Albert Uderzo ist mit dem 33. "Asterix"-Album, das den Titel 'Gallien in Gefahr' trägt, der Star des Tages und nimmt an drei Veranstaltungen teil.
Hinweise
AusstellungManhwa – Comics aus KoreaKurator: KOCCA (Korea Culture & Contents Agency) Comics aus dem Fernen Osten – das bedeutet hierzulande in erster Linie Manga und, in letzter Zeit in verstärktem Maße, Manhwa, koreanischer Comic. Rein technisch lassen sich beide Stile einfach voneinander unterscheiden: Manhwa wird der westlichen Kultur entsprechend und im Gegensatz zum Manga - von links nach rechts und von vorne nach hinten gelesen. Aber wie sieht es inhaltlich aus? Welche Themen behandeln die koreanischen Comics, welche Zeichenstile werden bevorzugt? Korea, das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, zeigt in einem informativen und spannenden Querschnitt die ganze Breite einer vor ein paar Jahren in Deutschland noch völlig fremden Comicwelt.
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Es war für Will Eisner ein lang gehegter Wunsch, über die Hintergründe zu den angeblichen Protokollen der Weisen von Zion aufzuklären.
Tipps für morgen
9 Uhr - MANHWA-RALLYE: Schnitzeljagd mit Fragen zu Korea und Manhwa10 Uhr - WAFFELN: Cartoonisten backen Waffeln, Teilnehmer: Flix, Ralph Ruthe, Joscha Sauer 11 Uhr - LESUNG: "1. Große Titanic-Buchmesselesung", Teilnehmer: Stefan Gärtner, Thomas Gsella, Oliver Nagel, Stephan Rürup, Martin Senneborn, Mark Stefan Tietze 12 Uhr - PREISVERLEIHUNG: "Sondermann 2005 – Die Comic-Szene hat gewählt", Moderation: Elke Heidenreich, Martin Jurgeit (Comixene), Gabriele Roth-Pfarr, Matthias Wieland 13 Uhr - PRÄSENTATION: "30 Jahre Abrafaxe – Eine Hommage frankobelgischer und deutscher Comiczeichner", Klaus D. Schleiter 14 Uhr - PRÄSENTATION: "Klassiker der Comic-Literatur", Moderation: Andreas Platthaus (FAZ), Teilnehmer: Jim Lee ("X-Men"), Volker Reiche ("Strizz") 15 Uhr - GESPRÄCH mit André Juillard, Moderation: Annick Briard (Glénat), Andreas C. Knigge 16 Uhr - PRÄSENTATION: "Korea und seine Manhwa – ein aktueller Überblick", Eum Yoon Sang (KOCCA)
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Im neuen "Asterix" lässt Albert Uderzo den Manga gegen den Superheldencomic antreten. Ein gut gezielter Hinkelsteinwurf löst dabei ein großes Problem.
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Freitag, 21. Oktober 2005
Asterix im Chatroom
Ein Gipfeltreffen besonderer Art fand gestern anlässlich des Internet-Chats mit Albert Uderzo statt: der Zeichner traf auf acht "Asterix"-Übersetzer aus verschiedenen Ländern. Moderiert wurde die Veranstaltung vom begnadeten Hessisch-Übersetzer Jürgen Leber. Fritz van der Heide aus den Niederlanden, Maria José Pereira aus Portugal, Javier Perez Andujar aus Spanien, "dr Giido aus Griischeland"(Guido Cioffi), Outti Walli aus Finnland, Anthea Bell aus England und Klaus Jöken aus Deutschland nahmen im Großen Kino an ihren Computern die Fragen aus aller Welt entgegen und gaben sie an Albert Uderzo weiter. Dessen Antworten schrieben sie dann eilig in der jeweiligen Sprache für die Teilnehmer des Live-Chats auf. Sogar aus Costa Rica traf eine Frage ein. Moderator Leber führte die Gespräche mit seinen Kollegen und gab dabei spaßige Einblicke in die Sprachmacht seiner hessischen Mitbürger. Uderzo hatte derweil auf der Bühne an einem Zeichentisch Platz genommen, und zeichnete zwischendurch Asterixfiguren auf große Papierbögen, die beim RTL-Spendenmarathon für einen karitativen Zweck versteigert werden. Jedes Bild wurde mit höflichem Applaus honoriert. Während des Internetgesprächs gab es wenig Neues, dafür einiges Unterhaltsames zu hören. So erzählte Uderzo noch einmal die Geschichte von Asterix' Anfängen, und dass er beim Aufstehen manchmal wie Obelix aussieht, beim Singen aber eher wie Troubadix klingt. Ruben Libgott (20) aus den Niederlanden fragte, warum Uderzo seinen Zeichenstift zwischen Zeige- und Mittelfinger halte. Der erklärte, dass er sich im Alter von 18 Jahren wegen einer Ermüdung seiner Hand auf diese Technik habe umstellen müssen. Das Zeichnen hat sich Uderzo übrigens selbst beigebracht. Jungen Nachwuchskünstlern empfiehlt er trotzdem den Besuch einer Zeichenschule.
(Foto: Asterix-Chat in Finnisch)
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Will Eisners letzte Geschichte
Andreas C. Knigge nahm Rückblick auf Leben und Werk von Will Eisner, der anfangs mit einem "Comicshop" junger Zeichner Comics wie am Fließband produzierte und dafür $ 1.50 pro Seite erhielt. Damit man finanziell über die Runden kam, wurde sogar Material aus England und Australien "recycled", also so verdichtet und ergänzt, wie es die Kunden benötigten. Doch dann begann für Eisner die Zeit seiner Erfolgsserie "The Spirit" bei den Tageszeitungen. Im Krieg zeichnete er für die amerikanischen Soldaten Erklärungen, was erfolgreicher war, als reine Text-Anleitungen zu verteilen. Diese Tätigkeit des Erklärens durch den Comic steht auch beim letzten Werk von Will Eisner, dem Buch "Das Komplott", im Mittelpunkt, welches der Verlag DVA kürzlich in die Läden brachte. Julia Hoffmann, Lektorin bei DVA, erklärte, dass man in ihrem Hause keine Probleme gehabt habe, erstmals einen Comic zu veröffentlichen. Rowohlt mit "Maus" von Art Spiegelman sei da ein Vorbild gewesen. Man sei überzeugt, dass der Titel in das Verlagsprogramm passe. Andreas Platthaus wies auf die Besonderheiten von Eisners Bildsprache hin, dass man bei ihm Gut und Böse auf Anhieb erkenne. In "Das Komplott" sei auffällig, dass die Hauptfigur des Comics kein lebendes Wesen sondern eine Schrift sei, um deren Entstehung sich die Erzählung entwickelt. Es verwundert also nicht, dass in Eisners letztem Comic sehr viele Texte stehen, die es aufmerksam zu vergleichen gilt.
(Foto v.l.n.r: Andreas C. Knigge, Julia Hoffmann)
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Wickert fragt Uderzo
"Guten Abend, meine Damen Damen und Herren", begrüßte Ulrich Wickert die Zuschauer im dunklen Kinosaal. Als er in Frankreich lebte, habe er sich mit seiner Tochter immer gestritten, wer das neue "Asterix"-Album zuerst lesen dürfe. Zum Glück habe die Tochter vormittags in die Schule gemusst, so dass er die neuen Bände als Erster bekam. Wickert erzählte außerdem über seine Begegnungen mit dem Asterix-Phänomen in Frankreich und trug gut vorbereitet und verständlich aus verschiedenen Quellen über die Bedeutung des gallischen Dorfes für die Franzosen vor. Albert Uderzo erklärte ihm, wieso er ein Dorf in der Bretagne zur Vorlage für die unbeugsame Gemeinschaft um Majestix wählte: René Goscinny habe ihm damals vorgegeben, er solle irgendein Dorf am Meer wählen, damit Asterix und Obelix in einfacher Weise auf ihre Reisen gehen könnten. Da er nur die bretonischen Dörfer kannte, habe Uderzo also ein solches gezeichnet. Auf der Bühne im Großen Kino fragte Wickert vor einem vollen Saal nach weiteren Details aus dem reichhaltigen Werk Goscinnys und Uderzos, insbesondere nach dem politischen Hintergrund von "Der große Graben", der von Uderzo als Anspielung auf die Berliner Mauer erdacht war, was das deutsche Publikum anfangs gar nicht bemerkte. Auch die Anspielungen im neuen Album werden sich vielen Lesern wohl erst beim zweiten Lesen erschließen. Wickert empfahl übrigens, Asterix auf Französisch zu lesen, um ihn richtig zu verstehen. Notfalls müsse man eben Französisch lernen.
(Foto v.l.n.r: Albert Uderzo, Jürgen Boos (Direktor Buchmesse), Ulrich Wickert (Tagesthemen))
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Jahr 1 nach Modern Graphics
Die Pleite von Modern Graphics kam für den Comichändler Frieder Maier, der plötzlich ohne Ware dastand, überraschend. Auch Marius Kessler vom Infinity Verlag und Alex Bubenheimer von Panini, gaben in der von Frank Neubauer energisch und streitlustig geführten Gesprächsrunde an, von der drohenden Insolvenz geahnt zu haben. Die genannten Verlage hätten ihre Ware urplötzlich auf anderen Wegen zum Kunden bringen müssen. Panini war in dieser Situation im Vorteil, weil man sich ohnehin gerade darauf vorbereitete, einen eigenen Vertrieb aufzumachen und die nötigen Vorarbeiten bereits angegangen war. Infinity gründete als neuen und eigenen Vertrieb Paperwerk und hatte anfangs Probleme, seine Bücher aus der Konkursmasse von Modern Graphics herauszuholen. In nur zwei Monaten wurde Paperwerk auf die Beine gestellt. Frieder Maier stellte fest, dass die Verkäufe von Superheldenheften massiv zurückgegangen seien, so dass das Angebot von Panini zu umfangreich sei und die Hefte zu teuer. Alex Bubenheimer widersprach dem mit der Feststellung, dass sich die Hefte schließlich immer noch rechneten und Panini stets auf die Wirtschaftlichkeit achte. Die herausfordernde Frage "Wer hat das Heft in der Hand?", die über der Runde schwebte, beantwortete sich durch die Gründung der beiden neuen Vertriebe und durch die ausreichende Nachfrage einer treuen Leserschaft also wie von selbst.
(Foto: Marius Kessler (Infinity Verlag))
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Lappan schlägt alle
Comiczeichner tauschten beim "Tischtennisturnier des Todes" ihren Zeichenstift gegen einen Tischtennisschläger, um die Konkurrenz vom Tisch zu fegen. Craig Thompson schaffte es an der Seite von Sebastian Oehler für das Speedcomics-Team diesmal nicht, wieder einen Preis zu gewinnen. Auch im Zwerchfellteam schlug man hauptsächlich Löcher in die Luft, die Mosaikmänner sahen die Bälle viel zu spät und bei den Herren mit den Strizz-Hemden fehlte es an der so entscheidenden Feinabsprache. Mit flix und Joscha Sauer konnte das Carlsen-Team zwar so manchen Punkt holen, aber an den meisterlich aufspielenden Zeichnern von Lappan kam letztlich niemand vorbei.
(Foto: Die siegreiche Lappan-Mannschaft)
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