Between Heaven and Hell
Am Bahnhofskiosk wird einem diese Art an Bildbänden sicherlich schon aufgefallen sein, in denen vornehmlich schöne Frauen in fantasylastiger Umgebung (Feuer, Blut und Brüste) von offenbar phantasievollen Künstlern vorgeführt werden. Und sicher steht auch ein Vor- oder Nachwort im Buch, welches vom Ruhm des Malers kündet, damit sich der Leser seines guten Geschmacks bestätigt weiß. Timo Würz ("Black Metal") gerät mit "Between Heaven and Hell" arg in die Nähe dieses faden Genres, doch zieht er sich durch einige sehr gelungene Bilder gekonnt aus dem Sumpf der drohenden Einfältigkeit.
Wayne Shelton 2
Der wagemutige Abenteurer Wayne Shelton hat von einem auf seinen wirtschaftlichen Vorteil bedachten Industriellen den gefährlichen Auftrag bekommen, den Fernfahrer René Loiret aus dem sehr gut gesicherten Gefängnis von Saporitzka in Kalakschistan zu befreien.
Das Schwierige an der aufwändigen Aktion ist, dass sich Shelton nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf eine Gruppe von handverlesenen Personen verlassen muss, die er zusammenstellte wie dermaleinst Yul Brynner seine Mitstreiter in "Die glorreichen Sieben" bzw. der Samurai Kanbei Shimada in "Die sieben Samurai". Das Szenario zu "Wayne Shelton" stammt von Jean Van Hamme ("XIII", "Largo Winch"), der in Christian Denayer einen Zeichner fand, dessen klarer Stil denjenigen der anderen Van Hamme-Zeichner ähnelt.
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1001 Nacht der Scheherazade
Unter dem Label "B & L" (d.i. Boiselle & Löhmann) segeln bei Carlsen erotische Funnies von Dany, Bengen, Ruthe, auch wenn man sich an der Spitze des Verlages noch vor wenigen Jahren geziert zeigte, als Jugendbuchverlag Titel für die Altmännerphantasie in die Läden zu legen. Doch nach solcherlei sittsamen Empfindlichkeiten kräht heute kein Hahn mehr.
Eric Maltaite widmet den Comic seinem Vater, Will, der bei Aire Libre 1990 mit "La 27e Lettre" einen ähnlich anmutenden Comic unterbringen konnte, wenngleich in der Ausführung um einiges zurückhaltender.
Subaru 1
Subaru hat einen Bruder, der im Krankenhaus kaum noch ansprechbar ans Bett gefesselt ist. In den Bemühungen, mit ihm Kontakt aufzunehmen, erfährt Subaru, dass er lächelt, wenn sie ihm den Katzentanz vorführt. Also tanzt Subaru.
Zufällig bekommt sie in dieser Zeit Gelegenheit, an einer Ballettstunde teilzunehmen. Subaru geht der Tanz trotz der sich verschlimmernden Krankheit ihres Bruders nicht mehr aus dem Kopf, was uns einen Manga beschert, der widersprüchliche Gefühle zwischen Schuld und Freude aufzeichnet und sehr für den Balletttanz wirbt.
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5 ist die perfekte Zahl
Gäbe es diese waghalsigen Kleinverlage nicht, die ihre wenigen Groschen in Titel stecken, die wegen ihrer ungewöhnlichen Art vermutlich nur einen engeren Kreis an Lesern erreichen, dann entginge uns zum Beispiel die gut erzählte Geschichte von Peppino Lo Cicero, dessen Cousin Lino ständig den Satz "5 ist die perfekte Zahl" wiederholte. Zwei Arme, zwei Beine und ein Kopf, damit sei man unabhängig, betonte der, bis seine geliebten Tauben bei einem Boss der Camorra aufs Bettuch kleckerten. Lino wurde also erschossen. Aber warum und wer legte jetzt Peppinos Sohn um? Der Hintergrund zu diesem Mord ist weitaus weniger offensichtlich, doch Peppino will trotz seines Alters mit Gewalt Klarheit.
Yu-Gi-Oh! 1
Schon kursieren in der Fan-Szene Kataloge mit über tausend Abbildungen von Yu-Gi-Oh!-Karten, die deren Sammlerwert preisen und die Sammellust anheizen.
Ein junger Schüler ist von Rätselspielen so fasziniert und bei deren Lösung so begabt, dass er besondere Fähigkeiten erlangen kann, um Ungerechtigkeiten mit Macht entgegenzutreten.
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