The Comics Journal Special 5: Manga Masters
Die kiloschweren Spezialausgaben des "Comics Journal" bieten dem jeweiligen Haupt-Thema viel Platz. Texte und Abbildungen breitet man nahezu auf das Format einer Schallplattenhülle aus (Schallplatten waren große Scheiben, auf denen man früher Musik speicherte, also Vorgänger der MP3-Sticks). Während man sich in den "Large-Format Specials" in den letzten Jahren auf englischsprachige Zeichner konzentrierte, reagiert man nun auf aktuelle Trends und wählte neben Osamu Tezuka und Yoshiharu Tsuge zusätzlich drei unbekanntere japanische Zeichner für eine ausgiebige Vorstellung, die den Blick auf die Zeit vor der derzeitigen Mangawelle lenken. Weitere Hauptartikel des Specials schildern Leben und Werk von Vaughn Bode und Milt Gross.
Kenya 3
Abenteuerlich spannend geht es in dem in Kenia 1947 angesiedelten Comic zu, der mit seinen riesigen und merkwürdigen Tieren anfangs wie ein neuer Ableger von "Jurassic Park" aussieht, dann aber mit genug Rätseln und schrägen Typen auffährt, dass keine Langeweile aufkommt.
Ein ungehobelter und mittelmäßiger Schriftsteller befindet sich mit seiner Reisegruppe auf Safari in der Wildnis. Außer mit heftigen Beziehungsproblemen bekommt es die Gruppe plötzlich mit einer Art Dinosaurier und einem Ufo zu tun.
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Alberto
Neue Erzählideen bringt Daniel Bosshart zu Papier, der für sein Album "Geteilter Traum" im Jahr 2000 den Max und Moritz-Preis erhielt. Ein wiederholtes Aufsetzen bei schon bekannten Szenen machten auch Jens Balzer und Martin tom Dieck in "Salut, Deleuze!" zu einem interessanten Thema. Bosshart nutzt die variierte Wiederholung und Gilles Deleuzes "Denken durch Unterschiede" um Sichten auf den schlichten Wohnraum der eingenickten Hauptfigur entstehen zu lassen, die von den Möglichkeiten erzählen, in die man hineinträumen kann.
"Lündeschdi, 5 favrer 2001 - I'm para ch'eu sun rivà ad ün punct, ingiò ch'eu am stögl decider per üna via in meis avegnir." Auch mit Rätoromanisch kommt der neugierige Leser dank Alberto kurzzeitig in Kontakt.
Dunkles Kind 1
"Ach Eros, du machst dir immer unnötig Sorgen. Mir passiert schon nichts." In welches Fahrwasser die Erzählung um Eros und Miklo, ein ungleiches Paar dunkler Kinder, führen wird, bleibt dem Leser des ersten Hefts noch verborgen. Jedenfalls geht es um eine grenzenlose Liebe und einen Engel namens Lilianne. "Eros, warum ist das Leben so?" - "Weil es sonst nicht das Leben wäre."
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Spirou und Fantasio 45
Ein Wechsel von Zeichner und Szenarist ist für eine famose Comicserie immer eine spannende Sache. Vielleicht achtet man dann mehr darauf, was die neue Equipe im Vergleich zu den Vorgängern anders macht, als auf die neue Geschichte selbst, bei der die beiden "Neuen" übrigens ganz Paris unter Wasser setzen, Pips absaufen und den Grafen von Rummelsdorf eine alte Flamme wiedertreffen lassen. Morvan und Munuera haben Tome und Janry abgelöst, die im Umfeld von Spirou sechs Jahre lang lediglich kurze Gagstrips des "Kleinen Spirou" herausbrachten. Die neuen Autoren zeigen mit dem kurzweiligen, stimmigen und humorigen neuen Album ihre große Erfahrung und ein Geschick fürs Zeitgemäße.
Geschichten aus den Neunzigern 3
Das dritte Heft mit den gefühlsechten Geschichten aus den Neunzigern von Fabian Stoltz erschien jetzt beim Schwarzen Turm. Darin wird Toms Sprung von der Fähre thematisiert (vgl. 'Ok, Griechenland'), verschränkt mit dem beklemmenden Erleben einer gänzlich leeren Stadt.
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