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Autorencomics: Veröffentlichung zu den geheimnisvollen Städten von Schuiten/Peeters
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Der Weg zum Autorencomic
Im Laufe der 90er-Jahre brodelt es an der Basis. Eine neue Generation kleiner Verlage bringt eine Gruppe neuer Autoren heraus, die frei über Politik, Soziales, Sex und ihre Befindlichkeiten erzählen. Neben die Comic-Geschichten um Abenteuer der Außenwelt treten jene der Innenwelt. Die teilweise sehr persönlichen Sichten bedingen es, der Person des Autors vermehrt Beachtung zu widmen.
Daran, dass am Ende des Jahrzehnts die Anzahl der neuen Titel pro Jahr auf die stolze Zahl von etwa 1000 klettert, sind die sehr erfolgreichen Verlags-Newcomer Delcourt und Soleil nicht wenig beteiligt. Ihr Zugpferd ist die Helden-Fantasy, die von "Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit" bis zu "Lanfeust von Troy" und "Donjon" reicht.
Die Gruppe Ampère gewinnt über eine Holding-Gesellschaft, die SA Médias Participations, im Laufe der Zeit die Kontrolle über 13 Verlage, darunter ab Dezember 1988 auch Dargaud. Aktionäre der Gruppe sind katholische Vereine, Versicherungsgesellschaften und eine Bank. Da man diese Kreise der Rechten zurechnet, befürchtet man eine entsprechende Einflussnahme auf die Verlagsprogramme. Die Gruppe Hachette versucht Les Humanoïdes Associés vom Markt zu drücken. Das Muskelspiel der Medienkonzerne macht auch vor dem Comic nicht halt.
1990 übersetzt man bei Glénat den Manga "Akira". Damit beginnt die erfolgreiche Ära des japanischen Comics in Europa, die durch japanische Zeichentrickserien im Fernsehen angefacht wird und das an Comic interessierte Publikum verjüngt und verbreitert.
Im Oktober 1989 öffnet in Brüssel das belgische Comic-Zentrum seine Pforten und drei Monate später dasjenige in Angoulême. Beide Einrichtungen sind nicht in staatlicher Hand, sondern müssen eigenständig wirtschaften. Sie sind die Orte, die regelmäßig Ausstellungen der Werke unterschiedlicher Autoren präsentieren und deren Originale zu konservieren versuchen.
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Nils Hörrmann und Kai Gurski, Mitarbeiter und Ideengeber der ComicTime Hildesheim
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Eine neue Generation von Autoren hat seit kurzem wieder den Anspruch eines literarischeren und anspruchvolleren Comics aufgefrischt und schließt dabei jeglichen kommerziellen Kompromiss aus. Meist wird in Schwarzweiß gearbeitet, für kleine Verlage (z.B. Amok, l'Association, Cornélius, Fréon, Six Pieds sous Terre) und dabei neue Ausdrucksbereiche erforscht: Autobiografie, Tagebuch, Reportage, Minimalismus, Spiele mit formellen Zwängen...
Herauskehrung der Subjektivität des Autors, Poesie und Gemütsregung sind die Stärken dieser Comics, für die die jungen Künstler den gleichen Anspruch und die gleiche Freiheit fordern wie Schriftssteller und Filmemacher. Es sind häufig ausdrucksstarke Werke, die sich in Büchern verkörpern, die fast immer vom Format des traditionellen Albums abweichen und die man gewöhnlich als "romans graphiques" (grafische Romane) bezeichnet. Vielleicht hat sich hier bereits schon seit ein paar Jahren der neue Comic des 21. Jahrhunderts seinen Weg gebahnt.
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(Ausstellungstext, zitiert aus der Presseinformation des Roemer- und Pelizaeus-Museum vom 26.5.2000)
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Appetithappen
Um zum Besuch der Ausstellung Asterix, Barbarella & Co. im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim anzuregen, seien hier beispielhaft einige wenige Ausstellungsstücke wiedergegeben. Wegen der technisch begrenzten Möglichkeiten im Web, kann dies einen Blick auf die Originale sicherlich nicht ersetzen, aber einen ersten Eindruck verschaffen.
Jede dieser Abbildungen können Sie mit der Maus anklicken, um sie vergrößert angezeigt zu bekommen. Sie gelangen zu diesem Text zurück, indem Sie den "Zurück"-Knopf Ihres Browsers betätigen.
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Jacques Tardi: "La crainte du Sloane aux yeux bleus", Seite 1, 1975, Tusche, Filzstift und farbige Tusche auf Papier, 411 mm x 325 mm
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Tardis phantastische Welt mit seiner ersten "couleur directe"-Arbeit
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Moebius (d.i. Jean Giraud): "Le garage hermétique de Jerry Cornelius", 1979, Grafitstift, Tusche und weße Gouache auf Papier, 324 mm x 249 mm
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Als improvisierte Fortsetzungsgeschichte in "Métal Hurlant" erschienen die Erlebnisse des Major Grubert von Moebius.
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François Schuiten: "Les cités obscures - La Tour", Seite 37, März 1986, Tusche und weiße Gouache auf Papier, 508 mm x 363 mm
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François Schuiten und Benoît Peeters konstruieren eine Parallelwelt mit geheimnisvollen Städten.
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François Boucq: "La femme du magicien", Seite 55, Januar 1985, Grafitstift und Tusche auf Papier, 500 mm x 401 mm
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Boucq erzählt eine traurige und grausame Fabel über das Losreißen von der Kindheit.
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Baru (d.i. Hervé Barulea): "Cours, camarade", Seite 14, 1987, Acryltinte auf Fotokopie, 418 mm x 297 mm
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Seine Kindheitserinnerungen aus Lothringen verarbeitet Baru.
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Loustal (d.i. Jacques de Loustal): "Barney et la note bleue", Seite 28, Dezember 1985, Tusche und Aquarell auf Papier, 392 mm x 286 mm
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Loustal nimmt die Darstellung von Atmosphäre, Dekor und Gegenstände ebenso wichtig wie die der Figuren.
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Nicolas de Crécy: "Foligatto", Seite 67, 1991, Tusche und Akryl auf Papier, 376 mm x 300 mm
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Dichte und farbige Bilder, in denen der Einfluss flämischer Künstler von Bosch bis Ensor spürbar ist, malt Nicolas de Crécy.
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Edmond Baudoin: "Le portrait", Seite 38, 1990, Tusche und weiße Gouache auf Papier, 420 mm x 298 mm
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Edmond Baudoin zeichnet das Verhältnis eines Malers (er selbst) zu seinem Modell (seine Freundin).
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Copyright © 2000 Verlag Sackmann und Hörndl
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