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Frisch ausgepackt und aufgefallen: Andreas Dierks weist auf besondere Comics hin, die jetzt im Comicladen oder am Kiosk liegen.  [Folge 18]

Grimm 3 - Fitchers Vogel

Grimm 3 - Fitchers Vogel

Was man mit kindlichem Gemüt als gerechte Strafe, als Vernichtung des Bösen empfunden haben mag, stellt sich für den Erwachsenen als pure Grausamkeit dar, wenn etwa die böse Hexe am Ende eines Grimmschen Märchens in einem Fass mit Nägeln in den Fluss gerollt wird. Gezeichnet wirken die Gräuel, die die Gebrüder Grimm in ihren Märchensammlungen aufgeschrieben haben, noch intensiver. Wer sich so wie Eckart Breitschuh und die Zeichner der "Grimm"-Serie dieser Thematik annimmt, der gerät leicht in Verdacht, die Märchen nur der Effekthascherei wegen auf das Hacken, Schlitzen und Sexuelle zu reduzieren, dadurch womöglich viele Comics verkaufen zu wollen und unkritisch die eigene 'schmutzige' Phantasie auszuleben. Breitschuh geht auf diese möglichen Vorwürfe ein und kleidet seine Bearbeitung der Grimmschen Erzählungen in Verweise auf Literatur und Forschung zu diesem Thema ein. Warum und wie wirkt es auf Kinder im Unterschied zu Erwachsenen, wenn man Max und Moritz zermahlt, wenn Pinocchio gehängt wird, wenn im "Struwwelpeter" Kinder drastische Strafen erleiden, wenn Itchy und Scratchy sich gegenseitig massakrieren? Breitschuh und die Zeichner von "Grimm" erlauben sich die Freiheit, mit ihrem Verständnis der grausigen Szenen nicht hinter dem Berg zu halten, sondern sie mit satirischem Anspruch zu verbildlichen. Damit ist für sie Phantasie nicht 'schmutzig' und zu unterdrücken sondern erlaubt und lustvoll. Jedem die seine. Vermeintlich Unterschwelliges und Symbolisches der Grimmschen Märchen führen die Autoren betont vor Augen, jedenfalls soweit es auf Sex und Gewalt anspielt. Nicht jeder wird das mit seinen eigenen Bildern im Kopf bezüglich der originalen Texte in Einklang bringen können oder wollen. Den Comic-Autoren Rost und Dr. Stein ("Steinzeit Adventures") ging "Grimm" so gegen den Strich, dass sie dem Zwerchfell Verlag den Rücken kehrten. Andere Erwachsene werden den Comic wegen seiner rauen Unverblümtheit belustigt oder wegen seiner schrillen Sichten mit Erstaunen aufnehmen. Für Kinder ist er jedenfalls nicht gemacht.

Baby Blues 4

Jerry Scott erhielt für "Zits" in Erlangen 2000 den Max-und-Moritz-Preis für den besten internationalen Comic-Strip. Mit "Baby Blues" hat er ein anderes erfolgreiches Pferd im Rennen um den Comicleser.

Baby Blues 4

Mit dem neuen Band liegt bereits der sechste dieser Reihe zur jungen Familie vor.


Freibeuter 2

Im Freibeuter Bündnis sind, wie das aktuelle Heft der Verlagsgemeinschaft verrät, immerhin 15 Comic-Verlage zusammengeschlossen.

Freibeuter 2

Das zweite gemeinsame Heft enthält eine Kurzgeschichte zu "Usagi Yojimbo", eine Serie von Stan Sakai, die bei Schwarzer Turm erscheint.


Kurzer Prozess 6

Für "Zebra" bekam Rudolph Perez 2001 den ICOM-Preis für das beste Fanzine. In der Reihe "Kurzer Prozess" tauchen nun einige feine Kurzcomics von ihm auf.

Kurzer Prozess 6

ZACK Sonderheft 3

ZACK Sonderheft 3

Durch den Tod Gregs konnte das 19. Album von "Luc Orient" nicht fertiggestellt werden. Eddy Paape hatte aber die ersten sechs Seiten bereits getuscht. Also kolorierte man diese und druckte sie in einem belgischen Buch zur Luc Orient-Briefmarke ab. Das blieb auch deutschen Fans nicht verborgen und ist nun Anlass für ein ZACK Sonderheft, welches den unvollendeten Comic dank Salleck Publications nachdruckt. Neben den genannten sechs Seiten enthält das Heft eine Comicographie zu "Luc Orient" und weitere Orientierungshilfen für diese altbekannte Science Fiction-Serie, die 1966 startete.


Comic Collection 6

Mit 44 Seiten und immer noch gratis kommt die "Comic Collection" Nr. 6 in die Berliner Comicläden und Kinos.

Comic Collection 6

Sowohl Herrn Bohnemann und die schleimigen Schnecken trifft der Leser wieder, als auch die Fortsetzungen der Erzählungen 'Die Mission des Konsuls', 'The Africa Connection' und 'Eeliens'. Durch diese Kontinuität macht das auf glänzendem Papier gedruckte Heft einen soliden Eindruck, der noch auf viele kommende Ausgaben schließen lässt.

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