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Und lieg' ich dereinst auf der Bah-re
(Fast) 25 Jahre D.O.N.A.L.D.
Von Eckart Sackmann
Eigentlich fehlten ja noch drei Tage am Jubiläum, aber vielleicht war das auch nur eine Täuschung des Duckschen Zeitkontinuums. Am 16. April 1977 hatte sich in Hamburg ein Häuflein Unbeirrbarer zusammengefunden, um einen Verein zu gründen, die Deutsche Organisation Nichtkommerzieller Anhänger des Lauteren Donaldismus (D.O.N.A.L.D.).
In angemessenem Rahmen, nämlich in den Räumen der Hamburger Universität, wurde rund 25 Jahre später dieses wunderbaren Umstandes gedacht. Die donaldistische Forschung hat sich immer als eine streng wissenschaftlich operierende verstanden. Das unterstrichen auch die Vorträge der Tagung vom 13. April dieses Jahres, in denen unter anderem auf den Aspekt des "Konstruktionsspielzeugs im Duckschen Kinderzimmer", die Pisa-Studie in Entenhausen oder die verzweifelte Lage der Entenhausener Ärzteschaft eingegangen wurde.
Wer da glaubte, die Wissenschaft vom Donaldismus habe weder Hand noch Fuß und an jeder Hand nur vier Finger, der mußte sich hier eines Besseren belehren lassen. Hält man sich einmal Grundriß und Lage von Entenhausen vor Augen, so liegt der Donaldismus ungefähr scharf links, während man sich die postmoderne Spaßkultur eher im Bereich der östlichen Randgebiete vorzustellen hat. Beide stehen sich also quasi diametral gegenüber. Das Hamburger Publikum dankte den anschaulich Vortragenden mit lebhaftem Beifall (Klatsch! Klatsch! Klatsch! Klatsch!).
Die Herren und Damen der ersten Stunde, nicht wenige von ihnen inzwischen in Würde ergraut, können auf ein reiches, stets interdisziplinär engagiertes Forscherleben zurückblicken. Das Fachorgan der Gruppe, der Donaldist, ist noch ein Jahr älter als der Verein selbst und birgt ein unerschöpfliches Reservoir an Erkenntnissen. Trotz ihres begrenzten Gegenstandes wird die donaldistische Forschung nicht müde, immer wieder Großes zu leisten. Die besten Veröffentlichungen werden mit dem "Professor-Püstele-Preis" honoriert; er ging in diesem Jahr an den Frankfurter Andreas Platthaus (Klatsch! Klatsch! Klatsch! Klatsch!).
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Die Tagung war überaus gut besucht. Schmerzlich vermißt wurde allerdings der Urvater der D.O.N.A.L.D., der Naturwissenschaftler Hans von Storch. Er hatte sich vom fernen Hawaii aus auf die Reise nach Hamburg begeben. In einer Mail, die am späten Vormittag eintraf, schien er davon auszugehen, die Veranstaltung sei bereits vorüber. Dieses, wie auch der Umstand, daß die Anwesenden immer noch mit ihm rechneten, war wohl nur eine weitere Auswirkung des grundsätzlich anders gearteten Zeitgefühls im Duck-Universum.
Neben dem Vortrags-Teil und der notwendigen Vereinsmeierei überzeugte der Kongreß durch ein niveauvolles kulturelles Beiprogramm. Es stand unter dem Thema "Musik, wilde Tiere und Eisenbahnverkehr".Hinter der Hamburger muß sich die Entenhausener Kulturszene also in keiner Weise verstecken (Klatsch! Klatsch! Klatsch! Klatsch!). Daß Musik auch schön sein kann, bewiesen die Donaldisten durch wiederholtes Absingen ihrer Hymne, dem bekannten "Lied von rührseligen Cowboy":
Selten hat sich Wissenschaft so poetisch geäußert.
Homepage der D.O.N.A.L.D.
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