Quartier lointain 1
Ein älterer Mann setzt sich in den falschen Zug, kehrt aber nach Feststellung seines Irrtums nicht um, sondern findet sich in der Stadt seiner Jugend unversehens vor dem Grab seiner Eltern wieder. Bestürzt stellt er fest, wieder der Junge zu sein, der er zum Zeitpunkt des Verschwindens seines Vaters war. – Letztes Jahr wurde Jirô Taniguchi in Angoulême stürmisch gefeiert. Wer Jury und belesenes Publikum dieses größten Festivals unter westlicher Sonne kennt, wird verblüfft durch die Zähne gepfiffen haben, dass da jemand aus Fernost auf einer Bühne geehrt wird, auf der sonst fast nur die Großen des Comics aus Frankobelgien den Lorbeer des Siegers empfangen. Beim Lesen von "Quartier lointain" wird klar, dass die Beliebtheit dieses Mangaka beim erwachsenen Leser mit Taniguchis Themen zu tun hat, die in besonderer und spannender Weise gerade den älteren Leser interessieren dürften.
ATAK vs. AHNE
Ungewöhnlich und zudem außergewöhnlich erscheint uns diesmal ATAK ("Wondertüte"), der vom sonst üblichen Heftformat ins zeit- und comicstreifengemäße Breitbandumklappformat wechselt.
Für diese aufwändige Produktion, die vom Vorwort bis zum Nachlob eine Sammlung geistreicher Zeichenstreifen umklammert, hat sich der avant-verlag ins Zeug gelegt. Es gelang ein Hauptspaß, der Texte von Ahne mit der zeichnerischer Umsetzung durch ATAK in durchdachter, stimmiger Weise gegenüberstellt.
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Herr Hummel
Die Tageszeitung Zürich Express veröffenlicht einmal in der Woche einen Comicstrip des in Südengland geborenen Alex Macartney, der im vorliegenden Buch als "eingekaufter Schweizer" beschrieben wird.
Und wie man den Schweizern nachsagt, das Gemütliche und Unaufgeregte zu bevorzugen, so scheint der fast beiläufige, zum Schmunzeln auffordernde Witz Maccartneys dort bestens zu gedeihen. "Sie haben sicher schon mit Herrn Hummel, meiner linken Hand, darüber gesprochen..." - "Wie?" - "Nein... meine linke Hand..."
Crux 1
Die Zuversicht der Verleger kann man weiterhin bewundern. Die Anzahl an Erzählteilreihen aus der Crossgeneration-Produktion, die bei uns veröffentlicht wird, nimmt immer noch zu, trotz aller Unkenrufe, die dem deutschen Comicmarkt abseits des Manga kräftige Abkühlung voraussagen.
Nach hunderttausendjährigem Schlaf werden sechs Atlanter aufgeweckt, deren Land durch ein Unglück im Wasser des Meeres versunken ist. Von einem rätselhaften Überwesen bekommen alle das typische CrossGeneration-Emblem verpasst und stolpern in eine gänzlich unbekannte Welt auf dieser unserer Erde.
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How to draw Dragon Ball Z 1
Nicht etwa aus Japan stammt die neue Heftreihe mit einem lebhaften Manga-Zeichenkurs für Dragon Ball-Freunde. Jens R. Nielsen als Texter und Michael Hülse als Zeichner setzten zusammen mit Alexandra Prosen von der animation-school-hamburg ein Konzept um, das sich auch ins Ausland verkaufen ließ. In 80 Lektionen von je einer Doppelseite Umfang können sich die angehenden Zeichner in die Gestaltung eigener Dragon Ball-Comics hineinfuchsen.
Viagraman
Für die vom Thema Viagra leidgeprüften eMail-Empfänger elektronischen Mülls kommt ein Comic über Viagraman zur Aufheiterung womöglich gerade richtig, werden hier doch noch ganz andere Seiten der begehrten Potenzpille offenbar, wie sie uns der erfahrene Zeichner Ufuk vor Augen führt. Auf 24 der 80 Seiten des Comics ist Viagraman körperlich aktiv, die übrigen Seiten wendet sich Ufuk jedoch nicht etwa einem anderen Thema zu.
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