Auch die Rechte an den Schlümpfen werden auf der Frankfurter Buchmesse in der Nähe des Comiczentrums gehandelt.
Hinweise
Ausstellungen
NEUE COMICS FÜR DIE KURZEN
Kurator: Lewis Trondheim (Autor), Paul Derouet (Agentur Contours, Hamburg)
Lewis Trondheim ist sicherlich einer der interessantesten, zweifelsohne aber einer der fleißigsten Künstler der letzten Jahre. Dabei hat der ursprünglich der Avantgarde verpflichtete Franzose seit Beginn seiner Karriere nie vergessen, dass Kinder immer noch die größte Gruppe der Comic-Fans und -Leser ausmachen. Vor allem der Szenarist Trondheim hat - zusammen mit mehreren europäischen Zeichnern - erfolgreich neue Kindercomics entwickelt und veröffentlicht. Im Comic-Zentrum werden sie in repräsentativen Ausschnitten vorgestellt.
ZEITGENÖSSISCHE COMIC-KUNST AUS OSTEUROPA
Kurator: Igor Prassel (Comic-Experte, Ljubljana)
Die Ausstellung bietet einen einzigartigen Querschnitt politischer Comics und Cartoons aus dem ehemaligen Ostblock. Künstler aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Jugoslawien, Estland, Kroatien, Mazedonien, Polen, Rumänien, Russland, Slowenien, Tschechien, der Ukraine und Ungarn präsentieren mit ihren Exponaten eine bislang in Westeuropa eher unentdeckt gebliebene Comicwelt, die gerade durch ihre immense Vielfalt völlig neue Horizonte eröffnet.
HISST DIE FAHNE!
Kurator: Martin Jurgeit (Comic-Journalist, Lehrte)
Das Freibeuter-Bündnis, ein Zusammenschluss mehrerer kleiner Independentverlage, zeigt Flagge und nimmt Kurs auf die Tischplatten im Comic-Café. So können Comics aussehen, die jenseits des Mainstream entstehen.
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Tipps für morgen:
- 10 Uhr - GEWINNSPIEL: Die Manga-Schnitzeljagd
- 11 Uhr - KOSTÜM-WETTBEWERB: Frankfurt Book Fair Cosplay - Moderation: Mathias Wieland
- 13 Uhr - VORTRAG und PODIUMSDISKUSSION: Manga aus europäischen Landen - Teilnehmer und Vortragende: Stefan Zeidenitz, Robert Labs, Michael Schweitzer
- 14 Uhr - VORTRAG: "Wie funktioniert das eigentlich genau?" - Vortrag von Kazuhiko Torishima
- 15 Uhr - GEWINNSPIEL: Manga-Schnitzeljagd: Ziehung der Gewinner - Moderation: Mathias Wieland
- 15.30 Uhr - SIGNIERAKTION: Doitsujin no mangaka ga sain wo shimasu - Signieraktion mit Robert Labs, Sascha Nils Marx, Christina Plaka
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Samstag, 12. Oktober 2002
Kunst und Avantgarde
Man konnte beim Zuhören den Eindruck bekommen, als gelte auf dem Podium nur das als Kunst, was gewissen eigenen Maßstäben genüge und der Selbstverwirklichung diene. Man redete über das gute Gefühl, "autonomes Autorensubjekt" zu sein. Die Überschrift der Veranstaltung "Kunst und Avantgarde" hatte inhaltlich aber andere Rede versprochen, nämlich eine Auseinandersetzung mit den Gründen und Wegen, dem Massengeschmack etwas entgegenzusetzen. Die Antworten der Teilnehmer kamen oft stockend, vielleicht hatten sie sich ebenfalls auf andere Fragen vorbereitet. Patrick Bahners (FAZ) verdeutlichte, dass man sich beim Rezensieren aus rezeptionspragmatischen Gründen am Einzelwerk orientiere und dass die abendländische Kunst mit Heldenfiguren begann. Der Comic sei Wiedergeburt dieses Musters. David Basler erklärte, dass Strapazin sich selbst trage und keine Rücksicht nehme. Das Zeichnerische sei zweitrangig, man möchte Geschichten erzählen. Die Frage Jens Balzers, ob Comics ins Museum gehören, hätte man demzufolge verneinen können, wenn man ans herkömmliche Ausstellen der Einzelseiten als Bildkunstwerk denkt. Das diskutierte man jedoch nicht. So hinterließ die Veranstaltung unter dem Strich den Geschmack der verpassten Gelegenheit und Unsortiertheit.
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Alltagschronisten
Dem Cartoon ginge es in Deutschland so schlecht wie seit gut zehn Jahren nicht mehr, teilte Erich Rauschenbach mit. Früher habe sich jedes größere Blatt seinen Cartoonisten gehalten und diesen auch "gepflegt". Heute fliege bei jeder Anzeige, die noch neu hereinkommt, zuerst der Cartoon heraus. Mit dieser Situation haben sich die Cartoonisten, die hier zusammensaßen, arrangiert. Wolfgang Sperzel ("Autotypen") arbeitet für eine Süßwarenfirma, Erich Rauschenbach ("Geh'n wir auf deine Homepage oder auf meine") und Gerhard Haderer ("Das Leben des Jesus") bringen Bücher heraus, die im Falle Haderers kürzlich dann auch einmal Staub aufwirbelten. Vom "sich aufregen" ihrer jungen Jahre ist aber nicht viel geblieben, den politischen Alltag kommentieren sie durch ihren Zeichenstift nicht mehr.
(Foto v.l.n.r: Wolfgang Sperzel, Gerhard Haderer)
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Busch bis Wäscher
Den Bogen von Busch bis Wäscher schlug Andreas C. Knigge (Foto) glatt über mehrere Jahrhunderte, indem er auf viele Beispiele aus der Frühzeit des Erzählens mit Bildern einging. Bei seinem Exkurs fehlte weder die Buchmalerei noch die Bernwardstür, er ging auf die Entwicklung der Drucktechnik ein, gab schöne Beispiele an Einbilddrucken und Bilderbogen und erreichte über ein Simultanbild aus dem "Struwwelpeter" dann die Zeit Wilhelm Buschs. Nachdem es schon in Erlangen dieses Jahr einen Vortrag zum frühen Comic gegeben hat, stand dieser auch der Buchmesse gut zu Gesicht, um zu verdeutlichen, dass es einen ersten Comic nicht gibt, dass wir vielmehr mit dem heutigen Comic am Ende einer jahrhundertelangen Entwicklung stehen. mehr dazu
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Sergio Aragonés
Wie beliebt Sergio Aragonés ist, sah man an der langen Signierschlange, die sich vor seinem Tisch aufgebaut hatte. Trotz der vielen Arbeit schien der Zeichner mit dem kleinen Zopf seinen Spaß zu haben. Lächelnd blickte er in die Kameras seiner Fans und versah Haufen von Comics, die seine Leserschaft mitgebracht hatte, mit kleinen Zeichnungen und seiner Signatur. Anlässlich der 50. Ausgabe des bei Dino monatlich erscheinenden deutschen MAD hatte man einen derjenigen Comic-Künstler eingeladen, der mit seinen witzigen Zeichnungen zum Erfolg des Hefts stets beigetragen hat. Im gleichen Verlag erschien gezeichnet von Aragonés auch die humorige Reihe "Groo", ein Fantasyspaß, der von Mark Evanier getextet wurde.
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