Verzweifelt vom Signierjob wirft sich der Zeichner Fil der Verlegerin Claudia Jerusalem (Reprodukt) an den Hals
Gesichter
Sabine Weiss wurde durch 'Verwandlungen' in der Reihe "Outer Limits" bekannt und arbeitet jetzt - unter erheblich weniger Zeitdruck als damals - zum einen an einem Fantasy-Comic für Kinder und zum anderen an einem für Erwachsene.
Uwe de Witt veröffentlichte über EEE den Titel "Blasted", eine Gewaltorgie in einer zukünftigen Welt. De Witts Arbeit erinnert an einen "Judge Dredd"-Comic der harten Art.
Sarah Burrini brachte ihren ersten Comic im Kölner Cosmix unter und gab über die Comic-Gruppe Rhein-Ruhr (ICOM) jetzt das kleine Heft "Fische" heraus.
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Samstag, 28. Oktober 2000
Gedrängel
Im Vergleich zu den beiden Vortagen ist die Halle 9.1 kaum wiederzuerkennen. Wie im letzen Jahr beginnt die ComicAction erst am Samstag richtig. Die Menschen drängen in die Gänge, dass mancherorts nichts mehr geht. Aber Staus ist man in Essen von den umliegenden Autobahnen her ja gewohnt. Die Stimmung bei den Ausstellern wird zunehmend besser und die Signierschlangen länger. An manchen Ständen ist es schwierig, noch einen Blick auf die anwesenden Zeichner werfen zu können, wenn man, wie zwei der anwesenden Fotografen, keine Leiter dabei hat, um diese wimmelnde Comicwelt von oben zu sehen.
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Carlsen-Lounge
Mit dem bewährten offenen Standaufbau von Erlangen 2000 hat Carlsen auch hier in Essen heute volles Haus. Gemütliche Sitzgelegenheiten (im Vordergrund des Bildes) laden hell ausgeleuchtet zum Comiclesen und zum Gedankenaustausch ein. Links hinten ist eine ebenfalls dicht umlagerte "Technomage"-Station aufgebaut und im Bild rechts hinten sitzen um einen Tisch oftmals Zeichner und Verlagsmitarbeiter, die man gegebenenfalls ausfragen kann. Damit aus dieser angenehmen kleinen Halle keine der bereitliegenden Comics versehentlich verschwinden können, hat man selbige angeleint. Die Versuchung wäre sonst wohl zu groß.
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Die neuen Zeichner sind da
Endlich ist auch in der Zeichner-Allee deutlich mehr Betrieb als an den vergangenen Tagen. Die häufig in einfacher Art zusammengestellten Mappen liegen vor den angehenden Comic-Zeichnern und enthalten eine ganze Menge an Ideen, Sorg- und Vielfalt, die sich zum größeren Teil sehen lassen kann. Die Vorbilder reichen von Jeff Smith bis Alex Ross. Dem Besucher bietet sich eine interessante Entdeckungsreise und vielleicht erhält er dabei auch den Anstoß, es selbst einmal mit Stift und Papier zu versuchen. Die tapezierten Wände der Zeichner-Allee werden weiterhin so gut wie nicht genutzt, um beispielsweise durch etwas Plakatives auf sich hinzuweisen. Wo ist eigentlich WON, der Spezialist für diese Fälle?
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Marvel-Schlangen
Umumwunden zugeben, dass sie ganz zufrieden sei, möchte Gabriele El Hag von Marvel nicht, obwohl die Signierschlangen vor den Tischen von Carlos Pacheco oder Gabriele Dell'Otto nicht abzureißen scheinen. Von letzterem hat man eigens zur ComicAction 2000 ein großformatiges Heft "Marvel Visions" aufgelegt, in dem der Illustrator seine Sichten auf verschiedene Marvel-Helden wie Spider-Man und Wolverine zum Abdruck bringt. Das ist dann zwar kein Comic, erfreut sich aber dennoch großer Nachfrage. Beeindruckende Bilder spielen hier gegenüber der Erzählung eine immer wichtigere Rolle. Mit einem Comic von Chlodwig Poth oder Christophe Blain könnte man diese Comicleser nur entsetzlich erschrecken.
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