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Frisch ausgepackt und aufgefallen: Andreas Dierks weist auf besondere Comics hin, die jetzt im Comicladen oder am Kiosk liegen.  [Folge 15]

Neue Abenteuer des unglaublichen Orpheus

Neue Abenteuer des unglaublichen Orpheus

Deleuzes wiederholte Fahrten mit Charon, dem Fährmann, über die Flüsse der Unterwelt, riefen in der F.A.Z. zahl- und denkreiche Artikel hervor. Es wurde über Philosophie, Comic und der Differenz aus Wiederholung sinniert und assoziiert, dass es eine Freude ist. Damit der Leser des zweiten Bandes zu Gilles Deleuze (frz. Philosoph, 1925-1995) diese Gedanken nacharbeiten kann, wurde dem gerade erschienenen Band ein Beiheft eingelegt, das man nicht missen sollte.

In einem der Beiträge schildert Michaela Ott, dass sich für Deleuze Denken nur da vollziehe, wo Unterschiede gemacht würden. Die vorliegenden Comics von Martin tom Dieck und Jens Balzer führen das durch ihre variierten Wiederholungen vor Augen. Michaela Ott fragt sich in ihrem Beitrag aber auch, ob man dem Denker des Vorbildlosen gerecht werde, wenn man ihn auf ein Strichmännchen reduziere. In diesem Zweifel schwingt die Vorstellung mit, dass man sich von gewissen Dingen kein Bild machen dürfe, ohne es zu beschädigen, und dass hehres Denken bildfrei sei. Nun ist aber ein Bild nicht immer eine Abbildung, so wie ein (guter) Comic kein Film ist, und so wie Bildung nicht Ausbildung gleich kommt, beides aber bezeichnenderweise das Wort 'Bild' enthält. Womöglich repräsentiert unser Hirn all unsere Erfahrungen und Begriffe durch Bilder aus Myriaden von Pixeln. Gerade weil Deleuze hier Strichmännchen ist, ergänzt man ihn - ganz in seinem Sinne - durch Ungezeichnetes und Ungesagtes und bei jedem Lesen und jedem Leser anders und über das Vor-Gedachte hinaus. Was für ein spannender Comic, wenn man sich seine Gründe auszuloten die Zeit nimmt.


Tenchi Muyo! 1

Wie oft hat man nun schon Manga gehabt, in dem uns Schüler nach einer Umweltkatastrophe dem drohenden Weltuntergang oder nach Umtrieben in Himmel oder Hölle den bösen Dämonen entreißen?

Tenchi Muyo! 1

In "Tenchi Muyo!" ist das nicht anders. Es dauert nicht lange und die Kids prügeln sich um ihr Dasein als Frikadelle ("Wenn du nicht kämpfst, mache ich dich zu Hackfleisch!", S. 82).

Sprechblase 181

Ein beachtliches 50er-Jubiläum: das erste deutsche Micky Maus-Heft erschien am 29. August 1951 bei Ehapa. Das ist für die Sprechblase Anlass der Micky Maus eine feine Spezialausgabe zu widmen.

Sprechblase 181

Ende 2000 verkaufte sich ein Micky Maus-Heft laut IVW gut 500.000 Mal. Damit mache "Micky Maus" 40 Prozent des Comic-Umsatzes in Deutschland, erklärt Jörg Risken, Marketing-Manager bei Egmont Ehapa. Dieser Verlag wurde am 25. Juni 1951 in Stuttgart eigens wegen der "Micky Maus" gegründet und feierte vor kurzem also ebenfalls den Fünfzigsten.


Micky Maus - Die frühen Jahre 5

Neuauflagen der ersten deutschen Micky Maus-Hefte hat es immer wieder einmal gegeben. Zuletzt kamen Kassetten mir je etwa zwölf nachgedruckten Heften heraus, die stolze zweihundert Mark kosteten. Für das schmalere Taschengeldkonto erscheinen seit dem Jahr 2000 Micky Maus-Bücher, in denen je sechs Hefte aus den frühen Jahren stecken.

Micky Maus - Die frühen Jahre 5

"Das sind schon wieder an die dreißig Tonnen Geld und ich hab' keinen Platz mehr", stöhnt Onkel Dagobert 1953 angesichts seines aus allen Nähten platzenden Geldspeichers und in einer Zeit der jungen Bundesrepublik, da die meisten keinen Kummer mit der Völle sondern mit der Leere ihres Portmonees hatten. Kein Wunder, dass von dieser reichen Ente eine gewisse Faszination ausging. Weitere Blicke in die Geschichte jener Zeit erlauben die kommentierenden Artikel, die den Micky Maus-Büchern jeweils vorangestellt sind. Im aktuellen Buch findet sich ein Interview mit der 94-jährigen Dr. Erika Fuchs.

Spawn 50

Spawn 50

Seit 1997 trägt Al Simmons als Spawn nun schon die Bürde des Untodseins durch immerhin fünfzig Hefte für den deutschen Kiosk. Der Verlag Infinity ist mit der Serie groß geworden. In den USA verhalf "Spawn" dem Image Verlag ab 1992 zum Erfolg. Das vorliegende, um 16 Seiten gegenüber den üblichen Ausgabe dickere Heft hält einige wichtige Wendungen der Story bereit und Al Simmons entscheidet sich in all der Aufregung zumindest ungewöhnlich, wenn man das aus der Sicht der Anfänge der Geschichte betrachtet. Zu Ehren des "Spawn"-Jubiläums hat man bei www.comicgate.de eine Reihe von deutschen Zeichnern gebeten, in ihrer jeweiligen Art mitzujubeln und einen Beitrag für eine Spawn-Galerie zu zeichnen. Das Ergebnis ist sehenswert, auch wenn die Werke leider nicht zur Gänze in jedes Browserfenster passen.

^Spawn 50


Elfquest - Neue Abenteuer 1

Wem die Geschichte im ersten Band der neuen "Elfquest"-Ausgabe bekannt vorkommt, der hat sie vermutlich in der Heftausgabe von 1998 schon einmal gelesen. Die "Hidden Years" #10-13 liegen nun statt in zwei Heften in einem robusteren Softcover vor den Pini-Fans.

Elfquest - Neue Abenteuer 1

Beim Versuch von Winnowill, das Sternenschiff der Urahnen der Elfen in ihre Gewalt zu bringen, zerschellt dieses und die Unmengen kristallener Splitter werden vom schurkischen Grohmul Djun eingesammelt. Was will er denn jetzt mit diesem glitzernden Scherbenhaufen anfangen?

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