Für den Sondermann-Preis ist auch Judith Park ("Dystopia") als Newcomerin nominiert worden.
Hinweise
Comic-Verlage
Mit einem eigenen Stand sind in Halle 3.0 vertreten:
Achterbahn (G 801), AK (G 815), Astorina (J 803), avant (H 806), BD Edizioni (J 803), Black Velvet (J 803), Bonelli (J 803), Carlsen (J 802), CCC (G 815), comicplus+ (H 819), Comicon (J 803), Comixene (H 806), Coniglio (J 803), Cross Cult (H 806), Daiwon (K 807), Edition 52 (H 806), Edition C (G 801), edition caludia (H 806), Edition Moderne (H 816), Egmont Ehapa (F 166), eidalon (H 806), EMA (F 166), Epsilon (H 813), Freibeuter (H 806), Graphic-Sha (G 811), Gringo (H 806), Haksan (K 807), Hakusensha (G 807), HK Comics (G 809), ICOM (H 804), Jensen (G 805), Jetro (G 808), JNK (H 806), KOCCA (K 807), Lai-Momo (J 816), Lappan (G 801), Magic Press (J 803), mg/publishing (H 811), Mosaik (J 804), Pavesio (J 803), Reprodukt (H 818), Salleck (H 815), Schreiber & Leser (H 817), Schwarzer Turm (H 806), SCPI (K 807), Sigongsa (K 807), Shinwon (K 807), Speed (H 812), Taiwan-Verlage (K 802), Tilsner (H 814), Tokyopop (J 820), Topps (G 812), Wick (H 822), Zwerchfell (H 806)
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Nicht etwa aus Japan, sondern aus Hamburg kommt dieser Führer zum guten Geschmack: Isabel Kreitz ("Mabuse", "Gier", "Die Leidenschaft des Herrn Lührs") und Junko Iwamoto (Mitübersetzerin von "Dragon Ball") erklären in Comicform wie man Sushi macht und isst.
Fünf Tipps für morgen:
- 10 Uhr - VORTRAG: "Japan - viel mehr als nur Manga und Anime" - Vortrag mit Bildern von Claudia Rogalla (JNTO) - Mit: Inui Miho (Jaltour) und Chie Otomo (JAL)
- 11 Uhr - PRÄSENTATION und DISKUSSION: "Tipps und Tricks für Mangaka" - Moderation: Dr. Joachim Kaps (Tokyopop) und Christina Plaka (Manga-Künstlerin), anschließend Signierstunde
- 12 Uhr - PRÄSENTATION und DISKUSSION: "Tokyopop - ein neuer Verlag startet durch" - Moderation: Dr. Joachim Kaps (Tokyopop) - Teilnehmer: Misaho Kujiradou ("Princess Ai"), Stuart Levy (Tokyopop USA), anschließend Signierstunde
- 13 Uhr - GESPRÄCH mit Park Hui-Jin ("The Legend of the Sword") und Lee Young-You ("K2") - Moderation: Anne Schmittlutz (Egmont) - Weitere Teilnehmer: Georg F. W. Tempel (Egmont), Bernd Klötzer (Egmont), Renate Clasen (Übersetzerin), anschließend Signierstunde
- 14 Uhr - COSPLAY: "Big-in-Japan-Cosplay - Mit Jaltour nach Tokyo" - Moderation: Paul Steinwachs (Cosplay) und Matthias Wieland
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Samstag, 09. Oktober 2004
Publikumspreise
Als das ZDF letzte Woche die "50 besten Bücher" vom Publikum (250.000 Befragte) wählen ließ, landete Tolkiens "Der Herr der Ringe" auf Platz 1, die Bibel auf Platz 2 und "Die Säulen der Erde" von Ken Follett auf Platz 3. Da hätte man auch gleich nach den "50 bekanntesten Büchern" aus Film, Fernsehen, Werbung und Schule fragen können, das beschriebe den Wert der Liste besser. Eigentlich darf man überrascht sein, dass der Diercke Weltatlas nicht in dieser "Bestenliste" auftaucht, den kennt doch auch jeder. Aber immerhin schafften es die Schullektüren "Faust", "Homo faber" und "Effi Briest" weiter nach vorn. – Wenn ein Publikum abstimmt, dann kommt nicht unbedingt das Beste sondern das Bekannteste auf das Siegertreppchen. In Folge bedeutet das, dass man eigentlich nur Publikum befragen sollte, das alle kandidierenden Titel gelesen hat und somit vergleichen kann, wollte man tatsächlich nach den besten Büchern fischen. Gerade das machen Listen bester Bücher, wie sie zum Beispiel von Marcel Reich-Ranicki oder Fritz J. Raddatz herausgegeben wurden, vertrauenswürdig. Oder die Liste der "Top 100" wie sie die Redaktion der Speedline erarbeitet hatte, oder die "50 Klassiker: Comics", die Andreas C. Knigge kürzlich in die Läden brachte, da weiß man, dass die Auswahl von Leuten geleistet wurde, die auf Grund ihrer reichen Erfahrung im Stande sind, zu vergleichen und zu werten. In diesem Sinne dürften sich die Gewinner des erstmalig verliehenen Publikumspreises freuen, bekannt und gefragt zu sein. Doch diejenigen, die weiter unten auf dem Treppchen landeten, sollten an der Güte ihrer Comics nicht zweifeln. Günter Grass kam beim ZDF-Bücherspektakel auch nur auf den 48. Platz.
Joscha Sauer, der bei dieser ersten Verleihung des Publikumspreises "Sondermann" gleich zwei der begehrten Preise erhielt, vertritt demgegenüber die Meinung, dass man gar nicht vergleichen solle, dazu seien die Comics viel zu verschieden, sondern mit seinem Urteil einfach auf sein Gefühl vertrauen könne.
Die Preisverleihung verlief mit richtiger Länge, launiger Moderation, viel Publikum und wunderbaren Sondermann-Zitaten. 2000 Personen hatten sich an der Abstimmung beteiligt. Volker Neumann, der Chef der Buchmesse, eröffnete die Übergabe der Preise mit einer kurzen Ansprache, in welcher er seine Freude über den Zulauf zum Comiczentrum Ausdruck gab. An Bernd Pfarr, dem im Juli verstorbenen Zeichner des "Sondermann", wurde in passender Form erinnert, wozu die von Christian Jütte gestaltete, schöne Trophäe mit dem typischen "gefluchteten Schreibtisch", wie Gabriele Roth-Pfarr es nannte, beitrug. Von Bernd Pfarrs Ausstellung zu Beginn dieses Jahres im Wilhelm Busch-Museum Hannover finden Sie hier Fotos.
(Foto v.l.n.r: Georg F. W. Tempel (Egmont), Klaus Kämpfe-Burghardt (Carlsen), Gabriele Roth-Pfarr, Joscha Sauer("Nichtlustig"), Sascha Schätzchen ("Without Identity"))
Publikumspreis "Sondermann"
Die Preisträger in den fünf Kategorien sind:
- Comic - International 2004: "Asterix plaudert aus der Schule" (Egmont vgs)
- Comic - Eigenpublikation 2004: "Nichtlustig" (Carlsen)
- Manga/Manhwa - International 2004: "Angel Sanctuary" (Carlsen)
- Manga - Eigenpublikation (national) 2004: "Without Identity" (Egmont vgs)
- Newcomer 2004: Joscha Sauer ("Nichtlustig")
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Sushi
Mit einigen Tropfen Wasser kann man die Seetangblätter, die um den Reis gewickelt wird, bestens verkleben, verriet Paul Steinwachs. Als versierter und begeisterter Sushi-Koch hatte er auf der Bühne sogar eine dieser typischen, gläsernern Kühlschrankvitrinen aufgebaut, die man aus dem Sushi-Imbiss kennt. Zur Präsentation ihres neuen Buches waren auch Junko Iwamoto (Text) und Isabel Kreitz (Zeichnerin) gekommen. Junko Iwamoto, die zum Beispiel "Dragon Ball" mit ins Deutsche übersetzt hat, ist inzwischen viel in Brasilien beschäftigt. Isabel Kreitz findet man mit ihren zahlreichen Arbeiten während der Buchmesse bei Carlsen, Salleck und Zwerchfell.
(Foto v.l.n.r: Junko Iwamoto, Isabel Kreitz)
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Tikwa
Die kleine Gruftschlampe ist persönlich in Halle 3.0 eingeflogen, um zusammen mit ihren himmlisch-naiven und teuflisch-rohen Mitstreitern aus der gleichnamigen Comicreihe, ihren Zeichner Tikwa bei der Arbeit am Achterbahn-Signiertisch zu beobachten. Das Verhältnis der beiden zueinander ist spannend. Er betet sie stürmisch und zudringlich an, wie das Foto belegt, sie zeigt sich hingegen abweisend kühl, obwohl sie weiß, wie sehr sie von ihm abhängig ist. Schon zweimal brachte Tikwa ein Album mit ihren Erlebnissen auf die oberirdischen Ladentische und holte sie damit aus der Finsternis ihrer gruftigen Welt. Das zweite Album mit dem Titel 'Engelmacher' lässt spüren, wie ein Engeli einer wahren Gruftschlampe auf die Nerven gehen kann. Hier in der Halle hält sich Engeli staunend über das Gewimmel um Tikwas Signiertisch blauäugig und still im Hintergund, während der Gehörnte dafür sorgt, dass alle, die ihn anfassen, auf ewig grüne Finger bekommen. Von den Fans zurück zum Signieren an den Stand gezerrt, gibt Tikwa zu, dass er außer der kleinen Gruftschlampe auch noch andere Dinge im Kopf habe. Sein neuer Comic "Animekids" lässt beim Lesen erster Strips staunen, wie gut er sich mit Anime auseinander gesetzt hat und welch urkomische Figuren ihm dazu eingefallen sind. Vermutlich wird sich die kleine Gruftschlampe auf der nächsten Buchmesse einem kleinen Jungen gegenüber sehen, dessen Stirn dauerhaft an einer Mattscheibe klebt. Ob sie das hirnsteife, verstrahlte Kerlchen dann wohl beißen wird?
(Foto v.l.n.r: Tikwa, Vampiri, Teufeli)
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Vanessa S.
Von ihrem Comic zeigt sich Vanessa S. begeistert. Sie legt Wert darauf zu betonen, dass dieser keine Biografie sei. Michael Strogies, Zeichner des Comics, arbeitete über Fotos, die er von den Darstellern im Comic aufnahm. Aus den Fotos erstellte er dann die Comicseiten, die daher wie aus einem Fotocomic wirken, ohne einer zu sein. Selbstredend nutzt Vanessa S. die Gelegenheit, um auf ihre neue Single "Blah, blah" hinzuweisen und auf ein Album mit Liedern zum Schmusen oder ähnlich. Das jugendliche Publikum stellt nicht viele Fragen, aber natürlich will man wissen, ob Vanessa S. noch mit Alexander und den anderen Teilnehmern jener legendären RTL-Superstar-Reihe Kontakt habe. Sie verrät, dass man sich nur noch zu Geburtstagen oder ähnlichem einmal anriefe. Ansonsten habe sie viele neue Freunde gewonnen, mit denen sie sich austausche.
(Foto: Vanessa S.)
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