ICOM Independent Comic Preis 2001
Übersicht zu den Preisträgern
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Der Preis in der Kategorie "Bestes Fanzine" geht an das Kölner Magazin "Zebra". Der Preis ist mit 1.000 DM dotiert.
Als bestes Fanzine wurde "Zebra" ausgewählt, das in klassischer Manier die Tradition dieses Genres hochhält und auch mit einer ganzen Reihe von interessanten und gut gezeichneten Stories aufwarten kann. "Zebra" erhält den Preis nicht für eine aktuelle Ausgabe, sondern für das "Gesamtwerk". Und außerdem: 15 Ausgaben in 18 Jahren, diese Ausdauer muß man belohnen...
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Der Preis in der Kategorie "Bester Independent Comic" geht an "Le grand rien" von Jakob Werth und Thomas Gilke. Der Preis ist mit 1.000 DM dotiert.
Vier sehr schöne, stilistisch sehr unterschiedlich, aber qualitativ auf hohem Niveau gleichwertige und darüberhinaus ineinander verschachtelte Geschichten, die im Zusammenhang einen ganz neuen Aspekt entdecken lassen, zeichnen diese Publikation aus. Besonders gefallen hat der Jury auch das "Art Design" des Albums sowie auch die hohe handwerkliche Qualität. Einfach ein schönes Stück Comic.
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In der Kategorie "Bester Comic-Beitrag (Funny)" geht der Preis an "Horst" von Geier und Robi. Der Preis ist dotiert mit 500 DM.
Horst ist ein Hase. Horst in ein Mann. Und Horst ist immer geil. Mag manchen die letzten zwei Eigenschaften dieser Comic-Figur auch zu bösen Witzeleien ("...immer nur das Eine...") anstacheln – eine Tatsache bleibt unverrückbar: "Horst" ist ein hervorragend gezeichnetes Comic-Heft, über die Nummern hinweg von gleichbleibender Qualität, das mit witzigen oft skurrilen Geschichten "direkt aus dem Leben" nicht wenige bittere Wahrheiten über das Leben und die "Ware" Sex am Beginn des neuen Milleniums zu transportieren weiß. Weiters positiv zu bewerten: die eingestreuten One-Pager "Die kleine Seifenoper" des Schweizers Alex Macartney.
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Preisträger in der Kategorie "Bester Comic-Beitrag (realistisch): "Das Mahl" von Karsten Schwenzfeier aus "Tremor Comics #9". Der Preis ist dotiert mit 500 DM.
"Das Mahl" ist nur eine von vielen hervorragenden Geschichten, die Karsten Schwenzfeier in der Heftserie "Tremor Comics" publiziert hat. Stilistisch zwischen opulenten Schwarzweißgemälden und harten Tusche-Bildern schwankend, weiß Schwenzfeier mit seinen perfekt komponierten Comic-Seiten auch einiges zu erzählen:
In "Das Mahl" setzt er sich ernsthaft mit dem Krieg im allgemeinen und im besonderen
auseinander, in hervorragend gemalten, teilweise atemberaubend schönen Bildern.
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Der ICOM verleiht den Preis in der Kategorie "Bestes Szenario" an "Wanda Caramba" (1-3) von Eckart Breitschuh. Der Preis ist dotiert mit 500 DM.
Die zum Zeitpunkt der Jurierung noch nicht abgeschlossene Geschichte von "Wanda Caramba" zeigt klassische Handlungsstränge des Krimis auf und spielt gleichzeitig damit. Interessante Personen, mehrfach verknotete Erzählebenen sowie eine gehörige Portion Humor machen diese Comic-Serie neben der exquisiten Grafik besonders zu einem Triumph des erzählenden Comics.
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Den Sonderpreis für besondere Leistungen oder Comics, die in keine Kategorie passen erhielt die INC. - Initiative Comic Kunst e.V. Der Preis ist dotiert mit 500 DM.
INC. – seit vielen Jahren das Synonym für unglaubliche Aktionen im Bereich Comic-Kunst. Für immer neue, immer innovative Projekte, die dem Mediem und seiner Representanz nach außen hin auf vielfältige Weise dienlich sind. Neben typischen Vermittlungsaufgaben und kleineren Projekten sind es vor allem die Hamburger Großausstellungen wie "Am Anfang war der Strich", "Comopoly", "Ehrlich bilig" oder "Die 4. Dimension", die in Erinnerung geblieben sind, ja teilweise sogar rückblickend absoluten Kultstatus in der deutschen Comic-Szene erlangt haben.
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Übersicht zu den lobenden Erwähnungen
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"Schattenreich" von Horus - nur wegen des späteren Erscheinungstermins nicht Sieger einer Kategorie. Geheimtip für 2001!
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"Ineinander" von Dirk Schwieger - poetischer, sehr stimmungsvoller Entwurf einer längeren Serie.
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"Tristitia" von Andreas ,Andy' Nikisch - Humorvoller Vampir-Comic mit viel Liebe zu alten Horrorklassikern. Gute Running Gags!
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"Grimm 2: Rotkäppchen" von Breitschuh und Wittek - ziemlich witzig und intelligent, innovativer und eigentlich wenig verfälschender Umgang mit den alten Grimm-Klassikern. Lehrreich!
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"Gesichter des Todes" von Tim Posern - ziemlich lustige und ein wenig morbide Sammlung optisch recht unterschiedlicher Cartoons und Comics.
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Comic-Gruppe Rhein-Ruhr - jüngst sehr rührige ICOM-Regionalgruppe. Sie steht nicht nur ICOM-Mitgliedern offen, trifft sich regelmäßig in Essen und macht gemeinsame Projekte.
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Laska Comix - O-Ton der Jury "Wir können denen nicht schon wieder einen Preis geben! Die Jungs und Mädels haben schon Preise gekriegt, das reicht für Jahre... aber die sind einfach zu gut!"
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"edition brunft" - rührige Wiener Comic-Edition (Nicolas Mahler, Heinz Wolf) mit Connections über die Grenzen Österreichs hinaus (Schweiz, Frankreich...)
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"Tremor Comics" - fanzineartige Heftserie mit großem Output und professionellem Erscheinen.
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"Alischa" von Martin Schlierkamp - hervorragend - läßt auf mehr hoffen!
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"Chez Kiosk" von Andreas Eikenrath - Funny-Onepager am Kiosk: witzig und origineller Zugang zum Medium.
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"Der Fremde" von Jimmy Stepanoff - außergewöhnliches Einzelwerk der grafischen Erzählkunst. In seiner Art sicher einzigartig!
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"Wondertüte" von Atak - wunderbar vielfältiger und innovativer Umgang mit dem Medium Comic - hohe Qualität!
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Juroren und Verfasser der Texte waren dieses Jahr:
Sonja Roll und Harald Havas
Interessenverband Comic e.V. ICOM:
Danneckerstraße 12, 70182 Stuttgart, Tel.: (0711) 24 45 78, Fax: (0711) 23 33 88
eMail: ICOMic@aol.com, WWW: http://www.comic-i.com
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