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Am Mangatag dürfen alle Kostümierten umsonst in die Buchmesse. Das verwandelt das Comiczentrum zu einem Ort voller lebendiger Comicfiguren.

Hinweise

für Germangaka

Der Zeichenwettbewerb "Manga-Talente 2006" läuft noch bis zum 15. November 2005. Die Schirmherrschaft übernimmt wieder der Botschafter von Japan in Deutschland. Die genauen Teilnahmebedingungen kann man sich beim Veranstalter comicsinleipzig.de holen.

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Es beginnt wie in einem Grusel-Western, entwickelt sich jedoch ab dem dritten Buch zu einem spannenden Zwist zwischen Kirche, Gut und Böse.

Tipps für weitere Comic-Veranstaltungen

20.-22. Januar 2006: 5. Bonenkai 2006 in Neustadt an der Weinstraße (bonenkai.de)

26.-29. Januar 2006: 33. Internationales Comic-Festival Angoulême (bdangouleme.com)

16.-19. März 2006: Leipziger Buchmesse mit "Comics in Leipzig" (comicsinleipzig.de)

15.-18. Juni 2006: 12. Internationaler Comic-Salon Erlangen (comicsalon.de)

04.-08. Oktober 2006: 58. Frankfurter Buchmesse mit 7. "Faszination Comic" mit Indien als Gastland (buchmesse.de)

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Wer bei der Jury und dem Haupt-Sponsor JAL den stärksten Eindruck hinterlässt, fliegt für eine Woche nach Tokio, versprachen die Organisatoren den vielen Teilnehmern des Cosplay-Einzelwettbewerbs. Das war bestimmt eine so verlockende Aussicht, dass man sich gerne dazu aufraffte, ein aufwändiges, eindrucksvolles Kostüms zu schneidern und zu basteln und einen dazu passenden kurzen Vortrag einzuüben.

Sonntag, 23. Oktober 2005


Min-Woo Hyung

5_minwoohyung.jpg Michael Schweitzer gab eine lebendige, gut bebilderte Einführung in das Geschehen in der Manhwa-Serie "Priest". Dabei verriet er schon Dinge, die dem Leser erst etwa im fünften oder sechsten Band bekannt werden. Doch um zu verdeutlichen, dass es sich bei diesem Manhwa nicht um eine Zombie-Western-Klamotte handelt, muss man schon über den zweiten Band hinausschauen. Auf ein geheimes Stichwort hin, erschien der Zeichner dann persönlich zum Gespräch im Comiczentrum. Nach seiner Lieblingsfigur aus "Priest" gefragt, gab er nicht etwa die Hauptfigur Ivan Isaacs, sondern die Zombies an. Das für die Erählung nötige Wissen über die Christenheit hat sich Min-Woo Hyung aus dem Internet oder aus Fachbüchern beschafft. Die mittelalterlich anmutenden Zeichnungen entnahm er teilweise ebenfalls Büchern, teilweise zeichnete er sie aber auch selbst. Als Kind machte ihm ein solches Bild über die Hölle Angst. Er sei sensibel, was Aberglauben angeht. Jetzt geht er in "Priest" mit diesen Eindrücken um. Wer in Korea Comiczeichner werden möchte, könne sich in einen entsprechenden Studiengang einschreiben, erklärte der höflich und bescheiden wirkende Manhwa-ga seinen zahlreich anwesenden Fans.
(Foto: Min-Woo Hyung)

Comicübersetzer

5_stahlwalz.jpg Wenn man als Leser voller Dankbarkeit an all die Menschen denkt, die für den Lieblingscomic verantwortlich sind, dann fallen einem meistens Zeichner und Szenarist ein, vielleicht noch der Inker, Letterer, Kolorist oder Verleger. Einer wird meistens vergessen: der Übersetzer. Dabei sind 90% der Comics in Deutschland ursprünglich in einer Fremdsprache verfasst. Damit beim Übertragen ins Deutsche nicht die Qualität verloren geht, muss mit viel Sorgfalt und Können gearbeitet werden. Was das besondere am Übersetzen von Comics ist, und welche Fähigkeiten man dazu braucht, damit beschäftigten sich heute Moderator Michael F. Walz und seine drei Gäste: Rossi Schreiber vom Verlag Schreiber und Leser, der hessische Asterix-Übersetzer Jürgen Leber und Joachim Stahl von Egmont Ehapa. Einig waren sich alle, dass man mit Comic-Texten wesentlichen freier und kreativer umgehen könne und müsse als mit bildlosen Buchstabenwüsten. Wie schief die Sache gehen könne, zeige der erste, mißlungene Versuch, Asterix in Deutschland herauszubringen. Mit der Veranstaltung wurde außerdem der jüngst verstorbenen Dr. Erika Fuchs gedacht, der die Deutschen nicht nur wirklich lustige Taschenbücher, sondern diverse Redewendungen verdanken ("Dem Ingeniör ist nichts zu schwör.") (rö)
(Foto v.l.n.r: Joachim Stahl (Egmont Ehapa) und Michael F. Walz (Ex-Egmont-Ehapa) rücken zusammen)

Manga-Millionär

5_mangamillionaer.jpg Erst ganz einfache Fragen der Art "Was ist Manga?", dann immer schwierigere bis hin zu Insiderwissen über besondere Mangatitel, wer bei diesem Quiz gewinnen wollte, musste sich mit dem fernöstlichen Comic gut auskennen. Die Fernseh-Quizshow "Wer wird Millionär?" diente als Vorlage für den diesjährigen Manga-Quiz, der mit dem "Simpsons"-Übersetzer Matthias Wieland genau den richtigen, sprachgewandten und schlagfertigen Moderator hatte. Die Mangaka Judith Park ("Y Square") und René Scheibe standen ihm zur Seite, wenn es beim 50/50-Joker um die Streichung von Antworten oder bei der Aussprache japanischer Wörter um letzte Feinheiten ging. Die Quiz-Teilnehmer konnten stapelweise Mangas gewinnen, eine Gelegenheit, die sich viele nicht entgehen lassen wollten. Das Publikum feuerte an oder half beim Publikumsjoker aus. Selbst als gleichzeitig der Cosplay-Wettbewerb lief, lichteten sich die Reihen der Quizbegeisterten wenig. In der letzten Runde traten Melanie Hartung und Silvia Himolik gegeneinander an. Mit knappem Vorsprung konnte Melanie als Hauptgewinn ein großes, gerahmtes Blatt mit Originalzeichnungen entgegen nehmen.
(Foto v.l.n.r: Melanie Hartung, Silvia Himolik)

Big in Japan

5_cosplay2.jpg "So voll wie jetzt war das große Kino während der ganzen Buchmesse nicht", freute sich Wolle Strzyz bei der Preisverleihung zum Big-in-Japan-Cosplay-Wettbewerb. Wie recht er hatte – schon bevor es überhaupt losging, war in Halle 3.0 und später vor dem großen Kino das Gedränge streckenweise atemberaubend. Verkleidete Manga-Fans lagerten in den Gängen, zogen sich noch mal eben auf der Toilette um und malten sich gegenseitig in ihre "ConHon", eine Art Poesiealben mit Zeichnungen statt erbaulichen Sprüchen. Kein Wunder, dass der Andrang zum Wettbewerb so groß war: als Sonderpreis winkte schließlich eine Reise nach Japan. Um jedoch diesen oder einen anderen Preis abzuräumen, galt es, einen überzeugenden Eindruck bei der fünfköpfigen Jury zu hinterlassen: Florian Schäfer von Animexx, Ying vom Koneko-Magazin, die letztjährige Preisträgerin Franziska Walbersdorf, Sabine Rubolt von der Animania und Herr Masayuki vom Reiseunternehmen Jalto. Moderiert wurde die Veranstaltung von Paula Riemann und Olaf von Engeln. Drei Stunden nach Beginn des Wettbewerbs kürte man schließlich die glücklichen Gewinner. In der Kategorie "Gruppe" können sich Shintaro und Camui (als Lei Zhen Long und Liu Wang Yu aus Bujingai) über einen ersten Platz und ein Erlebniswochenende in Frankfurt freuen. In der Kategorie "Einzelperson" gewann Alexander Molino (als Yusaga aus SoulCalibur), der mit seinem bauchfreien Kostüm und seiner Tanzperformance das größtenteils weibliche Publikum zum Kreischen brachte und auch den Sonderpreis erhielt. (rö)
(Foto: Die besten 5 im Einzelwettbewerb, ganz rechts der Sieger Alexander Molino)


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