Gruftschlampen reizen
Hinweise
Ausstellungen
CHARLES M. SCHULZ UND SEINE PEANUTS
Kurator: Dr. Bernd Dölle-Weinkauff, Institut für Kinder- und Jugendbuchforschung, Universität Frankfurt
Die Ausstellung erinnert an das Lebenswerk des Anfang des Jahres gestorbenen Amerikaners, dessen Serie Peanuts zu den erfolgreichsten Serien aller Zeiten gehört.
MABUSE
Die Ausstellung zur sechsteiligen Heftserie von Isabel Kreitz, Stefan Dinter und Eckart Breitschuh um eine legendäre Figur der Literatur- und Filmgeschichte.
AVANTGARDE UND EXPERIMENTE
Kurator: Paul Derouet, Agentur Contour, Hamburg
Wo steht der Comic am Anfang des dritten Jahrtausends? Wie sehen die Visionen junger Zeichner aus? Welche Entwicklungen sind überhaupt noch möglich? Vincent Fortembs, Yvan Alagbé, Raul und Blutch - vier europäische NachwuchskŸnstler - beweisen, dass das Thema Comic noch längst nicht ausgereizt ist.
DIE BERLINER TISCHPLATTEN-AFFÄRE
Kuratorin: Jutta Harms, Reprodukt, Berlin
Berliner Zeichner schmücken die Tischplatten im Comic-Café
WON
Markus Müller alias WON, der Graffiti-Künstler, der in der Vergangenheit Zug um Zug die Waggons der Deutschen Bahn beehrte, sprayt live auf dem Gelände der Buchmesse.
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Tipps für Samstag:
- 12:00 Uhr - MARCEL PROUST IM COMIC
Diavortrag und Diskussion
Professor Achim Hölter, Universität Münster, Andreas Platthaus, FAZ
- 13:00 Uhr - GESCHICHTE DES POLNISCHEN NACHKRIEGS-COMIC
Adam Rusek, Nationalbibliothek Warschau
- 14:00 Uhr - WARUM SON-GOKU EIN AFFENSCHWÄNZCHEN TRÄGT
Vortrag und Diskussion
NATSUME Fosanosuke, Literaturkritiker und Manga-Experte, Tokyo, Susanne Phillipps, Japanologin, Junko Iwamoto-Seebeck, Übersetzerin, Stefan Zeidenitz, Japanologe
- 15:00 Uhr - ANA All Nippon Airways fliegt Pokémons durch die Welt
Vortrag
Ana Kozjak, Key Account Corporate Sales
- 16:00 Uhr - Das Comic Quartett
Podiumsdiskussion
Moderation: Dr. Eckart Sackmann
Teilnehmer: Petra Lakner, Literaturwissenschaftlerin, Frank Neubauer, Übersetzer, Andreas Platthaus, FAZ
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Freitag, 20. Oktober 2000
Zeichenworkshop
Die Tische des Veranstaltungsraumes waren bis auf den letzten Platz von werdenden Comiczeichner/innen umgeben, die unter der fachkundigen Anleitung von Björn Pertoft, dem Zeichner verschiedener Comics, darunter Käpt'n Blaubär, ihre ersten Schritte in diesem Metier probieren konnten. Pertoft bot zwei Durchgänge dieses Zeichenworkshops an, zu denen man sich vorher anmelden musste, um teilnehmen zu können.
(Foto rechts, stehend: Björn Pertoft)
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Comics durchs Internet verkaufen
Mit seiner Comicversandfirma Mile High Comics, USA, war Chuck Rozanski nach enormen Umsatzeinbußen schon fast pleite, als er in Zusammenarbeit mit einer dafür aufgeschlossenen Bank den Schwenk zu einer Internetbuchhandlung für Comics vollzog. Jetzt schreibe er, seinen Ausführungen zufolge, wieder einen fast siebenstelligen Gewinn und habe acht Millionen Bücher in zwei Lagern und fünf Geschäften angehäuft. Das größte in Denver habe 1.100 m^2. Er bediene über seine Website etwa 100.000 Besucher im Monat, eine Anzahl, die zur Zeit monatlich um 10 Prozent steige, erzählt Rozanski stolz. 40.000 Kunden versorge er durch einen Newsletter per eMail mit seinen Angeboten. Rozanski empfindet das Internet daher aus leicht nachvollziehbaren Gründen als Segen und vergleicht die Entwicklung des Internet mit der amerikanischen Epoche des "New Fronteer". Rozanskis Karriere erinnert an die Saga vom Tellerwäscher, der Millionär wurde. Anfangs fuhr er mit seiner Ware von Comicbörse zu Comicbörse, schlief nachts in seinem Auto und unter Brücken. Jetzt begeistert ihn am Internet neben seinen kommerziellen Möglichkeiten auch, was Scott McCloud an Entwicklungsvarianten für den Comic in "Reinventing Comics" beschreibt.
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Geschichte des Comics in Deutschland
Den weiten Weg deutscher Comics von den Werken Wilhelm Buschs, über "Vater und Sohn" von e.o. plauen bis in unsere Comiczeiten mit ihren Autorencomics beschrieb Wolfgang Strzyz an gut ausgewählten Beispielen. So erfuhr man unter vielen anderem, wie es beispielsweise dazu kam, dass die amerikanischen Comics im nationalsozialistischen Deutschland verboten wurden. Donald Duck war als Propagandafigur gegen das deutsche Regime diesem offiziell nicht mehr genehm, obwohl sich einige Nazioberen - wie aus Tagebuchaufzeichnungen bekannt - die amerikanischen Zeichentrickfilme beschafften und gerne ansahen. Wolfgang Strzyz erarbeitet dieses Thema normalerweise in vier Unterrichtsstunden an einer Schule für den Buchhandel, für welche er Comic-Seminare durchführt. Dadurch ergaben sich auch die Kontakte zu den Verantwortlichen der Buchmesse, die die Faszination Comic nun für drei Jahre auf Probe ermöglichten.
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Pasta statt Pasda
Grinsend wird Andreas Pasda am "Mosaik"-Stand von einem Italiener angesprochen, der ihm die ZACK-Zeitung unter die Nase hält, in der sein Name versehentlich wie die allbekannte Nudelspeise geschrieben wurde. Pasda nimmt es gelassen lächelnd und signiert sorgfältig weiter seine neuen Congo-Alben. Etwas später kommt Lotte, die Tochter des Zeichners Eckart Breitschuh, vorbei und trägt lautstark vor, dass ihr Vater der beste Comic-Zeichner der Welt sei. Aber auch das bringt Andreas Pasda nicht aus der gewohnten Ruhe...
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