQUAMAN • 463 Wörter • Alexandra Seitz über den Kinofilm „Aquaman“ (us, 2018) von Regisseur James Wan: „(…) Und damit geht die umweltbewusste Agenda, die hier beinahe Eingang in einen Superheldenfilm gefunden hätte, auch schon wieder flöten; zugunsten eines Spektakels, gegen das der spanische Erbfolgekrieg ein Pappenstiel war. Man wähnt sich in Mittelerde, Preisklasse ‚Battle of Helm’s Deep‘. Denn was Regisseur James Wan respektive seine rührige SFX-Crew gemeinsam mit den nicht minder engagierten Computer-Wizards auf die Leinwand zaubern, ist ein veritabler Farben- und Formenrausch. Ein leuchtend buntes Feuerwerk, das einen zwischendurch sogar vergessen lässt, dass die Geschichte, die hier erzählt wird, ziemlich dünn ist (…)“ • http://t1p.de/oxu1

18.12.2018 • filmdienst.de:
AQUAMAN • 817 Wörter • Jörg Gerle über den Kinofilm „Aquaman“ (us, 2018) von Regisseur James Wan: „(…) Wie soll man schon reüssieren, wenn Superhelden unter Wasser schon in Kindercartoons wie ‚SpongeBob Schwammkopf‘ als Meerjungfraumann und Blaubarschbube verunglimpft oder in ‚The Big Bang Theory‘ unter den Nerds als das letzte aller ‚Justice League‘-Kostüme für Comic Cons und Silvesterpartys erachtet werden? Immerhin hilft es, den Part mit dem 1,90 Meter großen Hünen Jason Momoa aus Hawaii zu besetzen, der zwar mit der blonden ‚Sigurd‘-Optik aus den DC-Comics der 1940er-Jahre nicht sonderlich viel gemein hat, aber wenigstens als muskelbepackter und echt tätowierter Surfer-Dude einen prächtigen Zeitgeist-Superhelden abgibt. Fehlt nur noch die wendige und in engste Catsuits passende Amber Heard an seiner Seite (…)“ • http://t1p.de/f01n

19.12.2018 • Spiegel Online:
PLANSCH! – SUPERHELDENSPASS „AQUAMAN“ • 545 Wörter • David Kleingers über den Kinofilm „Aquaman“ (us, 2018) von Regisseur James Wan: „(…) Wer ist bärtig, riecht nach Fisch und macht überraschend viel Spaß? ‚Aquaman‘, maritimer Weltenretter und nach dem überragenden ‚Wonder Woman‘ der zweite Hoffnungsschimmer im ansonsten zwanghaft düsteren Filmuniversum der DC Comics. Denn während überlebensgroße Ikonen wie Superman und Batman zuletzt im Kino enttäuschten, schwimmt sich der vormalige Eckensteher des Superhelden-Pantheons frei und überzeugt mit einem erfrischend enthemmten Soloauftritt voller Pathos und selbstbewusster ‚campiness’ (…)“ • http://t1p.de/y6l9

19.12.2018 • die zukunft:
„AQUAMAN“ GEHT BADEN • 586 Wörter • Michael Meyns über den Kinofilm „Aquaman“ (us, 2018) von Regisseur James Wan: „(…) Ohnehin passiert viel unter Wasser, was bei einem Film namens ‚Aquaman‘ natürlich naheliegt, dummerweise aber ungefähr so überzeugend aussieht, wie das Fliegen von Superman anno 1978. Im Wasser stehen und sich antriebslos in alle Richtungen bewegen wirkt einfach komplett unnatürlich, da helfen auch bunteste Kostüme und die üblichen, riesigen Unterwasserstädte nicht, die Superman trotz Supergehör offenbar all die Jahre lang nicht wahrgenommen hat. Denn eigentlich spielt ‚Aquaman‘ ja in der Welt, die zum Beispiel in ‚Batman v Superman: Dawn of Justice‘ etabliert wurde, doch nach einem Bezug zu den anderen Filmen im DCEU sucht man vergeblich. Statt dessen bemüht sich James Wan um leichten Humor und lässt Momoa Oneliner von sich geben, bei denen man nicht so genau weiß ob sie ernstgemeint oder doch schon Parodie sind (…)“ • http://t1p.de/s7tg

19.12.2018 • filmszene.de:
AQUAMAN • 727 Wörter • Volker Robrahn über den Kinofilm „Aquaman“ (us, 2018) von Regisseur James Wan: „(…) Die Handlung von ‚Aquaman‘ entpuppt sich nach einiger Zeit als genauso verworren wie letztlich banal. Ständig werden pompöse Versammlungen abgehalten, in denen entweder viel geredet oder gekämpft wird, ohne dass die Geschichte dabei nennenswert voran kommt. Wie sehr Vieles hier dienen diese Massenszenen vor allem dazu die visuelle Opulenz und Pracht der geschaffenen Unterwasserwelt präsentieren zu können, und das ist ja auch das Alleinstellungsmerkmal des Wassermannes (wie er einst noch in den deutschen Comic-Heften hieß). Solch farbenprächtige Flora und Fauna, die immer wieder gern mit einer Art wellenartigem Effekt verziert wird, gab es bisher noch nicht zu sehen. Wenn dann aber eine Armee aus Seepferdchen aufmarschiert kann man doch wieder für einen Moment nachvollziehen, warum der Aquaman halt auch gern ein bisschen Spott auf sich zieht (…)“ • http://t1p.de/jmyd


COMIC-TIPP DES TAGES

BERLINER SCHNUPPEN: Yay, Geschenkezeit! • von Naomi Fearn • http://t1p.de/iovx • In diesem Jahr gibt es übrigens keinen weiteren „Tagesspiegel Checkpoint“ und somit auch keine weiteren „Berliner Schnuppen“ mehr. Auch wenn sie wohl Samstags weiter mit der „R²G-WG“ ran muss, sei Naomi Fearn diese wohlverdiente Pause gegönnt!


CARTOON-TIPP DES TAGES

ZERBROCHEN • von Klaus Stuttmann • http://t1p.de/b60e