RRAAH! aktuell
Paulskirche

Die "Paulskirche" (Foto vom Plakat der IPP)

 

Gesichter

Geier

Geier zeichnet beständig für Serien beim Verlag Schwarzer Turm ("Horst", "Der Ring des Meisters" in: Menschenblut Nr. 35).

Rudolph Perez

Rudolph Perez veröffentlicht im Fanzine Zebra, welches dieses Jahr vom ICOM preisgekrönt wurde.

Horus

Horus kommt bei Neun mit seinem "Schattenreich" heraus.

 

Freitag, 19. Oktober 2001


Dino spielt gelb

Simpsons Spiel Während der ComicAction 2001, die ja zusammen mit der Messe Spiel 2001 in Essen durchgeführt wird, wolle man sich auf die Vermarktung des neuen Simpsons Sammelkartenspiels konzentrieren, erläuterte Steffen Volkmer von Dino. Und tatsächlich sieht man dann auch Max Müller, den Verlagssleiter, mit Messebesuchern am Spieltisch sitzen und die Regeln erklären. Steffen Volkmer findet Dino an diesem Ort zwischen Comic und Spiel auf dieser Messe genau richtig platziert. Nichtsdestotrotz weist man rund um die Spieltische auch groß auf die aktuellen Comics hin: "Futurama" steht dabei im Zentrum. Die Cliffhanger-Reihe ("Crimson", "Danger Girl", "Battle Chasers") werde mit der Herausgabe der Sammelbände wohl abgeschlossen sein, es sei denn man könne die Chefetage doch noch überzeugen. Das hänge aber auch davon ab, ob überhaupt genug neues Material zur Veröffentlichung vorliege, schränkte Jo Löffler ein. Den Superheldentiteln weine man seitens der Dino-Redaktion manche Träne nach und beobachte aufmerksam, wie diese Comics nun bei Panini gemacht und betreut werden. Immerhin erschien vor der Frankfurter Buchmesse mit "Ultimate X-Men" dann doch noch ein Superheldenbuch bei Dino.

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TearTalesTrust sauer

Harald Lieske Schlichtweg schlecht präsentiert fühlten sich die Gewinner des dritten Preises der Av@tar Awards bei der Frankfurter Buchmesse vor einer Woche. Das Typische ihres Wettbewerbbeitrags sei gar nicht erkennbar geworden, darunter die comicartige Struktur und die Vertonung von TearTalesTrust. Das habe einen falschen Eindruck entstehen lassen, gab der Zeichner Harald Lieske zu bedenken, der zur ComicAction anreiste und comic.de einen Einblick in seine Arbeit nehmen ließ. Es wurde unmittelbar klar, dass man über das mit vier Leuten in fünf Jahren aufgebaute Multimediaobjekt in kurzer Zeit keinen ausreichenden Eindruck gewinnen kann. Mit einer Lese- und Hörzeit von einer Stunde mutet man dem an den schnellen Kick gewöhnten Otto Normalsurfer einiges zu. Mindestens genau das ist der Beachtung wert. Die von Harald Lieske gezeichneten Vorlagen sind Comics, die an Caza oder Moebius erinnern. Björn Hammel erarbeitete den Text, Michael Hoffmann leistete die technische Umsetzung in Flash und Leif Rumbke vertonte TearTalesTrust. Mit diesem gänzlich unkommerziellen Stück Online-Kunst wird man sich noch auseinanderzusetzen haben, mit Ruhe. Die spannende Frage, ob die Comicvorlage Lieskes auch in ihrer Flash-Umsetzung noch Comic ist, sollte man zu klären die Ausdauer haben.

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Ja zum Jahrbuch

Jahrbuch 2001 Nach anfänglichen Engpässen lagen am Freitag genug COMIC! Jahrbücher 2001 am Stand des ICOM. Wie im Vorjahr leistet man in Artkeln und Interviews Rückschau auf die Ereignisse in der Comicszene und setzt sich mit Zeitströmungen auseinander. Bei einer Stärke von 240 Seiten ist dafür dann auch ausreichend Platz, der für eine geeignete Darstellung des ICOM, vieler Zeichner und der Lage des Comicmarktes verschiedener Länder bis zur Theorie des Comic reicht. Als jemand, der sich das Making-Of so eines Jahrbuchs vorstellen kann, mag man den ICOM und den geduldigen Burkhard Ihme zur Herausgabe dieses Pulsfühlers beglückwünschen. Mit der Meinung jedes der zahlreichen Autoren wird man vielleicht nicht einverstanden sein, das wäre auch ein Wunder oder ein schlechtes Zeichen. Man lese und spreche darüber.

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Drachenbälle an der Wand

Dragonball Z Ganz im Unterschied zur Faszination Comic veranstaltet der Messebetreiber in Essen kein begleitendes Programm zur Comicveranstaltung. Waren vor zwei Jahren wenigstens noch der ICOM mit einer Comic-Preisverleihung und auf einer Bühne Musiker und Verlage aktiv, so schrumpfte das Wahrnehmbare mittlerweile auf eine nackte Wand zusammen, auf der unentwegt Dragonball Z flimmert. Die Kids scheinen das zu mögen. Womöglich geistreiche Ereignisse und der Ausdruck von Gemeinsamkeiten der Comicszene fehlen leider. Markthalle statt Kulturplatz. So wird die ComicAction Essen bei Weitem nicht das Format vom Comic-Salon Erlangen und auch nicht das der Faszination Comic in Frankfurt erreichen.

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