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Kino & Comics
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten Bilderzählung und Film eine intensive und anregende Beziehung zueinander. Die ab 28. Juni in der Städtischen Galerie Karlsruhe - die einzige deutsche Station - laufende Ausstellung "Kino & Comics" zeigt die vielschichtigen Verflechtungen der beiden populären Ausdrucksformen. Von "Asterix" bis "Tarzan", von "Barbarella" bis "Superman" spannt sich der Bogen der insgesamt 34 berühmten Comic-Gestalten und Filmhelden, die im Mittelpunkt einer vom Museum der Moderne Salzburg übernommenen Ausstellung stehen. Der Überblick beginnt schwerpunktmäßig in den 1920er Jahren und berücksichtigt sowohl amerikanische als auch europäische Protagonisten. Zu den rund 250 Exponate gehören Originalzeichnungen, Erstausgaben wichtiger Comic-Hefte, Kinoplakate und deren Entwürfe sowie Kostüme und Kultobjekte.
Fumetto
Nach einem neuntägigen Bilderfeuerwerk aus Comics, Illustrationen, Installationen und Performances endete das Luzerner Comix-Festival Fumetto mit einem neuen Rekord von rund 55 000 Ausstellungsbesuchern. Damit zählt Fumetto zu den wichtigsten europäischen Comicfestivals. Luzern widmet sich besonders dem sogenannten Avantgarde-Comic. Stargast war in diesem Jahr der Franzose Christophe Blain, aber es waren auch Künstler zu sehen, die sich an den Grenzen der klassischen Definition von Comics bewegen. Den Wettbewerb zum Thema Klima gewann der 18jährige Johan Smith aus Genf.
Glibberglibb für jeden
Die Donaldisten trafen sich im April in Bielefeld, der "Puddingstadt". Die zahlreich angereisten Fachleute erwarteten wieder einmal revolutionäre Forschungsberichte, so zum Beispiel zum Stadtplan von Entenhausen. Seit vielen Jahren arbeitet Jürgen Wollina an diesem Plan, der unter anderem die 33 Wohnsitze von Donald Duck und die Lage von 20 Duckschen Geldspeichern verzeichnet. Das Busliniennetz will der umtriebige Forscher bis Weihnachten rekonstruiert haben. Sensationell auch die von Martin Söllig widerlegte These, Tick, Trick und Track, die drei Neffen Donalds, seien an ihrer Mützenfarbe zu unterscheiden: Die Farben werden vom Verlag willkürlich zugeordnet, was Söllig als gezielte Desinformation der Öffentlichkeit anprangerte.
Wolfgang Altenburger tot
Wolfgang Altenburger, die graue Eminenz der DDR-Comic-Szene, ehemaliger Chefredakteur von "Mosaik" und "Atze" sowie Autor unzähliger Comicfolgen, verstarb am 18. März 2008 im Alter von 76 Jahren. Altenburger hatte 1963 die Chefredaktion von "Mosaik" übernommen. Seine als Abschluss eines Journalistik-Studiums in Leipzig 1966 geschaffene Diplomarbeit ("Die besonderen Aufgaben der Bilderzeitschriften im System der Kinderpresse der DDR") entwickelte eine Theorie der "sozialistischen Bildgeschichte". 1982 wurde Altenburger für sein Engagement in der Arbeit mit Kindern mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnet.
Neuer Chefredakteur
Der Epsilon-Verleger Mark O. Fischer wird Nachfolger von Mirko Piredda und Martin Surmann als Chefredakteur von ZACK. Das Magazin erscheint weiterhin im Verlag Mosaik Steinchen für Steinchen. Fischer in einem Interview in der Comicradioshow: "Das Hauptziel besteht darin, ZACK vom reinen Vorabdruck- oder Konkurrenzprodukt zu dem ergänzenden Magazin zu machen, auf das kein Albensammler mehr verzichten will. Ein eigenes neues Magazin zu machen, wäre sicher riskanter und mit größerem Druck verbunden gewesen." Der Epsilon-Verleger hatte stets betont, ein Comicmagazin tue der Albenszene gut, so dass bereits spekuliert worden war, er würde ein Konkurrenzprodukt zu ZACK aus der Taufe heben.
Finix
Der Umstand, dass nicht wenige frankobelgische Serien von den deutschen Verlagen kurz vor Schluss eingestellt wurden, erregte die Szene seit langem. Jetzt hat eine Gruppe von Lesern zur Selbsthilfe gegriffen und in Form eines eingetragenen Vereins einen Verlag namens Finix gegründet. In Planung sind 4 bis 6 Alben pro Jahr. "Die Finanzierung der Publikationen erfolgt in erster Linie über sogenannte Dauerinvestoren. Das sind Mitglieder, die dem Verein dauerhaft 100 Euro zur Verfügung stellen. Im Gegenzug erhalten sie bei 10 aufeinanderfolgenden Publikationen je ein Exemplar kostenlos." Begonnen wurde das Programm mit Band 16 von "Die Pioniere der neuen Welt"; bereits angekündigt ist der Abschlussband 4 von "Die rote Kaiserin".
Klare Linie
Thema der im Mai erscheinenden Ausgabe 47 der Fachzeitschrift Reddition ist Yves Chaland und die Nouvelle Ligne Claire (Neue Klare Linie). Das Heft enthält Porträts zu Chaland, Françle;ois Avril, Andi Watson, Rian Hughes, Jason Lutes und dem neuen Spirou-Zeichner Olivier Schwartz sowie Interviews mit Ulf K. und Serge Clerc. Die Chaland-Serien "Freddy Lombard", "Klein Albert" und "Bob Fish" werden in ausführlichen Porträts vorgestellt und damit exemplarisch der Einfluss des Zeichners auf die Comics seit den 80er Jahren aufgezeigt.
Perry
Karl Nagel, Initiator und treibende Kraft der Alligator Farm, der Zeichner- und Autorengruppe hinter dem Heft "Perry", gibt aus persönlichen Gründen den Stab weiter. Die Verlagsleitung liegt künftig in den Händen von Kai Hirdt und Maikel Das. Nagel bleibt dem Team als Redakteur und IT-Administrator erhalten. Auch der Splitter Verlag wird sich der wohl populärsten deutschen SF-Serie annehmen. Geplant ist eine Albenreihe nach Texten von Robert Feldhoff und mit Dirk Schulz und Horst Gotta als Zeichner. Ein zweites "Perry"-Projekt bei Splitter steht unter der Obhut von Sven Papenbrock.
Who watches the Watchman?
Das geplante neue Frankfurter Karikaturenmuseum hat einen ersten Rückschlag erlitten, muss es doch ohne den erwarteten Nachlass F. K. Waechters auskommen. Dessen Zeichnungen gehen überraschend an das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover, ermöglicht durch hohen finanziellen Einsatz des Landes Niedersachsen und die dortige Sparkassen-Stiftung. Die Erben stießen sich nach eigener Aussage an der geringen Größe des künftigen Frankfurter Karikaturenmuseums im Leinweberhaus. Waechter hatte in seinem Testament verfügt, sein Werk müsse zusammenbleiben, aufgearbeitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. In Hannover plant man für 2009 eine große Retrospektive mit den Werken des 2005 verstorbenen Frontmanns der Neuen Frankfurter Schule.
ZEIT Kultur
Wer hätte es gedacht? Die ZEIT, bisher eher unbeholfen im Umgang mit Comics, machte Ende April eine Ausstellung des Erlanger Comic-Salons zum Titel der Beilage "Zeit Kultur Sommer". "Gemalter Unmut" hieß der lesenswerte Beitrag im Heft (von Sven Behrisch), sehr schön illustriert, nur leider nicht mit Bildern, die auch nur entfernt an Comics erinnern. So hat sich die ZEIT mal wieder rausgemogelt.
Virgin Comics
Ein internationales Projekt, das indische und amerikanische Comic-Künstler zusammenbringt - das ist die neue Reihe der Virgin Comics, die in Deutschland von Panini angeboten wird. Hinter Virgin steht Richard Branson, hinter Virgin Comics stehen diverse Prominente wie Nicolas Cage oder Guy Ritchie, die wenigstens zum Teil selbst an den Inhalten der Geschichten mitgewirkt haben. Das riecht zunächst einmal nach Marketing-Masche, aber der Leser kann sich ja selbst ein Bild machen. Bereits erschienen ist "Gamekeeper", es folgt im Juni "Voodoo Child", an dem die halbe Familie Cage mitgewirkt hat.
Egmont
Einen Zuwachs von 21% und ein Rekordumsatz von 1.492 Millionen Euro verzeichnet die internationale Egmont-Gruppe nach eigenen Angaben. Der Gewinn vor Steuern sei 2007 um 37% auf 119 Millionen Euro gestiegen. Egmont ist in 30 Ländern tätig und beschäftigt 4400 Mitarbeiter. Zu den Besonderheiten des vergangenen Jahres gehörte die Integration des Bonnier Verlags (inklusive Carlsen Dänemark) in den Egmont-Verlag Lindhardt und Ringhof.
Sempé
Preisträger des e. o. Plauen Preieses ist 2008 der Franzose Jean-Jacques Sempé. Die Entscheidung für Sempé hat die Jury, die unter Vorsitz von Professor Gert Ueding stand, bereits im Dezember 2006 getroffen. Die offizielle Preisverleihung wird am 31. Mai 2008 im Vogtland Theater Plauen im Rahmen eines Gala-Abends stattfinden. Bereits seit April läuft in der e. o. plauen Galerie eine Ausstellung mit Arbeiten des 1932 geborenen Franzosen zu sehen, der Comicfreunden durch seine Zusammenarbeit mit René Goscinny an dem Kinderbuch "Der kleine Nick" bekannt sein dürfte.
Das jüngste Gericht
Arbeiten des Österreichers Chris Scheuer bildeten den Hintergrund zu dem Mitte April auf RTL gezeigten "Serial Killer Film" "Das jüngste Gericht". Werbetext: "Die düstere Atmosphäre wird durch die hier integrierten und eng mit der Story verbundenen Graphic-Novel-Sequenzen verstärkt. Sie sind visuell reizvoll und innovativ im TV-Bereich. Graphic Novels sind Comics in einem Buchformat." Eingebunden in die Welt der Comics wird man in "Das jüngste Gericht" durch Thomas Dorns 16jährigen Sohn Oliver, einem begeisterten Comic-Zeichner, der neben der Schule in einem Comicladen aushilft. Sein größtes Idol ist der Comiczeichner Conrad: "Dieser ist einer der berühmtesten Graphic Novelists." Graphic Novelists?
China, China, China
In einer groß angelegten Zeremonie, an der sogar die chinesische Vize-Ministerin für Kultur, Meng Xiaosi, teilnahm, wurden im Januar in Angoulême öffentlich Verträge zwischen chinesischen und französischen Verlagen unterzeichnet. Was für den auf Diskretion bedachten europäischen Lizenzhandel recht ungewöhnlich anmutete, war ein lukratives Geschäft: Es ging um Lizenzen im Wert von 11 Millionen Euro. Mit anderen Worten: Nach der Mangaschwemme der letzten Jahre dürfen sich die Franzosen ab sofort auf jede Menge Manhua einstellen.
Ende
Wenn ein bekannter Comiczeichner stirbt, steht unter dem letzten Kapitel nicht immer "Fortsetzung folgt". Das "Ende" ist derzeit der Alptraum der französischen Verlage; eine Serie, die nach dem Tod ihres Urhebers nicht fortgeführt werden kann, lässt sich nur noch schwer vermarkten. Nach Hergé will nun auch Uderzo nicht zulassen, dass seine Kreation durch Neuschöpfungen verwässert wird. Anders Peyo ("Die Schlümpfe") und Tabary ("Isnogud"), die ihre Kinder frühzeitig in die eigene Arbeit mit einbanden und ihre Comics quasi im Familienunternehmen weiterleben lassen. Der inzwischen 86jährige und fast blinde Jacques Martin hat eine Art Kreativfabrik gegründet. Wie gefragt auch die Epigonen sein können, beweist der Erfolg der neuen Alben von "Blake und Mortimer", die jedesmal die Hitlisten anführen.
E-Comic
Comics auf dem Handy lesen? Warum nicht, für den, der's mag. Die Franzosen haben den ersten Band der Serie "Megalex" von Fred Beltran und Alexandro Jodorowsky auch in Form eines e-books zur Verfügung gestellt. Das kann man sich gratis aös mp4-Datei herunterladen und auf dem Pocket PC, dem i-Pod oder dem Mobiltelefon ansehen, und zwar Bild für Bild, aber ohne Sprechblasen. Denn die sind vertont worden, genau wie die Hintergrundgeräusche. Wer wissen möchte, ob das noch ein Comic ist, kann sich auf www.humano.com/megalex/videobd_webiphone.php selbst ein Bild machen. Oder auch zwei.
Superhelden
Im Jahr 1938 machten Joe Shuster und Jerry Siegel den Fehler ihres Lebens: Sie verkauften die Rechte an "Superman" für 130 Dollar an ihren Verleger. Ein amerikanisches Gericht relativierte den Deal jetzt. Demnach sind die Siegel-Erben Copyright-Inhaber der ersten, 13 Seiten langen "Superman"-Geschichte in "Action Comics" 1 und damit Teilhaber an der Figur des fliegenden Kraftprotzes. Das gilt allerdings nur für die nach 1999 neu geschaffenen Werke. Eingeschlossen Filme: Es dürfte Time Warner, die derzeit an den Vorbereitungen für "Superman Returns" puzzeln, überhaupt nicht gefallen, dass sie nun mit den Siegels teilen müssen. Nach geltenden Recht könnten 2013 auch die Shuster-Erben Ansprüche stellen.
Experienze Verlag startet mit starken Germanga
Der neue und offensichtlich auf deutsche Manga spezialisierte Kleinverlag Experienze ist zur Buchmesse in Leipzig mit zwei starken Titeln gestartet. Böse Mädchen ist eine Erotik-Geschichte rund um ein Mädcheninternat. Einfach gezeichnet und wirr, aber lustig erzählt, dürfte die bisher zwei Bände umfassende Serie vor allem die Zielgruppe bestens unterhalten. Auch Shounen Me-Gane umfasst bisher zwei Bände, geht aber in eine ganz andere Richtung: Die Schülerin Yž wird von Besuchern aus der Zukunft bedroht. Ihr zur Seite steht Erik, der ohne Brille der Schwarm aller Mädchen, mit Brille aber ein nerviger Trottel ist. Die gelungene Mischung aus Action und High School Romantik macht Lust auf mehr und unterhält Menschen beiderlei Geschlechts hervorragend.
Manga für Kinder
Es ist bekannt, dass sich ein Großteil der auf dem deutschen Markt erscheinenden Manga immernoch an ein junges Publikum wendet. Die Verlagsgruppe Beltz geht jetzt allerdings einen Schritt weiter und veröffentlicht im Bunten Hund den Fortsetzungsmanga Aqualuna. Der Bunte Hund wird von der Stiftung Lesen empfohlen und richtet sich an Kinder von 7 bis 11 Jahren. Für Aqualuna zeichnet sich Detta Zimmermann (Iscel) verantwortlich. Die Geschichte handelt von Laura, die sich mit der Nixe Grijel anfreundet. Die Kinder werden dabei gleich an die japanische Leserichtung gewöhnt.
Ballroom Blitz
Pünklich zum Comic Salon erscheint beim Schwarzen Turm schon wieder eine neue Anthologie, diesmal zum Thema Musik. Federführend sind dieses Mal die Walch-Schwestern, die schon mit Magic Mütze in "Paper Theatre" ihr Können bewiesen haben. Als besonderer, da (bisher?) nicht Manga zeichnender Gast wird Mawil einen Beitrag beisteuern. Fans des ursprünglich vierteljährlich erscheinenden "Paper Theatre" warten derweil schon ein Jahr auf eine neue Ausgabe. Die wird kommen, verspricht der Verlag, und zwar mit überarbeitetem Konzept, da die Verkäufe bisher nicht den Erwartungen entsprachen.
Quartier lointain
Die Franzosen haben entdeckt, dass man Comic-Verfilmungen gutes Geld machen und gleichzeitig die Filmindustrie wie den Comic-Handel beleben kann. Das nicht nur mit Stoffen aus dem eigenen Sprachraum wie Satrapis "Persepolis" und Tardis "Adeles ungewöhnliche Abenteuer", sondern auch mit Manga-Erfolgen der besonderen Art. Jiro Taniguchis "Quartier lointain", bei uns als "Vertraute Fremde" gerade zum "Comic des Jahres 2007" gekürt, wird derzeit unter der Regie von Sam Gabarski ("Irina Palm") in Szene gesetzt. Mitte nächsten Jahres ist Premiere. Es sieht aus, als werde dieser Sommer 2009 wird das reinste Comic-Film-Event. Wer will denn da an den Strand gehen?
Ganz Europa? Nein!
Wie tief "Asterix" in unsere Kultur eingedrungen ist, zeigte Mitte April die Internet-Ausgabe der "Tagesschau". In der Rubrik der " Schlusslichter" widmete sich die Hamburger Redaktion der nördlich der Bretagne gelegenen Kanalinsel Sark. Auf dem von unbeugsamen Galliern - Verzeihung: Briten bevölkerten Eiland besteht seit Jahrhunderten eine mittelalterliche Lehensherrschaft. Auf Anordnung von oben ist damit nun Schluss. Im Dezember müssen die 600 Inselbewohner ein Parlament wählen und damit selbst über ihre Geschicke bestimmen.
Akira - der Film
Mit dem Ende Tokyos fing Anfang der 80er Jahre alles an: Katsuhiro Otomos Dystopie "Akira" krempelte als Manga die internationale Comicwelt um und feierte als Anime auch im Trickfilmbereich große Erfolge. 25 Jahre später: Time Warner hat sich längst die Rechte an der Realverfilmung der Superserie gesichert, und Leonardo DiCaprios Produktionsfirma Appian Way geht das Unternehmen tatsächlich an. Geplant ist eine an den Anime angelehnte Fassung in zwei Teilen, deren erster im Sommer 2009 in die Kinos kommen soll. Schauplatz ist nicht Neo-Tokyo, sondern New Manhattan; Regie führt der Spielfilm-Newcomer Ruairi Robinson.
Gute alte Zeit
Vom Mai 68 schwärmen die Franzosen wie unsere Großeltern vom Zweiten Weltkrieg. Dabeigewesen zu sein ist alles, da kommen Erinnerungen hoch. Heute bekannte Zeichnerstars wie Giraud, Gotlib und Vuillemin haben die Pflastersteine wieder rausgeholt, die sie sich damals nicht zu werfen trauten, und für eine Sonderausgabe von Pilote ihre ganz persönliche 68er-Geschichte zu Papier gebracht. Herausgekommen ist ein dickes, buntes Heft. Das sagt zwar mehr über 2008 als über 68 aus, erinnert aber auch an die Kindertage des Comics für "Erwachsene".
Er ist wieder da!
Wer? Indy natürlich, unser weltumspannender Draufgänger-Archäologe mit einem Hang für riskante Stunts und gefährliche Frauen. Wenn am 22. Mai "Indiana Jones und das Königreich der Kristallschädel" in die deutschen Kinos kommt, sind Comicleser bereits informiert. Einen Tag vor dem Filmstart kommt bei Panini nämlich der Comic zum Film heraus - gleichzeitig mit dem Roman, aber in dem sind ja keine Bilder, und lesen kann sowieso keiner.
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