comic.de aktuell

Angoulême 2002
Schuiten

Deutsche Bibliographie der wichtigsten Titel von François Schuiten

  • Carapaces (1977-80; Szen. Luc Schuiten). Arboris 1989
  • Die Medianen von Zymbiola (1979-80; mit C. Renard). Arboris 1990
  • Das Gleis (1981; mit C. Renard). Arboris 1990
  • Die hohle Erde (1978/1984; Szen. Luc Schuiten). Arboris 1989
  • Nogegon (1990; Szen. Luc Schuiten). Arboris 1990
  • Erinnerungen an die ewige Gegenwart (Szen. Benoît Peeters). Arboris 1993
Zyklus "Die geheimnisvollen Städte
(mit Benoît Peeters)
  • Die Mauern von Samaris (1982). Reiner-Feest-Verlag 1990
  • Das Fieber des Stadtplaners (1983-84). Reiner-Feest-Verlag 1989
  • Der Turm (1986). Reiner-Feest-Verlag 1988
  • Der Archivar (1987). Feest Comics
  • Der Weg nach Armilia (1988). Feest Comics 1992
  • Brüsel (1991-92). Feest Comics 1993
  • Das Stadtecho (Fotografien von Marie Françoise Plissart; 1993). Feest Comics
  • Mary (1995). Feest Comics 1996
  • Der Schattenmann (1999). Feest Comics 2000
  • Führer durch die geheimnisvollen Städte (1996). Feest Comics 1997)

François Schuiten

Man merkt den Arbeiten François Schuitens unschwer an, daß ihr Schöpfer einer Architektenfamilie entstammt und daß das Entdecken von Lebensräumen zu den Grundzügen seiner Erziehung gehört hat. Geboren am 26. April 1956 in Brüssel, veröffentlichte Schuiten mit 16 Jahren seine erste Kurzgeschichte im Comicmagazin Pilote. Nach der Schule besuchte er die Kunstakkademie Saint-Luc, deren Comicabteilung, das "Atelier R", von Claude Renard geleitet wurde. Renard war auch Autor einiger Comics von François Schuiten, die um 1980 in Métal Hurlant erschienen; anderes stammte von Schuitens Bruder Luc.

Während diese Comics eine luftige, von pflanzlicher Ornamentik bestimmte Atmosphäre aufwiesen, neigten die frühen Folgen des Zyklus "Die geheimnisvollen Städte" zu einer bedrohlichen Schwere. Die ersten der von Schuitens Schulfreund Benoît Peeters mitverfassten Episoden verzichteten auf Farbe und waren geprägt von den Forderungen einer menschenverachtenden Architektur.

Später bauten die Autoren um die bereits vorhandenen Alben eine imaginäre Welt auf. Sie wurde durch thematisch ähnliche Comics unterstrichen, denen teilweise recht originelle Ideen zugrunde lagen. Insgesamt läuft das Projekt, das auch in dem Text-Bildband "Führer durch die geheimnisvollen Städte" ausgeführt wird, aber Gefahr, zu verwässern.

François Schuiten, der in seinen Comics wieder zur Farbe und damit zu einem Stil zurückgekehrt ist, der an seine künstlerischen Anfänge anknüpft, ist heute weit mehr als nur ein Zeichner und Autor von Comics. Mit seinen faszinierenden Architekturräumen hat er sich auch als Designer einen Namen gemacht, zum Beispiel als Bühnenbildner in dem Film "Taxandria" (von Raoul Servais) oder als Ausgestalter eines futuristischen Themenpavillons auf der Expo 2000 in Hannover.


Mehr über das Projekt der "Geheimnisvollen Städte" auf der gemeinsamen Homepage von François Schuiten und Benoît Peeters unter http://www.urbicande.be.

Ein ausführliches Dossier über den Zeichner lieferte Heft 32 der Comic-Fachzeitschrift Reddition (1998); ein längerer, auf das Frühwerk bezogener Beitrag war in RRAAH! 11 (1990) zu lesen. Auf Französisch liegt bei Mosquito der Sekundärband "Schuiten & Peeters: Autour des Cités Obscures" vor (diverse Autoren, 1994).

(Text und Zusammenstellung der Bibliographie von Eckart Sackmann)

Stadt

zurück weiter [Startseite Comic-Festival] [Startseite comic.de] [Seitenanfang]

Copyright © 2002 Verlag Sackmann und Hörndl