Anziehungspunkt für die jungen Comicleser: Biyomon aus der Serie "Digimon" von Dino
Gesichter
Hartmut Klotzbücher brachte bei "Carlsen" die orthografisch abenteuerlichen Geschichten 'fom Hartmut' auf den Weg.
Verena Hinze gestaltete mit der Regionalgruppe Rhein-Ruhr des ICOM die Rückwand des Stands zu einer verkäuflichen Tapete und interessiert sich für vom Zufall bestimmte Comics ("Lomics").
Sascha Thau bereicherte das Universum der "New Arden Chronicles" von Maximilian Pfeffer um den Kosmopoliten.
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Donnerstag, 26. Oktober 2000
Dino lebendig
Nicht mehr in einer Extrahalle wie in Erlangen und auch nicht in einer Ecke wie in Frankfurt sondern mittendrin in Halle 9.1 dominiert Dino das Geschehen mit dem bewährten Standaufbau des letzten Jahres, mit Musik, Durchsagen per Lautsprecher und leuchtender Laufschriftanzeige. Attraktion des Vormittags ist einmal mehr Bill Morrison ("Simpsons", "Roswell"). Und auch Ralph Ruthe und Oliver Naatz haben reichlich Zulauf. Dieses weist auf die erfolgreiche Hinwendung des Verlags zu Funnys und auch zum jüngeren Leser hin. Dennoch werden die Superhelden nicht außen vor gelassen, wie am neuen Cliffhanger-Titel "Crimson" oder dem Wiederbeginn von "Superman - Der Mann aus Stahl" erkennbar. Besorgnis müssen bei der Dino AG demgegenüber die Nachrichten von der Börse auslösen, wo die Dino-Aktie um 30 Prozent sank, da statt der angepeilten 12 Millionen DM Gewinn nun ein Verlust von 9 Millionen Mark bis zum Jahresende erwartet wird, wie www.kress.de vermeldet.
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Zeichner-Allee
Mit dem Charme einer kahlen Bahnhofshalle lädt die sogenannte Zeichner-Allee eigentlich Comic-Autoren ein, ihre Arbeiten gratis auszustellen. Stattdessen nutzen Familien die Tische für die Picknickpause. Eine gute Idee, initiiert von Ralf Heinrich und terminlich organisiert vom ICOM, scheint in Schmucklosigkeit unterzugehen. Gegen 14 Uhr geben sich vier Zeichner einen Stoß und belegen einen der zahlreichen Tische, um ihre Zeichnungen zu zeigen. Hoffentlich kommt nun mehr Lebendigkeit in die "Allee" und vielleicht zeichnet man sich ja einige Bäume und Grünzeug, um damit die leeren weißen Wände und den kalten Steinboden zu schmücken.
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Deutsche Zeichner
Deutsche Comiczeichner haben es schwer. Während der Frankfurter Buchmesse wies Isabel Kreitz auf den Hang zur Selbstausbeutung hin, den man als deutscher Zeichner ausleben müsste, bei Zwerchfell verlangt man das sogar körperlich. Die Zeichner müssen ihre Comics auch noch auf dem eigenen kräftigen Rücken vom Drucker zum Verleger schleppen. "Das ist gesund", meint Christian Heesch, Zwerchfell-Direktor, "und lässt das Gequengel der Zeichner nach allzu hohen Auflagen verstummen!" Auf nebenstehendem Foto sieht man Eckart Breitschuh (links), der Christian Heesch (rechts) die druckfrischen Hefte von "Grimm" #2 überreicht, an dem dieses Mal Wittek zu großen Teilen mitgewirkt hat.
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EEElektrischer Stuhl!?
Provozieren gehört für Extrem Erfolgreich Enterprises (EEE) zur Politik eines Verlags, bei dem "der Terror zu Hause ist". Diesmal baute man einen selbstgefertigten elektrischen Stuhl in seinen Stand ein. Neben dieser Bastelarbeit des Horrors sind vier Gesprächsboxen im Standaufbau integriert, die an die Besuchssituationen in Gefängnissen und Todeszellen erinnern, wie man sie aus US-amerikanischen Filmen kennt. Wahrscheinlich sollen hier die Zeichner ihrem Publikum gegenübergesetzt werden. Bisher war noch kein Zeichner zu sehen, vielleicht fürchtet man bei Erfolglosigkeit auf dem EEE-Stuhl verheizt zu werden? EEE beweist mit seinem Stand verrohtes Hirn und zielt auf die Magengrube der Menschenwürde.
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