Bone Special: Rose
Bevor es mit dem Hauptstrang der "Bone"-Geschichte um Fone, Smiley und Phoncible "Phoney" P. Bone weitergeht, schiebt Jeff Smith unter Mithilfe des Zeichners Charles Vess ("Sandman", "Stardust", "The Books of Magic") die kolorierte und seitenstarke Vorgeschichte von Rose, der Großmutter von Thorn, dazwischen. Dadurch erklärt sich die Vertrautheit von Rose mit dem alten Lucius und das entsetzliche Problem, welches beide mit Roses Schwester Briar haben. Die Idee, die Vorgeschichte in dieser Form und nicht etwa in Rückblenden in die laufenden Serie einzusetzen, ist gut und lässt den Zeichnerwechsel passend und unauffällig wirken.
Flaschko - Der Mann in der Heizdecke
"Was würdest du tun, wenn ich plötzlich in den Krieg ziehen müsste, Mutter?" - "Die Heizdecke waschen." - Flaschko ist der ungemein bewegungsfaule Mann in der Heizdecke, von seiner armen Mutter, dem Elektrizitätswerk und dem Fernseher mit allem versorgt, was er für notwendig erachtet.
Zur Taschenbuchausgabe der humorigen Sitzmelodramen von 1999 gesellt sich jetzt eine kolorierte und albengroße Ausgabe der Edition Moderne, die den packenden Witz von Nicolas Mahler noch besser zur Geltung bringt.
|
Nicht ohne meine Konsole
Aufmerksam verfolgt Lewis Trondheim die Trends auf dem Computer- und Spielesektor und weiß seinen menschenähnlichen Comicfiguren ein Verhalten auf den Leib zu zeichnen, welches der Wirklichkeit womöglich entspricht. Beobachtungsgabe und eine erstaunliche Phantasie machen den produktiven Zeichner und Autoren zu einem der führenden Comicmacher unserer Zeit.
Lewis Trondheim (d.i. Laurent Chabosy) wurde 1964 in Fontainebleau, Frankreich, geboren und begann 1990 mit dem Verlag l'Association seine erfolgreiche Karriere. In Deutsch liegen bereits etwa drei Dutzend Alben von ihm vor, über zwanzig davon selbst gezeichnet.
ZACK 42
Diese Ausgabe des monatlich erscheinenden Magazins ist besonders dick: immerhin 96 Seiten wurden mit Comics und Artikeln gefüllt, worunter sich Material zu Lucky Luke, ein Fotobericht zur Frankfurter Buchmesse und ein Gespräch mit Ulf K. befinden.
Als fast vergessenen Comic zeigt man eine Planche aus Bernd Natkes "Der kleine Tod", der bei Unser Verlag erscheint.
|
Die Kosmonauten der Zukunft 2
Die Abenteuer der beiden kindlichen Helden, die entdeckt haben, dass wir von Außerirdischen unterwandert werden, kommen auch in den USA bei NBM heraus, dort allerdings schwarzweiß, als Heft und in kürzere Teile zur Fortsetzung zerlegt. Da kann man über die deutsche Ausgabe nur froh sein. Der Zeichner dieser Trondheim-Story ist der 1969 in Issy-les-Moulineaux geborene Manu Larcenet. Sein einfach anmutender, aber bezogen auf die Geschichte stimmiger Zeichenstil verleiht dem Comic zusätzlichen Charme.
Seeland 1
Die düsteren, gesichtslosen Kapuzenmänner erinnern an jene aus "Bone" und unheimlich geht es in den nach vielen Kriegen endlich friedlich zusammenlebenden fünf Königreichen und Republiken dann auch zu.
"Seeland" wäre aber keine trendige Fantasy-Erzählung, gäbe es da nicht magisch begabte und toughe Frauen, die den inneren Frieden des Staatenverbunds wieder in Ordnung zu bringen in der Lage wären. Ariane, Celine und Lukrezia übernehmen eine gefährliche Ausgabe.
|