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2. Comic-Tage StadtBib Köln

Bei Sonnenschein tritt Leere ein

Trubel vor dem Kölner Dom

Trubel vor dem Kölner Dom

Verlag Thomas Tilsner

Nichts zu tun am Stand von Tilsner

Gleich unter drei ungünstigen Umständen hatten die 2. Comic-Tage der StadtBibliothek Köln in diesem Jahr besucherzahlenmäßig zu leiden: an erster Stelle mag dabei das großartige Wetter die Leute eher auf die Straßen als in die Bibliothek gelockt haben, zum zweiten fand parallel die berühmte Comic-Messe in der Stadthalle Köln-Mülheim statt und drittens werden kurz vor dem Comic-Salon Erlangen 2000 kaum Comic-Freunde extra von außerhalb angereist sein, da sie die Zeichner und Verlage in gut sechs Wochen in Erlangen ebenfalls alle antreffen werden. Angesichts des interessanten Programms, welches Constanze Döring und die anderen Mitarbeiter der StadtBibliothek Köln zusammengestellt haben, ist das bedauerlich. Trotz bescheidener Mittel wurde eine Vielfalt aus Lesung, Filmen, Multimedia-Jazzfrühschoppen, Internet-Präsentation, Zeichner-Workshop, Leseecke, Comic-Börse und Ausstellung auf die Beine gestellt, die mehr Zuspruch verdient gehabt hätte.
2. Comic-Tage der Stadtbibliothek Köln
Unter der Überschrift "Comics müssen nicht komisch sein" untersuchte Ulrich Koch die Besonderheiten in der Wirkung von Detektiv-Comics (z.B. "Philip Marlowe - Die kleine Schwester" von Raymond Chandler, zeichnerisch umgesetzt durch Michael Lark). Ulrich Koch hält den Detektiv-Comic für einen vernachlässigten Bereich der grafischen Erzählung, der seinem Textpendant aber durchaus das Wasser reichen könne.

Um dem Comiczeichnernachwuchs unter die begabten Arme zu greifen, wurde an zwei Tagen jeweils abends ein Workshop mit dem Zeichner Leowald durchgeführt, zu dem man Selbstgemachtes mitbringen konnte. Gemeinsam arbeitete man an möglichen Verbesserungen der Dramaturgie, den Bewegungsabläufen, an der Technik und den Figuren.

Auf den aktuellen Stand zum Thema "Comics und Internet" ging Andreas Dierks am Samstag in seiner Internet-Präsentation ein.

Constanze Döring

Constanze Döring reicht Koffein

2. Comic-Tage der Stadtbibliothek Köln - Leowald
Ausstellung Comix 2000

Eine Stellwand zur Ausstellung Comix 2000

Noch bis zum 12. Mai 2000 in den Räumen der StadtBibliothek Köln und dann ab dem 15. Mai bis zum 26. Mai 2000 im Institut Français sind Originale von Comix 2000 zu sehen, ein Projekt der Künstlervereinigung L'Association, mit der diese in der Comicwelt weite Kreise zieht. Zum Jahr 2000 schafften sie es, eine 2000 Seiten starke Anthologie herauszugeben, zu der 324 Zeichner aus aller Welt ihren textlosen (!) Beitrag lieferten. Kapitelweise werden die Originale der Anthologie nach und nach an verschiedenen Orten ausgestellt, kein Kapitel zweimal, so dass jede Ausstellung einmalig ist. In Köln sind Werke von zwölf Zeichnern zu sehen, darunter Jean-Claude Denis ("Luc Lamarc") und Julie Doucet ("Wahre Haushaltscomics").
2. Comic-Tage der Stadtbibliothek Köln
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Dirk Schulz und Timo Würz

Die Buchhandlung Ludwig lud gleich vier Zeichner an ihren Stand: Dirk Schulz ("Parasiten", "Indigo"), Timo Würz ("XCT", "Drakan", "Lula + Yankee") und Lutz Mathesdorf und Kim Schmidt ("Unser Schumi"). Des Weiteren fand man Verlagsstände von Edition 52, Horus, IPP, Luke & Trooke, Tilsner, Zwerchfell und Zebra vor, an denen Hefte und Alben der aktuellen Produktion auslagen. Auch einige Händler versuchten Ware an die wenigen Interessierten zu bringen.
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Wittek und Stefan Dinter besprechen Zeichnungen

Am Stand von Zwerchfell begutachteten Stefan Dinter und Wittek bereitwillig und gründlich ihnen vorgelegte Zeichnungen. Wittek hatte sein neues Heft "Bizarr Bazar" #2 mitgebracht, in welchem er über einen persönlichen Rauschmittelexzess im Rheinland erzählt. Seine Zeichnungen sind deutlich weniger spektakulär als in seinem ersten "Bizarr Bazar" geraten, die lebendige Art und Anzahl der Pickel in den Gesichtern der Hauptfiguren jedoch rekordverdächtig. Das vorgelegte neue Heft enthält den ersten Teil einer auf zwei Teile angelegten Story.

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