Ronin
Als die erste "Ronin"-Ausgabe bei Carlsen 1990/91 in sechs Alben erschien, druckte man Frank Millers beeindruckende Arbeit noch in einem übergroßen Format (32 cm x 22 cm, wie im Jahr zuvor die Ausgabe der "Watchmen" und im Jahr danach "Liberty"), offenbar weil das woanders in Europa ebenso gemacht wurde. Panini fügt seiner Ausgabe von Millers Werken nun eine neue "Ronin"-Gesamtausgabe im ursprünglichen Format an. In einem magischen Schwert 700 Jahre zusammen mit dem Dämon Agat gefangen landet darin ein Ronin im 21. Jahrhundert. Nach seiner Befreiung durch Laserlicht und durch das Biochipwesen Virgo, beginnt sein Dasein in einer komplexen Welt an Absichten, in der seine anfängliche Jägerin Casey McKenna eine zunehmend wichtigere Rolle für ihn spielt.
Mystic 3
Gleich vier monatliche Serien sind im CrossGeneration-Projekt erzählerisch verbunden: "Scion", "Sigil", "Meridian" und "Mystic". Über einen gemeinsamen Rahmen bedient man dadurch viele Geschmäcker. Für die Leser mit Vorliebe für Magie liegt "Mystic" bereit. Nicht die brav büffelnde Magiestudentin Geneviève erreicht darin ihr Ziel, Meisterin zu werden, sondern ihre wenig ehrgeizige Schwester Giselle empfängt ganz ungewollt alle magischen Geister.
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Scary Godmother 1
Jill Thompson konnte bereits als Zeichnerin einiger Episoden von "Sandman" (u.a. 'Kurze Leben') und in "Dreaming" überzeugen. Sie heimste 2001 gleich zwei Eisner Awards für ihr Schaffen ein. Ihre prächtig gemalte Bilderbuchreihe "Scary Godmother" wird wegen des Artwork ihre Leserschaft nicht nur unter Kindern finden können, auch wenn es inhaltlich auf diese ausgerichtet sein mag. Die schrill gekleidete Scary Godmother der kleinen Hannah ist eine Gruseltante, also eine hilfreiche Dame, die die Kinder zu Halloween begleitet und ihnen dann alles erklärt, wenn es richtig gruselig wird.
Futurama 6
Das Strickmuster von Futurama wirkt immer ähnlich: Eigenarten oder Ereignisse unserer heutigen (Medien-) Welt werden aufgegriffen und karikierend in die Zukunftswelt der Leute des Planet Express verbracht. Im letzten Heft zielte man auf die überdrehten TV-Quizshows, im vorliegenden Heft nimmt man den Film "X-Men" ordentlich auf die Schippe.
Der Robot als Benderine, Amy als Rouge, Leela als Uniclops, alle angeführt durch Professor F, so kann das Superheldengenre den Leser diesmal schmunzeln lassen.
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Der Killer 1
Fast könnte man mit diesem kaltblütigen Mörder Mitleid haben, der da an seinem Ausguck steht und auf sein Opfer wartet, welches einfach nicht auftaucht und dadurch unserem Killer den Job so anstrengend macht. Fast könnte man die Argumente des Berufsmörders plausibel finden, dass direkt oder indirekt an unserer aller Hände Blut klebe und es bei ihm lediglich offensichtlicher sei. Diese neue Comicserie zeigt, wie verdreht die Dinge manchmal aussehen können, wenn sie uns aus anderem Blickwinkel erscheinen.
Das dritte Testament 2
Auf mittelalterlichen Bildern werden die Evangelisten Markus, Matthäus, Lukas und Johannes oft durch Löwe, Engel, Stier und Adler symbolisiert. Der gut und spannend angelegte Comic "Das dritte Testament" greift sowohl auf diese Symbolik als auch auf das Wissen um die kirchliche Struktur jener Zeit zurück.
Der Titel der auf vier Alben angelegten Serie lässt die erzählerische Idee ahnen: was wäre, wenn neben dem Neuen und dem Alten Testament noch ein drittes auftauchte, eine weitere Schrift, die die bisherige Ordnung auf den Kopf stellt?
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