comic.de präsentiert

In die lange Schlange der ersten Salonbesucher hat sich auch Bart eingereiht. Seine Begeisterung für Naruto ist ihm auf die Stirn geschrieben.

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Salonbesucher

Zwerchfellparty mit "pornophonique"

Was ist denn morgen los?

Tipps für Freitag

  • 10-19 Uhr, Comic-Messe im Rathaus
  • 11-18.30 Uhr, Comic-Kurse: Comicacademy, Rathaus, 1. Stock, Workshop-Raum
  • 12 Uhr, Vortrag: Der weite Weg zur Comic-Website, Rathaus, Großer Ratssaal, 1. Stock
  • 13 Uhr, Vortrag: Geschichten für Chinas Massen - Die Entwicklung der Bildgeschichte in China, Rathaus, Großer Ratssaal, 1. Stock
  • 14 Uhr, Gespräch mit Melinda Gebbie: Lost Girls, Rathaus, Großer Ratssaal, 1. Stock
  • 15 Uhr, Gesprächsrunde (mit Isabel Kreitz u.a.): Comic und Literatur, Rathaus, Großer Ratssaal, 1. Stock
  • 15 Uhr, Live-Zeichnen: Comics vs. Manga, Kongresszentrum Heinrich-Lades-Halle, Kleiner Saal
  • 16 Uhr, Gespräch mit Hansrudi Wäscher: Der Herr der Abenteuer, Rathaus, Großer Ratssaal, 1. Stock
  • 16 Uhr, Gesprächsrunde: Boys Love-Manga, Kongresszentrum Heinrich-Lades-Halle, Kleiner Saal
  • 16 Uhr, Ausstellungsführung: Hendrik Dorgathen, Städtische Galerie Erlangen im Museumswinkel
  • 17 Uhr, Gespräch mit Achdé: Nichts ist schwieriger als Pferde zu zeichnen, Rathaus, Großer Ratssaal, 1. Stock
  • 17 Uhr, Ausstellungsführung mit Ho Che Anderson: Martin Luther King, Museumswinkel Erlangen, 2. Obergeschoss
  • 18 Uhr, Vortrag und Gespräch: Der Nouvelle Bande Dessinée, Rathaus, Großer Ratssaal, 1. Stock
  • 18 Uhr, Gespräch mit Hansrudi Wäscher/Ralf König/Asu: Wilhelm Buschs Erben, Stadtmuseum Erlangen
  • 18 Uhr, Gespräch mit Hendrik Dorgathen: Zwischen Mutationen und Metamorphosen, Städtische Galerie Erlangen im Museumswinkel
  • 21 Uhr, Preisverleihung: Max und Moritz-Gala, Markgrafentheater

MSW

Genug Comics dabei: Der Wuppertaler Medienservice hat genügend Pakete voller Comics aus seiner umfangreichen Vertriebspalette mitgebracht.

Donnerstag, den 22. Mai


Comic-Salon 2008 eröffnet

Besucherschlange Unter dem Beifall der vielen Besucher, die schon in langer Reihe vor den Türen des Salons anstanden, wurde der 13. Comic-Salon in Erlangen durch den Kulturdezernenten der Stadt Erlangen, Dieter Rossmeissl, eröffnet. Er wies auf die Vielfalt an Veranstaltungen dieses Salons hin und hob insbesondere das Schwerpunktthema "Chinesischer Comic" hervor. Man sehe dort ein China aus künstlerischer Sicht und abseits des aktuellen Olympiarummels und der derzeitigen politischen Diskussionen um die Menschenrechte. Die drei Hauptveranstaltungsorte Heinrich-Lades-Halle, Stadtmuseum und Museumswinkel sind dank eines Shuttle-Busses im 20-Minuten-Rhythmus einfach zu erreichen.
(Foto: Besucherschlange vor dem Rathaus Erlangen)

Erster Internationaler Comic-Salon

Karl Manfred Fischer Erlangen 1984 1984 ist nicht nur Titel eines zukunftsweisenden Romans, sondern auch das Jahr, in welchem der 1. Internationale Comic-Salon stattfand. Eckart Sackmann präsentierte in seinem Vortrag ein historisches Dokument: Die DVD-Kopie einer Video-Kopie eines Filmdokuments, das mit Handkamera von Werner Büsch auf dem ersten Comic-Salon in Erlangen im Jahr 1984 aufgenommen wurde. Als Einführung gab es zunächst Standbilder, die der Szenekenner Sackmann mit viel Hintergrundwissen kommentierte. Schon damals präsentierte der Comic Salon interessante Ausstellungen, die Comic-Messe und viele Künstler. Der Film gab einen lebendigen Einblick in den damaligen Salon, auf dem es ein ganzes Stück kleiner (und entspannter) zuging als heute. Zu sehen war allerdings auch eine etwas langwierige Podiumsdiskussion zum Thema "Comics: Industrieprodukt oder Kulturgut" (unter anderem mit Volker Reiche, Klaus Strzyz und der damaligen Chefredakteurin der Micky Maus), die angemessen gekürzt gezeigt wurde. Die damals vom ICOM initiierte Veranstaltung war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem erwachsenen Umgang mit Comics in Deutschland, führte die Szene näher zusammen und fand viel Resonanz in der Presse. Im anschließenden Gespräch erinnerte Burkhard Ihme daran, dass vor dem 1. Internationalen Comic-Salon bereits drei vom ICOM organisierte Comic-Salons in Erlangen stattgefunden haben. Eckart Sackmann regte an, dass man mit Hilfe der Materialien und Fotos, die im Kulturamt Erlangens liegen, in die Zusammenstellung der Salon-Historie einsteigt.
(Foto: Karl Manfred Fischer während des 1. Internationalen Comic-Salons 1984)

Comicforschung weitet sich aus

ComFor - Gesellschaft für Comicforschung Mehrere Mitglieder der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) stellten sich, ihre Beweggründe und die Richtung vor, in welcher ihr Forschungsinteresse liegt. ComFor wurde 2005 gegründet, um Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen, die sich bisher individuell mit dem Thema Comic auseinandersetzten, zu vernetzen und zu fördern und die Comicforschung in dieser Weise weiter zu etablieren. Dazu organisiert ComFor eine jährliche Tagung und steuert Beiträge zum von Eckart Sackmann herausgegebenen Jahrbuch Deutsche Comicforschung bei. Ralf Palandt wies darauf hin, dass die Comicforschung besonders wichtig sei, um die Geschichte der Comics zu rekonstruieren, um mit weit verbreiteten Mythen aufzuräumen, zum Beispiel dass Wilhelm Busch der Vater der Comics sei. Martin Frenzel informierte über den von ihm herausgegebenen ComFor-Newsletter. René Mounajed berichtete von seiner Arbeit an der Frage, inwiefern es sinnvoll und möglich ist, Comics im Geschichtsunterricht zu benutzen. Clemens Heydenreich wies darauf hin, dass Comics immer noch unter der Schmutz und Schund-Debatte der 50er-Jahre leiden. Außerdem seien Comics als interdisziplinäres Projekt, das viele verschiedene Geisteswissenschaften behandelt, bestens geeignet. Heiner Jahncke erwähnte den Unterschied der Forschung am Comic als solchem im Gegensatz zur Betrachtung eines einzelnen Comic-Werkes und führte dann aus, dass beide Betrachtungsweisen untrennbar miteinander verknüpft sind. Eckart Sackmann erklärte, dass in der Comicforschung noch eine Menge Pionierarbeit zu leisten sei, und dass die Zeit dafür drängt, da wichtige Sammlungen aufgelöst werden und Zeichner sterben. Weiterhin unterhielten sich die Podiumsteilnehmer über die Schwierigkeit, Geldquellen für die Comicforschung aufzutun und an Universitäten Kontakte zu Personen zu knüpfen, die an Comics interessiert sind. [mehr]
(Foto v.l.n.r.: René Mounajed, Clemens Heydenreich, Ralf Palandt, Eckart Sackmann, Martin Frenzel)

Comic des Jahres 2007: Vertraute Fremde

Kai-Steffen Schwarz nimmt Preis entgegen Der von einer Jury verliehene Comic des Jahres ging 2007 an Jiro Taniguchi für "Vertraute Fremde". Damit wurde zum ersten Mal ein Manga mit diesem Preis ausgezeichnet. In seiner Laudatio erwähnte Christian Gasser, dass der Autor über seinen Erfolg in Europa geradezu erschrocken war. Doch ist es kein Wunder, dass seine Bildergeschichten im Westen ankommen, orientierte er sich doch bei seinem Stil vor allem auch an französischen Comics. Überreicht wurde der von comic.de und der Comixene gestiftete Preis von Eckart Sackmann. Entgegengenommen wurde er stellvertretend von Kai-Steffen Schwarz vom Carlsen Verlag, da Jiro Taniguchi leider nicht anwesend sein konnte. In der Dankesrede des Künstlers brachte dieser außer seiner Freude auch zum Ausdruck, dass der Preis dieser Art Comic für den erwachsenen Leser Auftrieb geben möge. Der Laudator Gasser prophezeite, dass weitere Bücher Taniguchis, die hoffentlich bald in Deutsch erscheinen, dazu führen werden, dass er beim nächsten Erlanger Comic-Salons abermals eine Laudatio auf Taniguchi halten wird. Nahrung für diese Vorhersage ist, dass der japanische Ausnahmekünstler 2007 gleich drei Titel in den Top Ten der Wahlen zum Comic des Jahres platzieren konnte ("Die Stadt und das Mädchen", "Gipfel der Götter", "Vertraute Fremde"). [mehr]
(Foto: Kai-Steffen Schwarz mit Tintenfass-Trophäe und einem Exemplar des Comic des Jahres 2007)

ICOM-Preisträgerin: Line Hoven

ICOM-Siegertitel So, wie Line Hoven ihre eindrücklichen Erinnerungen in Schabetechnik auf Karton kratzt, erhält ein Comic eine ganz eigene Stimmung. Der Juror und Laudator Klaus Schikowski beschreibt das über einen Gewinn an Plastizität und die besondere Wirkung der feinen Linien. Line Hoven erhielt für "Liebe schaut weg" den mit 500 Euro dotierten Preis für den Besten Independent Comic. Die weiteren mit je 300 Euro versehenen Preise erhielten: Olli Ferreira und René Roggmann mit "Daniel und Oleg: Du weißt, ich weiß" für den Besten Kurzcomic Funny, Tobi Dahmen mit "Sperrbezirk" für den Besten Kurzcomic Realistisch, Reinhard Kleist mit "The Secrets of Coney Island" für das Herausragende Artwork und der Sonderpreis der Jury ging an Fil für "Didi & Stulle". Lobend erwähnt wurden: Harald Kuhn für "Shôkuhn", Spong für "Halbstark", Dirk Schwieger für "Moresukine" und für "Hollers Weyrauch: Kommissar Kötza - Der Tolle von Bülz: Das Harnsteinzimmer". [mehr]

Das Comic-Duell

Comic-Duell Beim Comic Duell, dem Nachfolgewettbewerb zum Goldenen Spacken, hatte die Jury aus Stefan Dinter, Eckart Breitschuh und Ans de Bruin eine finale Auswahl aus sechs Kurzcomics und Cartoons zum Thema "Für eine Handvoll Dollar" zu treffen. Dazu mussten zunächst zwei Beiträge aussortiert werden, da aus der Vorrunde eigentlich nur vier Beiträge hätten weiterkommen sollen. Die Entscheidung zog sich hin, da die Jurymitglieder zwischen Schuldzuweisungen und billigen, aber zündenden Gags lange zu keinem eindeutigen Ergebnis kamen. Beim anschließenden Duell erleichterte die im Publikum ausgewürfelte Paarung des Halbfinales die Entscheidung und trotz weiterer amüsanter sich im Kreis drehender Diskussion stand Sieger David Füleki eigentlich schon lange fest, und das trotz offensichtlichen Mangaeinflusses. Ausschlaggebend war die Detailverliebtheit seines Einseiters und sicherlich auch die Tatsache, dass er alle drei Jurymitglieder darin unterbrachte, wobei sich Eckart Breitschuh wegen seiner Darstellung als dicker Hund mit Tomaten auf den Augen eher auf die Füße getreten fühlte. Der Zeichner konnte den Preis leider nicht selbst entgegennehmen, da er erst am Samstag zum Comic Salon kommen wird. Er steuerte gerade einen Beitrag zum Comicgate Magazin bei, den er auch signieren wird. Als Ausrichter des Comic-Duells wird Comicgate mit der Wahl eines stalleigenen Zeichners zum Sieger genauso zufrieden sein wie das heiter gestimmte Publikum dieses kurzweiligen Duells. (Foto v.l.n.r.: Stefan Dinter, Eckart Breitschuh, Ans de Bruin)

Dieter Rossmeissl Bodo Birk

Bodo Birk (links) und Dieter Rossmeissl (rechts) stellen alle zwei Jahre den Internationalen Comic-Salon in Erlangen auf die Beine.

Comic-Messe

Gut besucht: In den fünf Hallen der Comic-Messe füllten sich am Eröffnungstag die Gänge recht schnell.

Chris Scheuer

Chris Scheuer (mit dem Max und Moritz-Brot im Arm) wurde 1984 der erste Preisträger des Max und Moritz-Preises für einen deutschsprachigen Künstler. [mehr]

Ludolf

Ägyptisch: Joe Heinrich präsentiert seinen Comic "Ludolf" an einem vorbildlich gestalteten Stand, den wir sofort für einen besonderen Max und Moritz-Preis vorschlagen.

manhua

Unter Wasser: Für die manhua-Ausstellung wurde die Heinrich-Lades-Halle geflutet. Die Besucher laufen auf Stegen durch eine faszinierende chinesische Comic-Welt.

Comic des Jahres 2007

Ungewöhnlich: Die Jury des Comic des Jahres traf noch nie in so großer Runde zusammen. Da sie über die ganze Bundesrepublik verteilt wohnt, ist es Erlangen zu verdanken, dass immerhin acht der zehn Juroren bei der Preisverleihung anwesend waren. Hier umrahmen sie Preisträger und Initiator des Preises.

Burkhard Ihme erhält Preis

Überraschung: Burkhard Ihme (links) erhielt während der ICOM-Preisverleihung am Abend eine besondere Ehrung namens der Jury aus der Hand von Harald Havas (rechts). Ihme wurde - für ihn selbst völlig überraschend - für sein jahrelanges Engagement und die außergewöhnlichen Leistungen für die Comicschaffenden der Independentszene ausgezeichnet.


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