Agent Alpha weiß sich in seinem Job vortrefflich zu bewähren, aber er steht der Arbeit der CIA keineswegs unkritisch gegenüber.
Die Aufzeichnungen eines Rotarmisten aus dem Krieg bestimmen die Handlung des Thrillers "Kriwtsows Briefe".
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Faszination Comic 2003 - Gastland Russland
Bilderbuchkarriere im Westen:
Juri Schigunow
Ein paar Jahre nach Öffnung des Eisernen Vorhangs machte sich der junge Russe Juri Schigunov auf den Weg nach Brüssel. Unter dem Arm hatte er eine Mappe mit Zeichnungen, die er Raymond Leblanc, dem ehemaligen Chefredakteur des Comicmagazins Tintin, vorlegen wollte. Das war der Anfang einer vielversprechenden Karriere.
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Mit Tintin war Schigunow (geboren 1967 in Moskau) in Berührung gekommen, als er eben fünf Jahre alt war. Seitdem hatte er sich für Comics begeistert. Nach der Schule absolvierte er zunächst eine Ausbildung in der zivilen Luftfahrt; dann kam der Wehrdienst. 1989, im Alter von 22 Jahren, nahm der junge Russe Kontakt zu einem Moskowiter Zeichenstudio auf, für das er in den folgenden Jahren kurze Comicgeschichten nach russischen Themen entwarf.
Da er in seiner Heimat beruflich keine Perspektiven für sich sah, orientierte er sich nach Westen. Ganz im Stil des Tintin der 60er Jahre schuf er 1993 "Kriwtsows Briefe", eine Geschichte, die im neuen Russland angesiedelt war, die aber bis in den Zweiten Weltkrieg zurückreichte. Er übersetzte den Comic so gut es eben ging ins Französische, nahm den nächsten Zug nach Brüssel und peilte die Adresse an, die er aus den alten Tintin-Heften kannte, die Avenue Paul Henri Spaak.
Schigunow hatte enormes Glück. Er wurde vorgelassen und Pascal Renard vorgestellt, der die Dialoge seines Albums überarbeitete und dem offensichtlich begabten Nachwuchskünstler die Zusammenarbeit anbot. So entstand nach Veröffentlichung des Erstlings 1996 "Agent Alpha", eine Serie um einen couragierten amerikanischen CIA-Agenten, deren erste drei Bände im Russland der Wendezeit spielten. Wegen des ungewöhnlichen Themas, mehr noch aber aufgrund der überzeugenden Artworks kam "Agent Alpha" bei den Lesern im Westen gut an. Schigunow (der sich in Frankreich Jigounov schreibt) hatte sein Talent bewiesen.
Nach Renards plötzlichem Tod übernahm der Szenarist Mythic die Serie, ohne daß der Leser einen Bruch gespürt hätte. Schigunow, der seit 1997 in seiner Wahlheimat lebt, hat seinen Stil in den letzten Jahren weiter modernisiert und zählt heute zu dem meistverkauften Zeichnern der "belgischen Schule". Auf deutsch erscheinen seine Comics seit 1997 bei comicplus+.
Russland in Comic
Sehen Sie hier eine Auswahl an westlichen Comics, die in Russland bzw. der Sowjetunion spielen.
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