Junge Besucherin: Sailor Moon hält Sailor Uranus hoch
Hinweise
Ausstellungen
AUSSCHNITTE EINES LEBENSWERKES
Kurator: Paul Derouet, Agentur Contours, Hamburg
Mit Jean Giraud/Moebius ist im Comic-Zentrum einem
der vielseitigsten Künstler der Gegenwart eine
Ausstellung gewidmet. Von Seiten und Skizzen seiner
bekanntesten Serien "Blueberry", dem Western-Comic
schlechthin, und der SF-Serie "John Difool", über seine
Arbeiten für die Werbung bis hin zu Illustrationen für
seinen eigenen Verlag Edition Stardom reicht das
Spektrum der ausgestellten Werke.
MANGA AUS DEUTSCHEN LANDEN
Kuratorin: Christine Rödel, Manga-Forscherin, Uni München
Manga sind japanische Comics. Manga müssen aber
nicht unbedingt aus dem Land der aufgehenden Sonne
kommen. Auch in Deutschland gibt es Zeichner, die
den "japanischen Stil" bevorzugen. Meist sind es junge
und aufstrebende Talente. Der Carlsen Verlag, Egmont
Manga & Anime und die Frankfurter Buchmesse
präsentieren mit Robert Labs und Sascha Nils Marx
zwei Nachwuchskünstler der Extraklasse. Die Zeichner
sind am Wochenende anwesend, um interessierten
Fans Frage und Antwort zu stehen.
40 JAHRE NEUE FRANKFURTER SCHULE
Kurator: Achim Frenz, Caricatura das Museum für Komische Kunst, Frankfurt am Main
Herzlichen Glückwunsch zu vier Jahrzehnten bissiger
Kommentare zum Zeitgeschehen! Anlässlich des
Jubiläums gestalten die Künstler der "Neuen
Frankfurter Schule" die Tischplatten im Comic-Café.
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Sonntag, 14. Oktober 2001
Manga satt
Die neuen deutschen Mangazeichner Robert Labs und Sascha Nils Marx gaben Fragen und Antworten, als in Anlehnung an ein Fernsehquiz Günther Jauchs interessierte Mangaka einzeln oder in Gruppen ihr Fachwissen unter Beweis stellten. Der Moderator Matthias Wieland (Dino), der stets den richtigen und lockeren Ton traf, lüftete ein Geheimnis um die eingangs gestellte Frage "Wer wird Manga-Millionär?" schnell: es gab einen Haufen Manga zu gewinnen, nicht etwa eine Million Yen. Wenn auch die Frage nach dem Namen des Kommissars aus "You're under arrest" für ein Team eine zu große Hürde darstellte, konnten die Jugendlichen doch viele tröstende Preise mit nach Hause nehmen. Das Wissen einiger Kids von den Inhalten gängiger Manga war erstaunlich.
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So wird's gemacht
Der Zeichner Yves Ker Ambrun hat unter anderem für Disney gearbeitet. Nun wendet er sich hier auf der Buchmesse insbesondere an Jugendliche, um an der Flip-Chart zu demonstrieren, was beim Comic-Zeichnen zu beachten ist. Am Beginn seines Vortrags wies er auf die Unterschiede zwischen der Arbeit für den Trickfilm und für den Comic hin. Beim Film zeichnen mehrere Mitarbeiter im gleichen Stil und aus derselben Perspektive, während man im Comic gerade diese häufig wechseln sollte, wobei die Figuren erkennbar bleiben müssen. Ambrun begann auf dem Zeichenblatt einen Menschen aus Kreisen, Ellipsen u. ä. zusammenzusetzen, sagte aber deutlich, dass man sich die Figur aus Volumina bestehend vorstellen sollte. Die Schwierigkeit, bei so einem Vortrag gleichzeitig zeichnen und in ein Galgenmikrophon reden zu müssen, sollte man im Wiederholungsfalle durch ein am Revers zu befestigendes Mikrophon lösen. Der Franzose konnte sich aber dennoch gut verständlich machen.
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Entenhausen jetzt
Wenn man behauptet, das Feuilleton der F.A.Z. sei in den Händen staubtrockener Kulturjournalisten, so liegt man falsch. Vielmehr treiben in den Redaktionsräumen dieser seriösen Zeitung lebensnahe, wissenschaftliche Forschungen ihre Blüten. Die mit intellektueller Schärfe zerpflückten Gegenstände des Aufstoßens stammen allesamt von Carl Barks und allesamt von dessen einzig durch die beiden Feuilletonisten anerkannten Übersetzerin Dr. Erika Fuchs. Hitzig diskutiert man, ob eine unterteils nackte Ente unter Berücksichtigung bestimmter Umweltparameter als "normal" bezeichnet werden könne. Und die Studien werden - Glück oder Unglück? - nicht allein von den zweien getrieben. Ein ganzer Verein namens D.O.N.A.L.D. forscht mit und neben ihnen, gegen und ohne sie. Panzerknacker dienen dem Werkschutz, auch in Halle 3.0 der Frankfurter Buchmesse. Um zu kompromittieren, seien die Namen der geheimen Wissenschlafftler verraten: Patrick Bahners und Andreas Platthaus treten in die entenfüßigen Stapfen großer Autoren wie Grobian Gans, der die Gumpenwelt mit dem grundlegenden Werk "Die Ducks - Psychogramm einer Sippe" bloßlegte.
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Glückliche Stunde
Am Ende des Tages ist man seitens der Messegesellschaft natürlich neugierig, ob es den Ausstellern auch gefallen habe. Also versammelt man die abgekämpfte Schar im Forum des Comiczentrums rund um und auf den Würfeln, die hoffentlich Glück bringen. Seitens der Messedirektion habe man sich bemüht noch mehr Verlage in das Comiczentrum zu integrieren, doch zeigen daran gerade ausländische Verlage nicht unbedingt Interesse. Diese wolten in Ruhe Lizenzen verkaufen und kein lärmendes Publikum bedienen. Den Besucherandrang suchten wiederum die deutschen Verlage, also müsse man sich seitens der Direktion im Spagat üben. Nächstes Jahr wolle man das Comiczentrum an gleicher Stelle einrichten, um Ruhe in den Betrieb zu bringen. Der Frage, wie es nach 2002 weitergehen soll, wich man lachend aus.
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